16. Oktober | Ortsvorstand berät Ergebnisse der Bundestagswahl

Endlich wieder Parität in der gesetzlichen Krankenkasse !

Der Ortsvorstand der IG Metall Suhl-Sonneberg beschäftigte sich heute in seiner ersten Sitzung nach der diesjährigen Bundestagswahl mit den Ergebnissen des Wahlsonntages am 23. September 2017.

Erwartet wird aus gewerkschaftlicher Sicht vor allem die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung. In den Wahlprogrammen der vermeintlichen Koalitionäre auf Bundesebene finden sich dazu sehr unterschiedliche Ausführungen. Allein Bündnis 90/Die Grünen streben die Wiederherstellung der paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung bei Abschaffung der Zusatzbeiträge an. Die FDP traf dazu keine Aussage. Und die Union sieht keinen Veränderungsbedarf am bestehenden System.

11./12. Oktober | Erfahrungsaustausch in Kerspleben

AGA-Arbeit in Thüringen

Die sechs Geschäftsstellen der IG Metall in Thüringen trafen sich, der langjährigen Tradition folgend, vom 11. bis 12. Oktober 2017 zum jährlich stattfindenden Erfahrungsaustausch.

In diesem Jahr folgten wir der Einladung der IG Metall Erfurt nach Erfurt-Kerspleben. Referenten waren eingeladen zu den Themen: Wie geht es weiter mit den Gewerkschaften nach der Bundestagswahl (Sandro Witt – stellvertretender Vorsitzender im DGB Hessen-Thüringen), zum Thema: Gesundheitspolitik (AOK-Plus) und einen Referenten der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland mit Ausführungen „Angleichung der Ost– an Westrente“.

Es wurde aber auch die gemeinsame Zeit genutzt, um über die außerbetrieblich Gewerkschaftsarbeit (AGA) aus den verschiedenen Regionen Thüringens zu berichten und sich dazu auszutauschen.

9./10. Oktober | JAV-/BR-Kongress in Fulda

Mehr als 350 Kolleginnen und Kollegen dabei

„Selbstbestimmt.mitbestimmt.solidarisch.“ war das Motto des Kongresses am 9. und 10. Oktober in Fulda, zu dem mehr als 350 Kolleginnen und Kollegen aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland mit 17 IG Metallerinnen und Metallern aus Thüringen angereist waren.

Es wurde in acht verschiedenen Foren unter anderem zu den Themen „Arbeitszeit für junge Beschäftigte“, „Duales Studium“ oder „Ausbildung im Betrieb checken und verbessern“ intensiv gearbeitet.

Am nächsten Tag diskutierten die Kongressteilnehmenden insbesondere über Anforderungen und Erfahrungen in der Begleitung von jungen Beschäftigten, die ihre Ausbildung erfolgreich abschließen. Mitunter sichert ein Tarifvertrag der IG Metall die Übernahme. In anderen Betrieben jedoch nicht.

24. September | Bundestagswahl

Wer nicht wählt, wird trotzdem regiert !

"Schlechte Kandidaten werden gewählt von guten Bürgern, die nicht zur Wahl gehen." (Thomas Jefferson, 1743–1826, US-Präsident).

Die IG Metall Suhl-Sonneberg ruft zur Teilnahme an der Bundestagswahl auf. Gerade für Beschäftigte sind verlässliche und gute Rahmenbedingungen durch den Gesetzgeber unverzichtbar. Gutes Leben und gute Arbeit sind ohne Schutz vor Ausbeutung und Unterdrückung undenkbar. Zudem haben Gewerkschaften auch sozialpolitisch und gesellschaftlich Forderungen an die Bundespolitik formuliert. Deshalb haben es die Menschen selbst in der Hand, durch ihre Stimmen am Wahltag ihre eigene Zukunft mitzugestalten und zu verbessern. Die IG Metall spricht keine Wahlempfehlung für eine bestimmte Partei oder eine bestimmte Person aus. Wir wollen am Wahlsonntag eine arbeitnehmerfeindliche Koalition verhindern. Dafür braucht es jede Stimme. Wir fordern alle auf, überhaupt zur Wahl zu gehen und keine Stimme an Nazis und Rechtspopulisten zu geben.

14. September | Tarifkommission Metall-/Elektroindustrie

Mehr Entgelt, mehr Ausbildungsvergütung und „kurze Vollzeit“

 

Rund 6 Prozent mehr Entgelte und Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von 12 Monaten sowie eine „verkürzte Vollzeit" - diese Forderungsvorschläge haben die Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie für die Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) und für Thüringen in einer gemeinsamen Sitzung am 14. September in Frankenthal diskutiert.

Ausführlich beschäftigten sich die beiden Tarifkommissionen dabei mit der wirtschaftlichen Lage, die einen wichtigen Hintergrund für die Tarifverhandlung bildet. Die Metall- und Elektroindustrie befindet sich seit Jahren in einer robusten Konjunkturlage. Das prognostizieren die Wirtschaftsforscher auch für 2018. 

Die 35-Stundenwoche sei die Wunscharbeitszeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, allerdings müsse es Entlastung geben. Mit der "verkürzten Vollzeit" will die IG Metall einen tarifvertraglichen Anspruch auf kürzere Wochenarbeitszeit in Ost und West schaffen. Das steht einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit in den neuen Bundesländern nicht entgegen.

9. September | Wandertag der IG Metall

Ich wand're ja so gerne ...

Auf Schuster's Rappen führte uns der inzwischen 8. Familienwandertag der IG Metall am 9. September durch das Schortetal bei Ilmenau. Nach dem Treffen in Ilmenau starteten wir durch zum Besucherbergwerk »Volle Rose«. Dort fuhren wir mit einer Besucherbahn zunächst durch die umliegende Landschaft. Anschließend fuhre wir in den ehemaligen Stollen ein. Musikalisch begleitet wurden wir durch Dieter Löffler auf dem Horn.

Im Schortetal befanden sich einst viele Bergwerksstollen, in denen vor allem Flussspat und Mangan abgebaut wurden. Das heutige Bergwerk »Volle Rose« wurde 1991 stillgelegt. Es ist heute als Schaubergwerk hergerichtet und für Besucher geöffnet. Zur Stärkung kehrten wir in die Gaststätte »Zur Schortemühle« ein. Es war wieder ein tolles Erlebnis in unserem schönen Thüringen. Viele freuen sich bereits auf den dann bereits 9. Familienwandertag im kommenden September.

1. September | Tariferhöhung in Thüringen

Mehr Geld für Beschäftigte im Kfz-Gewerbe

Zum 1. September 2017 erfolgt eine Tariferhöhung um 2,9 Prozent. In einer zweiten Stufe zum 1. Oktober 2018 steigen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um weitere 2,9 Prozent. Damit steigen die Entgelttabellen um insgesamt 5,8 Prozent.

Leider gilt der Tarifvertrag in vielen Autohäusern in Südthüringen noch nicht. Das können wir nur gemeinsam ändern.

1. September | Tariferhöhung in Suhl

Mehr Geld für Beschäftigte bei Merkel Suhl

Warnstreik der IG Metall am 20. September 2016

Am 5. Oktober 2016 vereinbarten die Geschäftsleitung und die IG Metall Suhl-Sonneberg für die etwa 140 Beschäftigten der Betriebe Merkel Jagd- und Sportwaffen, C.G. Haenel und CARACAL in Suhl eine Tariferhöhung in zwei Schritten. Erst der Warnstreik am 20. September 2016 brachte Schwung in die Verhandlungen.

