8. März 2021 | Wir fairändern: #fairsorgen #fairgüten #fairteilen

Herzlichen Glückwunsch zum Internationalen Frauentag

Jeder der 365 Tage im Jahr ist für uns ein Tag der Frauen. Jedoch ehren wir am 8. März die Frauen international besonders. Durch die Einschränkungen in diesem Jahr kann die Würdigung jedoch weder am Arbeitsplatz noch in einer gewerkschaftlichen Veranstaltung erfolgen. Eine digitale Zusammenkunft wird am 9. März angeboten.

Dennoch sind viele Themen der Frauen- und Gewerkschaftsbewegung unverändert aktuell. Aus diesem Grund lautet das Motto des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 8. März 2021: „Wir fairändern: #fairsorgen #fairgüten #fairteilen“.

Herzlichen Glückwunsch allen Frauen zum 8. März. Wir kämpfen weiter für Gleichstellung und Chancengleichheit.

5. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreiks in Geisa

In den ersten drei Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden. Mit Ablauf der Friedenspflicht am 2. März 2021 ruft die IG Metall nun die Beschäftigten auf, den Forderungen für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung im Volumen von 4 Prozent Nachdruck zu verleihen.

Am 5. März 2021 folgten die Beschäftigten der Fahrzeugbau Geisa dem Aufruf der IG Metall und beendeten die Arbeit zwei Stunden eher. Aus Infektionsschutzgründen fand keine Kundgebung vor dem Betrieb statt. Die Beschäftigten gingen somit verfrüht in den Feierabend.

3. März 2021 | Marelli Automotive Lighting Brotterode

Unterstützung für Forderungen der IG Metall

In den ersten drei Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden. Mit Ablauf der Friedenspflicht am 2. März 2021 ruft die IG Metall nun die Beschäftigten auf, den Forderungen für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung im Volumen von 4 Prozent Nachdruck zu verleihen.

Am 3. März 2021 folgten die Beschäftigten bei Marelli Automotive Lighting in Brotterode dem Aufruf der IG Metall und beendeten die Arbeit zwei Stunden eher. Aus Infektionsschutzgründen fand keine Kundgebung vor dem Betrieb statt. Die Beschäftigten gingen somit verfrüht in den Feierabend.

26. Februar 2021 | Marelli Automotive Lighting Brotterode

Zukunft des Standortes in Gefahr

Etwa 750 Beschäftigte produzieren vor allem Hauptscheinwerfer für Fahrzeuge. Wie lange noch? Die momentanen Volumenaufträge laufen in den kommenden Jahren aus. Jetzt müssen Folgeaufträge vom Management eingesteuert werden, aber es passiert nichts. Das nehmen Betriebsrat, IG Metall und Belegschaft nicht einfach hin. Mit externen Sachverständigen wurde ein eigenes Zukunftkonzept entwickelt und dem Arbeitgeber übergeben.

Nicht nur für Marelli in Brotterode - aber auch - geht es in der aktuellen Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie um Verlässlichkeit für die Zukunft. Betriebliche Aktionen sind jetzt flächendeckend erforderlich. Die IG Metall fordert Sicherheit für die Arbeitsplätze, Zukunftstarifverträge und Entgeltverbesserungen. Zudem ist es endlich an der Zeit, die Tarifangleichung bei Arbeitszeit und Stundenentgelten zu regulieren.

19. Februar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Völlig unzureichendes Angebot

Es bleibt dabei: Unser Ziel ist ein Paket für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung. Die IG Metall fordert, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, ein Volumen von vier Prozent.

Die Thüringer Arbeitgeber legten in der dritten Verhandlung am 19. Februar ein völlig unzureichendes Angebot vor. Während die Bundesbank mit einer Inflationsrate von 3 Prozent für 2021 rechnet, sollen die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie nach dem Willen der Arbeitgeber in diesem Jahr leer ausgehen und erst 2022 einen Mix aus Einmalzahlung und Tariferhöhung erhalten.

18. Februar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifkommission verabschiedet Resolution

Nach den ersten beiden Verhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen liegt noch kein Ergebnis vor. Die dritte Verhandlung findet am 19. Februar digital statt.

Am Vorabend der dritten Verhandlung tagte die Tarifkommission der IG Metall. In einer Bewertung der bisherigen Entwicklungen sowie der Entwicklungen parallel in andere Tarifgebieten besteht wenig Verständnis für das (bisherige) Agieren der Arbeitgeber und ihrer Verbände. Die Tarifkommission verabschiedete daher eine Resolution, die auch an die Arbeitgeber gerichtet ist.

8. Februar 2021 | Gewerkschaftlicher Rechtsschutz ist sehr effektiv.

389.603,57 Euro im Jahr 2020 erstritten

Mitglieder der IG Metall werden im Arbeits- und Sozialrecht beraten und wenn erforderlich, auch außergerichtlich und gerichtlich vertreten.

Im Jahr 2020 genehmigte die IG Metall Suhl-Sonneberg in 303 Fällen Rechtsschutz für ihre Mitglieder, davon 266 Fälle im Arbeitsrecht und 36 Fälle im Sozialrecht. Es wurden im Jahr 2020 trotz teilweiser Schließung der Gerichte insgesamt 216 Streitfälle abgeschlossen, davon 188 Verfahren im Arbeitsrecht und 28 Verfahren im Sozialrecht. Das ist eine deutliche Zunahme gegenüber 100 abgeschlossenen Verfahren 2019. Für die Mitglieder der IG Metall Suhl-Sonneberg wurden im letzten Jahr insgesamt 389.603,57 Euro erstritten, davon 294.419,825 Euro im Arbeitsrecht und im Sozialrecht 94.183,75 Euro. Den höchsten Einzelerfolg, eine Nachzahlung von 31.876,86 Euro, erreichte ein Kollege, der um die Gewährung einer Erwerbsminderungsrente stritt.

In vielen Fällen wurden unsere Mitglieder durch die DGB Rechtsschutz unterstützt. Vielen Dank für die konstruktive Zusammenarbeit.

5. Februar 2021 | Hinzuverdienst bei Rente 2021

Bis zu 46.060 Euro anrechnungsfrei.

Ab 65 Jahren plus zehn Monaten Lebensalter kann zum Rentenbezug unbegrenzt und anrechnungsfrei hinzuverdient werden. Für jüngere Rentenbezieher sind 6.300 Euro Hinzuverdienst grundsätzlich anrechnungsfrei pro Jahr. Übersteigt der Hinzuverdienst im Kalenderjahr abzüglich der 6.300 Euro Freibetrag den individuellen Hinzuverdienstdeckel werden 40 Prozent des Hinzuverdienstes von der Rente abgezogen.

