Herbst 2020 | Trotz Einschränkungen im öffentlichen Leben:

Wir sind für unsere Mitglieder da.

Die Corona-Krise hat erneut erhebliche Auswirkungen auf unseren Alltag und somit auch auf unser Arbeitsleben. Eine genaue Prognose, wie sich dies weiterentwickelt, ist derzeit leider nicht möglich, aber eines ist klar:

Metallerinnen und Metaller stehen zusammen!

Wir wollen alle zusammen einen solidarischen Beitrag zur langsameren Ausbreitung des Corona-Virus leisten.

Nach telefonischer Rücksprache oder per Mail könnt Ihr Termine mit eurer IG Metall Suhl-Sonneberg vereinbaren. Wir bitten um Verständnis, dass wir aktuell – wie andere Einrichtungen auch – darauf achten, dass sich immer nur wenige Menschen gleichzeitig in unseren Räumlichkeiten aufhalten. Jedes Mitglied wird aber beraten und betreut. Das ist versprochen!

5. Dezember 2020 | Internationaler Tag des Ehrenamtes

IG Metall sprach mit Yvonne Krug

Yvonne Krug, stellv. BR-Vorsitzende bei Marelli AL Brotterode

Am 5. Dezember findet der Internationale Tag des Ehrenamtes statt. Mit diesem Gedenk- und Aktionstag wird ehrenamtliches Engagement anerkannt und gefördert. Der Tag wurde 1985 von den Vereinten Nationen beschlossen und fand 1986 erstmals international statt.

Auch viele Metallerinnen und Metaller engagieren sich ehrenamtlich, beispielsweise in der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, als ehrenamtliche Richter/innen oder in den Wirtschaftskammern.

Yvonne Krug engagiert sich als ehrenamtliche Richterin sowohl am Arbeitsgericht in Suhl als auch am Sozialgericht in Gotha. Aus Anlass des Internationalen Tages des Ehrenamtes sprachen wir mit ihr über ihre ehrenamtliche Tätigkeit.

17. November 2020 | Metall- und Elektroindustrie

Tarifkommissionen beschließen Forderung

Am 17. November 2020 haben die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in einer gemeinsamen digitalen Sitzung die Tarifforderungen für die anstehende Tarifrunde beschlossen Gefordert wird ein Volumen von 4 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Die IG Metall hat die unterschiedliche wirtschaftliche Situation der Betriebe in ihrer Forderung berücksichtigt. Für die Absicherung und Entwicklung von Einkommen sowie die Sicherung von Beschäftigung will die IG Metall Mitte ein Gesamtvolumen von 4 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten durchsetzen.
Die anstehende Transformation ist eine Herausforderung, der mit einer 4-Tage-Woche vorausschauend begegnet werden soll. Sie bietet notwendige Qualifikationszeit. Zudem erwartet die IG Metall deutliche Signale in Richtung einer 35-Stunden-Woche in Thüringen. Nach 30 Jahren ist es längst überfällig die Ungleichheit zwischen Ost und West zu beseitigen. 

9. November 2020 | Gedenken in Bad Salzungen

Klang der Stolpersteine

Am 9. November wurde an die Verfolgung und Ermordung der Juden seit der Reichspogromnacht 1938, die auch in Bad Salzungen stattgefunden hat, erinnert. Mit der Veranstaltung wollten die Organisatoren des Bündnisses für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit im Wartburgkreis ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus setzen. Sei Jahren unterstützt die IG Metall Suhl-Sonneberg dieses Bündnis im Wartburgkreis.

Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt wurden an fünf Stolperstein-Standorten in Bad Salzungen die Opfer der Judenverfolgung mit Kurzkonzerten der Musikschule des Wartburgkreises geehrt. Mitglieder des Bündnisses für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit stellten Kartons mit Namen der Opfer auf und legten Blumen und Kerzen nieder. Anschließend säuberten sie die eingelassenen Stolpersteine, bis sie wieder gegen das Vergessen erstrahlten.

30. Oktober 2020 | Einstellung des operativen Geschäftsbetriebes

Keine Zukunft für Noblex Eisfeld

Am 1. September 2020 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Dr. Markus Schädler aus Würzburg bestellt. Die Noblex GmbH in Eisfeld produziert Zieloptiken,  Lichttechnik, Fernoptiken und Wärmebildtechnik mit etwa 100 Beschäftigten. Zudem gibt es Fertigungsdienstleistungen für Drittkunden mit mechanischer Bearbeitung, Oberflächenveredelung sowie Präzisionsmontage.

Intensiv wurde nach einem Investor gesucht, der den Betrieb übernehmen soll. Das ist leider nur teilweise gelungen. Am 1. November gehen 18 Beschäftigte auf einen neuen Betrieb, die Buchert + Feil GmbH über. Für alle anderen Beschäftigten geht damit der Arbeitsplatz verloren.

29. Oktober 2020 | Bilanz zum Ausbildungsjahr 2020/2021

4,31 unbesetzte Ausbildungsstellen je unversorgten Bewerber

Seit Beginn des Ausbildungsjahres 2019/2020 meldeten sich in Thüringen insgesamt 8.820 Bewerber für eine Ausbildungsstelle bei den Arbeitsagenturen zur Vermittlung. Das waren über 1.100 weniger als im Jahr zuvor. Zur selben Zeit meldeten Unternehmen rund 12.200 freie Ausbildungsstellen, rund 1.650 weniger als im Ausbildungsjahr 2018/2019. Auf einen Bewerber kamen damit rein rechnerisch 1,4 Ausbildungsstellen.

Mit 410 Bewerbern, die keinen Ausbildungsplatz fanden, waren es 100 mehr als ein Jahr zuvor. Demgegenüber blieben 1.770 Ausbildungsstellen unbesetzt, gut 700 mehr als im Vorjahr. Auf jeden noch unversorgten Bewerber kommen damit rein rechnerisch gut vier unbesetzte Stellen. Gute Chancen also für diejenigen, die jetzt noch suchen. Regional ist das sehr unterschiedlich, wie nebenstehende Karte ausweist: nur 0,99 unbesetzte Stellen je unversorgten Bewerber in Jena gegenüber 51 unbesetzten Stellen je unversorgten Bewerber in Weimar.

19. Oktober 2020 | FZT Kaltennordheim

Schließung im Mai 2021 angekündigt

Die Fahrzeugteile Kaltennordheim wurde neu gegründet und übernahm den Betrieb Anfang 2020 aus dem Schaeffler-Konzern. Im März 2019 verkündete Schaeffler den Beschäftigten, dass die Produkte und Aufträge bis Mitte 2020 verlagert würden, was zur Schließung des Werkes führen würde. Durch den Verkauf sicherte Schaeffler einerseits zu, das Werk auszulasten und die Verlagerung erst zu April 2021 abzuschließen. Zugleich hinterlegte Schaeffler Abfindungen für den Fall, dass eine Fortführungslösung nach der Verlagerung nicht greifen würde.

Monatelange Bemühungen für eine Fortführungslösung wurden heute brachial enttäuscht. Die beiden Eigentümer, Frank Günther und Wolf Waschkuhn, legten die Schließung des Standortes zu Ende April oder Mai 2021 fest. Das teilte Herr Waschkuhn schichtbedingt in zwei Belegschaftsversammlungen am Montag, 19. Oktober, in Kaltennordheim mit. Er bedankte sich bei der Belegschaft für das bisherige Engagement und stellte klar, dass die jetzige Entscheidung nicht wegen der Belegschaft begründet ist. Die einst von Schaeffler treuhänderisch hinterlegten Abfindungen sind zwar bei Verlust des Arbeitsplatzes in Kaltennordheim nach wie vor fällig. Jedoch verlieren bis dahin noch 95 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz.

16. Oktober 2020 | Metall- und Elektroindustrie

Tarifkommissionen beraten über Forderung

Am 15. Oktober 2020 haben die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in einer gemeinsamen Sitzung mit den Beratungen über mögliche Forderungen begonnen. Herausforderungen der Transformation, Beschäftigungssicherung sowie Einkommenssteigerungen standen im Mittelpunkt der Debatte.

Am 17. November beschließen die Tarifkommissionen die Tarifforderungen für die anstehende Tarifrunde. Zum Jahresende sind die Tarifverträge kündbar. Weitere Informationen im Flugblatt:

15. Oktober 2020 | Gemeinsamer Appell an Bundesregierung

Ausbildungsförderung verbessern.

Die beiden Tarifpartner in der Metall- und Elektroindustrie auf Bundesebene, die IG Metall und Gesamtmetall, wenden sich an die Bundesregierung zur Ausweitung des Bundesprogramms zur Förderung der Ausbildung.