Das Tarifergebnis erhöhte die Entgelte und Ausbildungsvergütungen zum 1. September 2016 um 4,5 Prozent. In einer zweiten Stufe erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab 1. September 2017 um weitere 2,5 Prozent. Das Tarifergebnis hat eine Laufzeit bis zum 31. August 2018.

16. August | Kassel

Bundessozialgericht stärkt Ehrenamt

Das Bundessozialgericht (BSG) hatte heute über die Frage zu entscheiden, ob für einen Kreishandwerksmeister, der für sein Ehrenamt eine jährliche pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 6500 Euro erhält, Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt werden müssen? Die Kasseler Richter stellten klar, dass Ehrenamt grundsätzlich beitragsfrei bleibe (Aktenzeichen B 12 KR 14/16 R).

In ganz vielen Bereichen engagieren sich Menschen ehrenamtlich. Sie bringen ihre Zeit und Energie ein. Vielfach erfolgt dafür gar keine oder nur eine geringe Aufwandsentschädigung für Fahrtkosten und dergleichen. Ob im Sportverein, der Selbstverwaltung in der Sozialversicherung, in gesellschaftlichen Projekten oder eben dem Handwerk sind viele Aktivitäten ohne ehrenamtliches Engagement nicht realisierbar. Daher begrüßt die IG Metall Suhl-Sonneberg die heutige Entscheidung vom BSG zur Sozialversicherungsfreiheit für Aufwandsentschädigungen. Klar formulierte der Senat die Aufforderung an den Gesetzgeber, in dieser Frage Klarheit zu schaffen. Klarheit würden wir uns zugleich wünschen für die einheitliche steuerliche Behandlung von Aufwandsentschädigungen. Während für beispielsweise Bezüge im Sportverein ein steuerlicher Freibetrag geltend gemacht werden kann, erkennen die Finanzbehörden diesen Freibetrag für Bezüge aus der Selbstverwaltung der Sozialversicherungen nicht an. Diese Ungleichbehandlung für Ehrenamt muss geändert werden.

1. August | Tariferhöhung in Bad Salzungen

Mehr Geld für Beschäftigte bei HFP Bandstahl

Alle Beschäftigten, die bei Einführung des Haustarifvertrages deutlich unter dem betrieblichen Durchschnitt lagen, wurden die Entgelte um maximal 100 Euro brutto monatlich ab Februar 2017 erhöht. Davon profitierten mindestens 30 der 260 Beschäftigten. Sofern gegenüber der betrieblichen Lohntabelle immer noch Differenzen bestehen, erhalten diese Beschäftigten ab August 2017 weitere maximal 30 Euro brutto monatlich. Hingegen wurden die Entgelte, die bei Einführung der neuen betrieblichen Tariftabelle ab Februar 2017 bereits höher waren, um pauschal 40 Euro brutto pro Monat erhöht, sofern die Tarifwerte nicht um mehr als 15 Prozent übertroffen waren. Für die 21 Beschäftigten, deren bisheriges Entgelt schon mehr als 15 Prozent über der neuen betrieblichen Tariftabelle liegt, erhielten mit der Abrechnung für Februar 2017 eine erste Einmalzahlung von 240 Euro brutto und erhalten mit der Abrechnung für August 2017 eine zweite Einmalzahlung von weiteren 200 Euro brutto.

1. August | Tariferhöhung in Barchfeld

Mehr Geld für Beschäftigte bei Oerlikon Woka

Am 6. August 2013 einigten sich IG Metall und Arbeitgeber erstmals auf Tarifsteigerungen in mehreren Schritten. Dabei wurden für die folgenden fünf Jahre Tarifanpassungen jeweils zum 1. August des Jahres vereinbart.

Zum 1. August 2017 erfolgt damit die Anpassung von 90 Prozent der Tarifentgelte der Metall- und Elektroindustrie Thüringen auf 93 Prozent. Das beinhaltet die Tarifsteigerung um zwei Prozent ab April 2017 in Referenztarif. Damit steigen die Entgelte für die Beschäftigten bei Oerlikon Woka um im Durchschnitt fünf Prozent.

1. August | Ausbildungsjahr beginnt

Jugendliche suchen sich Ausbildungsbetrieb aus

Das Berufsausbildungsjahr beginnt in Thüringen zum August eines Jahres. Der individuelle Ausbildungsbeginn kann davon abweichen und wird sich zumeist an den Schulferien orientieren. Teilweise konnten Betriebe nicht alle geplanten Ausbildungsplätze besetzen. Das folgt einerseits aus der zu geringen Zahl von Schulabgängern, die sich für eine duale Berufsausbildung entscheiden. Aber es liegt vielfach auch am konkreten Angebot des Ausbildungsbetriebes. Rechnerisch stehen in Thüringen in diesem Jahr pro Bewerbung 1,29 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Regional gibt es in Thüringen durchaus Unterschiede. In der Agentur für Arbeit Suhl ist die Stellen-Bewerber-Relation mit 1,25 im Durchschnitt Thüringens. Spitzenreiter in Thüringen ist die Agentur für Arbeit Jena mit einem Faktor von 1,43 Stellen je Bewerbung. Den geringsten Faktor weist die Agentur für Arbeit Gotha aus mit 1,09 Stellen je Bewerbung. Der Anteil ausländischer Bewerber ist leicht auf 3,5 Prozent gestiegen.

Kümmerliche Ausbildungsvergütungen, zweifelhafte Ausbildungsqualität und völlige Unklarheit über Perspektiven nach Abschluss der Ausbildung sprechen niemanden an. In Betrieben hingegen, in denen der Tarifvertrag der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie angewendet wird, erhalten Auszubildende, die Mitglied der IG Metall sind, im ersten Ausbildungsjahr 946 Euro brutto im Monat. Zudem sind 30 Arbeitstage Urlaub, also 6 Wochen pro Jahr, und beispielsweise auch zusätzliches Urlaubsgeld und Sonderzahlung geregelt. Nach Abschluss der Ausbildung ist die Übernahme im Ausbildungsbetrieb tarifvertraglich gesichert. Damit wissen die Jugendlichen schon heute, wie es im Sommer 2020 oder im Februar 2021 weiter gehen wird. Das spricht Jugendliche an. Und so können Ausbildungsstellen auch besetzt werden.

Beschäftigtenbefragung bestätigt Debatten in den Betrieben

93 Prozent Zustimmung zur Tarifangleichung Ost

 

Anfang 2017 rief die IG Metall bundesweit zur Teilnahme an einer Beschäftigtenbefragung auf. Insgesamt hatten sich über 660.000 Menschen an dieser Befragung beteiligt. In Süd-West-Thüringen erhielten wir 2.452 Rückmeldungen.

78 Prozent der Befragten in unserer Region stimmen der Abschaffung sachgrundloser Befristungen und prekärer Beschäftigung zu (bundesweit 66 Prozent), weitere 15 Prozent stimmen dem eher zu (bundesweit 23 Prozent). Hingegen stimmen 79 Prozent eines gesetzlichen Rückkehrrechtes aus Teilzeit in Vollzeit vollumfänglich zu (bundesweit 66 Prozent), weitere 17 Prozent stimmen dem eher zu (bundesweit 24 Prozent). Einer wirklich paritätisch finanzierten gesetzlichen Krankenversicherung stimmen 80 Prozent der Befragten zu (bundesweit 73 Prozent), sowie stimmen weitere 16 Prozent eher zu (bundesweit 22 Prozent). Das Rentenniveau muss stabilisiert und mittelfristig erhöht werden, auch wenn dadurch die Beiträge paritätisch steigen, stimmen 55 Prozent zu (bundesweit 52 Prozent) und stimmen 33 Prozent eher zu in gleichem Umfang wie auch bundesweit.