Für 2021 besteht pandemiebedingt ein anrechnungsfreier Hinzuverdienst bis zu 46.060 Euro. Das gilt sowohl für Rentenbezieher, deren Rentenbeginn vor 2021 liegt (sogenannte Bestandsrenter) als auch für Neurentner ab 2021. Übersteigt der Hinzuverdienst 2021 die Freigrenze von 46.060 Euro, werden 40 Prozent davon auf die Rentenleistung angerechnet. Allerdings bleibt es auch 2021 für Bezieher einer Rente wegen voller Erwerbsminderung bei der Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro ohne Anrechnung auf die Rentenleistung.

Die Sonderregelungen zum Hinzuverdienst laufen zum 31. Dezember 2021 aus und ab 2022 gilt wieder das „normale“ Rentenrecht auch für Hinzuverdienste.

Mitglieder der IG Metall können natürlich auch individuell von uns beraten und wenn erforderlich vertreten werden.

1. Februar 2021 | Hilfe für Bruno Hoffmann

1.000 Euro Spende übergeben.

v.l.n.r.: Thomas Steinhäuser mit Familie Hoffmann (Mutter Janine, Bruder Tom, Vater André und Bruno)

Die Geschichte des kleinen Bruno, vier Jahre alt, bewegt inzwischen viele Menschen in unserer Region. Dazu trägt auch die Spendenkampagne der Tageszeitung Freies Wort zu Gunsten Brunos und seiner Familie bei.

Bei Bruno wurde eine spezielle Störung des Aufbaus und der Koordination der Muskelbewegungen festgestellt. Daher entspricht sein Entwicklungsstand einem achtmonatigen Kindes. Er kann nicht sitzen, nicht stehen, nicht allein essen oder trinken. Pflegestufe vier wurde inzwischen bescheinigt.

Familie Hoffmann bewohnt ein kleines Häuschen im Schleusinger Ortsteil Erlau. Brunos Vater arbeitet in einem Metallbetrieb in Zella-Mehlis in Rollschichten. Ohne finanzielle Hilfe kann die Familie den behindertengerechten Umbau des Hauses nicht stemmen. Der Ortsvorstand der IG Metall Suhl-Sonneberg beschloss eine Spende in Höhe von 1.000 Euro für Bruno und Familie Hoffmann. Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg überbrachte der Familie den Spendenscheck.

28. Januar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Kein Angebot der Arbeitgeber.

Die zweite Tarifverhandlung für die rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen hat am 28. Januar virtuell stattgefunden. IG Metall und Arbeitgeber konnten kein Ergebnis erzielen und werden in den nächsten Tagen einen weiteren Verhandlungstermin vereinbaren.

Die IG Metall hat in der zweiten Tarifverhandlung gegenüber den Arbeitgebern ihre Forderung nach einem Volumen von 4 Prozent für Entgelt- und Beschäftigungssicherung bekräftigt. Erneut forderte die Gewerkschaft die Arbeitgeberfunktionäre auf, ernsthafte Gespräche über die Arbeitszeitangleichung in Thüringen mit der IG Metall zu führen.

12. Januar 2021 | Neue Angebote für betriebliche Interessenvertretungen

Betriebsräte Akademie Mitte gestartet.

Mit Beginn des neuen Jahres nahm auch die Betriebsräte Akademie Mitte die Arbeit auf. Mit der Gründung dieser Einrichtung durch die IG Metall werden Bildungsangebote für Mitglieder im Betriebsrat, der Jugend- und Auszubildendenvertretung sowie der Schwerbehindertenvertretung gebündelt.

Anders als bisher erfolgt damit die Ausschreibung, Einladung, Durchführung und Abrechnung der Seminare durch die Akademie selbst. Die Übersicht zu den angebotenen Seminaren ist im Bildungsprogramm zusammen getragen. Das liegt beim Betriebsrat vor oder ist bei der IG Metall oder im Internet erhältlich.
Voraussetzung für die Teilnahme an einem Seminar ist entweder ein ordnungsgemäßer Beschluss des Betriebsrats nach § 37 Abs. 6 BetrVG oder der Schwerbehindertenvertretung gemäß § 179 Abs. 4 SGB IX. Die Anmeldung zum Seminar erfolgt weiterhin über das Büro der IG Metall.

Neben den Wochenseminaren managt die Akademie auch Tagesschulungen für gewählte Personen und auch zukünftig für Mitglieder von Wahlvorständen.

6. Januar 2021 | Mahle Filtersysteme Auengrund

Arbeitszeitverkürzung mit Entgeltausgleich

Mahle Filtersysteme in Brattendorf gehört zum Stuttgarter MAHLE Konzern, einem weltweiten Automobilzulieferer. Von den derzeit etwa 70 Beschäftigten ist die überwiegende Mehrzahl in der Entwicklung und Erprobung von Fahrzeug-Pumpen tätig.

Ab Januar 2021 reduziert sich die Wochenarbeitszeit von 40 auf 39 Stunden für das gleichbleibende Monatsentgelt. In zwei weiteren Schritten sinkt die Wochenarbeitszeit auf 38,5 Stunden ab April 2022 und auf final 38 Stunden ab April 2023 bei gleichbleibendem Entgelt. Alle Tariferhöhungen, die während dieser Anpassungsperiode für die Branche vereinbart werden, werden übernommen.

4. Januar 2021 | Arbeitszeitverkürzung bei BCUBE Brotterode

Erstmals nur 38 Wochenstunden für das gleiche Entgelt

BCUBE Brotterode ist mit etwa 200 Beschäftigten ein industrieller Logistik-Dienstleister bei einem Automobilzulieferer in Brotterode. Der seit 2012 abgeschlossene Haustarifvertrag wurde zuletzt mit Abschluss aus 2019 weiterentwickelt.

Die tarifvertraglich geschuldete Arbeitszeit von 2019 noch 40 Wochenstunden reduzierte sich ab Januar 2020 auf 39 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich.

In einer zweiten Stufe reduziert sich die Arbeitszeit jetzt auf 38 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich ab Januar 2021.

Langjährig Beschäftigte erhalten nach zehn Jahren im Betrieb dauerhaft zwei zusätzliche Tage pro Jahr bezahlt frei.