Angesichts massiver Inanspruchnahme von Kurzarbeit und Unterauslastung von Betrieben soll die Ausbildungsbereitschaft stimuliert und erhalten werden und bleiben. Dafür ist das neue Förderprogramm der Bundesregierung auf Unternehmen bis zu 249 Beschäftigte beschränkt. Das zu ändern, ist Ansatz des aktuellen gemeinsamen Appells, der anbei nachgelesen werden kann:

1. Oktober 2020 | Tariferhöhung in der Leiharbeit

2,2 Prozent mehr Angleichung ab Oktober 2020

Das Tarifergebnis vom 18. Dezember 2019 beinhaltet vier Entgeltsteigerungen in Ostdeutschland mit einer zweiten Stufe ab April 2020:

  • Plus 3,0 Prozent mehr (West: plus 1,9 Prozent) ab April 2020.
  • Plus 2,2 Prozent mehr (West keine Erhöhung) am Oktober 2020.
  • Plus bis zu 7,2 Prozent mehr (West: plus 3,0 Prozent) ab April 2021.
  • Plus 4,1 Prozent mehr (bundesweit einheitlich) ab April 2022.

Diese Erhöhung gilt nur in Ostdeutschland und ist der letzte Zwischenschritt zu bundesweit einheitlichen Tariftabellen. Ab 1. April 2021 ist dann die Angleichung der Tarifbedingungen an Westdeutschland als wichtiger Erfolg für die Beschäftigten der Branche vollzogen. Zusätzlich kommen noch sogenannte Branchenzuschläge dazu. Ziel ist und bleibt es, für die gleiche Arbeit das gleiche Entgelt zu erhalten, unabhängig davon, mit wem der individuelle Arbeitsvertrag besteht.

26. September 2020 | Jubilarehrung der IG Metall Suhl-Sonneberg

15.205 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Im Ringberg-Hotel Suhl ehrten wir am 26. September insgesamt 271 Jubilare für langjährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft. Nicht alle Jubilare konnten unserer Einladung folgen. Wir dankten den Anwesenden und beglückwünschten sie. Insgesamt ehrten wir damit 15.205 Jahre Mitgliedschaft. Davon sind 59 Mitglieder seit 40 Jahren Mitglied der Gewerkschaft, 77 Kolleginnen und Kollegen blicken auf 50 Jahre Mitgliedschaft zurück, 56 Mitglieder sind bereits seit 60 Jahren Gewerkschaftsmitglied und 58 Mitglieder erreichen in diesem Jahr 70 Jahre Mitgliedschaft, von denen zehn Jubilare an der Veranstaltung teilnahmen. Weitere 21 Kolleginnen und  Kollegen sind bereits seit 1945 und damit inzwischen 75 Jahre Gewerkschaftsmitglied. Drei von ihnen waren anwesend: Karl-Heinz Gräf (aus Sonneberg), Richard Jäger und Helmut Range (beide aus Zella-Mehlis).

Die Festansprache erfolgte durch den Bevollmächtigten der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser. Nach einem Rückblick auf Jahrzehnte Gewerkschaftsarbeit wurden aktuelle Schwerpunkte vorgestellt. Dabei wurde besonders noch einmal auf die Erforderlichkeit von Betriebsratswahlen hingewiesen.

Musikalisch wurde die Veranstaltung begleitet durch die Rennsteigspatzen aus Suhl mit Liedern auch zum Mitsingen und Schunkeln.

20. September 2020 | IG Metall unterstützt Flüchtlingskinder

Internationaler Kindertag in Suhl

Ein ehrenamtlich unermüdliches Team organisiert regelmäßig Spiel- und Sportnachmittage auf dem Suhler Friedberg für Flüchtlingskinder und Kinder aus Suhl und Umgebung. Die IG Metall Suhl-Sonneberg unterstützte diese solidarische Initiative erneut aus Anlass des Internationalen Kindertages.

Im Zentrum von Suhl fand ein Sport- und Kinderfest statt. Mit einem Bus ermöglichten wir es auch für die Kinder vom Friedberg, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Zuerst wurden die weltweiten Grundrechte für Kinder verlesen. Untermalt mit dem Lied "Kleine weiße Friedenstaube" stiegen die Luftballons in den Himmel. Dann beteiligten sich die Kinder an dem Aufruf von UNICEF, am Internationalen Kindertag Sonnen und andere Bilder überall auf der Welt mit Kreise auf die Straßen zu malen.

Nun konnten sich die Kinder mit der Hüpfburg, Tischtennis, Licht-Schießen, Gewichtheben, Fußball und allen anderen sportlichen Aktivitäten auf dem Platz bei strahlendem Sonnenschein beschäftigen.

19. September 2020 | Wandertag der IG Metall

Ich wand're ja so gerne ...

Auf Schuster's Rappen führte uns der inzwischen traditionelle Familienwandertag der IG Metall am 19. September von Schnepfenthal zunächst zum Schloss Reinhardsbrunn, der "Wiege" Thüringens. Bereits 1.040 residierten hier die Ludowinger, das Urgeschlecht der Markgrafen von Thüringen. Vom Verein zum Erhalt des Schlosses wurden wir kompetent und unterhaltsam von Rebecca Braun durch die Anlage geführt. Von uns Wanderern wurde eine Spende in Höhe von 175 Euro an den Verein aufgebracht und übergeben.

Weiter ging es dann zur Marienglashöhle in Friedrichroda. Hier gab es auch Gelegenheit zur Einkehr und Stärkung im Gasthaus Sankt Marien.

Viele freuen sich bereits auf den nächsten Familienwandertag im kommenden September. 

16. September 2020 | Standort Suhl beteiligt sich an bundesweitem Aktionstag

Gegen Personalabbau bei Schaeffler

Gegen den geplanten Abbau von Arbeitsplätzen beim Automobilzulieferer Schaeffler solidarisierten sich alle Belegschaften aller Standorte zum Aktionstag am 16. September. Zwar ist der Standort Suhl bisher nicht betroffen, doch brachten auch hier die Beschäftigten ihren Unmut über geplante Standortschließungen und Personalreduzierungen zum Ausdruck. Für jeden, von Schließung bedrohten Standort zeigte ein Plakat die Anzahl der Arbeitsplätze an, die verloren gehen.

Weitere Informationen können auch dem Flugblatt Schaeffler-Nachrichten entnommen werden.

11. September 2020 | Zum Glück besteht ein Betriebsrat.

Insolvenz bei Noblex Eisfeld eröffnet

Die Noblex GmbH in Eisfeld produziert Zieloptiken,  Lichttechnik, Fernoptiken und Wärmebildtechnik mit etwa 100 Beschäftigten. Zudem gibt es Fertigungsdienstleistungen für Drittkunden mit mechanischer Bearbeitung, Oberflächenveredelung sowie Präzisionsmontage. Ende Juni stellte die Geschäftsleitung beim Insolvenzgericht in Meiningen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung. Am 1. September  2020 wurde die Eigenverwaltung beendet und das Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Dr. Markus Schädler aus Würzburg bestellt.

Nach unserer Einschätzung ist das maßgeblich herbei geführt durch Mängel in der Geschäftsführung. Daher begrüßen wir ausdrücklich die Beendigung der sogenannten Eigenverwaltung. Das bedeutet nun, dass die bisherige Geschäftsführung seit 1. September keine Entscheidungsbefugnisse mehr für den Betrieb hat. Das bedeutet aber zugleich auch, dass der Insolvenzverwalter als Arbeitgeber in alle Rechte und Pflichten gegenüber Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall einzutreten hat. Zunächst ist es unter Nutzung von Kurzarbeit gelungen, den Geschäftsbetrieb der Noblex nahtlos fortzuführen.

7. September 2020 | Wieder ein Betriebsrat mehr in Thüringen

Erstmals Betriebsratswahl bei SWM in Steinbach-Hallenberg abgeschlossen

v.l.n.r.: Marcus Recknagel, Monika Herzog, Christian Häfner, Diana Teske, Stefan Nagel, Bianca Schultz, Frank Kirsch

Gemäß Gesetz sollen in allen Betrieben mit mehr als fünf Beschäftigten Betriebsräte gewählt werden. In immer noch vielen Betrieben fehlt der Betriebsrat. Das ändern wir Schritt für Schritt. Für uns gehört in einem modernen Unternehmen ein Betriebsrat zur Grundausstattung und damit zur Normalität. So formulieren wir auch unsere Botschaft an die Geschäftsleitungen. Es geht weder um Unzufriedenheit oder Streitigkeiten im Betrieb, sondern die Wahrnehmung der Möglichkeit zur Mitbestimmung im Betrieb. Und nicht zuletzt bei der Ausgestaltung von Kurzarbeit im Betrieb oder drohender Personalanpassung ist eine Belegschaft ohne Betriebsrat handlungsunfähig und somit allein von den Entscheidungen des Arbeitgebers abhängig. Damit gehen viele Chancen schlicht verloren.

