2. September 2021 | Westfälische Drahtindustrie Brotterode

Beschäftigungssicherung bis 2027

Die Westfälische Drahtindustrie Werk Brotterode ist einer von 14 Standorten in der Bundesrepublik der familiengeführten Unternehmensgruppe WDI mit Hauptsitz im westfälischen Hamm. Seit 155 Jahren werden in Brotterode von heute etwa 37 Beschäftigten hochspezialisiert Drähte verschiedener Abmessungen und Güten gewalzt.

Mit der Abrechnung für November 2021 erhalten Vollzeitbeschäftigte eine Corona-Beihilfe von 250 Euro, Auszubildende 150 Euro. Ab Januar 2022 erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 2,0 Prozent. Die zukünftigen Entgeltsteigerungen orientieren sich an den Tarifabschlüssen für die Metall- und Elektroindustrie. Ab sofort werden betriebliche Zuschläge auf Basis der regionalen Tarifverträge, damit für Brotterode gemäß Metall- und Elektroindustrie Thüringen vergütet. Für die Laufzeit des Tarifvertrages, der erstmals zum Jahresende 2027 kündbar ist, ist die Anzahl der aktuell Beschäftigten als Mindestbeschäftigungszahl vereinbart, welche nicht unterschritten werden darf. Für Brotterode sind damit 37 Arbeitsplätze tarifvertraglich abgesichert.

2. September 2021 | Mitbestimmungskonferenz in Fulda

Transformation sozial-ökologisch gestalten

Rund 320 Betriebsräte und Vertrauensleute debattierten mit Experten der Wissenschaft, von Fridays for Future, dem hessischen Arbeitgeberverband und Praktikern aus den Betrieben über die Herausforderungen einer fairen sozial-ökologischen Transformation. Eine Transformation, die die Metallerinnen und Metaller gestalten wollen, um den Industriestandort und die Beschäftigung abzusichern. Dem entsprechend wurde von den rund 320 Teilnehmenden auf der Konferenz in Fulda eine Resolution verabschiedet.

Auf der Konferenz in Fulda skizzierte Arbeitsrechtler Prof. Dr. Wolfgang Däubler in seinem Eingangsreferat die rechtlichen Rahmenbedingungen der Mitbestimmung und ihre derzeitigen Grenzen. Betriebsräte aus der Stahl-, Automobil- und Zulieferindustrie ergänzten dies mit Beiträgen aus der Praxis. Nach der Arbeitsgruppenphase fand eine öffentliche Podiumsdiskussion mit Vertretern des Arbeitgeberverbands Hessenmetall, Betriebsräten und einem Vertreter von „Fridays for Future“ statt.

1. September 2021 | Ostdeutsche Textilindustrie

Mehr Entgelt und weitere Arbeitszeitverkürzung

Entgeltsteigerungen um insgesamt 6,2 Prozent in drei Schritten parallel zum Einstieg in die Absenkung der Wochenarbeitszeit um insgesamt drei Stunden mit vollem Lohnausgleich ist ein toller Erfolg. Das gilt nicht nur für die Textilindustrie Ost, sondern zeigt auch auf, dass Entgeltsteigerungen plus Arbeitszeitverkürzung gelingen kann, wenn nicht nur die IG Metall, sondern auch die Arbeitgeber einen Willen zur Regelung aufbringen. Angesichts der Fachkräftesituation in Thüringen und den neuen Ländern müssen auch Arbeitgeber und ihre Verbände einsehen, dass dauerhaft geringere Tarifbedingungen in Ostdeutschland keine Anziehungskraft auf Fachkräfte auslöst.

In der dritten Stufe folgt nun eine weitere Erhöhung um 2,0 Prozent ab 1. September 2021. Parallel zu den Entgeltbestimmungen wurde die Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 40 Stunden in sechs Teilschritten auf 37 Wochenstunden mit vollem Lohnausgleich vereinbart. Ab Januar 2020 galt die 39,5-Stundenwoche und ab 1 Januar 2021 gilt inzwischen die 39-Stundenwoche. Um jeweils eine weitere halbe Stunde sinkt die tarifvertraglich geschuldete Wochenarbeitszeit ab 1. Januar 2023 auf 38,5 Wochenstunden, ab 1. Januar 2024 auf 38 Wochenstunden, ab 1. Januar 2026 auf 37,5 Wochenstunden und ab 1. Januar 2027 dauerhaft auf final 37 Wochenstunden.

30. August 2021 | Merkel Unternehmensgruppe Suhl

Plus 1,5 Prozent mehr Entgelt ab September

Die Beschäftigten der Merkel Unternehmensgruppe in Suhl und die IG Metall forderten den Arbeitgeber Ende 2020 zu Verhandlungen über die Weiterentwicklung der tarifvertraglichen Bedingungen für die Betriebe Merkel Jagd- und Sportwaffen und C.G. Haenel in Suhl auf. Die etwa 120 Beschäftigten der beiden Suhler Betriebe produzieren hochwertige Jagd- und Sportwaffen. Zusätzlich beliefert die Unternehmensgruppe auch Aufträge für die Landesverteidigung.

Nach zwei pauschalen Einmalzahlungen von jeweils 200 Euro für Vollzeitbeschäftigte im März und Juni dieses Jahres, erhöhen sich nun die Entgelte und Ausbildungsvergütungen in einem ersten Schritt um 1,5 Prozent ab September 2021. In einer zweiten Stufe erhöhen sich Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab 1. September 2022 um weitere 2,5 Prozent. Insgesamt entspricht das einer Erhöhung um 4,0 Prozent beziehungsweise um 85 Euro brutto monatlich für Facharbeit in der Entgeltgruppe fünf. Zusätzlich erhielten die Beschäftigten für die erste Jahreshälfte 2021 zwei Einmalzahlungen von je 200 Euro mit den Abrechnungen für März und Juni, für Auszubildende zur Hälfte. Für die erste Jahreshälfte 2022 erhalten die Beschäftigten zwei weitere Einmalzahlungen von je 300 Euro mit den Abrechnungen für März und Juni, für Auszubildende die Hälfte. Das sind damit insgesamt weitere 1.000 Euro Einmalzahlung pro Beschäftigten, für Auszubildende die Hälfte. Für den 24. Dezember und den 31. Dezember eines Jahres sind ab 2021 nur noch jeweils ein halber Tag Urlaub erforderlich. Damit gewinnen die Beschäftigten einen Tag Urlaub mehr zur freien Verfügung im Jahr. Ab 2022 erhöht sich der Urlaubsanspruch insgesamt von bisher 28 Arbeitstagen auf dann 30 Arbeitstage pro Jahr. Das Tarifergebnis hat eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2023.

17. August 2021 | Entfristung des Anstellungsverhältnisses

Ilka Metzing unterstützt uns dauerhaft.

Ilka Metzing

Seit 1. September 2020 arbeitete Ilka Metzing befristet für ein Jahr für die IG Metall Suhl-Sonneberg, IG Metall Eisenach, IG Metall Gera und IG Metall Jena-Saalfeld im Bereich Rückholmanagement mit Sitz in Suhl. Alle vier Ortsvorstände entschieden übereinstimmend, die Beschäftigung unbefristet fortzusetzen. 

Nach Initiative der ersten Betriebsratswahl im Jahr 2003 war Ilka Metzing 15 Jahre Betriebsratsvorsitzende bei Dr. Schneider in Judenbach, einem Automobilzulieferer mit mehr als 200 Beschäftigten. Seit dieser Zeit hat sie sich ehrenamtlich in der IG Metall engagiert, beispielsweise als Mitglied des Ortsvorstandes Suhl-Sonneberg, der Delegiertenversammlung oder des Ortsfrauenausschusses. Sie vertrat die IG Metall Suhl-Sonneberg als Delegierte zu den Gewerkschaftstagen 2011 und 2013. Zudem ist Ilka Versichertenälteste der AOK Plus.

Die 51-jährige erfahrene Gewerkschafterin stammt aus Sonneberg. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Wir freuen uns auf die weitere gute  Zusammenarbeit mit Ilka.

11. August 2021 | Tarifeinigung in der Filzfabrik Fulda in Empfertshausen

Corona-Prämie plus Lohnerhöhungen

Die Filzfabrik Fulda Werk Empfertshausen ist ein Unternehmen der Wirth Gruppe Fulda. Es werden mit etwa 40 Beschäftigten Filze und technische Textilien hergestellt. Die Mehrzahl der Beschäftigten ist gewerkschaftlich organisiert und strebt mit der IG Metall Suhl-Sonneberg Tarifverbesserungen an.  

In der fünften Verhandlung konnte am 11. August durch die IG Metall Suhl-Sonneberg mit dem Arbeitgeber ein Tarifabschluss erzielt werden. Der zwischenzeitliche Warnstreik der Beschäftigten am 28. Juli wirkte sicher auch auf das Zustandekommen des Abschlusses hin.

Vereinbart wurden eine Corona-Beihilfe von 380 Euro für Vollzeitbeschäftigte mit der Abrechnung für August sowie zwei Lohnerhöhungen von 0,30 Euro brutto je Stunde ab Januar 2022 und weitere 0,30 Euro brutto je Stunde ab Juli 2022. Die Laufzeit der Vereinbarung geht bis März 2023.

5. August 2021 | DGB Bezirk Hessen-Thüringen

Nominierung für Wahlen im Dezember 2021

Bild: DGB/M. Sehmisch

Im Dezember 2021 enden die Amtszeiten des Vorsitzenden im DGB Bezirk Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, und seines Stellvertreters, Sandro Witt. Beide lenkten die Geschicke des DGB Bezirks Hessen-Thüringen in den letzten vier Jahren.

Der DGB-Bezirksvorstand, in dem die Vorsitzenden aller acht DGB-Mitgliedsgewerkschaften vertreten sind, und der DGB-Bundesvorstand schlagen den Delegierten der 6. ordentlichen Bezirksdelegiertenkonferenz am 4. Dezember 2021 in Bad Hersfeld Michael Rudolph zur Wiederwahl als DGB-Bezirksvorsitzenden und Renate Sternatz zur Wahl als stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende vor. Der bisherige stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende Witt hatte bereits im März auf eine erneute Kandidatur verzichtet.   

