Bildungsfreistellung nutzen.

5 Tage bezahlt freistellen lassen.

Das Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz ermöglicht eine Freistellung von bis zu fünf Tagen im Jahr, für Auszubildende bis zu drei Tagen im Jahr, ohne Minderung von Entgelt oder Urlaub. Weitere Infos ergeben ich aus anhängendem Flugblatt. Bei Fragen gern an das Büro der IG Metall wenden.

7. Juni | Vosseler Umformtechnik Hildburghausen

Plus 2,8 Prozent mehr Geld + 1 Tag Urlaub mehr

Die Vosseler Umformtechnik GmbH in Hildburghausen ist ein Familienbetrieb und produziert mit etwa 90 Beschäftigten vor allem Muttern und Formteile für die Automobilindustrie und den Maschinenbau. Die erstmaligen Tarifverhandlungen wurden im letzten Herbst gestartet. Nachdem diese ins Stocken geraten waren, folgten fast alle Beschäftigten dem Aufruf der IG Metall zum Warnstreik am 18. März. Mitte Mai konnte nun der erste Tarifabschluss erzielt werden.

Wenn die Beschäftigten von Vosseler auf ihre Abrechnung für Mai schauen, können sie sich freuen. Ab Mai erhöhen sich nämlich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 2,8 Prozent. Zugleich gibt es ab diesem Jahr für alle je einen Tag Urlaub mehr. Damit erhalten die Beschäftigten nun 29 Urlaubstage pro Jahr.

Bereits mit dem vorliegenden Verhandlungsergebnis sind die weiteren Schritte vereinbart. Bis Ende September erstellt die Arbeitgeberin Arbeitsplatzbeschreibungen, um die Einführung des Entgeltrahmenabkommens der Metall- und Elektroindustrie Thüringens als Eingruppierungssystem zur Lohnfindung vorzubereiten.

6. Juni | IG Metall begrüßt BSG-Entscheidung

Krankengeldanspruch bleibt bei Auslandsurlaub bestehen

Das SGB V regelt die Gesetzliche Krankenversicherung in der Bundesrepublik. Danach haben gemäß § 44 SGB V arbeitsunfähige Versicherte nach Ablauf von sechs Wochen Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber Anspruch auf bis zu weitere 72 Wochen Krankengeld.

Mit Urteil vom 4. Juni 2019 (Aktenzeichen B 3 KR 23/18 R) stellte das Bundessozialgericht den Zusammenhang zwischen Ruhen von Leistungen bei Aufenthalt im Ausland gemäß § 16 Abs. 1 Nr. 1 SGB V und dem Aussetzen des Ruhens bei Auslandsaufenthalt gemäß § 16 Abs. 4 SGB V klar. Da die behandelnde Ärztin gegen die Urlaubsreise nichts einzuwenden hatte, bestand für die Krankenkasse kein Ermessen mehr, und sie musste die Zustimmung zur Urlaubsreise ohne Ruhen des Leistungsanspruches gewähren.

5. Juni | Wieder ein Betriebsrat mehr in Thüringen

Erstmals Betriebsratswahl bei Messerschmitt Systems abgeschlossen

Die Messerschmitt Systems GmbH in Zella-Mehlis produziert KeyCard– und Roommanagement– Systeme für die Hotelbranche. Bis Ende Mai 2019 bestand kein Betriebsrat. Das wollten die Beschäftigten ändern und baten die IG Metall Suhl-Sonneberg um Unterstützung. Mit Hilfe der IG Metall Suhl-Sonneberg wurde die Betriebsratswahl eingeleitet. Am 20. Mai 2019 waren die 62 Beschäftigten aufgerufen, erstmals ihren 5-köpfigen Betriebsrat zu wählen. An der hohen Wahlbeteiligung von 90 Prozent ist das Interesse der Belegschaft deutlich erkennbar. Inzwischen fand auch die konstituierende Sitzung des neugewählten Betriebsrats statt. Thomas Müller wurde zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt, Constanze Blum zur stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden.