Die SWM Werkzeugfabrik produziert verschiedene Werkzeuge und arbeitet als Gesenkschmiede. Bis August 2020 gab es keinen Betriebsrat. Das wollten die Beschäftigten ändern und baten die IG Metall Suhl-Sonneberg um Unterstützung. Dann wurde die Betriebsratswahl unverzüglich eingeleitet. Am 26. August 2020 waren die 138 Beschäftigten aufgerufen, erstmals ihren 7-köpfigen Betriebsrat zu wählen. Inzwischen fand auch die konstituierende Sitzung des neugewählten Betriebsrats statt. In den Betriebsrat gewählt wurden Frank Kirsch, Monika Herzog, Marcus Recknagel, Christian Häfner, Stefan Nagel, Diana Teske und Bianca Schultz. Frank Kirsch wurde zum Vorsitzenden des Betriebsrates gewählt. Die IG Metall gratuliert den Gewählten und wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben. Dabei hilft weiterhin die IG Metall Suhl-Sonneberg durch Schulungen und Begleitung. Wir helfen aber auch weiterhin aktiv in Betrieben, in denen noch kein Betriebsrat besteht, das zu ändern.

1. September 2020 | Ilka Metzing verstärkt Team der IG Metall

Herzlich Willkommen, Ilka.

Ilka Metzing

Seit 1. September arbeitet Ilka Metzing für die IG Metall Suhl-Sonneberg, IG Metall Eisenach, IG Metall Gera und IG Metall Jena-Saalfeld im Bereich Rückholmanagement mit Sitz in Suhl. Nach Initiative der ersten Betriebsratswahl im Jahr 2003 war sie 15 Jahre Betriebsratsvorsitzende bei Dr. Schneider in Judenbach, einem Automobilzulieferer mit mehr als 200 Beschäftigten. Seit dieser Zeit hat sie sich ehrenamtlich in der IG Metall engagiert, beispielsweise als Mitglied des Ortsvorstandes Suhl-Sonneberg, der Delegiertenversammlung oder des Ortsfrauenausschusses. Sie vertrat die IG Metall Suhl-Sonneberg als Delegierte zu den Gewerkschaftstagen 2011 und 2013. Zudem ist Ilka Versichertenälteste der AOK Plus.

Die 50-jährige erfahrene Gewerkschafterin stammt aus Sonneberg. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Mit bald einem zweiten Enkelkind gibt es auch familiär viel zu tun. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ilka.

1. September 2020 | Antikriegstag

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Seit 1957 wird am 1. September an die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie an die schrecklichen Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert. An jedem 1. September machen auch der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften seitdem deutlich: Die deutschen Gewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Der DGB-Aufruf zum Antikriegstag 2020 steht unter dem Motto: "Nie wieder Krieg! In die Zukunft investieren statt aufrüsten!"

21. August 2020 | IG Metall informiert zu Betriebsratswahlen

Kein Sozialplan ohne Betriebsrat

Aktuell informiert die IG Metall Suhl-Sonneberg in Südthüringen Beschäftigte in Betrieben ohne Interessenvertretung zur Betriebsratswahl. So beispielsweise

  • bei Paragon auf dem Suhler Friedberg,
  • bei PWG in Sonneberg und
  • bei Mala in Schweina und Wernshausen.

Auch kommende Woche setzen wir diese Aktivitäten in Südthüringen fort. All den Beschäftigten in Betrieben ohne gewählte Interessenvertretung rufen wir zu: Habt ihr bisher keinen Betriebsrat? Wählt euch jetzt einen! Wir helfen dabei. Wendet euch gern an die IG Metall Suhl-Sonneberg.

18. August 2020 | Erstmals Gewerkschaftsvertreter entsandt

Behindertenbeirat des Freistaates Thüringen

Karsten Fuchs

Im Zuge der Neuberufung des Behindertenbeirates des Freistaates Thüringen bestand erstmals die Möglichkeit, durch den Deutschen Gewerkschaftsbund DGB einen Vertreter oder eine Vertreterin zu benennen. Nach Abstimmung zwischen den Gewerkschaften in Thüringen wurde Karsten Fuchs vorgeschlagen und inzwischen bestellt.

Im Behindertenbeirat beraten Experten aus der Praxis die Landesregierung in Fragen zu Inklusion bei Bildung, Arbeit, Verkehr, Bauen, Digitalisierung, Corona und vielem mehr für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.

Karsten Fuchs ist freigestellter Betriebsratsvorsitzender bei BCUBE Brotterode, dem Kontraktlogistiker von Automotive Lighting. Im Betrieb sind etwa 220 Beschäftigte.

5. August 2020 | Die IG Metall informiert:

Ehrenamt im Betrieb während Kurzarbeit

Vermehrt erreichen uns Nachfragen, wie mit dem Wahlamt im Betrieb während Kurzarbeit umzugehen ist. Anbei erläutern wir die aktuelle Rechtslage dazu. Aktuell gibt es dazu eine geänderte Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes, welche in unserer Wahrnehmung vielen Arbeitgebern und deren Beraten noch unbekannt zu sein scheint. Zudem konnte diese Entscheidung auch noch nicht Eingang in die Kommentarliteratur zum Betriebsverfassungsgesetz finden. Das wird sicher in den Neuauflagen spätestens erfolgen.

1. August 2020 | Merkel Unternehmensgruppe Suhl

Plus 3,0 Prozent mehr Entgelt

Der Arbeitgeber der Unternehmensgruppe Merkel in Suhl und die IG Metall schlossen für die etwa 140 Beschäftigten der Betriebe Merkel Jagd- und Sportwaffen sowie C.G. Haenel am 18. März 2019 einen mehrstufigen Haustarifvertrag ab.

Nach bereits zwei pauschalen Einmalzahlung in Höhe von je 300 Euro brutto pro Beschäftigten im März und Juni dieses Jahres, steigen die Tarifentgelte und Ausbildungsvergütungen ab August 2020 um 3,0 Prozent.

Der Tarifvertrag ist erstmals zu Ende Februar 2021 kündbar.

August 2020 | Ausbildungsjahr beginnt

Jugendliche suchen sich Ausbildungsbetrieb aus

Das Berufsausbildungsjahr beginnt in Thüringen zum August eines Jahres. Der individuelle Ausbildungsbeginn kann davon abweichen und wird sich zumeist an den Schulferien orientieren. Teilweise konnten Betriebe nicht alle geplanten Ausbildungsplätze besetzen. Das folgt einerseits aus der zu geringen Zahl von Schulabgängern, die sich für eine duale Berufsausbildung entscheiden. Aber es liegt vielfach auch am konkreten Angebot des Ausbildungsbetriebes. Rechnerisch stehen in Thüringen in diesem Jahr pro Bewerbung 1,42 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Regional gibt es in Thüringen durchaus Unterschiede.

Kümmerliche Ausbildungsvergütungen, zweifelhafte Ausbildungsqualität und völlige Unklarheit über Perspektiven nach Abschluss der Ausbildung sprechen niemanden an. In Betrieben hingegen, in denen der Tarifvertrag der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie angewendet wird, erhalten Auszubildende, die Mitglied der IG Metall sind, im ersten Ausbildungsjahr 1.007 Euro brutto im Monat. Zudem sind 30 Arbeitstage Urlaub, also 6 Wochen pro Jahr, und beispielsweise auch zusätzliches Urlaubsgeld und Sonderzahlung geregelt. Nach Abschluss der Ausbildung ist die Übernahme im Ausbildungsbetrieb tarifvertraglich gesichert. Damit wissen die Jugendlichen schon heute, wie es nach ihrer Ausbildung weiter gehen wird. Das spricht Jugendliche an. Und so können Ausbildungsstellen auch besetzt werden.

20. Juli | Bad Salzungen: Gedenken an Corona-Opfer

Bündnis im Wartburgkreis informiert in Innenstadt

Am 20. Juli informierte das Bündnis im Wartburgkreis in der Innenstadt von Bad Salzungen über Opfer des Corona-Virus in Thüringen. Insgesamt sind im Freistaat bisher 182 Ableben registriert, die mit dem Corona-Virus infiziert waren. Über 3.300 Menschen wurden als infiziert registriert. Mit Straßentapeten erfolgte eine respektvolle Erinnerung.

Unweit der Erinnerung an die realen Opfer der weltweiten Pandemie kamen auf dem Marktplatz Menschen zusammen, die sich gegenseitig in dem Irrglauben bestärkten, es gäbe gar keine Pandemie oder Gesundheitsgefahr durch Corona. Das ist nicht nur absurd, sondern auch selbst in Thüringen bedauerlicherweise anhand von Fakten längst widerlegt.

Das Bündnis für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit im Wartburgkreis besteht aus Vertreter/innen demokratischer Parteien und Wählergruppen, aus Gewerkschaften und Vereinen, aus Kirche, aus weiteren Institutionen und aus Privatpersonen, um öffentlich wirksam für ein solidarisches und tolerantes Miteinander im Wartburgkreis einzutreten.