Die deutlichsten Unterschiede in den qualitativen Ergebnissen finden sich bei der Angleichung der tariflichen Arbeitszeit in Ostdeutschland an Westdeutlichland. Bundesweit finden das lediglich 18 Prozent der Befragten wichtig. In unserer Region hingegen ist das für 80 Prozent der Befragten wichtig plus 13 Prozent der Befragten eher wichtig. Der Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist bei der Arbeitszeit besonders groß. In Süd-West-Thüringen wünschen sich 63 Prozent der Befragten eine Wochenarbeitszeit von maximal 35 Stunden. Hingegen arbeiten real 59 Prozent der Befragten 40 Wochenstunden oder mehr.

Bundestagswahl 2017

Wen soll ich wählen? Besser nicht die AfD !

Am 24. September 2017 findet die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag statt. Viele Jugendliche sind als Erstwähler zur Teilnahme an der Wahl aufgerufen. „Wen soll ich wählen?“, fragen sich viele Erstwähler, aber auch andere Wählerinnen und Wähler. Für Jugendliche und insbesondere Erstwähler in Thüringen bot die IG Metall vom 14. bis 16. Juli 2017 einen Workshop zur Bundestagswahl in Saalfeld an.

Junge Metallerinnen und Metaller setzten sich aktiv mit den Wahlprogrammen von Union, SPD, Linke, Grüne, FDP und AfD. Überrascht waren die Jugendlichen, dass von diesen Parteien allein die Union ein Wahlprogramm ohne Legitimation durch einen Bundesparteitagsbeschluss vorlegte. Aber die Frage, ob, und wenn ja warum, in der Union Angst vor dem eigenen Souverän Parteitag bestehen mag, wurde nicht weiter vertieft. Die geringste Übereinstimmung mit unseren Forderungen fanden wir im Wahlprogramm der AfD. Die selbsternannte Alternative für Deutschland ist keinesfalls eine Alternative für Jugendliche und schon gar nicht für Gewerkschafter, weder in Deutschland noch Europa.

Tarifbindung. Betriebliche Mitbestimmung. Arbeitszeit: Im Wahlprogramm der AfD nicht enthalten. Keinerlei Aussage. Zentrale Themen und Erwartungen der IG Metall und ihrer zahlreichen Mitglieder, auch der Erstwähler, werden nicht behandelt.

19. Juli | Fiat Chrysler Automobiles Serbien

Streik überraschend beendet

Seit 27. Juni 2017 streikten die Gewerkschaften und etwa 2.000 Beschäftigte der Tochterfirma von FCA im serbischen Kragujevac. Grund war die Weigerung der lokalen Werkleitung, Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen aufzunehmen. Diese hatten wegen exzessiver Arbeitsüberlastung und äußerst geringer Löhne ein unzumutbares Ausmaß erreicht.

Auch die IG Metall Suhl-Sonneberg solidarisierte sich in einer Erklärung an den Konzernvorstand mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen.

Nach einem Treffen mit der serbischen Regierungschefin haben die Verantwortlichen das Ende des Streiks beschlossen. Die Arbeiten wurden am 19. Juli wieder aufgenommen. Konkrete Ergebnisse gibt es bisher nicht.

Erst nach vier Jahren gibt es den berechtigten Branchenzuschlag

IG Metall setzt sich vor dem Bundesarbeitsgericht durch

Am 23. Juli 2013 machte die IG Metall Suhl-Sonneberg erstmals die Zahlung von Branchenzuschlägen für Leiharbeitnehmer der Job AG, die bei der BLG Automotive Logistics in Brotterode beschäftigt waren, geltend. Der Betrieb war logistischer Dienstleister für die Automotive Lighting in Brotterode. Für den Betrieb war ein Haustarifvertrag mit der IG Metall abgeschlossen, der sich in allen wesentlichen Tarifbestimmungen an die Metall- und Elektroindustrie Thüringen anlehnte. Lediglich die Tarifentgelte wichen vom Niveau der Metall- und Elektroindustrie ab. Der Arbeitgeber lehnte die Zahlung von Branchenzuschlägen ab. Das Arbeitsgericht Suhl sowie das Thüringer Landesarbeitsgericht (LAG) wiesen die Leistungsklage zu Unrecht ab. Zudem ließ das LAG keine Revision zu. Unsere am 28. Mai 2015 beim Bundesarbeitsgericht (BAG) eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde hatte nun endlich Erfolg. Das BAG korrigierte mit Urteil vom 22. Februar 2017 (Az.: 5 AZR 453/15) die Fehlentscheidung des LAG. Nun liegt die Urteilsbegründung vor, die den Fall an das LAG zurück verweist. Der Anspruch ist in der Sache unstreitig, jedoch in der Höhe auszuermitteln.

Einmal mehr zeigt sich hier, dass die Mitgliedschaft in der IG Metall einerseits hilft bei der Durchsetzung von Ansprüchen. Aber es macht sich auch bezahlt, wenn tarifliche Ansprüche bestehen und eingefordert werden können. Für die Beschäftigten, die mit uns vor Gericht gegangen waren, steht nun eine saftige Nachzahlung an. Die genaue Höhe ist noch vom LAG zu ermitteln. Aber auch alle anderen IG Metall-Mitglieder als Leiharbeiter profitieren ab sofort von der höchstrichterlichen Entscheidung.

1. Juli | IDAM Suhl

2. Stufe der Tariferhöhung ab Juli 2017

Tarifbindung stärkt Attraktivität als Arbeitgeber

Zwischen der IG Metall und der IDAM Ina Drives & Mechatronics AG & Co. KG wurde am 30. Mai 2016 erstmals für die damals etwas mehr als 100 Beschäftigten Tarifbindung durchgesetzt werden.

Die IDAM Ina Drives & Mechatronics AG & Co. KG ist ein Unternehmen der Schaeffler-Gruppe in Suhl. Mit über 100 Beschäftigten werden vor allem lineare und rotative Motoren sowie die zugehörigen Elektronikbaugruppen entwickelt und produziert. Der Standort entwickelt sich weiter gut. Seit vergangenem Jahr konnten zahlreiche Einstellungen neuer Kolleginnen und Kollegen vorgenommen werden. Das zeigt einmal mehr, dass Tarifbindung auch die Attraktivität als Arbeitgeber stärkt.

Ab Juli 2017 werden die monatlichen Basisvergütungen um pauschal weitere 63 Euro brutto erhöht. Das entspricht einer Steigerung um weitere 2,34 Prozent im Betriebsdurchschnitt. Auszubildende werden auf 82,5 Prozent der Ausbildungsvergütungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen angehoben. Das entspricht einer Steigerung von etwa 15 Euro im Durchschnitt. Die Laufzeit des Verhandlungsergebnisses gilt bis Ende März 2018.

Binz Ambulance- und Umwelttechnik in Ilmenau

Gegen Arbeitgeberwillkür insgesamt 50.572 Euro erstritten

Ab August 2015 wollten Arbeitgeber und Betriebsrat der Binz Ambulance- und Umwelttechnik in Ilmenau die etwa 140 Beschäftigten verpflichten, statt bisher 38 Stunden pro Woche zukünftig 40 Stunden pro Woche für das gleiche Geld zu arbeiten. Arbeitszeitfragen unterliegen jedoch dem Tarifvorrang und können daher nicht durch die Betriebsparteien rechtwirksam zum Nachteil der Beschäftigten, wie hier beabsichtigt, geregelt werden. Auch den Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld kann der Betriebsrat für die Beschäftigten nicht wirksam erklären.