Die IG Metall gratuliert den Gewählten und wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben. Wir helfen aber auch weiterhin aktiv in Betrieben, in denen noch kein Betriebsrat besteht. Diesen Umstand wollen wir gemeinsam mit den Belegschaften ändern.

1. Juni | Metall- und Kunststofftechnik Barchfeld

Insolvenzgericht eröffnet Insolvenzverfahren

Hervorgegangen aus einer Insolvenz im Jahr 2010 hatte die Metall- und Kunststofftechnik Barchfeld Ende März erneut Insolvenzantrag gestellt. In Eigenverwaltung unter Beiordnung von Sachwalter Rechtsanwalt Rico Winzer aus Erfurt wurde die wirtschaftliche Situation seither beleuchtet. Über eine Vorfinanzierung erhielten die Beschäftigten Insolvenzausfallgeld.

Am 1. Juni eröffnete das Insolvenzgericht Meiningen das Insolvenzverfahren unter dem Aktenzeichen IN 56/19.

Die Metall- und Kunststofftechnik Barchfeld ist ein Metallbetrieb mit 70 Beschäftigten. Vor allem werden Stanz- und Biegeteile produziert, Teile kunststoff- und metallumspritzt und es erfolgt Werkzeug- und Formenbau.

29. Mai | IG Metall-Bezirksleiter Jörg Köhlinger resümiert

Tarifbindung in Thüringen steigt weiter

In der Thüringer Metall- und Elektroindustrie steigt die Zahl der Beschäftigten mit Tarifentgelten. Die Entwicklung in der stärksten Industriebranche in Thüringen verläuft gegen den Trend. Die Zahl der Unternehmen, die an Flächen- sowie Anerkennungs- oder Firmentarifverträge gebunden sind, stieg von 98 im Jahr 2011 auf jetzt etwa 130.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht in anderen Branchen ein wachsendes Problem durch die Flucht von Unternehmen aus den tarifgebundenen Arbeitgeberverbänden. Untersuchungen ergaben, dass branchenübergreifend nur noch 18 Prozent der Thüringer Betriebe tarifgebunden sind.

21. Mai | Bezirkskonferenz der IG Metall tagt in Erfut

Georg-Bernard-Plakette nach Suhl verliehen

Alle vier Jahre tagt die Bezirkskonferenz des IG Metall-Bezirks Mitte für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen in Thüringen. Diesmal am 21. Mai in Erfurt. Die Bezirkskonferenz ist das wichtigste Gremium im Bezirk und vertritt über 320.000 Mitglieder, davon über 45.000 IG Metall-Mitglieder in Thüringen.

Mit der Georg-Bernard-Plakette werden Personen oder Institutionen geehrt, die sich für Toleranz und Demokratie einsetzen, nicht nur im gewerkschaftlichen Bereich. Auf Vorschlag des Ortsvorstandes der IG Metall Suhl-Sonneberg zeichnete die Bezirkskonferenz in diesem Jahr das Team Sport und Spiel für Flüchtlingskinder in Suhl aus. Bezirksleiter Jörg Köhlinger übergab die Auszeichnung.

In seiner Laudatio wies Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg, darauf hin, dass Solidarität und Menschlichkeit hoch zu achten sind und die Ehrung der Suhlerinnen und Suhler Dank und Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement ausdrückt. Als Vertreterin des Teams Sport und Spiel für Flüchtlingskinder ergänzte Karin Hornschuch zu den Aktivitäten in Suhl.

18. Mai | Jubilarehrung in Suhl

271 langjährige Jubilare geehrt

Wenn Kolleginnen und Kollegen lange Jahre Mitglied der IG Metall sind, ehren wir diese Jubilare besonders. In diesem Jahr konnten wir insgesamt 271 Jubilaren für langjährige Mitgliedschaft danken und sie beglückwünschen.

Insgesamt ehrten wir 14.370 Jahre Mitgliedschaft. Davon sind 75 Mitglieder seit 40 Jahren Mitglied der Gewerkschaft, 74 Kolleginnen und Kollegen blicken auf 50 Jahre Mitgliedschaft zurück, 87 Mitglieder sind bereits seit 60 Jahren Gewerkschaftsmitglied und 35 Mitglieder erreichen in diesem Jahr 70 Jahre Mitgliedschaft. Zwölf von ihnen waren zur Jubilarveranstaltung anwesend.

