9./10. Oktober | JAV-/BR-Kongress in Fulda

Mehr als 350 Kolleginnen und Kollegen dabei

„Selbstbestimmt.mitbestimmt.solidarisch.“ war das Motto des Kongresses am 9. und 10. Oktober in Fulda, zu dem mehr als 350 Kolleginnen und Kollegen aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland mit 17 IG Metallerinnen und Metallern aus Thüringen angereist waren.

Es wurde in acht verschiedenen Foren unter anderem zu den Themen „Arbeitszeit für junge Beschäftigte“, „Duales Studium“ oder „Ausbildung im Betrieb checken und verbessern“ intensiv gearbeitet.

Am nächsten Tag diskutierten die Kongressteilnehmenden insbesondere über Anforderungen und Erfahrungen in der Begleitung von jungen Beschäftigten, die ihre Ausbildung erfolgreich abschließen. Mitunter sichert ein Tarifvertrag der IG Metall die Übernahme. In anderen Betrieben jedoch nicht.

1. August | Ausbildungsjahr beginnt

Jugendliche suchen sich Ausbildungsbetrieb aus

Das Berufsausbildungsjahr beginnt in Thüringen zum August eines Jahres. Der individuelle Ausbildungsbeginn kann davon abweichen und wird sich zumeist an den Schulferien orientieren. Teilweise konnten Betriebe nicht alle geplanten Ausbildungsplätze besetzen. Das folgt einerseits aus der zu geringen Zahl von Schulabgängern, die sich für eine duale Berufsausbildung entscheiden. Aber es liegt vielfach auch am konkreten Angebot des Ausbildungsbetriebes. Rechnerisch stehen in Thüringen in diesem Jahr pro Bewerbung 1,29 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Regional gibt es in Thüringen durchaus Unterschiede. In der Agentur für Arbeit Suhl ist die Stellen-Bewerber-Relation mit 1,25 im Durchschnitt Thüringens. Spitzenreiter in Thüringen ist die Agentur für Arbeit Jena mit einem Faktor von 1,43 Stellen je Bewerbung. Den geringsten Faktor weist die Agentur für Arbeit Gotha aus mit 1,09 Stellen je Bewerbung. Der Anteil ausländischer Bewerber ist leicht auf 3,5 Prozent gestiegen.

Kümmerliche Ausbildungsvergütungen, zweifelhafte Ausbildungsqualität und völlige Unklarheit über Perspektiven nach Abschluss der Ausbildung sprechen niemanden an. In Betrieben hingegen, in denen der Tarifvertrag der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie angewendet wird, erhalten Auszubildende, die Mitglied der IG Metall sind, im ersten Ausbildungsjahr 946 Euro brutto im Monat. Zudem sind 30 Arbeitstage Urlaub, also 6 Wochen pro Jahr, und beispielsweise auch zusätzliches Urlaubsgeld und Sonderzahlung geregelt. Nach Abschluss der Ausbildung ist die Übernahme im Ausbildungsbetrieb tarifvertraglich gesichert. Damit wissen die Jugendlichen schon heute, wie es im Sommer 2020 oder im Februar 2021 weiter gehen wird. Das spricht Jugendliche an. Und so können Ausbildungsstellen auch besetzt werden.

Bundestagswahl 2017

Wen soll ich wählen? Besser nicht die AfD !

Am 24. September 2017 findet die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag statt. Viele Jugendliche sind als Erstwähler zur Teilnahme an der Wahl aufgerufen. „Wen soll ich wählen?“, fragen sich viele Erstwähler, aber auch andere Wählerinnen und Wähler. Für Jugendliche und insbesondere Erstwähler in Thüringen bot die IG Metall vom 14. bis 16. Juli 2017 einen Workshop zur Bundestagswahl in Saalfeld an.

Junge Metallerinnen und Metaller setzten sich aktiv mit den Wahlprogrammen von Union, SPD, Linke, Grüne, FDP und AfD. Überrascht waren die Jugendlichen, dass von diesen Parteien allein die Union ein Wahlprogramm ohne Legitimation durch einen Bundesparteitagsbeschluss vorlegte. Aber die Frage, ob, und wenn ja warum, in der Union Angst vor dem eigenen Souverän Parteitag bestehen mag, wurde nicht weiter vertieft. Die geringste Übereinstimmung mit unseren Forderungen fanden wir im Wahlprogramm der AfD. Die selbsternannte Alternative für Deutschland ist keinesfalls eine Alternative für Jugendliche und schon gar nicht für Gewerkschafter, weder in Deutschland noch Europa.

Tarifbindung. Betriebliche Mitbestimmung. Arbeitszeit: Im Wahlprogramm der AfD nicht enthalten. Keinerlei Aussage. Zentrale Themen und Erwartungen der IG Metall und ihrer zahlreichen Mitglieder, auch der Erstwähler, werden nicht behandelt.

14. Dezember | Schmalkalden

JAV-Wahlen 2016: Mehr gewählte JAV-Mitglieder

In Betrieben mit mehr als fünf Auszubildenden finden Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) statt.