2. August 2021 | Ausbildungsjahr beginnt

Jugendliche suchen sich Ausbildungsbetrieb aus

Das Berufsausbildungsjahr beginnt in Thüringen zum August eines Jahres. Der individuelle Ausbildungsbeginn kann davon abweichen und wird sich zumeist an den Schulferien orientieren. Teilweise konnten Betriebe nicht alle geplanten Ausbildungsplätze besetzen. Das folgt einerseits aus der zu geringen Zahl von Schulabgängern, die sich für eine duale Berufsausbildung entscheiden. Aber es liegt vielfach auch am konkreten Angebot des Ausbildungsbetriebes. Rechnerisch stehen in Thüringen in diesem Jahr pro Bewerbung 1,42 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Regional gibt es in Thüringen durchaus Unterschiede.

Kümmerliche Ausbildungsvergütungen, zweifelhafte Ausbildungsqualität und völlige Unklarheit über Perspektiven nach Abschluss der Ausbildung sprechen niemanden an. In Betrieben hingegen, in denen der Tarifvertrag der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie angewendet wird, erhalten Auszubildende, die Mitglied der IG Metall sind, im ersten Ausbildungsjahr 1.007 Euro brutto im Monat. Zudem sind 30 Arbeitstage Urlaub, also 6 Wochen pro Jahr, und beispielsweise auch zusätzliches Urlaubsgeld und Sonderzahlung geregelt. Nach Abschluss der Ausbildung ist die Übernahme im Ausbildungsbetrieb tarifvertraglich gesichert. Damit wissen die Jugendlichen schon heute, wie es nach ihrer Ausbildung weiter gehen wird. Das spricht Jugendliche an. Und so können Ausbildungsstellen auch besetzt werden.

28. Juli 2021 | Eklat in der Filzfabrik Fulda in Empfertshausen

Neustart der Tarifverhandlungen im Warnstreik beschlossen

Die Filzfabrik Fulda Werk Empfertshausen ist ein Unternehmen der Wirth Gruppe Fulda. Es werden mit etwa 40 Beschäftigten Filze und technische Textilien hergestellt. Die Mehrzahl der Beschäftigten ist gewerkschaftlich organisiert und strebt mit der IG Metall Suhl-Sonneberg Tarifverbesserungen an.  Am 7. April einigten wir uns gemeinsam mit dem Arbeitgeber auf einen Kompromiss, bestehend aus einer Corona-Beihilfe von 380 Euro im Juni sowie zwei Lohnerhöhungen von 0,30 Euro brutto je Stunde ab Januar 2022 und weitere 0,30 Euro brutto je Stunde ab Juli 2022. Noch im April wurden die Tarifvertragstexte mit dem Arbeitgeber ausgetauscht. Seitdem stellt sich der Arbeitgeber tot. Das heißt: Bis heute ist der Tarifkompromiss nicht unterschrieben. Die für Juni zugesagte Corona-Beihilfe wurde nicht ausgezahlt. Im Stammwerk in Fulda hingegen schon. Kein Wunder, dass die Beschäftigten sauer sind. Zur Abstimmung des weiteren Vorgehens rief die IG Metall am 28. Juli die Beschäftigten ab 14 Uhr bis zum Arbeitsende zum Warnstreik auf. Einstimmig lehnten die Beschäftigten nunmehr den Kompromiss von April ab und mandatieren damit die IG Metall zum Neustart der Tarifverhandlungen für ein besseres Ergebnis. Es ist schon reichlich dreist, wie der Arbeitgeber hier vorging. Der Arbeitgeber hat es selbst in der Hand, welche Eskalation er weiter provoziert.

26. Juli 2021 | Gewerkschaftsjugend bereitet sich auf Bundestagswahl vor

Wen soll ich wählen? Besser nicht die AfD !

Am 26. September 2021 findet die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag statt. Viele Jugendliche sind als Erstwähler:innen zur Teilnahme an der Wahl aufgerufen. „Wen soll ich wählen?“, fragen sich viele Erstwähler:innen, aber auch andere Wählerinnen und Wähler. Für Jugendliche und insbesondere Erstwähler:innen in Thüringen bot die IG Metall vom 23. bis 25. Juli 2021 einen Workshop zur Bundestagswahl in Weimar an. Gerade Jugendliche, die noch die meiste Zeit ihres Lebens vor sich haben, sollen von Beginn an bewusst und inhaltlich befähigt an politischen Wahlen teilnehmen. Entgegen allen Unkenrufen über eine angeblich unpolitische oder politikverdrossene Jugend setzten sich junge Metallerinnen und Metaller aus verschiedenen Regionen Thüringens beim Workshop aktiv mit Wahlprogrammen von Parteien auseinander.

Die geringste Übereinstimmung mit unseren Forderungen zur Bundestagswahl fanden wir im Wahlprogramm der AfD. Die selbsternannte Alternative für Deutschland ist keinesfalls eine Alternative für Jugendliche oder Arbeitnehmer:innen und schon gar nicht für Gewerkschafter:innen. Solidarität? Tarifbindung? Arbeitszeit? Kündigungsschutz? Im Wahlprogramm der AfD alles nicht enthalten. Keinerlei Aussage. Zentrale Themen und Erwartungen der IG Metall und ihrer zahlreichen Mitglieder, auch der Erstwähler:innen, werden nicht behandelt. All diese Befunde ergaben für die Workshop-Teilnehmenden ein klares Fazit: Besser nicht die AfD wählen!“

13. Juli 2021 | Kfz-Handwerk Thüringen

Tarifergebnis erzielt

Die Beschäftigten im Kfz-Handwerk Thüringen erhalten mehr Geld: Zunächst wird im August eine Corona-Beihilfe von 500 Euro ausgezahlt, Auszubildende erhalten eine Corona-Beihilfe von 220 Euro. Ab Februar 2022 steigen die Löhne und Gehälter dann um 2,2 Prozent nachhaltig. Vom Tarifabschluss profitieren rund 11.000 Beschäftigte des Kfz-Handwerks in Thüringen.

Und die Ausbildungsbedingungen konnten deutlich verbessert werden. Die Ausbildungsvergütungen steigen überdurchschnittlich um jeweils 30 Euro in allen Ausbildungsjahren ab August 2021 und ab Februar 2022.

12. Juli 2021 | Meteor Umformtechnik Zella-Mehlis

Mehr Geld, Urlaub und Sicherheit für IG Metaller

Für die Meteor Umformtechnik GmbH & Co. KG in Zella-Mehlis fordert die IG Metall den erstmaligen Abschluss eines Tarifvertrages. Der Betrieb mit etwa 125 Beschäftigten ist eines der führenden Unternehmen in der Feinschneidtechnik, die ihren Schwerpunkt in der Automotive-Industrie hat.  

Erstmals wurde nun ein Tarifvertrag abgeschlossen: Vollzeitbeschäftigte erhalten eine Corona-Beihilfe von 350 Euro, davon 200 Euro mit der Abrechnung für Juli 2021 und weitere 150 Euro mit der Abrechnung für Januar 2022. Auszubildende erhalten 200 Euro Corona-Beihilfe, jeweils 100 Euro für Juli 2021 und für Januar 2022. In diesem Jahr erhöht sich der Urlaubsanspruch um einen Tag im Jahr. Ab 2022 erhöht sich der Urlaubsanspruch um einen weiteren Tag pro Jahr. Für die Laufzeit des Haustarifvertrages – mindestens bis 30. Juni 2022 – sind betriebsbedingte Beendigungskündigungen von IG Metall-Mitgliedern durch den Arbeitgeber ausgeschlossen. Ausnahmen davon sind nur möglich mit vorheriger, schriftlicher Zustimmung der IG Metall. Während der Laufzeit des Tarifvertrages werden alle Arbeitsplätze im Betrieb erfasst und analog des Entgeltrahmenabkommens der Metall- und Elektroindustrie Thüringens eingruppiert.

10. Juli 2021 | Jubilarehrung der IG Metall Suhl-Sonneberg

13.340 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Im Ringberg-Hotel Suhl ehrten wir am 10. Juli insgesamt 235 Jubilare für langjährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft. Nicht alle Jubilare konnten unserer Einladung folgen. Wir dankten den Anwesenden und beglückwünschten sie. Insgesamt ehrten wir damit 13.340 Jahre Mitgliedschaft. Davon sind 40 Mitglieder seit 40 Jahren Mitglied der Gewerkschaft, 74 Kolleginnen und Kollegen blicken auf 50 Jahre Mitgliedschaft zurück, 47 Mitglieder sind bereits seit 60 Jahren Gewerkschaftsmitglied und 66 Mitglieder erreichen in diesem Jahr 70 Jahre Mitgliedschaft, von denen zehn Jubilare an der Veranstaltung teilnahmen. Weitere acht Kolleginnen und  Kollegen sind bereits seit 1946 und damit inzwischen 75 Jahre Gewerkschaftsmitglied. Einer von ihnen war anwesend: Horst Frebel aus Schmalkalden.

In der Festansprache blickte Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg, zunächst auf lange Jahre Gewerkschaftsarbeit zurück. Danach informierte Uwe Laubach, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg, die Jubilare über aktuelle Themen der betrieblichen und gesellschaftspolitischen Gewerkschaftsarbeit. Dabei wurde besonders noch einmal auf die Erforderlichkeit von Betriebsratswahlen hingewiesen.

Musikalisch wurde die Veranstaltung begleitet durch die Rennsteigspatzen aus Zella-Mehlis mit Liedern auch zum Mitsingen und Schunkeln.

6. Juli 2021 | Versbach Metallbau Walldorf

Corona-Beihilfe plus Entgeltsteigerung

IG Metaller Thomas Steinhäuser (links) und Geschäftsführer Harald Bremer (rechts)

Die Versbach Metallbau GmbH in Walldorf stellt Bauelemente wie Türen, Fenster und Vordächer her. Darüber hinaus wird auch die Fertigung ausgefallener Metallbaukonstruktionen angeboten. In der 1924 gegründeten Firma arbeiten heute etwa 70 Beschäftigte. Zu Ende 2020 wurden die Haustarifverträge gekündigt und neue Verhandlungen begonnen. Nun wurden am 6. Juli in Walldorf vier Haustarifverträge neu unterzeichnet.