In insgesamt 44 Fällen machte die IG Metall Suhl-Sonneberg in Vollmacht für Beschäftigte Zahlungsansprüche geltend. Davon wurden wegen keiner außergerichtlichen Klärung 31 Klagen an das Arbeitsgericht Erfurt eingereicht. In 21 Verfahren wurden Zahlungen für die Beschäftigten durch gerichtlichen Vergleich erreicht. In weiteren zehn Verfahren entschied das Arbeitsgericht durch Urteil zu Gunsten der beschäftigten. Insgesamt konnten Nachzahlungen in Höhe von 50.572 Euro erstritten.

30. Juni | Gehren

Letzter Abschied von DURA aus der Region

Warnstreik am 13. Juni 2014 in Gehren

Zum 30. Juni 2017 scheiden die letzten acht verbliebenen ehemaligen Beschäftigten aus der Transfergesellschaft aus. Anfang September 2013 schockierte die DURA Automotive Systems GmbH die Belegschaft in Gehren mit der Ankündigung, das Werk zu Ende 2014 nach über 70 Jahren Produktion schließen zu wollen. Damit plante der US-amerikanische Automobilzulieferer kurzfristig das Ende der Produktion von vor allem Seilzügen in Gehren.

Etwa 190 Beschäftigte waren von dieser schockierenden Nachricht betroffen. In kurzer Zeit organisierten sich über 90 Prozent der Belegschaft in der IG Metall. Leider zu spät, um mit dem Eigentümer rechtzeitig über eine alternative Standortstrategie verhandeln zu können. Jedoch waren wir dann in der Lage, einen Sozialtarifvertrag zur Verzögerung der Schließung unter gleichzeitiger Verbesserung der Entschädigungen für die sozialen Auswirkungen zu verhandeln und abzuschließen. Die Einstellung des Geschäftsbetriebes in Gehren konnten wir auf den 30. Juni 2016 hinauszögern.

Einige ehemalige Beschäftigte fanden sofort eine neue Beschäftigung und gingen nicht in die Transfergesellschaft über. Aber für immerhin 144 ehemalige DURA-Beschäftigte bot die Transfergesellschaft Qualifizierung und Unterstützung bei der Vermittlung in neue Arbeit. Wegen Rentennähe oder gesundheitlichen Einschränkungen strebten lediglich 109 Beschäftigte eine Anschlussbeschäftigung an. Für 67 Beschäftigte gelang das direkt aus der Transfergesellschaft heraus. Das entspricht einer überproportional hohen Quote von knapp 62 Prozent. Die der DURA im Sozialplan abgerungenen 144.000 Euro für Qualifizierung in der Transfergesellschaft wurden komplett ausgeschöpft. Zusätzlich bewilligte die Agentur für Arbeit fast 45.000 Euro für Qualifizierungsmaßnahmen. Im Schwerpunkt fanden Bewerbungstrainings und EDV- oder CNC-Kurse statt. Aber auch zum Busfahrer oder als Erzieherin schulten einzelne Beschäftigte um. Mitglieder der IG Metall erhielten bei Ausscheiden gemäß Sozialtarifvertrag eine zusätzliche Bonuszahlung von bis zu 3.000 Euro. Insgesamt musste DURA somit für die IG Metall-Mitglieder 211.750 Euro zusätzlich berappen.

2. Juni | AGA-Seminar in Steinach (Taunus)

Blick zurück nach vorn.

Aktive Kolleginnen und Kollegen der Arbeitskreise für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit AGA der IG Metall Eisenach gemeinsam mit der IG Metall Suhl-Sonneberg trafen sich im hessischen Steinbach für eine Woche zum gemeinsamen Seminar.

Rückblickend wurden die gemeinsamen Aktivitäten der vergangenen Monate ausgewertet und analysiert. Aber vor allem wurden Vorhaben für die kommenden Monate vereinbart und besprochen. Im Zentrum der Diskussionen stand dabei die diesjährige Bundestagswahl. Gerade Gewerkschafter/innen haben klare Erwartungen an Bundespolitik. Zudem werden bewährte Aktivitäten traditionell fortgesetzt. Der gemeinsame Wandertag oder der Internationalen Frauentag stehen fest im Plan.

20. Mai | Jubilarehrung in Suhl

320 langjährige IG Metall-Mitglieder geehrt

Die diesjährige zentrale Jubilarehrung der IG Metall Suhl-Sonneberg fand am 20. Mai 2017 im Michel Hotel in Suhl statt. Eingeladen waren 100 Gewerkschaftsmitglieder, die seit 40 Jahren Mitglied der IG Metall sind, 96 Mitglieder, die seit 50 Jahren der IG Metall die Treue halten, 87 Kolleginnen und Kollegen, die seit 60 Jahren gewerkschaftlich organisiert sind und 37 weitere IG Metall-Mitglieder, die sogar auf 70 Jahre Mitgliedschaft in der Gewerkschaft zurück blicken. Acht der 37 Mitglieder nahmen an der Festveranstaltung teil. Damit dankt die IG Metall Suhl-Sonneberg diesen Jubilaren für insgesamt 16.610 Jahre Mitgliedschaft.

Kulturell umrahmt wurde die Festveranstaltung durch den „Mühlen-Chor“ aus Suhl-Albrechts unter Leitung von Hannelore Deckert.

16. Mai | Tarifkommissionen Metall- / Elektroindustrie

Den Konflikt um die Arbeitszeit müssen wir führen.

In der Diskussion: Tim Reichert (Bosch Eisenach - oben) und Michael Lemm (Bosch Eisenach - unten)

Am 16. Mai 2017 tagten die Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie für Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland gemeinsam im hessischen Rosbach vor der Höhe.

Vorgestellt wurden erste Ergebnisse aus der Beschäftigtenbefragung 2017 insbesondere zum Thema Arbeitszeit. Auch Thüringer Beschäftigte brachten sich aktiv in die Diskussion ein. Die IG Metall im Bezirk Mitte wird auf Grundlage der Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung in den Sommermonaten den weiteren Fahrplan für ihre Tarifforderungen diskutieren und festlegen. Spätestens im Oktober wird dazu die Forderung der IG Metall für die Tarifbewegung 2018 verbindlich beschlossen.

Anbei die Pressemitteilung der IG Metall-Bezirksleitung:

5. Mai 2017 | Meiningen

Fest der Kulturen

Der Aktionstag wird durch das Meininger Bündnis für Demokratie und Toleranz ausgerichtet. Das ist bereits eine Tradition seit Jahren. Die IG Metall Suhl-Sonneberg unterstützt den Aktionstag und die Aktivitäten des Bündnisses.

In diesem Jahr war erneut das Motto: Meiningen ist bunt. Nach dem Familienfest am Nachmittag folgte ein Konzertabend.

Zur formalen Eröffnung des Aktionstages sprachen Ulrich Töpfer, Sprecher des Bündnisses und stellvertretender Bürgermeister. Dann sprachen Ansgar Haag, Intendant des Meininger Staatstheaters, und Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Wir sind viele. Wir sind eins.