30. Dezember 2020 | Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie Thüringen

Weitere 1,8 Prozent mehr Geld

Die IG Metall und der Verband der Holzindustrie und Kunststoffverarbeitung Bayern-Thüringen e. V. vereinbarten für die Beschäftigten in den Betrieben der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie Thüringen eine Steigerung der Löhne und Gehälter in zwei Schritten: Ab 1. Januar 2020 um 2,6 Prozent und ab 1. Januar 2021 um weitere 1,8 Prozent. Die Vergütungen der Auszubildenden stiegen je nach Ausbildungsjahr überproportional zwischen 7,6 und 11 Prozent ab Januar 2020.

Die Tarifverträge sind erstmals zum 31. August 2021 kündbar.

18. Dezember 2020 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifverhandlungen begonnen.

Die erste Tarifverhandlung für rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen hat am 18. Dezember virtuell stattgefunden. Die IG Metall Mitte hat ihre Forderung nach einem Volumen von 4 Prozent mehr Geld für Entgelt- und Beschäftigungssicherung bekräftigt. Zudem forderte die Gewerkschaft die Arbeitgeber auf, endlich ernsthafte Gespräche über die Arbeitszeitangleichung hin zur 35-Stunden-Woche in Thüringen mit der IG Metall aufzunehmen.

Die IG Metall will die bestehenden tariflichen Instrumente im Hinblick auf die Transformation weiterentwickeln. Dazu zählen die Möglichkeit der 4-Tage-Woche und Entgeltsicherung; dazu gehören Zukunftstarifverträge, die Innovations- und Standortzusagen umfassen. Die von den Arbeitgebern geforderte Nullrunde lehnt die IG Metall ab. So kann die Transformation nicht gestaltet werden; das geht nur mit den Beschäftigten zusammen.

5. Dezember 2020 | Internationaler Tag des Ehrenamtes

IG Metall sprach mit Yvonne Krug

Yvonne Krug, stellv. BR-Vorsitzende bei Marelli AL Brotterode

Am 5. Dezember findet der Internationale Tag des Ehrenamtes statt. Mit diesem Gedenk- und Aktionstag wird ehrenamtliches Engagement anerkannt und gefördert. Der Tag wurde 1985 von den Vereinten Nationen beschlossen und fand 1986 erstmals international statt.

Auch viele Metallerinnen und Metaller engagieren sich ehrenamtlich, beispielsweise in der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, als ehrenamtliche Richter/innen oder in den Wirtschaftskammern.

Yvonne Krug engagiert sich als ehrenamtliche Richterin sowohl am Arbeitsgericht in Suhl als auch am Sozialgericht in Gotha. Aus Anlass des Internationalen Tages des Ehrenamtes sprachen wir mit ihr über ihre ehrenamtliche Tätigkeit.

3. Dezember 2020 | Insolvenz für Betrieb in Hildburghausen

Nikolaus-„Geschenk“ des Arbeitgebers bei ETI DE

Die ETI DE GmbH mit Sitz in Kleinkahl ist eine Tochter der weltweit agierenden slowenischen ETI-Gruppe. Im Werk in Hildburghausen werden Sicherungseinsätze, Leitungsschutz- oder FI-Schalter und anderes Material für Elektroinstallationen produziert. Von den insgesamt 55 Beschäftigten der ETI DE arbeiten 47 Beschäftigte in Hildburghausen.

Völlig überraschend teilte der Geschäftsführer jetzt im Werk mit, dass am 19. November 2020 die Insolvenz über das Vermögen der ETI DE am Insolvenzgericht in Aschaffenburg beantragt wurde. Weder Betriebsrat noch Belegschaft wurden im Vorfeld informiert. Auf den ersten Blick spricht nichts für Insolvenz: durchgängig zu tun im Betrieb, keine Kurzarbeit, keine Lohnrückstände. Bei der bisher angenommenen betrieblichen Normalität sind wir von einer drohenden Insolvenz mehr als überrascht. Überraschungen sind in der Vorweihnachtszeit meist mit positiven Erwartungen verbunden. Dass der Geschäftsführer den Beschäftigten der ETI DE jetzt einen Insolvenzantrag sinnbildlich in den Nikolausstiefel steckt, löst Enttäuschung und Sorge aus. Dass der Insolvenzantrag in Aschaffenburg gestellt wurde, obwohl der Mittelpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit des Betriebes in Hildburghausen ist und damit das Insolvenzgericht Meiningen zuständig wäre, ist zusätzlich unglücklich. Nach Aussage des Geschäftsführers ist der Betrieb auch ins neue Jahr hinein mit Aufträgen ausgelastet. Gemeinsam mit dem Betriebsrat und den Beschäftigten beginnt jetzt das Ringen um den Erhalt der Arbeitsplätze.

Mit Beschluss des Insolvenzgerichtes Aschaffenburg – Aktenzeichen 613 IN 307/20 – vom 30. November 2020 wurde die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Als vorläufiger Sachwalter wurde Dr. Stephan Laubereau aus Aschaffenburg bestellt.

17. November 2020 | Metall- und Elektroindustrie

Tarifkommissionen beschließen Forderung

Am 17. November 2020 haben die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in einer gemeinsamen digitalen Sitzung die Tarifforderungen für die anstehende Tarifrunde beschlossen Gefordert wird ein Volumen von 4 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Die IG Metall hat die unterschiedliche wirtschaftliche Situation der Betriebe in ihrer Forderung berücksichtigt. Für die Absicherung und Entwicklung von Einkommen sowie die Sicherung von Beschäftigung will die IG Metall Mitte ein Gesamtvolumen von 4 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten durchsetzen.
Die anstehende Transformation ist eine Herausforderung, der mit einer 4-Tage-Woche vorausschauend begegnet werden soll. Sie bietet notwendige Qualifikationszeit. Zudem erwartet die IG Metall deutliche Signale in Richtung einer 35-Stunden-Woche in Thüringen. Nach 30 Jahren ist es längst überfällig die Ungleichheit zwischen Ost und West zu beseitigen. 

9. November 2020 | Gedenken in Bad Salzungen

Klang der Stolpersteine

Am 9. November wurde an die Verfolgung und Ermordung der Juden seit der Reichspogromnacht 1938, die auch in Bad Salzungen stattgefunden hat, erinnert. Mit der Veranstaltung wollten die Organisatoren des Bündnisses für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit im Wartburgkreis ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus setzen. Sei Jahren unterstützt die IG Metall Suhl-Sonneberg dieses Bündnis im Wartburgkreis.

Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt wurden an fünf Stolperstein-Standorten in Bad Salzungen die Opfer der Judenverfolgung mit Kurzkonzerten der Musikschule des Wartburgkreises geehrt. Mitglieder des Bündnisses für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit stellten Kartons mit Namen der Opfer auf und legten Blumen und Kerzen nieder. Anschließend säuberten sie die eingelassenen Stolpersteine, bis sie wieder gegen das Vergessen erstrahlten.