28. Juni | Netzwerktreffen in Suhl

Frauenpower der IG Metall in Thüringen

Am 26. bis 28. Juni trafen sich IG Metall-Frauen aus fast allen Regionen der IG Metall Thüringens in Suhl zum Erfahrungsaustausch. Bereits seit 2009 findet einmal jährlich ein solches Treffen statt. In diesem Jahr stand es unter dem Motto: Zwischen zwei Landtagswahlen. Der Diskussion mit den Metallerinnen stellte sich die lokale Abgeordnete des Thüringer Landtages, MdL Diana Lehmann (SPD). Es moderierte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser. 

Völlig unerwartet versammelten sich parallel zum Seminar unserer Frauen alle Bundes-Spitzen-Politiker/innen der AfD im gleichen Hotel. Für Arbeitnehmer/innen und Gewerkschafter/innen schließt sich gerade in Thüringen eine Zusammenarbeit mit der AfD unter Führung des Faschisten Höcke aus. Im Wahlprogramm der AfD zur Landtagswahl 2019 ist "Gewerkschaft" nur zweimal enthalten ohne irgendeine inhaltliche Übereinstimmung mit gewerkschaftlichen Zielen und Anforderungen an Politik. Daher beteiligten sich die Metallerinnen am 27. Juni ganz spontan an einer Protest-Demonstration gegen die Versammlung der Bundes-AfD-Spitze in Suhl.

Es ist beeindruckend, wenn die Frauen aus ihrer Gewerkschaftsarbeit in den Regionen berichten. Mit viel Engagement und Verbindlichkeit werden Themen angepackt und umgesetzt. Vielen Dank unseren tollen Frauen!

16. Juni | Mahle Filtersysteme Auengrund

Arbeitszeitverkürzung mit Entgeltausgleich

Mahle Filtersysteme in Brattendorf gehört zum Stuttgarter MAHLE Konzern, einem weltweiten Automobilzulieferer. Von den derzeit etwa 70 Beschäftigten ist die überwiegende Mehrzahl in der Entwicklung und Erprobung von Fahrzeug-Pumpen tätig.

Ab Januar 2021 reduziert sich die Wochenarbeitszeit von 40 auf 39 Stunden für das gleichbleibende Monatsentgelt. In zwei weiteren Schritten sinkt die Wochenarbeitszeit auf 38,5 Stunden ab April 2022 und auf final 38 Stunden ab April 2023 bei gleichbleibendem Entgelt. Alle Tariferhöhungen, die während dieser Anpassungsperiode für die Branche vereinbart werden, werden übernommen. Für 2021 bis 2023 erfolgt jedoch eine temporäre Teilkompensation für den Anstieg der Personalkosten, indem das tarifliche Zusatzgeld T-ZUG in Höhe von 27,5 Prozent einer Monatsvergütung pro Kalenderjahr um die Hälfte reduziert wird. Ab 2024 besteht dann auch der T-ZUG-Anspruch wieder ungekürzt.

12. Juni | Filzfabrik Fulda Werk Empfertshausen

Tarifeinigung bis Ende 2020 gelungen

Die Filzfabrik Fulda Werk Empfertshauen ist ein Unternehmen mit knapp 50 Beschäftigten, das Filze und technische Textilien hergestellt.

In der zweiten telefonischen Tarifverhandlung am 29. Mai konnten für die IG Metall-Mitglieder Eckpunkte eines Tarifergebnisses erreicht werden. Wegen Kurzarbeit und unklarer Vorausschau bezüglich Auslastung, Neuaufträgen und wirtschaftlicher Entwicklung, kamen wir mit dem Arbeitgeber überein, einen tarifvertraglichen Zwischenschritt bis Jahresende 2020 zu vereinbaren. Erstmals erhalten Mitglieder der IG Metall damit einen Anspruch auf betriebliche Aufzahlung zum Kurzarbeitergeld der Agentur für Arbeit. Beschäftigte, die einen Anspruch auf 60 Prozent der Nettoentgeltdifferenz als Kurzarbeitergeld der Agentur für Arbeit besitzen, erhalten eine Aufzahlung auf insgesamt 75 Prozent der Nettoentgeltdifferenz. Hingegen erhalten die Beschäftigten, die einen Anspruch auf 67 Prozent der Nettoentgeltdifferenz als Kurzarbeitergeld der Agentur für Arbeit besitzen, erhalten eine Aufzahlung auf insgesamt 80 Prozent der Nettoentgeltdifferenz. Die Neuregelung gilt ab Juni 2020 für längstens sechs Monate.

29. Mai | Schließung der Kronacher Werkzeugbau Klug

Kündigungen können weitestgehend vermieden werden

Die Kronacher Werkzeugbau Klug in Neuhaus-Schierschnitz stellt zum 30. Juni 2020 ihre Geschäftstätigkeit ein. Im zur Dr. Schneider Gruppe gehörenden Betrieb wurden bis Ende 2019 mit etwa 130 Beschäftigten 1K- bis 3K-Spritzgussformen und Werkzeuge hergestellt sowie 1K- bis 3K-Kunststoffspritzteile produziert. 

Neben Abfindungen je nach Dauer der Beschäftigung sowie sozialen Gesichtspunkten wie unterhaltspflichtige Kinder oder Schwerbehinderung konnte auch eine sogenannte Transfergesellschaft vereinbart werden. Das ermöglicht den vom Arbeitsplatzverlust betroffenen Beschäftigten, den Beginn der Arbeitslosigkeit hinaus zu schieben. Zugleich entsteht während dieser Zeit Raum für Qualifizierung und Bewerbungstraining. Die Teilnahme ist freiwillig. Nur, wer das Angebot nicht nutzen möchte, muss mit einer betriebsbedingten Kündigung wegen Wegfall des Arbeitsplatzes rechnen.

18. Mai | Wieder ein Betriebsrat mehr in Thüringen

Erstmals Betriebsratswahl bei FCT Systeme in Rauenstein abgeschlossen

v.l.n.r.: Raymond Haße (IG Metall), Christian Rüger, Anette Pause, Daniel Kreuch, Stefan Lorenz, Marco Senger

Gemäß Gesetz sollen in allen Betrieben mit mehr als fünf Beschäftigten Betriebsräte gewählt werden. In immer noch vielen Betrieben fehlt der Betriebsrat. Das ändern wir Schritt für Schritt. Für uns gehört in einem modernen Unternehmen ein Betriebsrat zur Grundausstattung und damit zur Normalität. So formulieren wir auch unsere Botschaft an die Geschäftsleitungen. Es geht weder um Unzufriedenheit oder Streitigkeiten im Betrieb, sondern die Wahrnehmung der Möglichkeit zur Mitbestimmung im Betrieb. Und nicht zuletzt bei der Ausgestaltung von Kurzarbeit im Betrieb oder drohender Personalanpassung ist eine Belegschaft ohne Betriebsrat handlungsunfähig und somit allein von den Entscheidungen des Arbeitgebers abhängig. Damit gehen viele Chancen schlicht verloren.

Die FCT Systeme GmbH plant Hochtemperatursinteranlagen sowie komplette Fertigungskonzepte zum Sintern. Bis Ende April 2020 gab es keinen Betriebsrat. Das wollten die Beschäftigten ändern und baten die IG Metall Suhl-Sonneberg um Unterstützung. Dann wurde die Betriebsratswahl unverzüglich eingeleitet. Am 23. April 2020 waren die 64 Beschäftigten aufgerufen, erstmals ihren 5-köpfigen Betriebsrat zu wählen. An der hohen Wahlbeteiligung von 80 Prozent ist das Interesse der Belegschaft deutlich erkennbar. Inzwischen fand auch die konstituierende Sitzung des neugewählten Betriebsrats statt. In den Betriebsrat gewählt wurden Daniel Kreuch, Stefan Lorenz, Marco Senger, Anette Pause und Christian Rüger. Anette Pause wurde zur Vorsitzenden des Betriebsrates gewählt. Die IG Metall gratuliert den Gewählten und wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben. Dabei hilft weiterhin die IG Metall Suhl-Sonneberg durch Schulungen und Begleitung. Wir helfen aber auch weiterhin aktiv in Betrieben, in denen noch kein Betriebsrat besteht, das zu ändern.

14. Mai | Aufzahlung zum Kurzarbeitergeld kommt

Bundestag beschließt Sozialschutz-Paket II

Bei Enthaltung der Opposition hat der Bundestag am 14. Mai 2020 den Gesetzentwurf von CDU/CSU und SPD zu sozialen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gemäß der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Arbeit und Soziales angenommen. Keine Mehrheit fanden hingegen sechs Anträge der Opposition, die ebenfalls abschließend beraten wurden. 