1. Mai 2017

Der DGB veranstaltete gemeinsam mit der IG Metall und den anderen Gewerkschaften mehrere Kundgebungen am 1. Mai. Bei strahlendem Sonnenschein folgten viele Kolleginnen und Kollegen, teils mit ihren Familien, dem Maiaufruf. Alle Veranstaltungen in unserer Region verliefen friedlich.

In Ilmenau sprachen Norbert Zeike vom DGB Kreisverband, OB Seeber, Landrätin Enders und Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg. Mit Tänzen und einer Modenschau nahmen auch ausländische Studierende am Programm teil.

In Sonneberg sprachen Ute Kröckel, IG Metall Suhl-Sonneberg, und Klaus Schüller vom DGB Thüringen.

In Suhl sprach Thomas Schmidt vom DGB Thüringen.

4. April | AGA-Aktive zu Gast beim DRK

Erste Hilfe kann Leben retten ...

Die Mitglieder des Arbeitskreises für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit AGA absolvierten beim Deutschen Roten Kreuz in Suhl eine Auffrischung ihrer Kenntnisse in der ersten Hilfe.

Wie sichere ich eine Unfallstelle ab? Wie verständige ich Hilfe? Welche Angaben sind dabei notwendig? Auf was kommt es bei einer erforderlichen Erstversorgung an? Wie wird beatmet? Wie schütze ich mich als Helfer davor, um nicht selbst zu Schaden zu kommen.

Viele Fragen wurden durch die Referentin, Evelin Ludwig, kompetent beantwortet. Aber auch das praktische Ausprobieren der Erkenntnisse zählte bei der Schulung dazu.

1. April | Metall- und Elektroindustrie

Plus 2 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung

In der Metall- und Elektroindustrie Thüringens erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um zwei Prozent in der zweiten Stufe des Tarifabschlusses aus 2016.

Das Eckentgelt in der Entgeltgruppe 5 steigt auf 2.757 Euro monatlich brutto. Die Ausbildungsvergütung im ersten Ausbildungsjahr erreicht 965 Euro monatlich.

27. März | São Paulo - Brasilien

Bevollmächtigter traf Ex-Staatspräsident Lula

Im Rahmen einer Studienreise traf der IG Metall-Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, den Metallgewerkschafter, Politiker und Staatspräsidenten Brasiliens 2003 bis 2010, Luiz Inácio Lula da Silva, in São Paulo.

Lula war einst selbst Vorsitzender einer Metallgewerkschaft in Brasilien. Vermutlich wird er für die Arbeiterpartei PT (Partido dos Trabalhadores) erneut als Spitzenkandidat für die Wahlen im kommenden Jahr aufgestellt.

Im über zweistündigen Gespräch tauschten sie sich über internationale Solidarität, politische und gewerkschaftliche Arbeit in beiden Ländern sowie die anstehenden Bundestagswahlen 2017 in der Bundesrepublik und die Präsidentschaftswahlen 2018 in Brasilien aus.

Unser Jahr hat 365 Frauentage

Internationaler Frauentag am 8. März

Die IG Metall Suhl-Sonneberg gratuliert allen Frauen zum Internationalen Frauentag am 8. März. Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin schlug auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor, ohne jedoch ein bestimmtes Datum zu favorisieren. Der erste Frauentag wurde dann am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz gefeiert. Am 8. März 1917 – nach dem damals in Russland verwendeten julianischen Kalender der 23. Februar – streikten in Sankt Petersburg die Arbeiter- und Soldatenfrauen und erstmals auch Bauernfrauen der armen Stadtviertel auf der Wyborger Seite und lösten damit die Februarrevolution aus. Zu Ehren der Rolle der Frauen in der Revolution wurde auf der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen 1921 in Moskau auf Vorschlag der bulgarischen Delegation der 8. März als internationaler Gedenktag eingeführt.

1. März | Mehr Geld nach Tarifvertrag

Plus 13,6 Prozent bis Ende 2019

Am 29. und 30. November 2016 einigten sich die DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit mit den Arbeitgeberverbänden iGZ und BAP in der dritten Verhandlungsrunde zu einem Tarifergebnis bis Ende 2019. Insgesamt werden die Grundentgelte Ost in drei Stufen plus zwei Anpassungsstufen um 13,6 Prozent (Entgeltgruppe 1) erhöht. Von 8,50 Euro je Stunde Ende 2016 wurde bereits zum 1. Januar 2017 die erste Anpassungsstufe nur in den beiden unteren Entgeltgruppen 1 und 2 wirksam. Ab Oktober 2019 werden dann 9,66 Euro je Stunde in der Entgeltgruppe 1 erreicht.

Parallel zu den Entgeltsteigerungen Ost und West wurde vereinbart, dass (spätestens) ab April 2021 die Tariftabellen West bundesweit einheitlich angewendet werden. Damit konnte eine lange Forderung der Gewerkschaften jetzt endlich tarifvertraglich normiert werden.

Verstärkung im Team

Bernd Messerschmidt

Unser Team in den miteinander kooperierenden Geschäftsstellen der IG Metall Eisenach und Suhl-Sonneberg wird neu durch Bernd Messerschmidt verstärkt. Im Rahmen eines auf drei Jahre angelegten Projektes wollen wir mit seiner Unterstützung die Angestelltenarbeit in ausgewählten Betrieben auf- und ausbauen.

Bernd Messerschmidt arbeitete zuletzt in der IG Metall Nordhausen als Gewerkschaftssekretär. Der 59-jährige Metaller aus Vacha verfügt über Erfahrungen in der Projektarbeit in der IG Metall. Zuvor war Bernd Messerschmidt viele Jahre Betriebsratsvorsitzender bei Nexans in Vacha und aktives Mitglied im Ortsvorstand der IG Metall Suhl-Sonneberg.

18. Januar | IG Metall begrüßt Entscheidung des BAG

Betriebsratsarbeit hat Vorrang im Betrieb

Am 18. Januar 2017 entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt erneut zur Frage, wie ehrenamtliche Betriebsratsarbeit im Betrieb arbeitsrechtlich und arbeitszeitrechtlich zu bewerten ist (Az.: 7 AZR 224/15). Das Verfahren, in welchem ein Betriebsratsmitglied aus einem dreischichtigen Metallbetrieb in Nordrhein-Westfalen klagte, wurde durch die gewerkschaftliche DGB Rechtsschutz GmbH gewonnen.

In Schichtbetrieben bleibt es nicht aus, dass Betriebsratsmitglieder in unterschiedlichen Schichten eingesetzt sind. Da Betriebsratsarbeit Vorrang vor anderen dienstlichen Aufgaben hat, muss der Arbeitgeber, der Schichtarbeit anwendet, hinnehmen, dass dann Arbeitszeit ausfällt, jedoch vergütet werden muss.

Betriebsratsarbeit ist wichtig und unverzichtbar. Deswegen setzen wir auch unsere erfolgreichen Aktivitäten weiter fort, in Betrieben, in denen bisher noch kein Betriebsrat gewählt wurde, Betriebsratswahlen einzuleiten und durchzuführen.

2017 Bildungsfreistellung nutzen.

Jetzt Anspruch im Betrieb geltend machen.

Das Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz ermöglicht eine Freistellung von bis zu fünf Tagen im Jahr, für Auszubildende bis zu drei Tagen im Jahr, ohne Minderung von Entgelt oder Urlaub. Weitere Infos ergeben ich aus anhängendem Flugblatt.

Die IG Metall bietet vor allem das A-1-Seminar oder das Jugend-1-Seminar im Rahmen der Bildungsfreistellung in Thüringen an. Die Anerkennungsbescheide sowie ein Antragsformular können hier herunter geladen werden. Für Mitglieder der IG Metall entstehen bei der Teilnahme gemäß Bildungsfreistellung keine Kosten.