Für Juli 2021 bis Februar 2022 erhalten alle Vollzeitbeschäftigten jeweils 187,50 Euro Corona-Beihilfe pro Monat, Auszubildende 95 Euro. Damit werden die bis zu 1.500 Euro Corona-Beihilfe pro Person steuerrechtlich voll ausgeschöpft. Ab März 2022 erhöhen sich dann die tariflichen Grundentgelte und Ausbildungsvergütungen um 3,44 Prozent. Die Laufzeit der Entgeltvereinbarung ist für 12 Monate bis Ende Februar 2022. Neu eingeführt wird eine Leistungsprämie, die sich am Fertigungswert pro Abteilung bemisst und eine variable Zusatzvergütung bis zu 15 Prozent monatlich ermöglicht.

1. Juli 2021 | Urlaub muss ständige dienstliche Erreichbarkeit unterbrechen

Urlaub ist keine „Rufbereitschaft“, sondern zur Erholung !

 

Immer wieder wird uns bekannt und erreichen uns Nachfragen, dass durch ununterbrochene technische Erreichbarkeit – auch im Urlaub – ein gewünschter Erholungseffekt gar nicht eintritt. Moderne Medien und Kommunikationsgeräte und die immer weiter – auch weltweit zunehmende – Vernetzung sind technische Ursachen einer ständig steigenden individuellen Erreichbarkeit. Vielen fällt es da schwer, sich dieser Flut von Informationen oder dem Bereithalten für mögliche Kontaktaufnahmen zu entziehen.

Aus Arbeitsrecht und Rechtsprechung ergibt sich eindeutig, dass das Recht auf Freizeit und ungestörten Urlaub besteht. Für den Beschäftigten kann kein Nachteil entstehen, wenn die dienstlichen Geräte im Urlaub ausgeschalten und möglichst auch im Betrieb bleiben. Beschäftigte müssen auch von der Arbeit loslassen können, um sich zu regenerieren. Das gilt täglich zum Feierabend aber erst recht im Urlaub. Habe ich weder Handy, Smartphon noch Laptop am Urlaubsort dabei, entsteht erst gar nicht die Gefahr des Nutzens dieser Geräte. Auch besteht keine Verpflichtung des Beschäftigten, einen Kontakt am Urlaubsort im Betrieb zu hinterlegen.

Die IG Metall wünscht allen Beschäftigten und ihren Familien erholsame und nicht durch dienstliche Zusammenhänge gestörte Urlaubstage.

28. Juni 2021 | Rentensteigerung Ost wegen Rentenangleichung

0,72 Prozent mehr Rente in Ostdeutschland

 

Grundlage für die Rentenanpassung ist die Lohnentwicklung. Die für die Rentenanpassung maßgebliche Lohnentwicklung beträgt in den alten Ländern –2,34 Prozent. Neben der Lohnentwicklung wird die Höhe der Rentenanpassung noch durch den Nachhaltigkeitsfaktor und den Faktor Altersvorsorgeaufwendungen bestimmt. Mit dem Nachhaltigkeitsfaktor wird die Entwicklung des zahlenmäßigen Verhältnisses von Rentenbeziehenden zu Beitragszahlenden bei der Anpassung der Renten berücksichtigt. Deswegen wirkt sich der Nachhaltigkeitsfaktor in diesem Jahr mit –0,92 Prozentpunkten anpassungsdämpfend aus.

Aufgrund der genannten Einflüsse ergibt sich eine rechnerische Rentenanpassung von – 3,25 Prozent. Wegen der Rentengarantie bleibt aber der seit Juli 2020 geltende aktuelle Rentenwert ab 1. Juli 2021 weiterhin bei 34,19 Euro. Die Rentengarantie stellt sicher, dass die Anwendung der Rentenanpassungsformel nicht zu einer Minderung des aktuellen Rentenwerts führt.

Aus dem Rentenüberleitungs-Angleichungsgesetz ergibt sich eine sogenannte „Angleichungstreppe“, wonach der Rentenwert Ost ab Juli 2021 mindestens 97,9 Prozent des Rentenwertes West erreichen muss. Der aktuelle Rentenwert (Ost) steigt mit der diesjährigen Rentenanpassung von 33,23 Euro auf 33,47 Euro. Dies entspricht einer Rentenanpassung in den neuen Ländern von 0,72 Prozent.

21. Juni 2021 | Werkö GmbH Gräfinau-Angstedt

Tarifabschluss zur Beschäftigungssicherung

Der aktuell unterschriebene Sanierungstarifvertrag ermöglicht es Arbeitgeber und Betriebsrat, die wöchentliche Arbeitszeit von 38 auf 33 Stunden an vier Tagen mit Absenkung der Entgelte für bis zu 12 Monate zu vereinbaren. Für bis zu sechs Monate war das bereits tarifvertraglich möglich und diese Regelung wird auch bereits seit Januar genutzt. Dafür erhalten nur die Mitglieder der IG Metall als Bonus eine Erholungsbeihilfe. Zudem können gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte bis Ende des Jahres nicht betrieblich gekündigt werden. Zusätzlich beabsichtigen beide Tarifparteien nach der Sommerpause neue Verhandlungen aufzunehmen, um eine tarifvertragliche Folgeregelung ab 2022 zu entwickeln.

Die Werkö GmbH produziert und handelt Werkzeuge für die Metallverarbeitung. Der Betrieb mit knapp 70 Beschäftigten zog Anfang 2020 von Königsee nach Gräfinau-Angstedt im Ilmkreis um.

2. Juni 2021 | Schaeffler Industrial Drives AG & Co. KG Suhl

Corona-Beihilfe plus mehr Geld plus Perspektive

Angesichts schwieriger wirtschaftlicher Ausgangswerte des Betriebes in den letzten Monaten und ohne Klarheit über die Entwicklung in die Zukunft sind dem Arbeitgeber abgerungene tarifvertragliche Zusagen zugleich eine Perspektive für Standort und Beschäftigung. Abgeschlossen wurde am 2. Juni konkret:

  • Corona-Beihilfe von 500 Euro für Vollzeitbeschäftigte, 300 Euro für Auszubildende im Juni 2021.
  • Abschluss der Verhandlungen für ein neues Entgeltsystem in Anlehnung an das Entgeltrahmenabkommen ERA der Metall- und Elektroindustrie Thüringen bis 1. November 2021.
  • Einführung des neuen Entgeltsystems ab 1. November 2021 bis spätestens 30. April 2024.
  • Tarifsteigerung um mindestens 1,7 Prozent mit dem ersten Einführungsschritt am 1. November 2021 im Volumen.
  • Gesamtkosten für die Einführung des neuen Entgeltsystems bis 2024 von 4,3 Prozent der Personalkosten.
  • Die Laufzeit der Tarifvereinbarung gilt bis Ende April 2024.

Die Schaeffler Industrial Drives AG & Co. KG in Suhl entwickelt und produziert vor allem lineare und rotative Motoren sowie die zugehörigen Elektronikbaugruppen.

25. Mai 2021 | FZT Kaltennordheim

Schließung zu Ende Mai 2021

Die Fahrzeugteile Kaltennordheim wurde neu gegründet und übernahm den Betrieb Anfang 2020 aus dem Schaeffler-Konzern. Im März 2019 verkündete Schaeffler den Beschäftigten, dass die Produkte und Aufträge bis Mitte 2020 verlagert würden, was zur Schließung des Werkes führen würde. Durch den Verkauf sicherte Schaeffler einerseits zu, das Werk auszulasten und die Verlagerung erst zu April 2021 abzuschließen. Zugleich hinterlegte Schaeffler Abfindungen für den Fall, dass eine Fortführungslösung nach der Verlagerung nicht greifen würde.

Monatelange Bemühungen für eine Fortführungslösung wurden final bitter enttäuscht. Die Eigentümer entschieden die Schließung des Betriebes zu Ende Mai 2021 und setzten diese um. Die einst von Schaeffler treuhänderisch hinterlegten Abfindungen sind zwar bei Verlust des Arbeitsplatzes in Kaltennordheim nach wie vor fällig. Jedoch verlieren alle Beschäftigte ihren Arbeitsplatz.

1. Mai 2021 | Tag der Arbeit in Ilmenau

Solidarität ist Zukunft

Auch in diesem Jahr gab es nur vereinzelt Demonstrationen und Kundgebungen auf Straßen und Plätzen am 1. Mai. Denn in Zeiten von Corona heißt Solidarität: mit Anstand Abstand halten. Das Motto der DGB Gewerkschaften zum Tag der Arbeit am 1. Mai 2021 lautet "Solidarität ist Zukunft".

In Südthüringen fand nur in Ilmenau eine Kundgebung nebst Vorabendveranstaltung statt. Der Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes im Ilmkreis, Peter Hopf, begrüßte die Teilnehmenden und erläuterte die Auflagen. Dem folgte ein Grußwort der Landrätin des Ilmkreises, Petra Enders (Die Linke). Als Hauptredner sprach der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser, auf der Kundgebung. Nach den Reden wurde die Veranstaltung beendet, weil das traditionelle Familienfest, welches sonst am 1. Mai in Ilmenau stattfindet, aktuell nicht umsetzbar war.

23. April 2021 | Metall- und Elektroindustrie in Ostdeutschland

Angleichung der Arbeitsbedingungen jetzt !

Seit mittlerweile mehr als 30 Jahren arbeiten die Kolleginnen und Kollegen in den ostdeutschen Tarifgebieten der Metall- und Elektroindustrie drei Stunden pro Woche länger als im Westen, für das gleiche Geld wie in den westdeutschen Tarifgebieten! Das muss sich endlich ändern. In Berlin, Brandenburg und Sachsen laufen dazu gerade Tarifverhandlungen.

Wir stellen uns hinter die Forderung der IG Metall Berlin-Brandenburg und Sachsen und erklären uns ausdrücklich solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen. Die Lösung dieses jahrzehntelangen Konflikts ist längst überfällig.

Bitte unterstütze den Aufruf:

https://www.igmetall-bbs.de/angleichung/

22. April 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifergebnis für Thüringen übernommen

IG Metall Mitte und der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen übernahmen am 22. April in der vierten digitalen Verhandlungsrunde den nordrhein-westfälischen Pilotabschluss.