In diesem Jahr wurden in bereits 16 Betrieben solche Wahlen durchgeführt. Das ist in zwei Betrieben mehr als vor zwei Jahren. Damit können sich jetzt 18 gewählte Mandatsträger intensiv um Ausbildungsfragen in den Betrieben kümmern. Eng arbeitet die JAV dabei mit dem im Betrieb gewählten Betriebsrat und der IG Metall zusammen. Zu den Aufgaben der JAV gehört die Überwachung der ordnungsgemäßen Durchführung der Berufsausbildung im Betrieb. Dabei sind Gesetze und andere Normen zu beachten. Um sich darauf vorzubereiten, empfiehlt die IG Metall den JAV-Mitgliedern Seminare.

Wir wünschen allen gewählten JAV-Mitgliedern viel Erfolg für ihre neue Aufgabe. Dabei unterstützen wir sie wie gewohnt.

28. Juni 2016 | Erfurt

DGB-Jugend Thüringen trifft "Bundestag"

Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung sind die Evaluierung und Novellierung des Berufsbildungsgesetzes definierte Vorhaben. Ein Evaluierungsbericht wurde inzwischen vorgelegt. Jetzt sollen daraus Ansätze für eine gesetzliche Novellierung erfolgen.

Weil es dem DGB und der IG Metall nicht egal sein kann, welche gesetzlichen Bestimmungen die berufliche Bildung in den Betrieben regeln, mischen wir uns in diesem Prozess aktiv ein. Im zuständigen Ausschuss des Deutschen Bundestages für dieses Gesetzesvorhaben arbeiten zwei Abgeordnete aus Thüringen mit: Frank Lenkert, (Die Linke, Jena) und Tankred Schipanski (CDU, Ilmenau). Beide lud die DGB Jugend am 28. Juni 2016 nach Erfurt ein, um über die Novellierung des Berufsbildungsgesetzes zu diskutieren. Herr Schipanski sagte kurzfristig ab. Frank Lenkert stellte sich den Fragen der Jugendlichen.

Auch IG Metaller aus Suhl-Sonneberg waren mit dabei. Wir haben eine unbefristete Übernahme nach der Ausbildung, eine Mindestausbildungs-vergütung oder die Übernahme der Kosten für Lehrmittel in die Diskussion ein.

Wir für mehr - Tarifrunde 2016

Jugendseminar in Weimar

Am 11. bis 13. März 2016 trafen sich junge Metallerinnen und Metaller aus verschiedenen Regionen Thüringens in Weimar zur Vorbereitung der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie 2016. Neben theoretischen historischen und aktuellen Tarifthemen wurden auch erste Aktionsideen zur Unterstützung der ansehenden Verhandlungen erarbeitet.

Die erste Verhandlung findet am 22. März 2016 in Erfurt statt. In Jena ist dann am 18. April 2016 die zweite Verhandlung vereinbart.

20. bis 22. November 2015 in Oberhof

Wir für mehr - in Thüringen

Demokratie lebt von Beteiligung. Deswegen bietet die IG Metall insbesondere jungen Beschäftigten die Möglichkeit, sich mit politischen Themen auseinander zu setzen.

Zum Seminar in Oberhof standen brandaktuelle Sachverhalte auf der Tagesordnung.
 Momentan wird eine Novellierung des Berufsbildungsgesetzes in Berlin vorbereitet. Daran haben aktuelle und zukünftige Auszubildende und die IG Metall Erwartungen. Intensiv wurden die Inhalte des Gesetzes sowie Ansätze zur Novellierung diskutiert. Zu Gast war der Jugendbildungsreferent des DGB Thüringen, Gregor Gallner.

Aber auch im Freistaat Thüringen gibt es Veränderungen. Ab Januar 2016 gilt erstmals ein Bildungsfreistellungsgesetz. Mit dem Inhalt des Gesetzes können insbesondere Auszubildende nicht zufrieden sein. Tausende der Auszubildenden sind wegen der Betriebsgröße ihres Ausbildungsbetriebes vom

Bildungsfreistellungsanspruch ausgeschlossen. Und die Auszubildenden, die einen Anspruch erhalten, können maximal drei Tage pro Jahr nutzen. Dazu wurde kontrovers mit dem Mitglied des Thüringer Landtages Christian Schaft diskutiert.
Schließlich wurden auch Aktivitäten im Jugendbereich geplant.

70. Jahrestag der Befreiung Buchenwalds

Nie wieder Faschismus !