30. Oktober 2020 | Einstellung des operativen Geschäftsbetriebes

Keine Zukunft für Noblex Eisfeld

Am 1. September 2020 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Dr. Markus Schädler aus Würzburg bestellt. Die Noblex GmbH in Eisfeld produziert Zieloptiken,  Lichttechnik, Fernoptiken und Wärmebildtechnik mit etwa 100 Beschäftigten. Zudem gibt es Fertigungsdienstleistungen für Drittkunden mit mechanischer Bearbeitung, Oberflächenveredelung sowie Präzisionsmontage.

Intensiv wurde nach einem Investor gesucht, der den Betrieb übernehmen soll. Das ist leider nur teilweise gelungen. Am 1. November gehen 18 Beschäftigte auf einen neuen Betrieb, die Buchert + Feil GmbH über. Für alle anderen Beschäftigten geht damit der Arbeitsplatz verloren.

29. Oktober 2020 | Bilanz zum Ausbildungsjahr 2020/2021

4,31 unbesetzte Ausbildungsstellen je unversorgten Bewerber

Seit Beginn des Ausbildungsjahres 2019/2020 meldeten sich in Thüringen insgesamt 8.820 Bewerber für eine Ausbildungsstelle bei den Arbeitsagenturen zur Vermittlung. Das waren über 1.100 weniger als im Jahr zuvor. Zur selben Zeit meldeten Unternehmen rund 12.200 freie Ausbildungsstellen, rund 1.650 weniger als im Ausbildungsjahr 2018/2019. Auf einen Bewerber kamen damit rein rechnerisch 1,4 Ausbildungsstellen.

Mit 410 Bewerbern, die keinen Ausbildungsplatz fanden, waren es 100 mehr als ein Jahr zuvor. Demgegenüber blieben 1.770 Ausbildungsstellen unbesetzt, gut 700 mehr als im Vorjahr. Auf jeden noch unversorgten Bewerber kommen damit rein rechnerisch gut vier unbesetzte Stellen. Gute Chancen also für diejenigen, die jetzt noch suchen. Regional ist das sehr unterschiedlich, wie nebenstehende Karte ausweist: nur 0,99 unbesetzte Stellen je unversorgten Bewerber in Jena gegenüber 51 unbesetzten Stellen je unversorgten Bewerber in Weimar.

19. Oktober 2020 | FZT Kaltennordheim

Schließung im Mai 2021 angekündigt

Die Fahrzeugteile Kaltennordheim wurde neu gegründet und übernahm den Betrieb Anfang 2020 aus dem Schaeffler-Konzern. Im März 2019 verkündete Schaeffler den Beschäftigten, dass die Produkte und Aufträge bis Mitte 2020 verlagert würden, was zur Schließung des Werkes führen würde. Durch den Verkauf sicherte Schaeffler einerseits zu, das Werk auszulasten und die Verlagerung erst zu April 2021 abzuschließen. Zugleich hinterlegte Schaeffler Abfindungen für den Fall, dass eine Fortführungslösung nach der Verlagerung nicht greifen würde.

Monatelange Bemühungen für eine Fortführungslösung wurden heute brachial enttäuscht. Die beiden Eigentümer, Frank Günther und Wolf Waschkuhn, legten die Schließung des Standortes zu Ende April oder Mai 2021 fest. Das teilte Herr Waschkuhn schichtbedingt in zwei Belegschaftsversammlungen am Montag, 19. Oktober, in Kaltennordheim mit. Er bedankte sich bei der Belegschaft für das bisherige Engagement und stellte klar, dass die jetzige Entscheidung nicht wegen der Belegschaft begründet ist. Die einst von Schaeffler treuhänderisch hinterlegten Abfindungen sind zwar bei Verlust des Arbeitsplatzes in Kaltennordheim nach wie vor fällig. Jedoch verlieren bis dahin noch 95 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz.

1. Oktober 2020 | Tariferhöhung in der Leiharbeit

2,2 Prozent mehr Angleichung ab Oktober 2020

Das Tarifergebnis vom 18. Dezember 2019 beinhaltet vier Entgeltsteigerungen in Ostdeutschland mit einer zweiten Stufe ab April 2020:

  • Plus 3,0 Prozent mehr (West: plus 1,9 Prozent) ab April 2020.
  • Plus 2,2 Prozent mehr (West keine Erhöhung) am Oktober 2020.
  • Plus bis zu 7,2 Prozent mehr (West: plus 3,0 Prozent) ab April 2021.
  • Plus 4,1 Prozent mehr (bundesweit einheitlich) ab April 2022.

Diese Erhöhung gilt nur in Ostdeutschland und ist der letzte Zwischenschritt zu bundesweit einheitlichen Tariftabellen. Ab 1. April 2021 ist dann die Angleichung der Tarifbedingungen an Westdeutschland als wichtiger Erfolg für die Beschäftigten der Branche vollzogen. Zusätzlich kommen noch sogenannte Branchenzuschläge dazu. Ziel ist und bleibt es, für die gleiche Arbeit das gleiche Entgelt zu erhalten, unabhängig davon, mit wem der individuelle Arbeitsvertrag besteht.

26. September 2020 | Jubilarehrung der IG Metall Suhl-Sonneberg

15.205 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Im Ringberg-Hotel Suhl ehrten wir am 26. September insgesamt 271 Jubilare für langjährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft. Nicht alle Jubilare konnten unserer Einladung folgen. Wir dankten den Anwesenden und beglückwünschten sie. Insgesamt ehrten wir damit 15.205 Jahre Mitgliedschaft. Davon sind 59 Mitglieder seit 40 Jahren Mitglied der Gewerkschaft, 77 Kolleginnen und Kollegen blicken auf 50 Jahre Mitgliedschaft zurück, 56 Mitglieder sind bereits seit 60 Jahren Gewerkschaftsmitglied und 58 Mitglieder erreichen in diesem Jahr 70 Jahre Mitgliedschaft, von denen zehn Jubilare an der Veranstaltung teilnahmen. Weitere 21 Kolleginnen und  Kollegen sind bereits seit 1945 und damit inzwischen 75 Jahre Gewerkschaftsmitglied. Drei von ihnen waren anwesend: Karl-Heinz Gräf (aus Sonneberg), Richard Jäger und Helmut Range (beide aus Zella-Mehlis).

Die Festansprache erfolgte durch den Bevollmächtigten der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser. Nach einem Rückblick auf Jahrzehnte Gewerkschaftsarbeit wurden aktuelle Schwerpunkte vorgestellt. Dabei wurde besonders noch einmal auf die Erforderlichkeit von Betriebsratswahlen hingewiesen.