Dieser sieht eine Entgelterhöhung vor, die aus einer Corona-Prämie von 500 Euro bis Juni 2021, für Auszubildende 300 Euro, und einem Transformationsbeitrag von 2,3 Prozent monatlich ab Juli 2021 besteht. Der Transformationsbeitrag kann in Form einer Einmalzahlung im Februar 2022 in Höhe von 18,4 Prozent eines Monatsentgelts, ab 2023 in Höhe von 27,6 Prozent eines Monatseinkommens jährlich zur Auszahlung kommen. Dieses „Transformationsgeld“ kann wahlweise ausgezahlt oder zum Teilentgeltausgleich bei Arbeitszeitabsenkung, etwa der Einführung einer Vier-Tage-Woche, verwendet werden.

Ungelöst bleibt für Thüringen auch weiterhin die Angleichung der Tarifbestimmungen bei Arbeitszeit und Stundenentgelten. Deshalb hat die IG Metall in den Tarifgebieten Berlin-Brandenburg und Sachsen ein tarifliches Angleichungsgeld gefordert. Die IG Metall Mitte erklärt sich solidarisch und erwartet ein ernstzunehmendes Angebot der Arbeitgeberverbände, um die Angleichung der Arbeitsbedingungen zu realisieren.

16. April 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifkommission verabschiedete Resolution

Nach den ersten drei Verhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen liegt noch kein Ergebnis vor. Die vierte Verhandlung findet am 22. April digital statt.

Es geht um die Übernahme des Pilotabschlusses aus Nordrhein-Westfalen für Thüringen unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten. Parallel dazu versuchen die sächsischen Arbeitgeber, Aktivitäten der IG Metall gerichtlich beschränken zu lassen. Die Tarifkommission Thüringen verabschiedete daher eine Resolution, die auch an die Arbeitgeber gerichtet ist.

14. April 2021 | Kfz-Handwerk Thüringen

IG Metall fordert 4 Prozent mehr Geld

Die IG Metall fordert 4 Prozent mehr Geld für 12 Monate für die Beschäftigten und eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen im Kfz-Handwerk Thüringen.

Die wirtschaftliche Lage im Kfz-Handwerk hat sich trotz der Pandemie positiv entwickelt. Die Werkstätten sind gut ausgelastet und haben im vergangenen Jahr eine deutlich positive Rendite erzielt. Davon wollen die Beschäftigten einen fairen Anteil durch Einkommensverbesserungen. Zudem erwartet die IG Metall von den Arbeitgebern Perspektiven der Angleichung der Arbeitszeit.

1. April 2021 | Tarife in der Arbeitnehmerüberlassung

Ost-West-Angleichung endlich vollzogen.

Ab 1. April gelten bundesweit einheitliche Tariftabellen in der Arbeitnehmerüberlassung. Damit endet die jahrelange Unterscheidung zwischen Tariftabellen für Ost- und Westdeutschland.

Die Tariftabellen (West) erhöhen sich ab 1. April um 3,0 Prozent. Die Angleichung der Tariftabellen (Ost alt) an die neue bundesweit einheitliche Tariftabelle führt zu einer letzten Anpassungsstufe um bis zu 7,3 Prozent je nach Entgeltgruppe. Das neue Mindestentgelt in der Arbeitnehmerüberlassung (Entgeltgruppe 1) beträgt dann 10,45 Euro brutto pro Stunde.

Ab April 2022 erhöhen sich die Entgelte dann um weitere 4,1 Prozent auf 10,88 Euro brutto pro Stunde in der Entgeltgruppe 1.

30. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Pilotergebnis in NRW erreicht

Für das Tarifgebiet Nordrhein-Westfalen konnte ein erstes Tarifergebnis erzielt werden, welches alle drei Forderungselemente der IG Metall abbildet: Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung.

Bis Mitte 2021 erfolgt die Zahlung einer Coronaprämie in Höhe von 500 Euro für Vollzeitbeschäftigte bzw. 300 Euro für Auszubildende. Ab Juli 2021 ist eine Entgeltsteigerung im Volumen von 2,3 Prozent vereinbart, welche jedoch nicht als Erhöhung der Tariftabelle ausgestaltet ist, sondern zunächst bis Februar 2022 angespart wird.

Für das Tarifgebiet Thüringen ist bisher kein nächster Verhandlungstermin mit den Arbeitgebern abgestimmt.

24. März 2021 | Meteor Umformtechnik Zella-Mehlis

Erster Warnstreik in der Betriebsgeschichte

In den bisherigen Verhandlungen verwies der Arbeitgeber darauf, dass auch wegen Investitionen am Standort keinerlei Spielraum für Verbesserungen für die Beschäftigten bestünden. Die letzte minimale Lohnerhöhung gab es Anfang 2019. Viele Beschäftigte erhalten lediglich 25 Tage Urlaub pro Jahr.

Der Arbeitgeber legte den Entwurf für ein „Betriebliches Standortbündnis“ vor. Darin schlägt er vor, dass keinerlei materielle oder andere Verbesserungen für die Beschäftigten bis mindestens Frühjahr 2022 vereinbart werden sollten. Die Beschäftigten antworten:

Das ist eine Frechheit, das lassen wir uns nicht bieten!

Die IG Metall rief die Beschäftigten der Früh- und der Spätschicht zum ersten Warnstreik in der Betriebsgeschichte auf. Ziel ist der erstmalige Abschluss eines Tarifvertrages für die etwa 145 Beschäftigten im Betrieb mit dem Schwerpunkt Feinschneidtechnik überwiegend für die Automobilindustrie.

23. März 2021 | Marelli Automotive Lighting Brotterode

Weitere Warnstreiks erfolgreich durchgeführt

In den ersten drei Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden. Die IG Metall fordert Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung im Volumen von 4 Prozent.

Am 23. März 2021 folgten die Beschäftigten bei Marelli Automotive Lighting in Brotterode erneut dem Aufruf der IG Metall zum Warnstreik und beendeten die Arbeit ab drei Stunden eher. Aus Infektionsschutzgründen fand keine Kundgebung vor dem Betrieb statt.

Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber bleibt völlig unverständlich. Angesichts dessen, die letzte Tariferhöhung im April 2018 zurück liegt, sind die Belegschaften berechtigt selbstbewusst. Das sollten die Arbeitgeber nicht unterschätzen.

8. März 2021 | HFP Bandstahl Bad Salzungen

Plus 2,75 Prozent 2022 plus Einmalzahlung 2021

Die HFP Bandstahl in Bad Salzungen walzt und schneidet klassische Kaltbänder und beschichtet Metallbänder in verschiedenen Güten. Im Betrieb arbeiten etwa 240 Beschäftigte.

In der vierten Tarifverhandlung am 23. Februar 2021 einigten sich IG Metall und Arbeitgeber auf Eckpunkte für den Abschluss von zwei Haustarifverträgen. Dabei handelt es sich um den Neuabschluss eines Tarifvertrages zu den Grundentgelten und Ausbildungsvergütungen sowie den Abschluss eines Urlaubstarifvertrages.

Alle Beschäftigten und Auszubildenden erhalten mit der Abrechnung für Juni 2021 eine Einmalzahlung als Erholungsbeihilfe in Höhe von 156 Euro netto. Zusätzlich steigt für 40 Beschäftigte, deren Entgelt bisher unterhalb der bisherigen Tariftabelle liegt um bis zu maximal 65 Euro brutto monatlich. Ab April 2022 erhöhen sich dann die Entgelttabelle und die Ausbildungsvergütungen um 2,75 Prozent. Für alle Beschäftigte im 4-Schicht-System besteht Anspruch auf einen Tag Sonderurlaub ab einer unbefristeten Beschäftigung

8. März 2021 | Wir fairändern: #fairsorgen #fairgüten #fairteilen

Herzlichen Glückwunsch zum Internationalen Frauentag

Jeder der 365 Tage im Jahr ist für uns ein Tag der Frauen. Jedoch ehren wir am 8. März die Frauen international besonders. Durch die Einschränkungen in diesem Jahr kann die Würdigung jedoch weder am Arbeitsplatz noch in einer gewerkschaftlichen Veranstaltung erfolgen. Eine digitale Zusammenkunft wird am 9. März angeboten.

Dennoch sind viele Themen der Frauen- und Gewerkschaftsbewegung unverändert aktuell. Aus diesem Grund lautet das Motto des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 8. März 2021: „Wir fairändern: #fairsorgen #fairgüten #fairteilen“.

Herzlichen Glückwunsch allen Frauen zum 8. März. Wir kämpfen weiter für Gleichstellung und Chancengleichheit.

5. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreiks in Geisa

In den ersten drei Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden. Mit Ablauf der Friedenspflicht am 2. März 2021 ruft die IG Metall nun die Beschäftigten auf, den Forderungen für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung im Volumen von 4 Prozent Nachdruck zu verleihen.

Am 5. März 2021 folgten die Beschäftigten der Fahrzeugbau Geisa dem Aufruf der IG Metall und beendeten die Arbeit zwei Stunden eher. Aus Infektionsschutzgründen fand keine Kundgebung vor dem Betrieb statt. Die Beschäftigten gingen somit verfrüht in den Feierabend.

3. März 2021 | Marelli Automotive Lighting Brotterode

Unterstützung für Forderungen der IG Metall

In den ersten drei Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden. Mit Ablauf der Friedenspflicht am 2. März 2021 ruft die IG Metall nun die Beschäftigten auf, den Forderungen für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung im Volumen von 4 Prozent Nachdruck zu verleihen.

Am 3. März 2021 folgten die Beschäftigten bei Marelli Automotive Lighting in Brotterode dem Aufruf der IG Metall und beendeten die Arbeit zwei Stunden eher. Aus Infektionsschutzgründen fand keine Kundgebung vor dem Betrieb statt. Die Beschäftigten gingen somit verfrüht in den Feierabend.

26. Februar 2021 | Marelli Automotive Lighting Brotterode

Zukunft des Standortes in Gefahr

Etwa 750 Beschäftigte produzieren vor allem Hauptscheinwerfer für Fahrzeuge. Wie lange noch? Die momentanen Volumenaufträge laufen in den kommenden Jahren aus. Jetzt müssen Folgeaufträge vom Management eingesteuert werden, aber es passiert nichts. Das nehmen Betriebsrat, IG Metall und Belegschaft nicht einfach hin. Mit externen Sachverständigen wurde ein eigenes Zukunftkonzept entwickelt und dem Arbeitgeber übergeben.