Das vorgesehene Paket enthält unter anderem eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes: Es soll für diejenigen, die Kurzarbeitergeld für ihre um mindestens 50 Prozent reduzierte Arbeitszeit beziehen, ab dem vierten Monat des Bezugs auf 70 Prozent (77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem siebten Monat des Bezuges auf 80 Prozent (87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht werden. Berücksichtigungsfähig sind Monate mit Kurzarbeit ab März 2020.

Ferner soll das Arbeitslosengeld für diejenigen um drei Monate verlängert werden, deren Anspruch zwischen dem 1. Mai 2020 und dem 31. Dezember 2020 enden würde.

13. Mai | Tarifabschluss bei HFP Bandstahl Bad Salzungen

Gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Die HFP Bandstahl in Bad Salzungen walzt und schneidet klassische Kaltbänder und beschichtet Metallbänder in verschiedenen Güten mit etwa 260 Beschäftigten. Die IG Metall forderte die Geschäftsleitung zu neuen Tarifverhandlungen auf. In der dritten Verhandlung am 30. April 2020 gelang der Durchbruch durch Verständigung auf Eckpunkte, welche rückwirkend zum 1. April 2020 in Kraft treten.

Konkret wurde vereinbart:

  • Die tariflichen Grundentgelte gelten zunächst bis Ende 2020 weiter.
  • Während der Laufzeit des Tarifvertrages sind betriebsbedingte Beendigungskündigungen von IG Metall-Mitgliedern durch den Arbeitgeber ausgeschlossen. Ausnahmen davon sind nur möglich mit vorheriger, schriftlicher Zustimmung der IG Metall.
  • Ab 2020 gewährt der Arbeitgeber für jeweils den 24. und 31. Dezember je einen halben Tag bezahlte Freistellung. Damit sind für beide Tage insgesamt nur ein Urlaubstag erforderlich.
  • Zur Kinderbetreuung wegen pandemie-bedingter Schließung von Kindergärten oder Schulen können pro Kalenderjahr ab sofort bis zu drei voll bezahlte Tage Sonderfreistellung beansprucht werden. Dieser Tarifanspruch ist mit individuellen Voraussetzungen ausgestaltet wie beispielsweise vorheriger Abbau von Resturlaub aus dem Vorjahr oder Abbau von Stundenguthaben.

1. Mai - Tag der Arbeit

Solidarisch ist man nicht alleine

Zum ersten Mal seit der Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbundes 1949 wird es in diesem Jahr keine Demonstrationen und Kundgebungen auf Straßen und Plätzen am 1. Mai geben. Denn in Zeiten von Corona heißt Solidarität: mit Anstand Abstand halten. Das Motto der DGB Gewerkschaften zum Tag der Arbeit am 1. Mai 2020 lautet "Solidarisch ist man nicht alleine". Die Kundgebungen und Demos zum Tag der Arbeit wurden in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie bundesweit abgesagt.

Der DGB bietet einen Livestream am 1. Mai, 11 Uhr an: https://www.youtube.com/embed/HSqMXUQK1wM

22. April | Wie kommen Beschäftigte durch die Corona-Krise?

Besser mit Betriebsrat !

Solange kein Betriebsrat besteht, kann der Arbeitgeber das sogenannte Direktionsrecht allein ausüben. Erst einem gewählten Betriebsrat räumt der Gesetzgeber umfangreiche Mitbestimmung ein. Das betrifft aktuell vielfach die Inanspruchnahme und Ausgestaltung von Kurzarbeit. Kurzarbeit dient der Vermeidung von Kündigungen. Sollten jedoch einzelne Betriebe allein mit Kurzarbeit nicht durch die Krise kommen, wären Personalabbau bis hin zu Verkauf oder Schließung des Betriebes für eine Belegschaft ohne Betriebsrat ein unkalkulierbares Risiko. Und dabei spielt es keine Rolle, ob solche Themen Corona-bedingt oder aus anderen Gründen anstehen. Der weit verbreitete Irrglaube, dass es einen Rechtsanspruch auf Abfindung immer geben würde, könnte dann zu Enttäuschungen führen. Nur ein Betriebsrat kann einen sogenannten Sozialplan verhandeln und abschließen. Gibt es keinen Betriebsrat, ist ein Sozialplan unmöglich.

Habt ihr bisher keinen Betriebsrat? Wählt euch erstmals einen solchen! Wir helfen gern dabei. In allen Betrieben mit mindestens fünf Beschäftigten, von denen drei 18 Jahre oder älter sind und seit sechs Monaten dem Betrieb angehören, finden nach § 1 Betriebsverfassungsgesetz Betriebsratswahlen statt. Das kommt einer gesetzlichen Pflicht für Belegschaften gleich.

8. April | Enorme Zunahme von Kurzarbeit in Thüringen

Beschäftigte brauchen Aufzahlung aufs Kurzarbeitergeld

Nach einer Erhebung der IG Metall arbeiten in Thüringer die Beschäftigten in 108 von 147 befragten Unternehmen im Zuständigkeitsbereich der IG Metall ganz der teilweise kurz oder sind von Kurzarbeit bedroht. Das entspricht fast drei Viertel der befragten Unternehmen. Während bis Januar 2020 nur erst 15 Betriebe (13,9 Prozent) Kurzarbeit nutzten, wurde Kurzarbeit bis April 2020 in weiteren 79 Betrieben (73,1 Prozent) eingeführt. In weiteren 14 Betrieben (13,0 Prozent) ist Kurzarbeit ab Mai 2020 oder später vorgesehen.

Besonders alarmierend ist, dass in zahlreichen Betrieben bisher eine betriebliche Aufzahlung auf das Kurzarbeitergeld der Agentur für Arbeit von den Arbeitgebern abgelehnt wird. Angesichts selbst der Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge an die Arbeitgeber führt deren kompletter Einbehalt zu einer sozialen Schieflage für die Beschäftigten in Kurzarbeit.

In Südthüringen sind die Beschäftigten in 27 von 42 befragten Unternehmen von Kurzarbeit betroffen. Das ist geringer als thüringenweit (64,3 Prozent). Bis Januar 2020 waren erst sieben Betriebe (25,9 Prozent) in Kurzarbeit. In weiteren 16 Betrieben (59,3 Prozent) kam Kurzarbeit bis einschließlich April 2020 hinzu. Und in vier Betrieben (14,8 Prozent) ist Kurzarbeit ab Mai 2020 oder später vorgesehen.

26. März | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifabschluss für Thüringen übernommen

Die IG Metall Mitte und der Arbeitgeberverband VMET einigen sich auf die Übernahme des Pilotabschlusses aus Nordrhein-Westfalen. Damit gelten auch für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen Erleichterungen bei der Kinderbetreuung und bei Kurzarbeit.

Finanzielle Einbußen bei Kurzarbeit können durch eine anteilige Auszahlung der jährlichen Sonderzahlung und des zusätzlichen Urlaubsgeldes reduziert werden. Darüber hinaus wird zur Verminderung sozialer Härten insbesondere bei Kurzarbeit in jedem Betrieb ein Solidartopf eingerichtet. Der Betrag, der in diesen Topf eingezahlt wird, errechnet sich aus der Anzahl der Beschäftigten im Betrieb, multipliziert mit 350 Euro. Die konkreten Auszahlungsmodalitäten sollen in den Betrieben zwischen Betriebsräten und Arbeitgebern im Wege einer Betriebsvereinbarung geregelt werden. Nicht verwendete Mittel des Solidartopfes werden an die zum Stichtag 1. Dezember 2020 im Betrieb Beschäftigten zu gleichen Teilen ausgezahlt. Die Tarifverträge können zum 31.12.2020 gekündigt werden.

20. März | Überproportionale Rentensteigerung Ost wegen Rentenangleichung

4,20 Prozent mehr Rente in Ostdeutschland

Am 1. Juli 2020 steigen die Renten in Ostdeutschland um 4,20 Prozent. In Westdeutschland steigen die Renten um 3,45 Prozent. Im Vorjahr stiegen die Renten ab 1. Juli 2019 in Ostdeutschland um 3,91 Prozent und in Westdeutschland um 3,11 Prozent. Damit erhöht sich in diesem Jahr der Rentenwert Ost auf 33,23 Euro, der Rentenwert West hingegen auf 34,19 Euro. Die Höherwertung nach Anlage 10 zum Sozialgesetzbuch 6. Buch beträgt 1,0700 im Jahr 2020.