Nach den Festreden der beiden Bevollmächtigten, Thomas Steinhäuser und Uwe Laubach, umrahmte das Gesangsquartett kit musikalischer Begleitung aus Suhl-Albrechts unter Leitung von Hannelore Deckert unsere Veranstaltung kulturell.

14./15. Mai | Erfahrungsaustausch in Zeulenroda-Triebes

AGA-Arbeit in Thüringen

Aus allen sechs Geschäftsstellen der IG Metall in Thüringen trafen sich, der langjährigen Tradition folgend, am 14. und 15. Mai 2019 Aktive der außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit (AGA) zum jährlich stattfindenden Erfahrungsaustausch.

In diesem Jahr folgten wir der Einladung der IG Metall Gera nach Zeulenroda-Triebes. Neben dem Austausch über die Aktivitäten in den verschiedenen Regionen Thüringens standen die in diesem Jahr stattfindenden Europa-, Kommunal- und Landtagswahlen im Mittelpunkt der Debatte. Dabei führte Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, in die Debatte ein. Weiter gab es einen intensiven Austausch über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung.

7. Mai | Automotive Lightng Brotterode

35 Stunden Arbeit pro Woche reicht aus !

Im Rahmen der Aktionswoche für die Arbeitszeitverkürzung in der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen informierte die IG Metall die Beschäftigten beim Schichtwechsel von Automotive Lighting in Brotterode vor dem Betrieb über den Stand der Dinge. Dabei waren die Beschäftigten auch zur Unterschrift auf großen Transparenten aufgerufen.

Inzwischen wurde die Sparte Magneti Marelli, zu welcher auch die Automotive Lighting gehört, von ehemals Fiat-Chryler-Automobile zum 1. Mai 2019  verkauft. Im ersten Schritt hat das keine Auswirkungen für die Werke, auch nicht für Brotterode. Allerdings ist die Frage von Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall an das Management zur Strategie konkret für den Standort Brotterode inklusive einer Klarheit über Auslastung und Folgeaufträge bisher noch unbeantwortet. Hier erwarten wir Klarheit.

6. Mai | Fahrzeugbau Geisa GmbH

35 Stunden Arbeit pro Woche reicht aus !

Für Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte die IG Metall bereits die gleichen Entgelte wie für Beschäftigte beispielsweise in Hessen tarifvertraglich in den letzten Jahren durchsetzen. Allerdings gibt es einen deutlichen Unterschied in der Dauer der dafür erforderlichen Arbeitszeit. Während die Beschäftigten in Thüringen 38 Stunden pro Woche arbeiten müssen, erhalten die hessischen Metallerinnen und Metaller das gleiche Entgelt für lediglich 35 Stunden Arbeitszeit pro Woche.

Dazu führen wir begleitend zu den zentralen Gesprächen für alle ostdeutschen Tarifgebiete mit den Arbeitgeberverbänden der neuen Bundesländer eine Aktionswoche durch. Hier informieren wir die Beschäftigten beim Schichtwechsel vor den Betrieben über den Stand der Dinge. Zugleich rufen wir die Beschäftigten zur Unterschrift auf großen Transparenten auf. Bei der Fahrzeugbau Geisa GmbH gab es am 6. Mai viel Zustimmung für die Arbeitszeitverkürzung.

Europa. Jetzt aber richtig !

1. Mai 2019

Der DGB veranstaltete gemeinsam mit der IG Metall und den anderen Gewerkschaften mehrere Kundgebungen am 1. Mai. Trotz geringer Temperaturen und mitunter leisem Nieselregen folgten viele Kolleginnen und Kollegen, teils mit ihren Familien, dem Maiaufruf. Alle Veranstaltungen in unserer Region verliefen friedlich.