Bei Fragen gern an das Büro der IG Metall wenden.

1. Januar | Zweite Stufe der Lohnerhöhung

Mindestvergütung bei MKB Barchfeld betrieblich erhöht

Die Metall- und Kunststofftechnik Barchfeld ist ein Automobilzulieferer mit 90 Beschäftigten. In einigen Produktionsbereichen wurde seit Jahren im Akkord gearbeitet. Seit Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes Anfang 2015 bestanden unterschiedliche Auffassungen über die Rechtmäßigkeit der Höhe der Akkord-Vergütung.

Geschäftsleitung und IG Metall unterzeichneten am 29. Januar 2016 ein Verhandlungsergebnis zur Festlegung der betrieblichen Mindestvergütung. Ab 1. Februar 2016 wurde die Vergütung von Akkord- auf Stundenlohn umgestellt. Es wurden mindestens 9,20 Euro pro Stunde gezahlt. In einem nächsten Schritt erhöht sich die betriebliche Lohnuntergrenze ab 1. Januar 2017 auf 10,00 Euro pro Stunde.

19. Dezember | Wieder ein Betriebsrat mehr

Erstmals Betriebsratswahl bei Saab Medav Technologies Ilmenau

Raymond Haße (links, IG Metall Suhl-Sonneberg) und Jörg Pillar (rechts, Betriebsratsvorsitzender)

Die IG Metall Suhl-Sonneberg unterstützt seit bereits mehreren Jahren aktiv die Ausweitung der betrieblichen Mitbestimmung. In den letzten Jahren konnten in zahlreichen Metallbetrieben in Süd- und Westthüringen erstmals Betriebsratswahlen eingeleitet und durchgeführt werden. Damit haben inzwischen über 3.000 Beschäftigte mehr eine betriebliche Interessenvertretung.

Die Saab Medav Technologies GmbH entwickelt am Standort in Ilmenau mit 18 Beschäftigten Softwarelösungen auf technisch-wissenschaftlichem Niveau zur Informationserfassung, -speicherung und -auswertung. Wegen Stimmengleichheit wurde Jörg Pillar durch Losentscheid zum Betriebsratsvorsitzenden ermittelt. Die IG Metall wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben, Durchsetzungsvermögen sowie Kraft und Ausdauer. Den hohen Erwartungen an den neuen Betriebsrat gilt es jetzt durch kompetentes Agieren zu entsprechen. Dabei hilft weiterhin die IG Metall Suhl-Sonneberg durch Schulungen und Begleitung.

14. Dezember | Schmalkalden

JAV-Wahlen 2016: Mehr gewählte JAV-Mitglieder

In Betrieben mit mehr als fünf Auszubildenden finden Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) statt.

In diesem Jahr wurden in bereits 16 Betrieben solche Wahlen durchgeführt. Das ist in zwei Betrieben mehr als vor zwei Jahren. Damit können sich jetzt 18 gewählte Mandatsträger intensiv um Ausbildungsfragen in den Betrieben kümmern. Eng arbeitet die JAV dabei mit dem im Betrieb gewählten Betriebsrat und der IG Metall zusammen. Zu den Aufgaben der JAV gehört die Überwachung der ordnungsgemäßen Durchführung der Berufsausbildung im Betrieb. Dabei sind Gesetze und andere Normen zu beachten. Um sich darauf vorzubereiten, empfiehlt die IG Metall den JAV-Mitgliedern Seminare.

Wir wünschen allen gewählten JAV-Mitgliedern viel Erfolg für ihre neue Aufgabe. Dabei unterstützen wir sie wie gewohnt.

25./26. November | Treffen der Ortsfrauenausschüsse

Frauen-Power in Thüringen

Am 25. November, am Tag gegen Gewalt an Frauen, begann die zweitägige Tagung von Thüringer Frauen in der IG Metall. In Nordhausen wurde vor allem zu mehr Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und Chancengleichheit in der Arbeitswelt beraten. Auch Frauen aus unserer Region nahmen teil. Konkret wurde auch die aktuelle Arbeitszeitkampagne der IG Metall behandelt. Flexibilität ist das alles umfassende Thema. Impulse für die Tagung wurden zunächst von Alrun Fischer (Arbeitnehmer Beratung Dresden) gegeben. Anschließend führte Bernd Spitzbarth (IG Metall Nordhausen) zum Stand der Kampagnendiskussion zur Arbeitszeit in der IG Metall ein. Unsere Frauen wollen Flexibilität, aber nicht zu ihren Lasten. Fragwürdig sind Debatten um die Abschaffung des 8-Stundentages oder der Ausweitung der Schicht- oder Wochenendarbeit. Auch bleibt das Problem unfreiwilliger Teilzeit für Frauen. Für die Männer wird die Arbeitswelt länger und für Frauen bleiben viele Wege verschlossen.

An den Themen arbeiten wir weiter, zum Beispiel im Ortsfrauenausschuss OFA. Wer Interesse hat, kann sich gern beteiligen.

22. November | Ehrung der Jahrgangsbesten

Ausgabe von "Bildungsfüchsen" durch die IHK Südthüringen

Gewerkschaftssekretär Christian Rotter (links) gratuliert Marcel Storch (rechts) zum Abschluss

Bereits zum 26. Mal ehrte die IHK Südthüringen die besten Absolventen der Berufsausbildungsabschlussprüfungen. Seit 1998 erhalten dabei alle Absolventen, die mit 87 von 100 Punkten oder mehr abschließen, einen "Bildungsfuchs". In diesem Jahr konnten von über 1.000 Absolventen 33 Jugendliche mit diesem Preis geehrt werden.

Unter den Preisträgern ist auch Marcel Storch. Er absolvierte in der Lehren- und Meßgerätewerk Schmalkalden eine erfolgreiche Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer. Nach der Ehrungsveranstaltung gratulierte ihm auch Christian Rotter von der IG Metall Suhl-Sonneberg.

22. November | Die Polizei informiert

Wenn der "Enkel" gar kein Enkel ist ?

Immer wieder warnt die Polizei davor, dass Einbrecher, Trickbetrüger oder Taschendiebe nicht unterschätzt werden. Mitunter haben diese Verbrecher zu leichtes Spiel. Opfer sind häufig lebensältere Menschen. Deswegen ist es wichtig, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung lud die IG Metall Suhl-Sonneberg Kolleginnen und Kollegen am 22. November 2016 in das Suhler Hotel Thüringen ein. Referent Maik Hengelhaupt von der Landespolizeiinspektion Suhl beschrieb anschaulich, wie Täter vorgehen und wie leicht Opfer zu Opfern werden. Wir sollen bei unbekannten Personen misstrauisch sein, ließ er uns wissen. Gerade wer höflich und hilfsbereit ist, wird zum Ziel der Verbrechen. Und das sind häufig eben lebensältere Menschen. Vielleicht können Verbrechen nicht gänzlich verhindert werden, doch erschwert etwas mehr Vorsicht den Tätern ihr Vorhaben. Praktische Tipps wurden uns dazu mit auf den Weg gegeben.

Über den Einbruch im Urlaub, von dem in den sozialen Netzwerken berichtet wird, über den sogenannten Enkeltrick, über die Maltamasche bis hin zu Taschendiebstahl im Aufzug, im Gedränge in Bus oder Bahn wurde anschaulich vorgetragen. Verbrechen können nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

12. November | Vertrauensleutekonferenz Thüringen

"Kartell der Bescheidenen" ablösen ...