Musikalisch wurde die Veranstaltung begleitet durch die Rennsteigspatzen aus Suhl mit Liedern auch zum Mitsingen und Schunkeln.

20. September 2020 | IG Metall unterstützt Flüchtlingskinder

Internationaler Kindertag in Suhl

Ein ehrenamtlich unermüdliches Team organisiert regelmäßig Spiel- und Sportnachmittage auf dem Suhler Friedberg für Flüchtlingskinder und Kinder aus Suhl und Umgebung. Die IG Metall Suhl-Sonneberg unterstützte diese solidarische Initiative erneut aus Anlass des Internationalen Kindertages.

Im Zentrum von Suhl fand ein Sport- und Kinderfest statt. Mit einem Bus ermöglichten wir es auch für die Kinder vom Friedberg, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Zuerst wurden die weltweiten Grundrechte für Kinder verlesen. Untermalt mit dem Lied "Kleine weiße Friedenstaube" stiegen die Luftballons in den Himmel. Dann beteiligten sich die Kinder an dem Aufruf von UNICEF, am Internationalen Kindertag Sonnen und andere Bilder überall auf der Welt mit Kreise auf die Straßen zu malen.

Nun konnten sich die Kinder mit der Hüpfburg, Tischtennis, Licht-Schießen, Gewichtheben, Fußball und allen anderen sportlichen Aktivitäten auf dem Platz bei strahlendem Sonnenschein beschäftigen.

19. September 2020 | Wandertag der IG Metall

Ich wand're ja so gerne ...

Auf Schuster's Rappen führte uns der inzwischen traditionelle Familienwandertag der IG Metall am 19. September von Schnepfenthal zunächst zum Schloss Reinhardsbrunn, der "Wiege" Thüringens. Bereits 1.040 residierten hier die Ludowinger, das Urgeschlecht der Markgrafen von Thüringen. Vom Verein zum Erhalt des Schlosses wurden wir kompetent und unterhaltsam von Rebecca Braun durch die Anlage geführt. Von uns Wanderern wurde eine Spende in Höhe von 175 Euro an den Verein aufgebracht und übergeben.

Weiter ging es dann zur Marienglashöhle in Friedrichroda. Hier gab es auch Gelegenheit zur Einkehr und Stärkung im Gasthaus Sankt Marien.

Viele freuen sich bereits auf den nächsten Familienwandertag im kommenden September. 

16. September 2020 | Standort Suhl beteiligt sich an bundesweitem Aktionstag

Gegen Personalabbau bei Schaeffler

Gegen den geplanten Abbau von Arbeitsplätzen beim Automobilzulieferer Schaeffler solidarisierten sich alle Belegschaften aller Standorte zum Aktionstag am 16. September. Zwar ist der Standort Suhl bisher nicht betroffen, doch brachten auch hier die Beschäftigten ihren Unmut über geplante Standortschließungen und Personalreduzierungen zum Ausdruck. Für jeden, von Schließung bedrohten Standort zeigte ein Plakat die Anzahl der Arbeitsplätze an, die verloren gehen.

Weitere Informationen können auch dem Flugblatt Schaeffler-Nachrichten entnommen werden.

11. September 2020 | Zum Glück besteht ein Betriebsrat.

Insolvenz bei Noblex Eisfeld eröffnet

Die Noblex GmbH in Eisfeld produziert Zieloptiken,  Lichttechnik, Fernoptiken und Wärmebildtechnik mit etwa 100 Beschäftigten. Zudem gibt es Fertigungsdienstleistungen für Drittkunden mit mechanischer Bearbeitung, Oberflächenveredelung sowie Präzisionsmontage. Ende Juni stellte die Geschäftsleitung beim Insolvenzgericht in Meiningen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung. Am 1. September  2020 wurde die Eigenverwaltung beendet und das Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Dr. Markus Schädler aus Würzburg bestellt.

Nach unserer Einschätzung ist das maßgeblich herbei geführt durch Mängel in der Geschäftsführung. Daher begrüßen wir ausdrücklich die Beendigung der sogenannten Eigenverwaltung. Das bedeutet nun, dass die bisherige Geschäftsführung seit 1. September keine Entscheidungsbefugnisse mehr für den Betrieb hat. Das bedeutet aber zugleich auch, dass der Insolvenzverwalter als Arbeitgeber in alle Rechte und Pflichten gegenüber Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall einzutreten hat. Zunächst ist es unter Nutzung von Kurzarbeit gelungen, den Geschäftsbetrieb der Noblex nahtlos fortzuführen.

7. September 2020 | Wieder ein Betriebsrat mehr in Thüringen

Erstmals Betriebsratswahl bei SWM in Steinbach-Hallenberg abgeschlossen

v.l.n.r.: Marcus Recknagel, Monika Herzog, Christian Häfner, Diana Teske, Stefan Nagel, Bianca Schultz, Frank Kirsch

Gemäß Gesetz sollen in allen Betrieben mit mehr als fünf Beschäftigten Betriebsräte gewählt werden. In immer noch vielen Betrieben fehlt der Betriebsrat. Das ändern wir Schritt für Schritt. Für uns gehört in einem modernen Unternehmen ein Betriebsrat zur Grundausstattung und damit zur Normalität. So formulieren wir auch unsere Botschaft an die Geschäftsleitungen. Es geht weder um Unzufriedenheit oder Streitigkeiten im Betrieb, sondern die Wahrnehmung der Möglichkeit zur Mitbestimmung im Betrieb. Und nicht zuletzt bei der Ausgestaltung von Kurzarbeit im Betrieb oder drohender Personalanpassung ist eine Belegschaft ohne Betriebsrat handlungsunfähig und somit allein von den Entscheidungen des Arbeitgebers abhängig. Damit gehen viele Chancen schlicht verloren.

Die SWM Werkzeugfabrik produziert verschiedene Werkzeuge und arbeitet als Gesenkschmiede. Bis August 2020 gab es keinen Betriebsrat. Das wollten die Beschäftigten ändern und baten die IG Metall Suhl-Sonneberg um Unterstützung. Dann wurde die Betriebsratswahl unverzüglich eingeleitet. Am 26. August 2020 waren die 138 Beschäftigten aufgerufen, erstmals ihren 7-köpfigen Betriebsrat zu wählen. Inzwischen fand auch die konstituierende Sitzung des neugewählten Betriebsrats statt. In den Betriebsrat gewählt wurden Frank Kirsch, Monika Herzog, Marcus Recknagel, Christian Häfner, Stefan Nagel, Diana Teske und Bianca Schultz. Frank Kirsch wurde zum Vorsitzenden des Betriebsrates gewählt. Die IG Metall gratuliert den Gewählten und wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben. Dabei hilft weiterhin die IG Metall Suhl-Sonneberg durch Schulungen und Begleitung. Wir helfen aber auch weiterhin aktiv in Betrieben, in denen noch kein Betriebsrat besteht, das zu ändern.