Am 19. April 1945 schworen die befreiten 21.000 Häftlinge auf dem ehemaligen Appellplatz des Konzentrationslagers Buchenwald: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig.“ (Auszug) Viele Überlebende setzten sich zeitlebens für die Verwirklichung dieser Ziele ein. Zu den Überlebenden in Buchenwald zählte auch der Metaller Willi Bleicher, der später von 1959 bis 1972 Leiter des IG Metall-Bezirkes Baden-Württemberg war.
Aus Anlass der 70. Wiederkehr des Befreiungstages kamen um den 11. April noch einmal rund einhundert ehemalige Häftlinge aus aller Welt und ihre ehemaligen Befreier in Weimar und Buchenwald zusammen. An der Gedenkveranstaltung am 12. April 2015 auf dem ehemaligen Appellplatz Buchenwalds nahmen auch Jugendliche des DGB in Thüringen teil. Unter ihnen zahlreiche Metallerinnen und Metaller. Es ist Aufgabe und Verpflichtung, die Erinnerung an die Greueltaten des Nationalsozialismus wach zu halten und uns für unsere Gegenwart und Zukunft mahnen zu lassen. Nie wieder Faschismus!

JAV-Empfang am 8. Dezember

JAV-Wahl 2014

Alle zwei Jahre werden die Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) in Betrieben mit mehr als fünf Auszubildenden gewählt. Im Oktober und November 2014 finden die Wahlen wieder statt. Bei der JAV-Wahl und auch danach hilft natürlich die IG Metall.

Als Abschluss des Wahlzeitraumes laden wir zu einem JAV-Empfang am 8. Dezember 2014 nach Rohr ein. Bitte  anmelden bei georg.kuehnelt(at)igmetall.de

Themen: Europawahl und Gedenkstätte Buchenwald

Wochenendseminar für Jugendliche

Am 11. bis 13. April 2014 führte die IG Metall eine Wochenendschulung für Jugendliche in Oberhof durch. Viele von ihnen sind in diesem Jahr erstmals als Wähler zur Wahl des Europaparlaments aufgerufen. Daher wurde besprochen, welche Entscheidungsgremien es mit welchen Kompetenzen in Europa gibt, aus welchen geschichtlichen Wurzeln die heutige Europäische Union entstand und wie sich das Europäische Parlament zusammen setzt.

Am 13. April 2014 nahmen alle an der Gedenkveranstaltung zum 69. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald teil.

Ausbildungjahr 2013/2014 beginnt

Herzlich willkommen allen neuen Auszubildenden

Nach Ende der allgemeinbildenden Schule beginnt jetzt für viele Jugendliche eine duale betriebliche Berufsausbildung. Ganz unterschiedliche Berufe können in der Region erlernt werden. Mit dem Übergang von Schule in Betrieb ergeben sich für die Jugendlichen viele Fragen und Neuerungen. Neben den Eltern und Freunden sind vor allem Betriebsräte, Jugend- und Auszubildendenvertretungen und die IG Metall kompetente Ansprechpartner für Beschäftigte und Auszubildende im Betrieb. Daher ist es auch für Auszubildende wichtig, sich als Mitglied der IG Metall den Schutz der Großorganisation zu sichern.

Tagesschulung am 09. April 2013

Übernahme nach der Ausbildung

Am 09. April 2013 führte die IG Metall eine Tagesschulung für Jugendvertreter/innen und Betriebsratsmitglieder durch. Es ging um die betriebliche Umsetzung von Übernahmeangeboten an Jugendliche, die die berufliche duale Erstausbildung abschließen. Während in Betrieben, in denen ein entsprechender Tarifvertrag der IG Metall Anwendung findet, eine starke Regelungsgrundlage vorhanden ist, ist die Problematik in Betrieben ohne Tarifvertrag wesentlich komplizierter.

Ziel der IG Metall bleibt: Alle jungen Fachkräfte wollen wir in Thüringen halten mit guten Angeboten für Arbeitsplätze, mögolichst zu tarfifvertraglich abgesicherten Bedingungen.

Neuer Infoflyer des Freistaates Thüringen

Zuschüsse für Auszubildende

Der Freistaat Thüringen gewährt Zuschüsse an Berufsschüler für die Ausbildung in Bundes- und Landesfachklassen oder anderen überregionalen Fachklassen während des Blockunterrichts gemäß Richtlinie des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur vom 20. Oktober 2010.

Lehren- und Meßgerätewerk Schmalkalden

Vereinbarung zu Berufsausbildung

In Betrieben, in denen bisher durch die Beschäftigten mit der IG Metall kein Tarifvertrag durchgesetzt werden konnte, haben die Auszubildenden nach Berufsbildungsgesetz Anspruch auf mindestens 80 Prozent der tarifvertraglichen Vergütung. In Thüringen sind dann im Metallgewerbe ab Mai 2012 mindestens 674 Euro brutto im Monat für das 1. Ausbildungsjahr, 713 Euro brutto für das 2. Ausbildungsjahr, 752 Euro brutto für das 3. Ausbildungsjahr sowie 790 Euro brutto für das 4. Ausbildungsjahr zu zahlen.

Zwischen der Geschäftsleitung der Lehren- und Meßgerätewerk GmbH Schmalkalden wurde eine Vereinbarung zur Berufsausbildung abgeschlossen. Danach erhalten die Auszubildenden 90 Prozent der Ausbildungsvergütungen des Tarifvertrages der IG Metall. Zugleich wurde die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung vereinbart, wenn keine Gründe in der Person des Auszubildenden dagegen sprechen.