Alle vier Jahre werden Vertrauensleute der IG Metall in den Betrieben bundesweit gewählt. 2016 fanden Wahlen statt. Nun lud die IG Metall die neu gewählten Vertrauensleute Thüringens nach Erfurt ein. Thematisch diskutierten die Kolleginnen und Kollegen insbesondere zu den beiden zentralen Kampagnen der IG Metall: zu Arbeitszeit und Rentenpolitik.

In einem Impulsbeitrag beschrieb Professor Dr. Michael Behr, Abteilungsleiter im Thüringer Arbeitsministerium, die Praxis von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in Thüringen als "Kartell der Bescheidenen". Einerseits die Unternehmer in Thüringen, die mit "bescheidenen" Billigangeboten auf den Märkten Aufträge generierten. Und  andererseits die Beschäftigten in Thüringen, die oftmals "bescheidene" Vergütungen hinnahmen, weil die erzielten Umsätze nicht mehr hergaben.

Das wollen wir ablösen. Weg vom Billiglohnimage Thüringens. Die Wirtschaft benötigt Fachkräfte. Das braucht vergleichbare Arbeitsplatzbedingungen  wie in anderen Regionen Deutschlands.

4./5. November | Ilmenau

26. Antifaschistischer & Antirassistischer Ratschlag in Thüringen

In Erinnerung an die Ereignisse am 9. November 1938 in Deutschland, als landesweit Synagogen und andere jüdische Einrichtungen angezündet und geschändet wurden, fand nun bereits zum 26. Mal der Antifaschistische und Antirassistische Ratschlag in Thüringen jeweils Anfang November statt. Alle Jahre wechselt der Ort der Veranstaltung innerhalb Thüringens. In diesem Jahr trafen sich die Teilnehmenden in Ilmenau. Thematisch wurde insbesondere über Flüchtlingspolitik, gesellschaftliche Tendenzen oder Muster individueller oder institutioneller Ausgrenzung diskutiert, um Wege humanistischer und solidarischer Veränderungen zu entwickeln.

Auch in diesem Jahr unterstützte die IG Metall wieder das traditionelle Treffen antifaschistischer und antirassistischer Aktiver in Thüringen. Tagsüber gab es verschiedene interessante und teils kontroverse, aber ausschließlich faire und respektvolle Debatten und Diskussionen. Durch die bunte Vielfalt von Unterstützer/innen und Teilnehmenden aus sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen, politischen oder privaten Zugängen zu den Themen, zeichnet sich der Ratschlag in Thüringen aus. Wir danken allen anderen Organisatoren, Unterstützern und Teilnehmenden für ihren Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung.

26. Oktober | Rohr/Kloster

Neuer Vizepräsident der HWK Südthüringen: Mario Hau

Präsident Helmut Adamy (links) gratuliert Mario Hau (rechts) zur Wahl

Alle fünf Jahre finden die Wahlen der Selbstverwaltung in einer Handwerkskammer (HWK) statt. Von den 24 ordentlichen Mitgliedern der Vollversammlung werden 16 Mitglieder durch die Arbeitgeber und acht Mitglieder durch die Arbeitnehmer auf Vorschlag der Gewerkschaften gewählt. Nur zwei Vollversammlungsmitglieder sind Frauen, beide Arbeitnehmerinnen. Von den acht Arbeitnehmervertretern sind fünf Kollegen Mitglied der IG Metall. In der konstituierenden Sitzung der Vollversammlung der HWK Südthüringen am 26. Oktober 2016 in Rohr/Kloster wurde auf Vorschlag der IG Metall Suhl-Sonneberg Mario Hau neu als Vizepräsidenten der Arbeitnehmerseite gewählt. Als zweites, weiteres Mitglied der Arbeitnehmer im Vorstand der HWK Südthüringen wurde neu IG Metaller Günter Kaiser gewählt.

Die IG Metall Suhl-Sonneberg gratuliert allen gewählten Mitgliedern der neuen Vollversammlung. Besonders gratulieren wir dem neuen Präsidium und dem neuen Vorstand und wünschen für die Arbeit in den kommenden fünf Jahren viel Kraft, gute Entscheidungen und Erfolg für das Südthüringer Handwerk.

Besuch im Europäischen Parlament

Bonjour Brüssel !

Auf Einladung der Vorsitzenden der Fraktion GUE/NGL Vereinigte Europäische Linke im Europäischen Parlament, Gabi Zimmer (Die Linke), weilten Mitglieder des Arbeitskreises für Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit (AGA) der IG Metall Suhl-Sonneberg vom 19. bis 21. Oktober 2016 in Brüssel.

Auf dem Programm stand ein Gespräch mit Gabi Zimmer. Weiter bestand die Möglichkeit, das Europäische Parlament und auch den Plenarsaal kennen zu lernen. Danach nahmen die Metallerinnen und Metaller an einer internationalen Gewerkschaftskonferenz im EU-Parlament teil.

Eine Stadtrundfahrt zu den bekanntesten Wahrzeichen Brüssels und der Besuch einer Chocolaterie rundeten den Aufenthalt in der belgischen Hauptstadt ab.

5. Oktober | Tarifabschluss bei Merkel Suhl

Plus 7 Prozent mehr Geld in zwei Schritten

Unterzeichnung des Abschlusses von links Olaf Sauer, Geschäftsführer Merkel, und Thomas Steinhäuser, IG Metall

Am 5. Oktober 2016 wurde ein Tarifabschluss für die Betriebe Merkel Jagd- und Sportwaffen, C.G. Haenel und CARACAL in Suhl erreicht. Die etwa 140 Beschäftigten der drei Suhler Betriebe produzieren hochwertige Jagd- und Sportwaffen. Zusätzlich hat die Unternehmensgruppe inzwischen auch Aufträge für die Landesverteidigung erhalten. In den ersten beiden Verhandlungen am 3. und am 18. August 2016 gelang keine Annäherung. Erst nach dem Warnstreik am 20. September 2016 brachte ein dritter Verhandlungstermin am 27. September 2016 Schwung in die Verhandlungen.

Das Tarifergebnis erhöht die Entgelte und Ausbildungsvergütungen rückwirkend zum 1. September 2016 um 4,5 Prozent. Das entspricht einer monatlichen Steigerung des Grundentgeltes der Entgeltgruppe fünf (Facharbeitervergütung) um 83 Euro brutto. In einer zweiten Stufe erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab 1. September 2017 um weitere 2,5 Prozent. Dann erhöht sich das monatliche Grundentgelt der Entgeltgruppe fünf um weitere 48 Euro brutto. Insgesamt entspricht das einer Erhöhung um sieben Prozent beziehungsweise um 131 Euro brutto monatlich in der Entgeltgruppe fünf. Das Tarifergebnis hat eine Laufzeit bis zum 31. August 2018.

20. September | Dank für langjährige Unterstützung

25 Jahre Senioren-Arbeitskreis

Im Senioren-Arbeitskreis der IG Metall Suhl-Sonneberg arbeiten Kolleginnen und Kollegen im Ruhestand mit. Auf die aktive Gruppe ist bei vielen Veranstaltungen und Aktionen Verlass. Häufig unterstützt der Arbeitskreis unsere gewerkschaftlichen Aktivitäten. Und das bereits seit 25 Jahren. Es gibt Beteiligte, die seit der Gründung dabei sind.