1. September 2020 | Ilka Metzing verstärkt Team der IG Metall

Herzlich Willkommen, Ilka.

Ilka Metzing

Seit 1. September arbeitet Ilka Metzing für die IG Metall Suhl-Sonneberg, IG Metall Eisenach, IG Metall Gera und IG Metall Jena-Saalfeld im Bereich Rückholmanagement mit Sitz in Suhl. Nach Initiative der ersten Betriebsratswahl im Jahr 2003 war sie 15 Jahre Betriebsratsvorsitzende bei Dr. Schneider in Judenbach, einem Automobilzulieferer mit mehr als 200 Beschäftigten. Seit dieser Zeit hat sie sich ehrenamtlich in der IG Metall engagiert, beispielsweise als Mitglied des Ortsvorstandes Suhl-Sonneberg, der Delegiertenversammlung oder des Ortsfrauenausschusses. Sie vertrat die IG Metall Suhl-Sonneberg als Delegierte zu den Gewerkschaftstagen 2011 und 2013. Zudem ist Ilka Versichertenälteste der AOK Plus.

Die 50-jährige erfahrene Gewerkschafterin stammt aus Sonneberg. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Mit bald einem zweiten Enkelkind gibt es auch familiär viel zu tun. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ilka.

1. September 2020 | Antikriegstag

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Seit 1957 wird am 1. September an die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie an die schrecklichen Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert. An jedem 1. September machen auch der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften seitdem deutlich: Die deutschen Gewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Der DGB-Aufruf zum Antikriegstag 2020 steht unter dem Motto: "Nie wieder Krieg! In die Zukunft investieren statt aufrüsten!"

21. August 2020 | IG Metall informiert zu Betriebsratswahlen

Kein Sozialplan ohne Betriebsrat

Aktuell informiert die IG Metall Suhl-Sonneberg in Südthüringen Beschäftigte in Betrieben ohne Interessenvertretung zur Betriebsratswahl. So beispielsweise

  • bei Paragon auf dem Suhler Friedberg,
  • bei PWG in Sonneberg und
  • bei Mala in Schweina und Wernshausen.

Auch kommende Woche setzen wir diese Aktivitäten in Südthüringen fort. All den Beschäftigten in Betrieben ohne gewählte Interessenvertretung rufen wir zu: Habt ihr bisher keinen Betriebsrat? Wählt euch jetzt einen! Wir helfen dabei. Wendet euch gern an die IG Metall Suhl-Sonneberg.

18. August 2020 | Erstmals Gewerkschaftsvertreter entsandt

Behindertenbeirat des Freistaates Thüringen

Karsten Fuchs

Im Zuge der Neuberufung des Behindertenbeirates des Freistaates Thüringen bestand erstmals die Möglichkeit, durch den Deutschen Gewerkschaftsbund DGB einen Vertreter oder eine Vertreterin zu benennen. Nach Abstimmung zwischen den Gewerkschaften in Thüringen wurde Karsten Fuchs vorgeschlagen und inzwischen bestellt.

Im Behindertenbeirat beraten Experten aus der Praxis die Landesregierung in Fragen zu Inklusion bei Bildung, Arbeit, Verkehr, Bauen, Digitalisierung, Corona und vielem mehr für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.

Karsten Fuchs ist freigestellter Betriebsratsvorsitzender bei BCUBE Brotterode, dem Kontraktlogistiker von Automotive Lighting. Im Betrieb sind etwa 220 Beschäftigte.

5. August 2020 | Die IG Metall informiert:

Ehrenamt im Betrieb während Kurzarbeit

Vermehrt erreichen uns Nachfragen, wie mit dem Wahlamt im Betrieb während Kurzarbeit umzugehen ist. Anbei erläutern wir die aktuelle Rechtslage dazu. Aktuell gibt es dazu eine geänderte Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes, welche in unserer Wahrnehmung vielen Arbeitgebern und deren Beraten noch unbekannt zu sein scheint. Zudem konnte diese Entscheidung auch noch nicht Eingang in die Kommentarliteratur zum Betriebsverfassungsgesetz finden. Das wird sicher in den Neuauflagen spätestens erfolgen.

1. August 2020 | Merkel Unternehmensgruppe Suhl

Plus 3,0 Prozent mehr Entgelt

Der Arbeitgeber der Unternehmensgruppe Merkel in Suhl und die IG Metall schlossen für die etwa 140 Beschäftigten der Betriebe Merkel Jagd- und Sportwaffen sowie C.G. Haenel am 18. März 2019 einen mehrstufigen Haustarifvertrag ab.

Nach bereits zwei pauschalen Einmalzahlung in Höhe von je 300 Euro brutto pro Beschäftigten im März und Juni dieses Jahres, steigen die Tarifentgelte und Ausbildungsvergütungen ab August 2020 um 3,0 Prozent.

Der Tarifvertrag ist erstmals zu Ende Februar 2021 kündbar.

August 2020 | Ausbildungsjahr beginnt

Jugendliche suchen sich Ausbildungsbetrieb aus

Das Berufsausbildungsjahr beginnt in Thüringen zum August eines Jahres. Der individuelle Ausbildungsbeginn kann davon abweichen und wird sich zumeist an den Schulferien orientieren. Teilweise konnten Betriebe nicht alle geplanten Ausbildungsplätze besetzen. Das folgt einerseits aus der zu geringen Zahl von Schulabgängern, die sich für eine duale Berufsausbildung entscheiden. Aber es liegt vielfach auch am konkreten Angebot des Ausbildungsbetriebes. Rechnerisch stehen in Thüringen in diesem Jahr pro Bewerbung 1,42 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Regional gibt es in Thüringen durchaus Unterschiede.