Die Rentenanpassung Ost errechnet sich aus dem Produkt aus Lohnfaktor +3,8 Prozentpunkte, Beitragssatzfaktor 1,0 und Nachhaltigkeitsfaktor +0,17 Prozentpunkte. Der Beitragssatzfaktor ist gleich, weil der Beitragssatz zur Gesetzlichen Rentenversicherung seit Anfang 2018 unverändert 18,6 Prozent beträgt. Der Nachhaltigkeitsfaktor ist positiv, weil von 2018 zu 2019 die Anzahl der Beitragszahlenden mehr gestiegen war als die Anzahl der Rentenbeziehenden. Daraus ergäbe sich eine Rentensteigerung in Ostdeutschland um 3,89 Prozent auf einen Rentenwert Ost von 33,13 Euro. Aus dem Rentenüberleitungs-Angleichungsgesetz ergibt sich eine sogenannte „Angleichungstreppe“, wonach der Rentenwert Ost ab Juli 2020 mindestens 97,2 Prozent des Rentenwertes West erreichen muss. Das ergibt daher eine zusätzliche Anhebung der Renten in Ostdeutschland und die Renten in Ostdeutschland steigen nicht nur um 3,89 Prozent nach Rentenformel, sondern sogar überproportional um 4,20 Prozent.

16. März | Tarifverhandlung Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Absage des ersten Verhandlungstermins in Thüringen

Angesichts der aktuellen Bedrohung durch das Corona-Virus haben sich die IG Metall-Bezirksleitung Mitte und der Verband der Metall- und Elektroindustrie Thüringen e.V. gemeinsam darauf verständigt, die für den 17. März 2020 in Erfurt vorgesehene erste Tarifverhandlung zu verschieben.

Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

14. März 2020 | Konstituierende Delegiertenversammlung in Suhl

Neues "Parlament" der IG Metall nahm Arbeit auf

Alle vier Jahre führt die IG Metall bundesweit Organisationswahlen durch. Anfang 2020 werden die Wahlfunktionen innerhalb der IG Metall neu bestätigt oder besetzt. In Südthüringen fanden im Januar und Februar 2020 zahlreiche Versammlungen zur Wahl der Delegierten für die Delegiertenversammlung statt. Die Delegiertenversammlung ist das „Parlament“ der IG Metall vor Ort. Viermal pro Jahr tritt das höchste beschlussfassende Gremium der IG Metall Suhl-Sonneberg zusammen. Insgesamt entscheiden 65 Delegierten über die strategische, inhaltliche und operative Vorgehensweise der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Die konstituierende Delegiertenversammlung fand am 14. März 2020 in Suhl statt. Es wurden Thomas Steinhäuser als 1. Bevollmächtigter und Kassierer der IG Metall Suhl-Sonneberg und Uwe Laubach als 2. Bevollmächtigter mit jeweils 100 Prozent der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt.

Weiter wurden die Beisitzer/innen in den Ortsvorstand gewählt. Dem Ortsvorstand gehören nun an (im Bild v.l.n.r.): Alexandra Klinzing (PKC Barchfeld), Mike Herm (HFP Bandstahl Bad Salzungen), Thomas Steinhäuser, Karsten Fuchs (BCUBE Brotterode), Uwe Laubach, Regina Elflein (Rentnerin Sonneberg), Lars Sommer (Werkö Gräfinau-Angstedt) und Andre Sommer (Student Schmalkalden). Zudem gehören in den Ortsvorstand (nicht im Bild): Gabriele Dietrich (Rentnerin Sonneberg), Silvia Kleint (MKB Barchfeld), Yvonne Krug (Automotive Lighting Brotterode), Torsten Meier (Automotive Lighting Brotterode), Heiko Müller (Bachmann Gumpelstadt), Thomas Poppe (Winkhaus Meiningen) und Thomas Ritz (Fahrzeugbau Geisa).

7. März | Klausur der IG Metall-Jugend

Jugend beteiligt sich ...

Auszubildende und junge Beschäftigte in der IG Metall in unserer Region beteiligen sich an der bundesweiten Jugend-Kampagne der IG Metall ORGANiCE. Konkrete Verabredungen dazu wurden im Rahmen einer Klausur am 7. März in Eisenach getroffen.

Zentrales Tarifthema ist und bleibt die Angleichung der Tarifbestimmungen an die westdeutschen Tarifgebiete, vor allem die Anpassung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden pro Woche mit Lohnausgleich.

Aber auch weitere Verbesserung der Qualität der Ausbildung in den Betrieben bis hin zu gemeinsamen Freizeit-Aktivitäten verbinden junge Frauen und Männer mit ihrer IG Metall.

8. März | Internationaler Frauentag

Wir fairändern: #fairsorgen #fairgüten #fairteilen

Wir fordern:

  • Mehr Tarifbindung. Vor allem auch in den Branchen, in denen überwiegend Frauen arbeiten, um gute Voraussetzungen für die partnerschaftliche Verteilung von Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern zu schaffen!
  • Soziale, personenbezogene und haushaltsnahe Dienstleistungen durch Tarifverträge aufwerten und prekäre Beschäftigung zurückdrängen!
  • Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen erleichtern, damit alle Beschäftigten einer Branche von tariflichen Regelungen profitieren – auch wenn ihr Arbeitgeber nicht tarifgebunden ist!
  • Öffentliche Aufträge und Fördergelder nur an Unternehmen vergeben, die nach Tarif zahlen und gute Arbeitsbedingungen bieten!
  • Arbeitgeber verpflichten, ihre Entgeltpraxis zu überprüfen und Benachteiligung abzubauen!
  • Bessere Zutrittsrechte für Gewerkschaften, damit sie sich in den Betrieben für Beschäftigte und Betriebs- und Personalräte einsetzen können!
  • Verbandsklagerecht einführen, um gemeinsam die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durchzusetzen und dies nicht einzelnen Beschäftigten aufzubürden!

24.-26. Februar | AGA-Erfahrungsaustausch in Bad Orb

IG Metall RENTiErt sich ...

Die IG Metall Bezirk Mitte umfasst die Bundesländer Hessen Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen. Erneut trafen sich Aktive der außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit (AGA) aus allen vier Bundesländern zur Vernetzung im Bildungszentrum der IG Metall in Bad Orb. Auch für die IG Metall Suhl-Sonneberg beteiligten sich zwei Vertreter.

Neben einem Austausch über die jeweils lokalen Aktivitäten in den Regionen erfolgte Konzeptarbeit zur Kommunikation mit IG Metall-Mitgliedern am Übergang in den Ruhestand.

Die Renten-Kampagne der IG Metall wird fortgesetzt. Darüber informierten sich die Kolleginnen und Kollegen. Mit besonderer Aufmerksamkeit wurden die Eckpunkte der geplanten Grundrente diskutiert.

15. Februar | Großdemonstration in Erfurt

Für die Demokratie: rasche Neuwahlen in Thüringen!

Ein breites, demokratisches Bündnis rief zur Teilnahme an einer Demonstration in Erfurt auf. Die Ereignisse im Thüringer Landtag am 5. Februar und seitdem bis hin zu Folgeentwicklungen bis in die Bundespolitik werfen ein fatales Bild auf Thüringen. Es braucht Klarheit, eine stabile und handlungsfähige Landespolitik und ein unmissverständliches Signal, dass auch Thüringen weltoffen, tolerant und demokratisch ist.

Zig-Tausende folgten dem Aufruf und beteiligten sich an der machtvollen Kundgebung auf dem Erfurter Domplatz und anschließenden Demonstration durch Erfurt. Damit setzten wir ein klares Signal an die Landespolitik und in alle Welt.

15. Januar | Glen Dimplex EIO Sonneberg

Fortsetzung der Tarifverhandlungen

Die Glen Dimplex EIO GmbH in Sonneberg stellt Komponenten für Heizungs-, Kühlungs- und Lüftungssysteme her. Die etwa 85 Beschäftigten wurden Ende Oktober 2019 informiert, dass die Schließung des Traditionsbetriebes zu Mitte 2020 geplant sei. Deutlich vorher hatte die IG Metall die Tarifverhandlungen aufgenommen. Den letzten Verhandlungstermin am 6. Dezember 2019 hatte der Arbeitgeber abgesagt. Am 15. Januar 2020 fand ab 9 Uhr die nächste Verhandlung statt.

Dem verhandlungsbegleitenden Warnstreik am 15. Januar 2020 folgten alle 80 anwesenden Beschäftigten. Das war eine eindrucksvolle Kulisse für die Fortsetzung der Tarifverhandlung. Nach gut einer Stunde Verhandlung wurde diese vertagt auf den 24. Januar 2020. Der Geschäftsführer muss sich dazu mit den irischen Eigentümern verständigen, die er kommende Woche trifft.

14. Dezember | Delegiertenversammlung in Oberhof

Verabschiedung von Bernd Messerschmidt

Am 14. Dezember fand die 16. und damit letzte Delegiertenversammlung der Wahlperiode 2016 bis 2019 statt. Alle Delegierten waren bereits am Vorabend eingeladen, sich am Programm der Kabarettistin Carmen Ruth aus Suhl zu erfreuen. Anfang 2020 finden die turnusmäßigen Neuwahlen der Delegierten für die Delegiertenversammlung 2020 bis 2023 statt. Im Geschäftsbericht wurde zu verschiedenen betrieblichen Konflikten oder Verhandlungen, aber auch zu Tarifabschlüssen informiert. In den vergangenen 12 Monaten stieg die Anzahl der betrieblich beschäftigten Mitglieder um 7,4 Prozent.