Nicht nur für Marelli in Brotterode - aber auch - geht es in der aktuellen Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie um Verlässlichkeit für die Zukunft. Betriebliche Aktionen sind jetzt flächendeckend erforderlich. Die IG Metall fordert Sicherheit für die Arbeitsplätze, Zukunftstarifverträge und Entgeltverbesserungen. Zudem ist es endlich an der Zeit, die Tarifangleichung bei Arbeitszeit und Stundenentgelten zu regulieren.

19. Februar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Völlig unzureichendes Angebot

Es bleibt dabei: Unser Ziel ist ein Paket für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung. Die IG Metall fordert, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, ein Volumen von vier Prozent.

Die Thüringer Arbeitgeber legten in der dritten Verhandlung am 19. Februar ein völlig unzureichendes Angebot vor. Während die Bundesbank mit einer Inflationsrate von 3 Prozent für 2021 rechnet, sollen die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie nach dem Willen der Arbeitgeber in diesem Jahr leer ausgehen und erst 2022 einen Mix aus Einmalzahlung und Tariferhöhung erhalten.

18. Februar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifkommission verabschiedet Resolution

Nach den ersten beiden Verhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen liegt noch kein Ergebnis vor. Die dritte Verhandlung findet am 19. Februar digital statt.

Am Vorabend der dritten Verhandlung tagte die Tarifkommission der IG Metall. In einer Bewertung der bisherigen Entwicklungen sowie der Entwicklungen parallel in andere Tarifgebieten besteht wenig Verständnis für das (bisherige) Agieren der Arbeitgeber und ihrer Verbände. Die Tarifkommission verabschiedete daher eine Resolution, die auch an die Arbeitgeber gerichtet ist.

8. Februar 2021 | Gewerkschaftlicher Rechtsschutz ist sehr effektiv.

389.603,57 Euro im Jahr 2020 erstritten

Mitglieder der IG Metall werden im Arbeits- und Sozialrecht beraten und wenn erforderlich, auch außergerichtlich und gerichtlich vertreten.

Im Jahr 2020 genehmigte die IG Metall Suhl-Sonneberg in 303 Fällen Rechtsschutz für ihre Mitglieder, davon 266 Fälle im Arbeitsrecht und 36 Fälle im Sozialrecht. Es wurden im Jahr 2020 trotz teilweiser Schließung der Gerichte insgesamt 216 Streitfälle abgeschlossen, davon 188 Verfahren im Arbeitsrecht und 28 Verfahren im Sozialrecht. Das ist eine deutliche Zunahme gegenüber 100 abgeschlossenen Verfahren 2019. Für die Mitglieder der IG Metall Suhl-Sonneberg wurden im letzten Jahr insgesamt 389.603,57 Euro erstritten, davon 294.419,825 Euro im Arbeitsrecht und im Sozialrecht 94.183,75 Euro. Den höchsten Einzelerfolg, eine Nachzahlung von 31.876,86 Euro, erreichte ein Kollege, der um die Gewährung einer Erwerbsminderungsrente stritt.

In vielen Fällen wurden unsere Mitglieder durch die DGB Rechtsschutz unterstützt. Vielen Dank für die konstruktive Zusammenarbeit.

5. Februar 2021 | Hinzuverdienst bei Rente 2021

Bis zu 46.060 Euro anrechnungsfrei.

Ab 65 Jahren plus zehn Monaten Lebensalter kann zum Rentenbezug unbegrenzt und anrechnungsfrei hinzuverdient werden. Für jüngere Rentenbezieher sind 6.300 Euro Hinzuverdienst grundsätzlich anrechnungsfrei pro Jahr. Übersteigt der Hinzuverdienst im Kalenderjahr abzüglich der 6.300 Euro Freibetrag den individuellen Hinzuverdienstdeckel werden 40 Prozent des Hinzuverdienstes von der Rente abgezogen.

Für 2021 besteht pandemiebedingt ein anrechnungsfreier Hinzuverdienst bis zu 46.060 Euro. Das gilt sowohl für Rentenbezieher, deren Rentenbeginn vor 2021 liegt (sogenannte Bestandsrenter) als auch für Neurentner ab 2021. Übersteigt der Hinzuverdienst 2021 die Freigrenze von 46.060 Euro, werden 40 Prozent davon auf die Rentenleistung angerechnet. Allerdings bleibt es auch 2021 für Bezieher einer Rente wegen voller Erwerbsminderung bei der Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro ohne Anrechnung auf die Rentenleistung.

Die Sonderregelungen zum Hinzuverdienst laufen zum 31. Dezember 2021 aus und ab 2022 gilt wieder das „normale“ Rentenrecht auch für Hinzuverdienste.

Mitglieder der IG Metall können natürlich auch individuell von uns beraten und wenn erforderlich vertreten werden.

1. Februar 2021 | Hilfe für Bruno Hoffmann

1.000 Euro Spende übergeben.

v.l.n.r.: Thomas Steinhäuser mit Familie Hoffmann (Mutter Janine, Bruder Tom, Vater André und Bruno)

Die Geschichte des kleinen Bruno, vier Jahre alt, bewegt inzwischen viele Menschen in unserer Region. Dazu trägt auch die Spendenkampagne der Tageszeitung Freies Wort zu Gunsten Brunos und seiner Familie bei.

Bei Bruno wurde eine spezielle Störung des Aufbaus und der Koordination der Muskelbewegungen festgestellt. Daher entspricht sein Entwicklungsstand einem achtmonatigen Kindes. Er kann nicht sitzen, nicht stehen, nicht allein essen oder trinken. Pflegestufe vier wurde inzwischen bescheinigt.

Familie Hoffmann bewohnt ein kleines Häuschen im Schleusinger Ortsteil Erlau. Brunos Vater arbeitet in einem Metallbetrieb in Zella-Mehlis in Rollschichten. Ohne finanzielle Hilfe kann die Familie den behindertengerechten Umbau des Hauses nicht stemmen. Der Ortsvorstand der IG Metall Suhl-Sonneberg beschloss eine Spende in Höhe von 1.000 Euro für Bruno und Familie Hoffmann. Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg überbrachte der Familie den Spendenscheck.

28. Januar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Kein Angebot der Arbeitgeber.

Die zweite Tarifverhandlung für die rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen hat am 28. Januar virtuell stattgefunden. IG Metall und Arbeitgeber konnten kein Ergebnis erzielen und werden in den nächsten Tagen einen weiteren Verhandlungstermin vereinbaren.

Die IG Metall hat in der zweiten Tarifverhandlung gegenüber den Arbeitgebern ihre Forderung nach einem Volumen von 4 Prozent für Entgelt- und Beschäftigungssicherung bekräftigt. Erneut forderte die Gewerkschaft die Arbeitgeberfunktionäre auf, ernsthafte Gespräche über die Arbeitszeitangleichung in Thüringen mit der IG Metall zu führen.

12. Januar 2021 | Neue Angebote für betriebliche Interessenvertretungen

Betriebsräte Akademie Mitte gestartet.

Mit Beginn des neuen Jahres nahm auch die Betriebsräte Akademie Mitte die Arbeit auf. Mit der Gründung dieser Einrichtung durch die IG Metall werden Bildungsangebote für Mitglieder im Betriebsrat, der Jugend- und Auszubildendenvertretung sowie der Schwerbehindertenvertretung gebündelt.

Anders als bisher erfolgt damit die Ausschreibung, Einladung, Durchführung und Abrechnung der Seminare durch die Akademie selbst. Die Übersicht zu den angebotenen Seminaren ist im Bildungsprogramm zusammen getragen. Das liegt beim Betriebsrat vor oder ist bei der IG Metall oder im Internet erhältlich.
Voraussetzung für die Teilnahme an einem Seminar ist entweder ein ordnungsgemäßer Beschluss des Betriebsrats nach § 37 Abs. 6 BetrVG oder der Schwerbehindertenvertretung gemäß § 179 Abs. 4 SGB IX. Die Anmeldung zum Seminar erfolgt weiterhin über das Büro der IG Metall.

Neben den Wochenseminaren managt die Akademie auch Tagesschulungen für gewählte Personen und auch zukünftig für Mitglieder von Wahlvorständen.

6. Januar 2021 | Mahle Filtersysteme Auengrund

Arbeitszeitverkürzung mit Entgeltausgleich

Mahle Filtersysteme in Brattendorf gehört zum Stuttgarter MAHLE Konzern, einem weltweiten Automobilzulieferer. Von den derzeit etwa 70 Beschäftigten ist die überwiegende Mehrzahl in der Entwicklung und Erprobung von Fahrzeug-Pumpen tätig.

Ab Januar 2021 reduziert sich die Wochenarbeitszeit von 40 auf 39 Stunden für das gleichbleibende Monatsentgelt. In zwei weiteren Schritten sinkt die Wochenarbeitszeit auf 38,5 Stunden ab April 2022 und auf final 38 Stunden ab April 2023 bei gleichbleibendem Entgelt. Alle Tariferhöhungen, die während dieser Anpassungsperiode für die Branche vereinbart werden, werden übernommen.

4. Januar 2021 | Arbeitszeitverkürzung bei BCUBE Brotterode

Erstmals nur 38 Wochenstunden für das gleiche Entgelt

BCUBE Brotterode ist mit etwa 200 Beschäftigten ein industrieller Logistik-Dienstleister bei einem Automobilzulieferer in Brotterode. Der seit 2012 abgeschlossene Haustarifvertrag wurde zuletzt mit Abschluss aus 2019 weiterentwickelt.

Die tarifvertraglich geschuldete Arbeitszeit von 2019 noch 40 Wochenstunden reduzierte sich ab Januar 2020 auf 39 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich.

In einer zweiten Stufe reduziert sich die Arbeitszeit jetzt auf 38 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich ab Januar 2021.

Langjährig Beschäftigte erhalten nach zehn Jahren im Betrieb dauerhaft zwei zusätzliche Tage pro Jahr bezahlt frei.

30. Dezember 2020 | Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie Thüringen

Weitere 1,8 Prozent mehr Geld

Die IG Metall und der Verband der Holzindustrie und Kunststoffverarbeitung Bayern-Thüringen e. V. vereinbarten für die Beschäftigten in den Betrieben der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie Thüringen eine Steigerung der Löhne und Gehälter in zwei Schritten: Ab 1. Januar 2020 um 2,6 Prozent und ab 1. Januar 2021 um weitere 1,8 Prozent. Die Vergütungen der Auszubildenden stiegen je nach Ausbildungsjahr überproportional zwischen 7,6 und 11 Prozent ab Januar 2020.