In Sonneberg sprach Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg, als Mairedner. Zur Kundgebung in Bad Salzungen fanden sich Beschäftigte des Schaeffler-Standortes LuK in Kaltennordheim ein. Gemeinsam mit der IG Metall wollen sie erreichen, dass der Standort erhalten werden kann.

24. April | IG Metall ermöglicht Ferienausflug

Kinder aus Suhl und aller Welt im Tierpark Suhl

Bei strahlendem Sonnenschein lud die IG Metall Suhl-Sonneberg Ferienkinder aus Suhl gemeinsam mit Flüchtlingskindern vom Suhler Friedberg zum Besuch des Tierparkes Suhl ein. Mit dem Bus kamen die Kinder, teils mit Eltern und Betreuern an. Für Viele war es der erste Besuch in einem Tierpark. Nach anfänglicher Zurückhaltung gegenüber den Tieren, schmolz dann die Angst in der Sonne dahin und die Kinder streichelten die Tiere, beispielsweise die Pferde oder Ziegen.

Das Team Sport und Spiel, eine Gruppe ehrenamtlicher Personen aus Suhl, organisiert regelmäßig Angebote und Erlebnisse für Flüchtlingskinder in Suhl. Dabei versuchen sie stets, auch Suhler und Kinder aus Suhl mit einzubeziehen in die Aktivitäten. Daher setzt die IG Metall Suhl-Sonneberg die Zusammenarbeit mit diesem tollen Team fort.

17. April | Schaeffler-Standort Luk in Kaltennordheim

Belegschaft und IG Metall kämpfen für Erhalt des Standortes

Auf Einladung des Bürgermeisters, Erik Thürmer (CDU), trafen am 17. April Vertreter des Schaeffler-Managements im Rathaus von Kaltennordheim mit dem Bürgermeister, dem Wirtschaftsminister Thüringens, Wolfgang Tiefensee (SPD), der Landrätin im Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Peggy Greiser (parteilos), dem 2. Bevollmächtigten der IG Metall Suhl-Sonneberg, Uwe Laubach, und dem Betriebsrat zusammen. Landes- und Lokalpolitik fordern gemeinsam mit Belegschaft und IG Metall den Erhalt des Standortes in Kaltennordheim.

Dieser Forderung haben Beschäftigte während der Beratung vor dem Rathaus Nachdruck verliehen. Hierbei wurden die Kaltennordheimer solidarisch unterstützt durch Schaeffler-Beschäftigte aus anderen Standorten. Auch der Vorsitzende des Konzernbetriebsrates, Norbert Lenhard, war vor Ort und sprach zu den Versammelten.

17. April | IG Metall unterstützt Flüchtlingskinder

давай играем, Abdullah ...

Ein ehrenamtlich unermüdliches Team organisiert regelmäßig Spiel- und Sportnachmittage auf dem Suhler Friedberg für Flüchtlingskinder und Kinder aus Suhl und Umgebung. Die IG Metall Suhl-Sonneberg unterstützt diese solidarische Initiative erneut. Der 1. Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, überbrachte heute Sportbälle für die Kinder.

Dabei lernte er Abdullah (Bild unten) kennen, einen Jungen aus Tschetschenien, der seit einigen Tagen mit seinen Eltern und seinen beiden kleineren Schwestern in der Erstaufnahmestelle in Suhl wohnt. In den nächsten Tagen wird die Familie nach Gießen umziehen. "давай играем" rief Steinhäuser dem Jungen zu, was  "lass uns spielen" bedeutet.

13. April | Tarifabschluss bei TOPLOG Brotterode

Arbeitszeitverkürzung + Lohnsteigerung + Freistellung

Unterzeichnung der Tarifverträge durch IG Metall-Verhandlungsführer, Thomas Steinhäuser (links), und TOPLOG-Geschäftsführer, Ulrich Chlopczik (rechts)

TOPLOG Brotterode ist mit seinen etwa 220 Beschäftigten ein industrieller Logistik-Dienstleister bei einem Automobilzulieferer in Brotterode. Der 2012 erstmals abgeschlossene Haustarifvertrag wurde von der IG Metall gekündigt. In der fünften Tarifverhandlung am 4. April 2019 konnte ein Tarifergebnis unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die IG Metall-Mitglieder im Betrieb erreicht werden. In der Mitgliederversammlung am 13. April 2019 stimmten die Metallerinnen und Metaller einstimmig zu.