Zu Ende 2019 scheidet Bernd Messerschmidt als Gewerkschaftssekretär der IG Metall Suhl-Sonneberg aus. Er wurde gebührend gewürdigt und verabschiedet. Nach vielen Jahren als ehrenamtliches Mitglied des Ortsvorstandes entschied sich Bernd nach Schließung des Betriebes für eine Beschäftigung in der IG Metall, zunächst in Erfurt und dann in Nordhausen. Von Januar 2017 bis Dezember 2019 unterstützte Bernd uns für drei Jahre. Wir danken ihm für seine Mitarbeit und wünschen ihm alles Gute.

4. Dezember | Auf den Spuren von Georg II. von Sachsen-Meiningen

Jahresabschluss der AGA Suhl-Sonneberg

Der Arbeitskreis Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit (AGA) traf sich am 4. Dezember im Theater-Museum Meiningen. Als Abschluss für ein ereignisreiches Jahr, in welchem die AGA die IG Metall Suhl-Sonneberg wieder sehr verlässlich und aktiv unterstützte, wandelte die AGA auf den Spuren des sogenannten "Theater-Herzogs" Georg II. von Sachsen-Meiningen. Von Meiningen aus wurde einst die Theater-Welt auf den Kopf gestellt. Bis heute werden weltweit die damaligen Neuerungen aus Meiningen praktiziert.

Wir danken den Mitgliedern der AGA für ihr dauerhaftes und wertvolles ehrenamtliches Engagement für die IG Metall Suhl-Sonneberg.

4. Dezember | Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie Thüringen

4,4 Prozent mehr Geld in zwei Stufen

Die IG Metall und der Verband der Holzindustrie und Kunststoffverarbeitung Bayern-Thüringen e. V. haben für die Beschäftigten in den Betrieben der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie Thüringen die Steigerung der Löhne und Gehälter ab 1. Januar 2020 um 2,6 Prozent und ab 1. Januar 2021 um weitere 1,8 Prozent vereinbart. Für die Monate Oktober bis Dezember 2019 erhalten die Beschäftigten pauschal 150 Euro, Auszubildende 75 Euro, zahlbar mit der Entgeltabrechnung für Januar 2020. Die Vergütungen der Auszubildenden steigen je nach Ausbildungsjahr überproportional zwischen 7,6 und 11 Prozent.

Die neuen Tarifverträge sind erstmals wieder zum 31. August 2021 kündbar.

8. November | Curitiba - Brasilien

Ex-Staatspräsident Lula aus Haft entlassen.

Im Rahmen einer Studienreise traf der IG Metall-Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, den Metallgewerkschafter, Politiker und Staatspräsidenten Brasiliens 2003 bis 2010, Luiz Inácio Lula da Silva, in São Paulo.

Lula war einst selbst Vorsitzender einer Metallgewerkschaft in Brasilien. Politische Gegner sorgten in Kumpanei mit einer motivierten Gerichtsbarkeit dafür, dass Lula am 8. April 2018 in der südbrasilianischen Millionenstadt Curitiba inhaftiert wurde. Damit war dem aussichtsreichsten Kandidat für die Präsidentschaftswahl im September 2018 die Kandidatur versperrt. Lula lag bis dahin uneinholbar mit absoluter Stimmenmehrheit in allen Umfragen vorn.

Da die gegen ihn bisher zweifelhaft ergangenen Urteile nicht rechtskräftig sind und nicht alle Rechtsmittel ausgeschöpft werden konnten, musste Lula nun auf freien Fuß entlassen werden. Jubelnd wurde er von Anhängern in Curitiba empfangen. Landes- und weltweit ist die Freude groß.

23. Oktober | Mindestentgelt in den Elektrohandwerken

Allgemeinverbindlichkeit ab 1. Januar 2020

Den Tarifvertrag über ein Mindestentgelt in den Elektrohandwerken vom 17. Januar 2019 zwischen dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke und der IG Metall wurde am 23. Oktober vom Tarifausschuss des zuständigen Bundesministeriums für allgmeinverbindlich erklärt.

Damit finden die Tarifbestimmungen zwingend auf alle Beschäftigten in tarifgebundenen, aber auch nicht tarifgebundenen Betrieben Anwendung. Demnach beträgt bundeseinheitlich ab 1. Januar 2020 der Bruttostundenlohn mindestens 11,90 Euro. Dieser Mindestlohn steigt danach jährlich auf 12,40 Euro ab Januar 2021, auf 12,90 Euro ab Januar 2022, auf 13,40 Euro ab Januar 2023 und auf 13,95 Euro ab Januar 2024.

6.-12. Oktober | 24. Ordentlicher Gewerkschaftstag der IG Metall in Nürnberg

MITEINANDER FÜR MORGEN


Zwei der 483 Delegierten des 24. Ordentlichen Gewerkschaftstages der IG Metall vertraten die IG Metall Suhl-Sonneberg: Torsten Meier (Automotive Lighting Brotterode) und Thomas Steinhäuser (IG Metall).

Nach einem Rückblick auf die Arbeit der zurückliegenden vier Jahre standen die Wahlen des Vorstandes der IG Metall an. Einer der 36 Vorstandsmitglieder ist aus Thüringen. Bernd Lösche, Betriebsratsvorsitzender bei Opel in Eisenach, wurde für die nächsten vier Jahre in dieser Funktion bestätigt.

810 Anträge wurden beraten und entschieden. Dabei standen auch die sieben Anträge aus Suhl-Sonneberg zur Entscheidung an.

26. September | AGA-Aktivitäten in der IG Metall

Zu Besuch im Thüringer Landtag.

Im Vorfeld der diesjährigen Landtagswahl fand die Sitzung des Arbeitskreises für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit (AGA) gemeinsam mit dem AGA-Arbeitskreis der IG Metall Eisenach in den Thüringer Landtag statt.

Nach allgemeinen Informationen zur Arbeit des Landesparlamentes sowie seiner Strukturen nahm die Gruppe als Zuschauer an der aktuellen Stunde des Landtages teil.

Abschließend konnte in einer Gesprächsrunde mit den Fraktionsvorsitzenden der Regierungsparteien, Susanne Hennig-Wellsow (Die Linke), Matthias Hey (SPD) und Dirk Adams (Bündnis 90/Grüne), Nachfragen zur konkreten politischen Arbeit gestellt werden.

5. Juli | Urlaub ist zur Erholung da.

Urlaub muss dienstliche Erreichbarkeit unterbrechen.

In diesen Tagen starten viele Beschäftigte in den wohlverdienten Urlaub, um sich mit Familie, Freunden oder allein vom Arbeitsalltag und Arbeitsstress zu erholen. Immer wieder wird jedoch bekannt und erreichen uns Nachfragen, dass durch ununterbrochene technische Erreichbarkeit – auch im Urlaub – ein gewünschter Erholungseffekt gar nicht eintritt.

Moderne Medien und Kommunikationsgeräte, sogenannte „Alleskönner“ in der Hosentasche, und die immer weiter – auch weltweit zunehmende – Vernetzung sind technische Ursachen einer ständig steigenden individuellen Erreichbarkeit. Vielen fällt es da schwer, sich dieser Flut von Informationen oder dem Bereithalten für mögliche Kontaktaufnahmen zu entziehen.

Aus Arbeitsrecht und Rechtsprechung ergibt sich eindeutig, dass das Recht auf Freizeit und ungestörten Urlaub besteht. Für den Beschäftigten kann kein Nachteil entstehen, wenn die dienstlichen Geräte im Urlaub ausgeschalten und möglichst auch im Betrieb bleiben.

29. Juni | Tausende bei Großdemonstration in Berlin

#Fairwandel ... sozial, ökologisch, demokratisch ...

Wir sind die IG Metall. Wir sind Viele. Wir sind sichtbar. Wir haben Forderungen. So auch heute in Berlin. Mit vier Bussen aus Südthüringen beteiligten wir uns an der Großdemonstration der IG Metall. Strahlender Sonnenschein umrahmte den Aktionstag der IG Metall.

Angesichts der Veränderungen in der Wirtschaft durch Transformation und Digitalisierung sind gerade in Thüringen massive Auswirkungen zu befürchten. Von daher geht es um industrielle Arbeitsplätze im Freistaat. Unmittelbar betroffen sind aktuell beispielsweise die Beschäftigten im Schaeffler-Standort LuK in Kaltennordheim. Deswegen waren mehrere Beschäftigte aus diesem Betrieb mit dabei heute in Berlin.

21. Mai | Bezirkskonferenz der IG Metall tagt in Erfut

Georg-Bernard-Plakette nach Suhl verliehen

Alle vier Jahre tagt die Bezirkskonferenz des IG Metall-Bezirks Mitte für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen in Thüringen. Diesmal am 21. Mai in Erfurt. Die Bezirkskonferenz ist das wichtigste Gremium im Bezirk und vertritt über 320.000 Mitglieder, davon über 45.000 IG Metall-Mitglieder in Thüringen.