Kümmerliche Ausbildungsvergütungen, zweifelhafte Ausbildungsqualität und völlige Unklarheit über Perspektiven nach Abschluss der Ausbildung sprechen niemanden an. In Betrieben hingegen, in denen der Tarifvertrag der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie angewendet wird, erhalten Auszubildende, die Mitglied der IG Metall sind, im ersten Ausbildungsjahr 1.007 Euro brutto im Monat. Zudem sind 30 Arbeitstage Urlaub, also 6 Wochen pro Jahr, und beispielsweise auch zusätzliches Urlaubsgeld und Sonderzahlung geregelt. Nach Abschluss der Ausbildung ist die Übernahme im Ausbildungsbetrieb tarifvertraglich gesichert. Damit wissen die Jugendlichen schon heute, wie es nach ihrer Ausbildung weiter gehen wird. Das spricht Jugendliche an. Und so können Ausbildungsstellen auch besetzt werden.

28. Juni 2020 | Netzwerktreffen in Suhl

Frauenpower der IG Metall in Thüringen

Am 26. bis 28. Juni trafen sich IG Metall-Frauen aus fast allen Regionen der IG Metall Thüringens in Suhl zum Erfahrungsaustausch. Bereits seit 2009 findet einmal jährlich ein solches Treffen statt. In diesem Jahr stand es unter dem Motto: Zwischen zwei Landtagswahlen. Der Diskussion mit den Metallerinnen stellte sich die lokale Abgeordnete des Thüringer Landtages, MdL Diana Lehmann (SPD). Es moderierte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser. 

Völlig unerwartet versammelten sich parallel zum Seminar unserer Frauen alle Bundes-Spitzen-Politiker/innen der AfD im gleichen Hotel. Für Arbeitnehmer/innen und Gewerkschafter/innen schließt sich gerade in Thüringen eine Zusammenarbeit mit der AfD unter Führung des Faschisten Höcke aus. Im Wahlprogramm der AfD zur Landtagswahl 2019 ist "Gewerkschaft" nur zweimal enthalten ohne irgendeine inhaltliche Übereinstimmung mit gewerkschaftlichen Zielen und Anforderungen an Politik. Daher beteiligten sich die Metallerinnen am 27. Juni ganz spontan an einer Protest-Demonstration gegen die Versammlung der Bundes-AfD-Spitze in Suhl.

Es ist beeindruckend, wenn die Frauen aus ihrer Gewerkschaftsarbeit in den Regionen berichten. Mit viel Engagement und Verbindlichkeit werden Themen angepackt und umgesetzt. Vielen Dank unseren tollen Frauen!

1. Mai - Tag der Arbeit

Solidarisch ist man nicht alleine

Zum ersten Mal seit der Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbundes 1949 wird es in diesem Jahr keine Demonstrationen und Kundgebungen auf Straßen und Plätzen am 1. Mai geben. Denn in Zeiten von Corona heißt Solidarität: mit Anstand Abstand halten. Das Motto der DGB Gewerkschaften zum Tag der Arbeit am 1. Mai 2020 lautet "Solidarisch ist man nicht alleine". Die Kundgebungen und Demos zum Tag der Arbeit wurden in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie bundesweit abgesagt.

Der DGB bietet einen Livestream am 1. Mai, 11 Uhr an: https://www.youtube.com/embed/HSqMXUQK1wM

22. April 2020 | Wie kommen Beschäftigte durch die Corona-Krise?

Besser mit Betriebsrat !

Solange kein Betriebsrat besteht, kann der Arbeitgeber das sogenannte Direktionsrecht allein ausüben. Erst einem gewählten Betriebsrat räumt der Gesetzgeber umfangreiche Mitbestimmung ein. Das betrifft aktuell vielfach die Inanspruchnahme und Ausgestaltung von Kurzarbeit. Kurzarbeit dient der Vermeidung von Kündigungen. Sollten jedoch einzelne Betriebe allein mit Kurzarbeit nicht durch die Krise kommen, wären Personalabbau bis hin zu Verkauf oder Schließung des Betriebes für eine Belegschaft ohne Betriebsrat ein unkalkulierbares Risiko. Und dabei spielt es keine Rolle, ob solche Themen Corona-bedingt oder aus anderen Gründen anstehen. Der weit verbreitete Irrglaube, dass es einen Rechtsanspruch auf Abfindung immer geben würde, könnte dann zu Enttäuschungen führen. Nur ein Betriebsrat kann einen sogenannten Sozialplan verhandeln und abschließen. Gibt es keinen Betriebsrat, ist ein Sozialplan unmöglich.

Habt ihr bisher keinen Betriebsrat? Wählt euch erstmals einen solchen! Wir helfen gern dabei. In allen Betrieben mit mindestens fünf Beschäftigten, von denen drei 18 Jahre oder älter sind und seit sechs Monaten dem Betrieb angehören, finden nach § 1 Betriebsverfassungsgesetz Betriebsratswahlen statt. Das kommt einer gesetzlichen Pflicht für Belegschaften gleich.

20. März 2020 | Überproportionale Rentensteigerung Ost wegen Rentenangleichung

4,20 Prozent mehr Rente in Ostdeutschland

Am 1. Juli 2020 steigen die Renten in Ostdeutschland um 4,20 Prozent. In Westdeutschland steigen die Renten um 3,45 Prozent. Im Vorjahr stiegen die Renten ab 1. Juli 2019 in Ostdeutschland um 3,91 Prozent und in Westdeutschland um 3,11 Prozent. Damit erhöht sich in diesem Jahr der Rentenwert Ost auf 33,23 Euro, der Rentenwert West hingegen auf 34,19 Euro. Die Höherwertung nach Anlage 10 zum Sozialgesetzbuch 6. Buch beträgt 1,0700 im Jahr 2020.

Die Rentenanpassung Ost errechnet sich aus dem Produkt aus Lohnfaktor +3,8 Prozentpunkte, Beitragssatzfaktor 1,0 und Nachhaltigkeitsfaktor +0,17 Prozentpunkte. Der Beitragssatzfaktor ist gleich, weil der Beitragssatz zur Gesetzlichen Rentenversicherung seit Anfang 2018 unverändert 18,6 Prozent beträgt. Der Nachhaltigkeitsfaktor ist positiv, weil von 2018 zu 2019 die Anzahl der Beitragszahlenden mehr gestiegen war als die Anzahl der Rentenbeziehenden. Daraus ergäbe sich eine Rentensteigerung in Ostdeutschland um 3,89 Prozent auf einen Rentenwert Ost von 33,13 Euro. Aus dem Rentenüberleitungs-Angleichungsgesetz ergibt sich eine sogenannte „Angleichungstreppe“, wonach der Rentenwert Ost ab Juli 2020 mindestens 97,2 Prozent des Rentenwertes West erreichen muss. Das ergibt daher eine zusätzliche Anhebung der Renten in Ostdeutschland und die Renten in Ostdeutschland steigen nicht nur um 3,89 Prozent nach Rentenformel, sondern sogar überproportional um 4,20 Prozent.