Aus Anlass des Jubiläums waren die Mitglieder des Arbeitskreises auf Einladung der IG Metall Suhl-Sonneberg im Rahmen eines gemeinsamen Ausfluges im Grenzmuseum Point Alpha nahe Geisa.

Wir danken den Kolleginnen und Kollegen für ihre treue und verlässliche Unterstützung und freuen uns auf weitere gemeinsame Aktivitäten.

20. September | Meiningen

3 x 1.200 Euro private Spende übergeben

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser, ist alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland und zugleich Mitglied der Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung. Für diese ehrenamtlichen Funktionen erhielt er im Jahr 2015 insgesamt 3.304 Euro Aufwandsentschädigungen. Seit Übernahme der ehrenamtlichen Funktionen behält Steinhäuser diese Summe nicht für sich, sondern spendet einmal im Jahr das Geld an Vereine oder Akteure der Kinder- oder Jugendarbeit in unserer Region. In diesem Jahr spendete Steinhäuser auf Vorschlag des Landrates im Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Peter Heimrich (SPD), je 1.200 Euro an das Projekt "Faustlos" der Grundschule Ludwig Bechstein, an das Kinder- und Jugendtheater "tohuwabohu" und an die Kinderstadt. Alle drei Empfänger arbeiten mit Kindern und Jugendlichen in Meiningen. Zwar sind die 3.304 Euro noch zu versteuern, doch hat Steinhäuser den Spendenbetrag auf glatte 3.600 Euro aufgerundet.

Auf dem Bild sind die beiden Klassensprecher der vierten Klassen der Grundschule Ludwig Bechstein, Sina Beck und Julian Würdig, sowie v.l.n.r.: Carmen Filler, Direktorin der Grundschule, Thomas Steinhäuser, der Spender, Iris Helbing, Kinderstadt Meiningen, Marten Straßenberg und Katharina Berndt, tohuwabohu Meiningen, und Peter Heimrich, Landrat.

10. September | Delegiertenversammlung in Breitungen

Engagierte Diskussion mit Jörg Hofmann

Zeitgleich tagten am 10. September 2016 in Breitungen die Delegiertenversammlung der IG Metall Eisenach mit der Delegiertenversammlung der IG Metall Suhl-Sonneberg. Erstmals nahm der 1. Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, an der Sitzung teil.

Es war für unsere Delegierten aus Eisenach und auch Suhl-Sonneberg eine besondere Freude, dass Jörg Hofmann an unserer Delegiertenversammlung und der gemeinsamen Diskussion teilnahm. Thematisch war die Debatte geprägt durch die Kampagnen der IG Metall bundesweit für eine Verbesserung des Rentenrechts sowie zur Neuregelung von betrieblichen und tarifvertraglichen Arbeitszeiten. Dafür muss jedoch gerade die Tarifbindung in Thüringen weiter ausgebaut werden. Kolleginnen und Kollegen von Leica Biosystems Eisfeld berichteten über die aktuelle Auseinandersetzung und erfuhren eine deutliche Solidarität.

Vor allem für die Zulieferbetriebe zur Automobilindustrie bestehen erhebliche Probleme, die zukünftigen Anforderungen im Wettbewerb erfüllen zu können. Das liegt unter anderem an unzureichenden Forschungs- und Entwicklungsbereichen in den Betrieben in Thüringen wie auch insbesondere am Umgang der Automobilkonzerne mit seinen Zulieferern. Hier bedarf es eines stärkeren gewerkschaftlichen Verständnisses über mögliche Wege in die Zukunft. Nicht zuletzt auch die Arbeitgeber diskutieren diesen Zusammenhang in und für Thüringen immer intensiver.

3. September | Brotterode

150 Jahre Walzwerk

Foto: Michael Lauerwald

Bereits 150 Jahre blicken Geschäftsleitung und Beschäftigte auf die Unternehmensgeschichte des Walzwerkes Brotterode zurück. Heute ist der Betrieb ein hochspezialisiertes Werk innerhalb der WDI-Unternehmensgruppe.

Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg, gratulierte Belegschaft und Geschäftsleitung zum besonderen Ereignis.

28. Juni 2016 | Erfurt

DGB-Jugend Thüringen trifft "Bundestag"

Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung sind die Evaluierung und Novellierung des Berufsbildungsgesetzes definierte Vorhaben. Ein Evaluierungsbericht wurde inzwischen vorgelegt. Jetzt sollen daraus Ansätze für eine gesetzliche Novellierung erfolgen.

Weil es dem DGB und der IG Metall nicht egal sein kann, welche gesetzlichen Bestimmungen die berufliche Bildung in den Betrieben regeln, mischen wir uns in diesem Prozess aktiv ein. Im zuständigen Ausschuss des Deutschen Bundestages für dieses Gesetzesvorhaben arbeiten zwei Abgeordnete aus Thüringen mit: Frank Lenkert, (Die Linke, Jena) und Tankred Schipanski (CDU, Ilmenau). Beide lud die DGB Jugend am 28. Juni 2016 nach Erfurt ein, um über die Novellierung des Berufsbildungsgesetzes zu diskutieren. Herr Schipanski sagte kurzfristig ab. Frank Lenkert stellte sich den Fragen der Jugendlichen.

Auch IG Metaller aus Suhl-Sonneberg waren mit dabei. Wir haben eine unbefristete Übernahme nach der Ausbildung, eine Mindestausbildungs-vergütung oder die Übernahme der Kosten für Lehrmittel in die Diskussion ein.

9. April 2016 in Suhl

Neues "Parlament" der IG Metall nahm Arbeit auf

Alle vier Jahre führt die IG Metall bundesweit Organisationswahlen durch. Anfang 2016 werden die Wahlfunktionen innerhalb der IG Metall neu bestätigt oder besetzt. In Südthüringen fanden im Januar und Februar 2016 zahlreiche Versammlungen zur Wahl der Delegierten für die Delegiertenversammlung statt. Die Delegiertenversammlung ist das „Parlament“ der IG Metall vor Ort. Viermal pro Jahr tritt das höchste beschlussfassende Gremium der IG Metall Eisenach zusammen. Insgesamt entscheiden 65 Delegierten über die strategische, inhaltliche und operative Vorgehensweise der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Die konstituierende Delegiertenversammlung fand am 9. April 2016 in Suhl statt. Es wurden Thomas Steinhäuser als 1. Bevollmächtigter und Kassierer der IG Metall Suhl-Sonneberg und Uwe Laubach als 2. Bevollmächtigter im Amt bestätigt.

Weiter wurden die Beisitzer/innen in den Ortsvorstand gewählt. Dem Ortsvorstand gehören nun an (v.l.n.r.): Mike Herm (HFP Bandstahl Bad Salzungen), Ramona Schanz (BOS Trusetal), Ilka Metzing (Dr. Schneider Judenbach), Heiko Müller (Bachmann Elektrotechnik Gumpelstadt), Almut Steiner (Rentnerin Hildburghausen), Cornelia Mäurer (Tribo Hartstoff Immelborn), Karsten Fuchs (BLG Brotterode), Silvia Kleint (MKB Barchfeld), Thomas Steinhäuser, Barbara Lang (Rentnerin Suhl), Torsten Meier (ALBD Brotterode) und Uwe Laubach. Zudem gehören in den Ortsvorstand (nicht im Bild) Norbert Döhring (Winkhaus Meiningen), Torsten Endter (Lehren- und Meßgeräte Schmalkalden) und Yvonne Krug (ALBD Brotterode).

Verlinkungen zum zentralen Internetangebot

www.igmetall.de