Mit der Georg-Bernard-Plakette werden Personen oder Institutionen geehrt, die sich für Toleranz und Demokratie einsetzen, nicht nur im gewerkschaftlichen Bereich. Auf Vorschlag des Ortsvorstandes der IG Metall Suhl-Sonneberg zeichnete die Bezirkskonferenz in diesem Jahr das Team Sport und Spiel für Flüchtlingskinder in Suhl aus. Bezirksleiter Jörg Köhlinger übergab die Auszeichnung.

In seiner Laudatio wies Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg, darauf hin, dass Solidarität und Menschlichkeit hoch zu achten sind und die Ehrung der Suhlerinnen und Suhler Dank und Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement ausdrückt. Als Vertreterin des Teams Sport und Spiel für Flüchtlingskinder ergänzte Karin Hornschuch zu den Aktivitäten in Suhl.

18. Mai | Jubilarehrung in Suhl

271 langjährige Jubilare geehrt

Wenn Kolleginnen und Kollegen lange Jahre Mitglied der IG Metall sind, ehren wir diese Jubilare besonders. In diesem Jahr konnten wir insgesamt 271 Jubilaren für langjährige Mitgliedschaft danken und sie beglückwünschen.

Insgesamt ehrten wir 14.370 Jahre Mitgliedschaft. Davon sind 75 Mitglieder seit 40 Jahren Mitglied der Gewerkschaft, 74 Kolleginnen und Kollegen blicken auf 50 Jahre Mitgliedschaft zurück, 87 Mitglieder sind bereits seit 60 Jahren Gewerkschaftsmitglied und 35 Mitglieder erreichen in diesem Jahr 70 Jahre Mitgliedschaft. Zwölf von ihnen waren zur Jubilarveranstaltung anwesend.

Nach den Festreden der beiden Bevollmächtigten, Thomas Steinhäuser und Uwe Laubach, umrahmte das Gesangsquartett kit musikalischer Begleitung aus Suhl-Albrechts unter Leitung von Hannelore Deckert unsere Veranstaltung kulturell.

14./15. Mai | Erfahrungsaustausch in Zeulenroda-Triebes

AGA-Arbeit in Thüringen

Aus allen sechs Geschäftsstellen der IG Metall in Thüringen trafen sich, der langjährigen Tradition folgend, am 14. und 15. Mai 2019 Aktive der außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit (AGA) zum jährlich stattfindenden Erfahrungsaustausch.

In diesem Jahr folgten wir der Einladung der IG Metall Gera nach Zeulenroda-Triebes. Neben dem Austausch über die Aktivitäten in den verschiedenen Regionen Thüringens standen die in diesem Jahr stattfindenden Europa-, Kommunal- und Landtagswahlen im Mittelpunkt der Debatte. Dabei führte Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, in die Debatte ein. Weiter gab es einen intensiven Austausch über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung.

Europa. Jetzt aber richtig !

1. Mai 2019

Der DGB veranstaltete gemeinsam mit der IG Metall und den anderen Gewerkschaften mehrere Kundgebungen am 1. Mai. Trotz geringer Temperaturen und mitunter leisem Nieselregen folgten viele Kolleginnen und Kollegen, teils mit ihren Familien, dem Maiaufruf. Alle Veranstaltungen in unserer Region verliefen friedlich.

In Sonneberg sprach Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg, als Mairedner. Zur Kundgebung in Bad Salzungen fanden sich Beschäftigte des Schaeffler-Standortes LuK in Kaltennordheim ein. Gemeinsam mit der IG Metall wollen sie erreichen, dass der Standort erhalten werden kann.

24. April | IG Metall ermöglicht Ferienausflug

Kinder aus Suhl und aller Welt im Tierpark Suhl

Bei strahlendem Sonnenschein lud die IG Metall Suhl-Sonneberg Ferienkinder aus Suhl gemeinsam mit Flüchtlingskindern vom Suhler Friedberg zum Besuch des Tierparkes Suhl ein. Mit dem Bus kamen die Kinder, teils mit Eltern und Betreuern an. Für Viele war es der erste Besuch in einem Tierpark. Nach anfänglicher Zurückhaltung gegenüber den Tieren, schmolz dann die Angst in der Sonne dahin und die Kinder streichelten die Tiere, beispielsweise die Pferde oder Ziegen.

Das Team Sport und Spiel, eine Gruppe ehrenamtlicher Personen aus Suhl, organisiert regelmäßig Angebote und Erlebnisse für Flüchtlingskinder in Suhl. Dabei versuchen sie stets, auch Suhler und Kinder aus Suhl mit einzubeziehen in die Aktivitäten. Daher setzt die IG Metall Suhl-Sonneberg die Zusammenarbeit mit diesem tollen Team fort.

17. April | IG Metall unterstützt Flüchtlingskinder

давай играем, Abdullah ...

Ein ehrenamtlich unermüdliches Team organisiert regelmäßig Spiel- und Sportnachmittage auf dem Suhler Friedberg für Flüchtlingskinder und Kinder aus Suhl und Umgebung. Die IG Metall Suhl-Sonneberg unterstützt diese solidarische Initiative erneut. Der 1. Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, überbrachte heute Sportbälle für die Kinder.

Dabei lernte er Abdullah (Bild unten) kennen, einen Jungen aus Tschetschenien, der seit einigen Tagen mit seinen Eltern und seinen beiden kleineren Schwestern in der Erstaufnahmestelle in Suhl wohnt. In den nächsten Tagen wird die Familie nach Gießen umziehen. "давай играем" rief Steinhäuser dem Jungen zu, was  "lass uns spielen" bedeutet.

9.-10. April | Bundeskonferenz der Außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit

AGA - Wir sind IG Metall

Teilnehmende aus Thüringen

Genau wie das Motto war die Stimmung der der anwesenden Teilnehmer/-innen aus ganz Deutschland auf der Konferenz. AGA ist aktiv und bietet Impulse für die Arbeit vor Ort.

Viele interessante Themen wurde direkt angesprochen und diskutiert: Hartz IV muss weg, wir brauchen soziale Sicherheit, sprich eine veränderte Grundsicherung, Pflege fördern, Grundrente nach 35 Beitragsjahren. Weiter fordern wir eine Erwerbstätigenversicherung, in die Alle einzahlen.

Unsere IG Metall Suhl-Sonneberg wurde durch Regina Elflein, Vorsitzende unseres Arbeitskreises AGA (im Bild ganz links), in Leipzig vertreten.

28.-30. März | Bundesfrauenkonferenz der IG Metall in "Frauheim"

Gleichstellung #INARBEIT

Nur alle vier Jahre findet die wichtigste Konferenz der IG Metall-Frauen als Beschlusskonferenz statt. Diesmal nahmen Gewerkschaftssekretärin Ute Kröckel (1.v.l.) und Alexandra Klinzing von PKC Group Barchfeld (2.v.l.) für die IG Metall Suhl-Sonneberg teil.

Zu Beginn der Veranstaltung entschieden sich die Frauen, Mannheim, den Ort ihrer Konferenz, temporär in "Frauheim" umzubenennen.

In der Antragsberatung wurden weiter die Weichen für mehr Gleichberechtigung der Geschlechter in Arbeitswelt und Gesellschaft gestellt. Die SPD-Bundesvorsitzende, Andrea Nahles, besuchte die Konferenz am 29. März und sprach ein Grußwort.

11. März | Delegiertenversammlung der IG Metall Suhl-Sonneberg

Zwei Delegierte aus Südthüringen beim Gewerkschaftstag

v.l.n.r.: Thomas Steinhäuser, Torsten Meier, Karsten Fuchs, Andre Sommer

Der Gewerkschaftstag der IG Metall ist das höchste, beschlussfassende Gremium der IG Metall, welches alle vier Jahre zusammen tritt. Der 24. Ordentliche Gewerkschaftstag der IG Metall findet vom 6. bis 12. Oktober 2019 in Nürnberg statt. Zwei der insgesamt 483 Delegierten des Gewerkschaftstages nehmen aus Südthüringen teil. Sie werden in der Delegiertenversammlung der IG Metall Suhl-Sonneberg, dem Regionalparlament der IG Metall, gewählt.

In der Delegiertenversammlung am 11. März 2019 in Suhl wurden Torsten Meier, Betriebsratsvorsitzender bei Automotive Lighting Brotterode , und Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg, als Delegierte am Gewerkschaftstag gewählt. Als stellvertretende Delegierte wurden Karsten Fuchs, Betriebsratsvorsitzender der TOPLOG Brotterode, und Andre Sommer, StuRa-Vorsitzender der Hochschule Schmalkalden, gewählt.

Verlinkungen zum zentralen Internetangebot

www.igmetall.de