Ab April 2019 erhöhen sich rückwirkend die betrieblichen Entgelte um 2,5 Prozent. Die tarifvertraglich geschuldete Arbeitszeit von heute 40 Wochenstunden reduziert sich ab Januar 2020 auf 39 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich. In einer zweiten Stufe reduziert sich die Arbeitszeit auf 38 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich ab Januar 2021. Alle Tariferhöhungen der Metall- und Elektroindustrie Thüringen werden komplett übernommen, im Jahr 2020 mit einer Verzögerung um sechs Monate und im Jahr 2021 mit einer Verzögerung um drei Monate. Für langjährig Beschäftigte wird nach zehn Jahren im Betrieb 2019 ein zusätzlicher freier bezahlter Tag gewährt. Ab 2020 erhalten Beschäftigte ab zehn Jahren Betriebszugehörigkeit dauerhaft zwei zusätzliche Tage pro Jahr bezahlt frei.

9.-10. April | Bundeskonferenz der Außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit

AGA - Wir sind IG Metall

Teilnehmende aus Thüringen

Genau wie das Motto war die Stimmung der der anwesenden Teilnehmer/-innen aus ganz Deutschland auf der Konferenz. AGA ist aktiv und bietet Impulse für die Arbeit vor Ort.

Viele interessante Themen wurde direkt angesprochen und diskutiert: Hartz IV muss weg, wir brauchen soziale Sicherheit, sprich eine veränderte Grundsicherung, Pflege fördern, Grundrente nach 35 Beitragsjahren. Weiter fordern wir eine Erwerbstätigenversicherung, in die Alle einzahlen.

Unsere IG Metall Suhl-Sonneberg wurde durch Regina Elflein, Vorsitzende unseres Arbeitskreises AGA (im Bild ganz links), in Leipzig vertreten.

28.-30. März | Bundesfrauenkonferenz der IG Metall in "Frauheim"

Gleichstellung #INARBEIT

Nur alle vier Jahre findet die wichtigste Konferenz der IG Metall-Frauen als Beschlusskonferenz statt. Diesmal nahmen Gewerkschaftssekretärin Ute Kröckel (1.v.l.) und Alexandra Klinzing von PKC Group Barchfeld (2.v.l.) für die IG Metall Suhl-Sonneberg teil.

Zu Beginn der Veranstaltung entschieden sich die Frauen, Mannheim, den Ort ihrer Konferenz, temporär in "Frauheim" umzubenennen.

In der Antragsberatung wurden weiter die Weichen für mehr Gleichberechtigung der Geschlechter in Arbeitswelt und Gesellschaft gestellt. Die SPD-Bundesvorsitzende, Andrea Nahles, besuchte die Konferenz am 29. März und sprach ein Grußwort.

27.-30. März | Bundesjugendkonferenz der IG Metall in Mannheim

Jugend von heute #INARBEIT

Nur alle vier Jahre findet die wichtigste Konferenz der IG Metall-Jugend statt. Diesmal nahmen drei Delegierte aus Thüringen statt (im Bild v.r.n.l.): Andre Sommer (Hochschule Schmalkalden), Paul Heuschild (Bosch Eisenach) und Alexander Simmen (Borbet Bad Langensalza) in Begleitung von Gewerkschaftssekretär Christian Rotter.

Insgesamt wurden zahlreiche Anträge für die Gewerkschaftsarbeit in den kommenden vier Jahren beraten und abgestimmt. Auch aus Thüringen wurden Anträge eingereicht.

Erstmals fand die Bundesjugendkonferenz zeitgleich und am gleichen Ort mit den alle vier Jahre stattfindenden Bundeskonferenzen für Frauen, für Angestellte und für Menschen mit Migrationshintergrund statt.

22. März | Merkel Unternehmensgruppe Suhl

Mehr Geld. Mehr Urlaub. Mehr Gerechtigkeit.