14. März 2020 | Konstituierende Delegiertenversammlung in Suhl

Neues "Parlament" der IG Metall nahm Arbeit auf

Alle vier Jahre führt die IG Metall bundesweit Organisationswahlen durch. Anfang 2020 werden die Wahlfunktionen innerhalb der IG Metall neu bestätigt oder besetzt. In Südthüringen fanden im Januar und Februar 2020 zahlreiche Versammlungen zur Wahl der Delegierten für die Delegiertenversammlung statt. Die Delegiertenversammlung ist das „Parlament“ der IG Metall vor Ort. Viermal pro Jahr tritt das höchste beschlussfassende Gremium der IG Metall Suhl-Sonneberg zusammen. Insgesamt entscheiden 65 Delegierten über die strategische, inhaltliche und operative Vorgehensweise der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Die konstituierende Delegiertenversammlung fand am 14. März 2020 in Suhl statt. Es wurden Thomas Steinhäuser als 1. Bevollmächtigter und Kassierer der IG Metall Suhl-Sonneberg und Uwe Laubach als 2. Bevollmächtigter mit jeweils 100 Prozent der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt.

Weiter wurden die Beisitzer/innen in den Ortsvorstand gewählt. Dem Ortsvorstand gehören nun an (im Bild v.l.n.r.): Alexandra Klinzing (PKC Barchfeld), Mike Herm (HFP Bandstahl Bad Salzungen), Thomas Steinhäuser, Karsten Fuchs (BCUBE Brotterode), Uwe Laubach, Regina Elflein (Rentnerin Sonneberg), Lars Sommer (Werkö Gräfinau-Angstedt) und Andre Sommer (Student Schmalkalden). Zudem gehören in den Ortsvorstand (nicht im Bild): Gabriele Dietrich (Rentnerin Sonneberg), Silvia Kleint (MKB Barchfeld), Yvonne Krug (Automotive Lighting Brotterode), Torsten Meier (Automotive Lighting Brotterode), Heiko Müller (Bachmann Gumpelstadt), Thomas Poppe (Winkhaus Meiningen) und Thomas Ritz (Fahrzeugbau Geisa).

8. März 2020 | Internationaler Frauentag

Wir fairändern: #fairsorgen #fairgüten #fairteilen

Wir fordern:

  • Mehr Tarifbindung. Vor allem auch in den Branchen, in denen überwiegend Frauen arbeiten, um gute Voraussetzungen für die partnerschaftliche Verteilung von Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern zu schaffen!
  • Soziale, personenbezogene und haushaltsnahe Dienstleistungen durch Tarifverträge aufwerten und prekäre Beschäftigung zurückdrängen!
  • Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen erleichtern, damit alle Beschäftigten einer Branche von tariflichen Regelungen profitieren – auch wenn ihr Arbeitgeber nicht tarifgebunden ist!
  • Öffentliche Aufträge und Fördergelder nur an Unternehmen vergeben, die nach Tarif zahlen und gute Arbeitsbedingungen bieten!
  • Arbeitgeber verpflichten, ihre Entgeltpraxis zu überprüfen und Benachteiligung abzubauen!
  • Bessere Zutrittsrechte für Gewerkschaften, damit sie sich in den Betrieben für Beschäftigte und Betriebs- und Personalräte einsetzen können!
  • Verbandsklagerecht einführen, um gemeinsam die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durchzusetzen und dies nicht einzelnen Beschäftigten aufzubürden!

8. November 2019 | Curitiba - Brasilien

Ex-Staatspräsident Lula aus Haft entlassen.

Im Rahmen einer Studienreise traf der IG Metall-Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, den Metallgewerkschafter, Politiker und Staatspräsidenten Brasiliens 2003 bis 2010, Luiz Inácio Lula da Silva, in São Paulo.

Lula war einst selbst Vorsitzender einer Metallgewerkschaft in Brasilien. Politische Gegner sorgten in Kumpanei mit einer motivierten Gerichtsbarkeit dafür, dass Lula am 8. April 2018 in der südbrasilianischen Millionenstadt Curitiba inhaftiert wurde. Damit war dem aussichtsreichsten Kandidat für die Präsidentschaftswahl im September 2018 die Kandidatur versperrt. Lula lag bis dahin uneinholbar mit absoluter Stimmenmehrheit in allen Umfragen vorn.

Da die gegen ihn bisher zweifelhaft ergangenen Urteile nicht rechtskräftig sind und nicht alle Rechtsmittel ausgeschöpft werden konnten, musste Lula nun auf freien Fuß entlassen werden. Jubelnd wurde er von Anhängern in Curitiba empfangen. Landes- und weltweit ist die Freude groß.

6.-12. Oktober 2019 | 24. Ordentlicher Gewerkschaftstag der IG Metall in Nürnberg

MITEINANDER FÜR MORGEN


Zwei der 483 Delegierten des 24. Ordentlichen Gewerkschaftstages der IG Metall vertraten die IG Metall Suhl-Sonneberg: Torsten Meier (Automotive Lighting Brotterode) und Thomas Steinhäuser (IG Metall).

Nach einem Rückblick auf die Arbeit der zurückliegenden vier Jahre standen die Wahlen des Vorstandes der IG Metall an. Einer der 36 Vorstandsmitglieder ist aus Thüringen. Bernd Lösche, Betriebsratsvorsitzender bei Opel in Eisenach, wurde für die nächsten vier Jahre in dieser Funktion bestätigt.

810 Anträge wurden beraten und entschieden. Dabei standen auch die sieben Anträge aus Suhl-Sonneberg zur Entscheidung an.

17. April 2019 | IG Metall unterstützt Flüchtlingskinder

давай играем, Abdullah ...

Ein ehrenamtlich unermüdliches Team organisiert regelmäßig Spiel- und Sportnachmittage auf dem Suhler Friedberg für Flüchtlingskinder und Kinder aus Suhl und Umgebung. Die IG Metall Suhl-Sonneberg unterstützt diese solidarische Initiative erneut. Der 1. Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, überbrachte heute Sportbälle für die Kinder.

Dabei lernte er Abdullah (Bild unten) kennen, einen Jungen aus Tschetschenien, der seit einigen Tagen mit seinen Eltern und seinen beiden kleineren Schwestern in der Erstaufnahmestelle in Suhl wohnt. In den nächsten Tagen wird die Familie nach Gießen umziehen. "давай играем" rief Steinhäuser dem Jungen zu, was  "lass uns spielen" bedeutet.

Verlinkungen zum zentralen Internetangebot

www.igmetall.de