Die Tarifverträge sind erstmals zum 31. August 2021 kündbar.

18. Dezember 2020 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifverhandlungen begonnen.

Die erste Tarifverhandlung für rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen hat am 18. Dezember virtuell stattgefunden. Die IG Metall Mitte hat ihre Forderung nach einem Volumen von 4 Prozent mehr Geld für Entgelt- und Beschäftigungssicherung bekräftigt. Zudem forderte die Gewerkschaft die Arbeitgeber auf, endlich ernsthafte Gespräche über die Arbeitszeitangleichung hin zur 35-Stunden-Woche in Thüringen mit der IG Metall aufzunehmen.

Die IG Metall will die bestehenden tariflichen Instrumente im Hinblick auf die Transformation weiterentwickeln. Dazu zählen die Möglichkeit der 4-Tage-Woche und Entgeltsicherung; dazu gehören Zukunftstarifverträge, die Innovations- und Standortzusagen umfassen. Die von den Arbeitgebern geforderte Nullrunde lehnt die IG Metall ab. So kann die Transformation nicht gestaltet werden; das geht nur mit den Beschäftigten zusammen.

5. Dezember 2020 | Internationaler Tag des Ehrenamtes

IG Metall sprach mit Yvonne Krug

Yvonne Krug, stellv. BR-Vorsitzende bei Marelli AL Brotterode

Am 5. Dezember findet der Internationale Tag des Ehrenamtes statt. Mit diesem Gedenk- und Aktionstag wird ehrenamtliches Engagement anerkannt und gefördert. Der Tag wurde 1985 von den Vereinten Nationen beschlossen und fand 1986 erstmals international statt.

Auch viele Metallerinnen und Metaller engagieren sich ehrenamtlich, beispielsweise in der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, als ehrenamtliche Richter/innen oder in den Wirtschaftskammern.

Yvonne Krug engagiert sich als ehrenamtliche Richterin sowohl am Arbeitsgericht in Suhl als auch am Sozialgericht in Gotha. Aus Anlass des Internationalen Tages des Ehrenamtes sprachen wir mit ihr über ihre ehrenamtliche Tätigkeit.

3. Dezember 2020 | Insolvenz für Betrieb in Hildburghausen

Nikolaus-„Geschenk“ des Arbeitgebers bei ETI DE

Die ETI DE GmbH mit Sitz in Kleinkahl ist eine Tochter der weltweit agierenden slowenischen ETI-Gruppe. Im Werk in Hildburghausen werden Sicherungseinsätze, Leitungsschutz- oder FI-Schalter und anderes Material für Elektroinstallationen produziert. Von den insgesamt 55 Beschäftigten der ETI DE arbeiten 47 Beschäftigte in Hildburghausen.

Völlig überraschend teilte der Geschäftsführer jetzt im Werk mit, dass am 19. November 2020 die Insolvenz über das Vermögen der ETI DE am Insolvenzgericht in Aschaffenburg beantragt wurde. Weder Betriebsrat noch Belegschaft wurden im Vorfeld informiert. Auf den ersten Blick spricht nichts für Insolvenz: durchgängig zu tun im Betrieb, keine Kurzarbeit, keine Lohnrückstände. Bei der bisher angenommenen betrieblichen Normalität sind wir von einer drohenden Insolvenz mehr als überrascht. Überraschungen sind in der Vorweihnachtszeit meist mit positiven Erwartungen verbunden. Dass der Geschäftsführer den Beschäftigten der ETI DE jetzt einen Insolvenzantrag sinnbildlich in den Nikolausstiefel steckt, löst Enttäuschung und Sorge aus. Dass der Insolvenzantrag in Aschaffenburg gestellt wurde, obwohl der Mittelpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit des Betriebes in Hildburghausen ist und damit das Insolvenzgericht Meiningen zuständig wäre, ist zusätzlich unglücklich. Nach Aussage des Geschäftsführers ist der Betrieb auch ins neue Jahr hinein mit Aufträgen ausgelastet. Gemeinsam mit dem Betriebsrat und den Beschäftigten beginnt jetzt das Ringen um den Erhalt der Arbeitsplätze.

Mit Beschluss des Insolvenzgerichtes Aschaffenburg – Aktenzeichen 613 IN 307/20 – vom 30. November 2020 wurde die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Als vorläufiger Sachwalter wurde Dr. Stephan Laubereau aus Aschaffenburg bestellt.

17. November 2020 | Metall- und Elektroindustrie

Tarifkommissionen beschließen Forderung

Am 17. November 2020 haben die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in einer gemeinsamen digitalen Sitzung die Tarifforderungen für die anstehende Tarifrunde beschlossen Gefordert wird ein Volumen von 4 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Die IG Metall hat die unterschiedliche wirtschaftliche Situation der Betriebe in ihrer Forderung berücksichtigt. Für die Absicherung und Entwicklung von Einkommen sowie die Sicherung von Beschäftigung will die IG Metall Mitte ein Gesamtvolumen von 4 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten durchsetzen.
Die anstehende Transformation ist eine Herausforderung, der mit einer 4-Tage-Woche vorausschauend begegnet werden soll. Sie bietet notwendige Qualifikationszeit. Zudem erwartet die IG Metall deutliche Signale in Richtung einer 35-Stunden-Woche in Thüringen. Nach 30 Jahren ist es längst überfällig die Ungleichheit zwischen Ost und West zu beseitigen. 

9. November 2020 | Gedenken in Bad Salzungen

Klang der Stolpersteine

Am 9. November wurde an die Verfolgung und Ermordung der Juden seit der Reichspogromnacht 1938, die auch in Bad Salzungen stattgefunden hat, erinnert. Mit der Veranstaltung wollten die Organisatoren des Bündnisses für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit im Wartburgkreis ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus setzen. Sei Jahren unterstützt die IG Metall Suhl-Sonneberg dieses Bündnis im Wartburgkreis.

Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt wurden an fünf Stolperstein-Standorten in Bad Salzungen die Opfer der Judenverfolgung mit Kurzkonzerten der Musikschule des Wartburgkreises geehrt. Mitglieder des Bündnisses für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit stellten Kartons mit Namen der Opfer auf und legten Blumen und Kerzen nieder. Anschließend säuberten sie die eingelassenen Stolpersteine, bis sie wieder gegen das Vergessen erstrahlten.

30. Oktober 2020 | Einstellung des operativen Geschäftsbetriebes

Keine Zukunft für Noblex Eisfeld

Am 1. September 2020 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Dr. Markus Schädler aus Würzburg bestellt. Die Noblex GmbH in Eisfeld produziert Zieloptiken,  Lichttechnik, Fernoptiken und Wärmebildtechnik mit etwa 100 Beschäftigten. Zudem gibt es Fertigungsdienstleistungen für Drittkunden mit mechanischer Bearbeitung, Oberflächenveredelung sowie Präzisionsmontage.

Intensiv wurde nach einem Investor gesucht, der den Betrieb übernehmen soll. Das ist leider nur teilweise gelungen. Am 1. November gehen 18 Beschäftigte auf einen neuen Betrieb, die Buchert + Feil GmbH über. Für alle anderen Beschäftigten geht damit der Arbeitsplatz verloren.

29. Oktober 2020 | Bilanz zum Ausbildungsjahr 2020/2021

4,31 unbesetzte Ausbildungsstellen je unversorgten Bewerber

Seit Beginn des Ausbildungsjahres 2019/2020 meldeten sich in Thüringen insgesamt 8.820 Bewerber für eine Ausbildungsstelle bei den Arbeitsagenturen zur Vermittlung. Das waren über 1.100 weniger als im Jahr zuvor. Zur selben Zeit meldeten Unternehmen rund 12.200 freie Ausbildungsstellen, rund 1.650 weniger als im Ausbildungsjahr 2018/2019. Auf einen Bewerber kamen damit rein rechnerisch 1,4 Ausbildungsstellen.

Mit 410 Bewerbern, die keinen Ausbildungsplatz fanden, waren es 100 mehr als ein Jahr zuvor. Demgegenüber blieben 1.770 Ausbildungsstellen unbesetzt, gut 700 mehr als im Vorjahr. Auf jeden noch unversorgten Bewerber kommen damit rein rechnerisch gut vier unbesetzte Stellen. Gute Chancen also für diejenigen, die jetzt noch suchen. Regional ist das sehr unterschiedlich, wie nebenstehende Karte ausweist: nur 0,99 unbesetzte Stellen je unversorgten Bewerber in Jena gegenüber 51 unbesetzten Stellen je unversorgten Bewerber in Weimar.

19. Oktober 2020 | FZT Kaltennordheim

Schließung im Mai 2021 angekündigt

Die Fahrzeugteile Kaltennordheim wurde neu gegründet und übernahm den Betrieb Anfang 2020 aus dem Schaeffler-Konzern. Im März 2019 verkündete Schaeffler den Beschäftigten, dass die Produkte und Aufträge bis Mitte 2020 verlagert würden, was zur Schließung des Werkes führen würde. Durch den Verkauf sicherte Schaeffler einerseits zu, das Werk auszulasten und die Verlagerung erst zu April 2021 abzuschließen. Zugleich hinterlegte Schaeffler Abfindungen für den Fall, dass eine Fortführungslösung nach der Verlagerung nicht greifen würde.

Monatelange Bemühungen für eine Fortführungslösung wurden heute brachial enttäuscht. Die beiden Eigentümer, Frank Günther und Wolf Waschkuhn, legten die Schließung des Standortes zu Ende April oder Mai 2021 fest. Das teilte Herr Waschkuhn schichtbedingt in zwei Belegschaftsversammlungen am Montag, 19. Oktober, in Kaltennordheim mit. Er bedankte sich bei der Belegschaft für das bisherige Engagement und stellte klar, dass die jetzige Entscheidung nicht wegen der Belegschaft begründet ist. Die einst von Schaeffler treuhänderisch hinterlegten Abfindungen sind zwar bei Verlust des Arbeitsplatzes in Kaltennordheim nach wie vor fällig. Jedoch verlieren bis dahin noch 95 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz.

1. Oktober 2020 | Tariferhöhung in der Leiharbeit

2,2 Prozent mehr Angleichung ab Oktober 2020

Das Tarifergebnis vom 18. Dezember 2019 beinhaltet vier Entgeltsteigerungen in Ostdeutschland mit einer zweiten Stufe ab April 2020:

  • Plus 3,0 Prozent mehr (West: plus 1,9 Prozent) ab April 2020.
  • Plus 2,2 Prozent mehr (West keine Erhöhung) am Oktober 2020.
  • Plus bis zu 7,2 Prozent mehr (West: plus 3,0 Prozent) ab April 2021.
  • Plus 4,1 Prozent mehr (bundesweit einheitlich) ab April 2022.

Diese Erhöhung gilt nur in Ostdeutschland und ist der letzte Zwischenschritt zu bundesweit einheitlichen Tariftabellen. Ab 1. April 2021 ist dann die Angleichung der Tarifbedingungen an Westdeutschland als wichtiger Erfolg für die Beschäftigten der Branche vollzogen. Zusätzlich kommen noch sogenannte Branchenzuschläge dazu. Ziel ist und bleibt es, für die gleiche Arbeit das gleiche Entgelt zu erhalten, unabhängig davon, mit wem der individuelle Arbeitsvertrag besteht.

20. September 2020 | IG Metall unterstützt Flüchtlingskinder

Internationaler Kindertag in Suhl

Ein ehrenamtlich unermüdliches Team organisiert regelmäßig Spiel- und Sportnachmittage auf dem Suhler Friedberg für Flüchtlingskinder und Kinder aus Suhl und Umgebung. Die IG Metall Suhl-Sonneberg unterstützte diese solidarische Initiative erneut aus Anlass des Internationalen Kindertages.

Im Zentrum von Suhl fand ein Sport- und Kinderfest statt. Mit einem Bus ermöglichten wir es auch für die Kinder vom Friedberg, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Zuerst wurden die weltweiten Grundrechte für Kinder verlesen. Untermalt mit dem Lied "Kleine weiße Friedenstaube" stiegen die Luftballons in den Himmel. Dann beteiligten sich die Kinder an dem Aufruf von UNICEF, am Internationalen Kindertag Sonnen und andere Bilder überall auf der Welt mit Kreise auf die Straßen zu malen.

Nun konnten sich die Kinder mit der Hüpfburg, Tischtennis, Licht-Schießen, Gewichtheben, Fußball und allen anderen sportlichen Aktivitäten auf dem Platz bei strahlendem Sonnenschein beschäftigen.

19. September 2020 | Wandertag der IG Metall

Ich wand're ja so gerne ...

Auf Schuster's Rappen führte uns der inzwischen traditionelle Familienwandertag der IG Metall am 19. September von Schnepfenthal zunächst zum Schloss Reinhardsbrunn, der "Wiege" Thüringens. Bereits 1.040 residierten hier die Ludowinger, das Urgeschlecht der Markgrafen von Thüringen. Vom Verein zum Erhalt des Schlosses wurden wir kompetent und unterhaltsam von Rebecca Braun durch die Anlage geführt. Von uns Wanderern wurde eine Spende in Höhe von 175 Euro an den Verein aufgebracht und übergeben.

Weiter ging es dann zur Marienglashöhle in Friedrichroda. Hier gab es auch Gelegenheit zur Einkehr und Stärkung im Gasthaus Sankt Marien.

Viele freuen sich bereits auf den nächsten Familienwandertag im kommenden September. 

16. September 2020 | Standort Suhl beteiligt sich an bundesweitem Aktionstag

Gegen Personalabbau bei Schaeffler

Gegen den geplanten Abbau von Arbeitsplätzen beim Automobilzulieferer Schaeffler solidarisierten sich alle Belegschaften aller Standorte zum Aktionstag am 16. September. Zwar ist der Standort Suhl bisher nicht betroffen, doch brachten auch hier die Beschäftigten ihren Unmut über geplante Standortschließungen und Personalreduzierungen zum Ausdruck. Für jeden, von Schließung bedrohten Standort zeigte ein Plakat die Anzahl der Arbeitsplätze an, die verloren gehen.

Weitere Informationen können auch dem Flugblatt Schaeffler-Nachrichten entnommen werden.

11. September 2020 | Zum Glück besteht ein Betriebsrat.

Insolvenz bei Noblex Eisfeld eröffnet

Die Noblex GmbH in Eisfeld produziert Zieloptiken,  Lichttechnik, Fernoptiken und Wärmebildtechnik mit etwa 100 Beschäftigten. Zudem gibt es Fertigungsdienstleistungen für Drittkunden mit mechanischer Bearbeitung, Oberflächenveredelung sowie Präzisionsmontage. Ende Juni stellte die Geschäftsleitung beim Insolvenzgericht in Meiningen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung. Am 1. September  2020 wurde die Eigenverwaltung beendet und das Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Dr. Markus Schädler aus Würzburg bestellt.

Nach unserer Einschätzung ist das maßgeblich herbei geführt durch Mängel in der Geschäftsführung. Daher begrüßen wir ausdrücklich die Beendigung der sogenannten Eigenverwaltung. Das bedeutet nun, dass die bisherige Geschäftsführung seit 1. September keine Entscheidungsbefugnisse mehr für den Betrieb hat. Das bedeutet aber zugleich auch, dass der Insolvenzverwalter als Arbeitgeber in alle Rechte und Pflichten gegenüber Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall einzutreten hat. Zunächst ist es unter Nutzung von Kurzarbeit gelungen, den Geschäftsbetrieb der Noblex nahtlos fortzuführen.

7. September 2020 | Wieder ein Betriebsrat mehr in Thüringen

Erstmals Betriebsratswahl bei SWM in Steinbach-Hallenberg abgeschlossen

v.l.n.r.: Marcus Recknagel, Monika Herzog, Christian Häfner, Diana Teske, Stefan Nagel, Bianca Schultz, Frank Kirsch

Gemäß Gesetz sollen in allen Betrieben mit mehr als fünf Beschäftigten Betriebsräte gewählt werden. In immer noch vielen Betrieben fehlt der Betriebsrat. Das ändern wir Schritt für Schritt. Für uns gehört in einem modernen Unternehmen ein Betriebsrat zur Grundausstattung und damit zur Normalität. So formulieren wir auch unsere Botschaft an die Geschäftsleitungen. Es geht weder um Unzufriedenheit oder Streitigkeiten im Betrieb, sondern die Wahrnehmung der Möglichkeit zur Mitbestimmung im Betrieb. Und nicht zuletzt bei der Ausgestaltung von Kurzarbeit im Betrieb oder drohender Personalanpassung ist eine Belegschaft ohne Betriebsrat handlungsunfähig und somit allein von den Entscheidungen des Arbeitgebers abhängig. Damit gehen viele Chancen schlicht verloren.

Die SWM Werkzeugfabrik produziert verschiedene Werkzeuge und arbeitet als Gesenkschmiede. Bis August 2020 gab es keinen Betriebsrat. Das wollten die Beschäftigten ändern und baten die IG Metall Suhl-Sonneberg um Unterstützung. Dann wurde die Betriebsratswahl unverzüglich eingeleitet. Am 26. August 2020 waren die 138 Beschäftigten aufgerufen, erstmals ihren 7-köpfigen Betriebsrat zu wählen. Inzwischen fand auch die konstituierende Sitzung des neugewählten Betriebsrats statt. In den Betriebsrat gewählt wurden Frank Kirsch, Monika Herzog, Marcus Recknagel, Christian Häfner, Stefan Nagel, Diana Teske und Bianca Schultz. Frank Kirsch wurde zum Vorsitzenden des Betriebsrates gewählt. Die IG Metall gratuliert den Gewählten und wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben. Dabei hilft weiterhin die IG Metall Suhl-Sonneberg durch Schulungen und Begleitung. Wir helfen aber auch weiterhin aktiv in Betrieben, in denen noch kein Betriebsrat besteht, das zu ändern.

1. September 2020 | Antikriegstag

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Seit 1957 wird am 1. September an die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie an die schrecklichen Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert. An jedem 1. September machen auch der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften seitdem deutlich: Die deutschen Gewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Der DGB-Aufruf zum Antikriegstag 2020 steht unter dem Motto: "Nie wieder Krieg! In die Zukunft investieren statt aufrüsten!"

21. August 2020 | IG Metall informiert zu Betriebsratswahlen

Kein Sozialplan ohne Betriebsrat

Aktuell informiert die IG Metall Suhl-Sonneberg in Südthüringen Beschäftigte in Betrieben ohne Interessenvertretung zur Betriebsratswahl. So beispielsweise

  • bei Paragon auf dem Suhler Friedberg,
  • bei PWG in Sonneberg und
  • bei Mala in Schweina und Wernshausen.

Auch kommende Woche setzen wir diese Aktivitäten in Südthüringen fort. All den Beschäftigten in Betrieben ohne gewählte Interessenvertretung rufen wir zu: Habt ihr bisher keinen Betriebsrat? Wählt euch jetzt einen! Wir helfen dabei. Wendet euch gern an die IG Metall Suhl-Sonneberg.

18. August 2020 | Erstmals Gewerkschaftsvertreter entsandt

Behindertenbeirat des Freistaates Thüringen

Karsten Fuchs

Im Zuge der Neuberufung des Behindertenbeirates des Freistaates Thüringen bestand erstmals die Möglichkeit, durch den Deutschen Gewerkschaftsbund DGB einen Vertreter oder eine Vertreterin zu benennen. Nach Abstimmung zwischen den Gewerkschaften in Thüringen wurde Karsten Fuchs vorgeschlagen und inzwischen bestellt.

Im Behindertenbeirat beraten Experten aus der Praxis die Landesregierung in Fragen zu Inklusion bei Bildung, Arbeit, Verkehr, Bauen, Digitalisierung, Corona und vielem mehr für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.

Karsten Fuchs ist freigestellter Betriebsratsvorsitzender bei BCUBE Brotterode, dem Kontraktlogistiker von Automotive Lighting. Im Betrieb sind etwa 220 Beschäftigte.

5. August 2020 | Die IG Metall informiert:

Ehrenamt im Betrieb während Kurzarbeit

Vermehrt erreichen uns Nachfragen, wie mit dem Wahlamt im Betrieb während Kurzarbeit umzugehen ist. Anbei erläutern wir die aktuelle Rechtslage dazu. Aktuell gibt es dazu eine geänderte Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes, welche in unserer Wahrnehmung vielen Arbeitgebern und deren Beraten noch unbekannt zu sein scheint. Zudem konnte diese Entscheidung auch noch nicht Eingang in die Kommentarliteratur zum Betriebsverfassungsgesetz finden. Das wird sicher in den Neuauflagen spätestens erfolgen.

28. Juni 2020 | Netzwerktreffen in Suhl

Frauenpower der IG Metall in Thüringen

Am 26. bis 28. Juni trafen sich IG Metall-Frauen aus fast allen Regionen der IG Metall Thüringens in Suhl zum Erfahrungsaustausch. Bereits seit 2009 findet einmal jährlich ein solches Treffen statt. In diesem Jahr stand es unter dem Motto: Zwischen zwei Landtagswahlen. Der Diskussion mit den Metallerinnen stellte sich die lokale Abgeordnete des Thüringer Landtages, MdL Diana Lehmann (SPD). Es moderierte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser. 

Völlig unerwartet versammelten sich parallel zum Seminar unserer Frauen alle Bundes-Spitzen-Politiker/innen der AfD im gleichen Hotel. Für Arbeitnehmer/innen und Gewerkschafter/innen schließt sich gerade in Thüringen eine Zusammenarbeit mit der AfD unter Führung des Faschisten Höcke aus. Im Wahlprogramm der AfD zur Landtagswahl 2019 ist "Gewerkschaft" nur zweimal enthalten ohne irgendeine inhaltliche Übereinstimmung mit gewerkschaftlichen Zielen und Anforderungen an Politik. Daher beteiligten sich die Metallerinnen am 27. Juni ganz spontan an einer Protest-Demonstration gegen die Versammlung der Bundes-AfD-Spitze in Suhl.

Es ist beeindruckend, wenn die Frauen aus ihrer Gewerkschaftsarbeit in den Regionen berichten. Mit viel Engagement und Verbindlichkeit werden Themen angepackt und umgesetzt. Vielen Dank unseren tollen Frauen!

22. April 2020 | Wie kommen Beschäftigte durch die Corona-Krise?

Besser mit Betriebsrat !

Solange kein Betriebsrat besteht, kann der Arbeitgeber das sogenannte Direktionsrecht allein ausüben. Erst einem gewählten Betriebsrat räumt der Gesetzgeber umfangreiche Mitbestimmung ein. Das betrifft aktuell vielfach die Inanspruchnahme und Ausgestaltung von Kurzarbeit. Kurzarbeit dient der Vermeidung von Kündigungen. Sollten jedoch einzelne Betriebe allein mit Kurzarbeit nicht durch die Krise kommen, wären Personalabbau bis hin zu Verkauf oder Schließung des Betriebes für eine Belegschaft ohne Betriebsrat ein unkalkulierbares Risiko. Und dabei spielt es keine Rolle, ob solche Themen Corona-bedingt oder aus anderen Gründen anstehen. Der weit verbreitete Irrglaube, dass es einen Rechtsanspruch auf Abfindung immer geben würde, könnte dann zu Enttäuschungen führen. Nur ein Betriebsrat kann einen sogenannten Sozialplan verhandeln und abschließen. Gibt es keinen Betriebsrat, ist ein Sozialplan unmöglich.

Habt ihr bisher keinen Betriebsrat? Wählt euch erstmals einen solchen! Wir helfen gern dabei. In allen Betrieben mit mindestens fünf Beschäftigten, von denen drei 18 Jahre oder älter sind und seit sechs Monaten dem Betrieb angehören, finden nach § 1 Betriebsverfassungsgesetz Betriebsratswahlen statt. Das kommt einer gesetzlichen Pflicht für Belegschaften gleich.

14. März 2020 | Konstituierende Delegiertenversammlung in Suhl

Neues "Parlament" der IG Metall nahm Arbeit auf

Alle vier Jahre führt die IG Metall bundesweit Organisationswahlen durch. Anfang 2020 werden die Wahlfunktionen innerhalb der IG Metall neu bestätigt oder besetzt. In Südthüringen fanden im Januar und Februar 2020 zahlreiche Versammlungen zur Wahl der Delegierten für die Delegiertenversammlung statt. Die Delegiertenversammlung ist das „Parlament“ der IG Metall vor Ort. Viermal pro Jahr tritt das höchste beschlussfassende Gremium der IG Metall Suhl-Sonneberg zusammen. Insgesamt entscheiden 65 Delegierten über die strategische, inhaltliche und operative Vorgehensweise der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Die konstituierende Delegiertenversammlung fand am 14. März 2020 in Suhl statt. Es wurden Thomas Steinhäuser als 1. Bevollmächtigter und Kassierer der IG Metall Suhl-Sonneberg und Uwe Laubach als 2. Bevollmächtigter mit jeweils 100 Prozent der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt.

Weiter wurden die Beisitzer/innen in den Ortsvorstand gewählt. Dem Ortsvorstand gehören nun an (im Bild v.l.n.r.): Alexandra Klinzing (PKC Barchfeld), Mike Herm (HFP Bandstahl Bad Salzungen), Thomas Steinhäuser, Karsten Fuchs (BCUBE Brotterode), Uwe Laubach, Regina Elflein (Rentnerin Sonneberg), Lars Sommer (Werkö Gräfinau-Angstedt) und Andre Sommer (Student Schmalkalden). Zudem gehören in den Ortsvorstand (nicht im Bild): Gabriele Dietrich (Rentnerin Sonneberg), Silvia Kleint (MKB Barchfeld), Yvonne Krug (Automotive Lighting Brotterode), Torsten Meier (Automotive Lighting Brotterode), Heiko Müller (Bachmann Gumpelstadt), Thomas Poppe (Winkhaus Meiningen) und Thomas Ritz (Fahrzeugbau Geisa).

8. März 2020 | Internationaler Frauentag

Wir fairändern: #fairsorgen #fairgüten #fairteilen

Wir fordern:

  • Mehr Tarifbindung. Vor allem auch in den Branchen, in denen überwiegend Frauen arbeiten, um gute Voraussetzungen für die partnerschaftliche Verteilung von Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern zu schaffen!
  • Soziale, personenbezogene und haushaltsnahe Dienstleistungen durch Tarifverträge aufwerten und prekäre Beschäftigung zurückdrängen!
  • Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen erleichtern, damit alle Beschäftigten einer Branche von tariflichen Regelungen profitieren – auch wenn ihr Arbeitgeber nicht tarifgebunden ist!
  • Öffentliche Aufträge und Fördergelder nur an Unternehmen vergeben, die nach Tarif zahlen und gute Arbeitsbedingungen bieten!
  • Arbeitgeber verpflichten, ihre Entgeltpraxis zu überprüfen und Benachteiligung abzubauen!
  • Bessere Zutrittsrechte für Gewerkschaften, damit sie sich in den Betrieben für Beschäftigte und Betriebs- und Personalräte einsetzen können!
  • Verbandsklagerecht einführen, um gemeinsam die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durchzusetzen und dies nicht einzelnen Beschäftigten aufzubürden!

8. November 2019 | Curitiba - Brasilien

Ex-Staatspräsident Lula aus Haft entlassen.

Im Rahmen einer Studienreise traf der IG Metall-Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, den Metallgewerkschafter, Politiker und Staatspräsidenten Brasiliens 2003 bis 2010, Luiz Inácio Lula da Silva, in São Paulo.

Lula war einst selbst Vorsitzender einer Metallgewerkschaft in Brasilien. Politische Gegner sorgten in Kumpanei mit einer motivierten Gerichtsbarkeit dafür, dass Lula am 8. April 2018 in der südbrasilianischen Millionenstadt Curitiba inhaftiert wurde. Damit war dem aussichtsreichsten Kandidat für die Präsidentschaftswahl im September 2018 die Kandidatur versperrt. Lula lag bis dahin uneinholbar mit absoluter Stimmenmehrheit in allen Umfragen vorn.

Da die gegen ihn bisher zweifelhaft ergangenen Urteile nicht rechtskräftig sind und nicht alle Rechtsmittel ausgeschöpft werden konnten, musste Lula nun auf freien Fuß entlassen werden. Jubelnd wurde er von Anhängern in Curitiba empfangen. Landes- und weltweit ist die Freude groß.

6.-12. Oktober 2019 | 24. Ordentlicher Gewerkschaftstag der IG Metall in Nürnberg

MITEINANDER FÜR MORGEN


Zwei der 483 Delegierten des 24. Ordentlichen Gewerkschaftstages der IG Metall vertraten die IG Metall Suhl-Sonneberg: Torsten Meier (Automotive Lighting Brotterode) und Thomas Steinhäuser (IG Metall).

Nach einem Rückblick auf die Arbeit der zurückliegenden vier Jahre standen die Wahlen des Vorstandes der IG Metall an. Einer der 36 Vorstandsmitglieder ist aus Thüringen. Bernd Lösche, Betriebsratsvorsitzender bei Opel in Eisenach, wurde für die nächsten vier Jahre in dieser Funktion bestätigt.

810 Anträge wurden beraten und entschieden. Dabei standen auch die sieben Anträge aus Suhl-Sonneberg zur Entscheidung an.

17. April 2019 | IG Metall unterstützt Flüchtlingskinder

давай играем, Abdullah ...

Ein ehrenamtlich unermüdliches Team organisiert regelmäßig Spiel- und Sportnachmittage auf dem Suhler Friedberg für Flüchtlingskinder und Kinder aus Suhl und Umgebung. Die IG Metall Suhl-Sonneberg unterstützt diese solidarische Initiative erneut. Der 1. Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, überbrachte heute Sportbälle für die Kinder.

Dabei lernte er Abdullah (Bild unten) kennen, einen Jungen aus Tschetschenien, der seit einigen Tagen mit seinen Eltern und seinen beiden kleineren Schwestern in der Erstaufnahmestelle in Suhl wohnt. In den nächsten Tagen wird die Familie nach Gießen umziehen. "давай играем" rief Steinhäuser dem Jungen zu, was  "lass uns spielen" bedeutet.

Verlinkungen zum zentralen Internetangebot

www.igmetall.de