Das Tarifergebnis erhöht die Entgelte und Ausbildungsvergütungen zum 1. August 2019 um 3,2 Prozent. In einer zweiten Stufe erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab 1. August 2020 um weitere 3,0 Prozent. Insgesamt entspricht das einer Erhöhung um 6,2 Prozent beziehungsweise um 124 Euro brutto monatlich in der Entgeltgruppe fünf. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten für jeweils Januar bis Juli des Jahres zwei Einmalzahlungen von je 300 Euro, also insgesamt weitere 1.200 Euro. Das Tarifergebnis hat eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2021.

Ab 2019 erhöht sich der Urlaubsanspruch von 27 auf 28 Arbeitstage. Zudem wird die Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) von 40 auf 50 Prozent einer Bruttomonatsvergütung angehoben. Die Hälfte dieser Sonderzahlung wird jedoch auf Basis eines neuen Tarifvertrages zur Leistungsbeurteilung gewährt

21. März | Umbau im Schaeffler-Konzern trifft auch Thüringen

Paukenschlag für LuK Kaltennordheim

Im Rahmen einer Betriebsversammlung wurden heute die etwa 150 Beschäftigten der LuK Truckparts durch den Arbeitgeber informiert, dass der Betrieb einer von vier deutschen Standorten sei, für den Schaeffler im Konzern keine Zukunft sieht. Was das für die Beschäftigten, ihre Arbeitsplätze und den Betrieb insgesamt heißt, ist bisher noch völlig offen.

An anderen Standorten kann die Tarifmächtigkeit der IG Metall ein Schlüssel zum Erfolg sein. In Kaltennordheim besteht keine Tarifbindung.

18. März | Vosseler Umformtechnik Hildburghausen

Gute Beteiligung beim 1. Warnstreik

Weil die Arbeitgeberin Terminvereinbarungen für die Fortsetzung der Tarifverhandlung verzögert, rief die IG Metall die Beschäftigten heute zum ersten Warnstreik der Betriebsgeschichte auf. Nicht nur die aufgerufenen Beschäftigten der Frühschicht, sondern zusätzlich nahmen auch Beschäftigte der Spät- und Nachtschicht am Warnstreik teil. Steffen Harzer, Mitglied des Thüringer Landtages, überbrachte den Warnstreikenden solidarische Grüße des Ministerpräsidenten und der Landtagsfraktion der Linkspartei. Um Fachkräfte zu halten und freie Stellen mit neuen Fachleuten besetzen zu können, helfen attraktive Arbeits- und Einkommensbedingungen. Daher gestalten wir mit dem Durchsetzen von Tarifbedingungen zugleich Zukunft für die Betriebe und die Region. Angesicht einer sehr niedrigen Arbeitslosigkeit gibt es keinen Grund, länger bescheiden zu sein. Auch die Beschäftigten bei Vosseler leisten täglich gute Arbeit und haben tarifvertraglich abgesicherte Bedingungen verdient. Das haben sie heute morgen eindringlich deutlich gemacht.

11. März | Delegiertenversammlung der IG Metall Suhl-Sonneberg

Zwei Delegierte aus Südthüringen beim Gewerkschaftstag

v.l.n.r.: Thomas Steinhäuser, Torsten Meier, Karsten Fuchs, Andre Sommer

Der Gewerkschaftstag der IG Metall ist das höchste, beschlussfassende Gremium der IG Metall, welches alle vier Jahre zusammen tritt. Der 24. Ordentliche Gewerkschaftstag der IG Metall findet vom 6. bis 12. Oktober 2019 in Nürnberg statt. Zwei der insgesamt 483 Delegierten des Gewerkschaftstages nehmen aus Südthüringen teil. Sie werden in der Delegiertenversammlung der IG Metall Suhl-Sonneberg, dem Regionalparlament der IG Metall, gewählt.

In der Delegiertenversammlung am 11. März 2019 in Suhl wurden Torsten Meier, Betriebsratsvorsitzender bei Automotive Lighting Brotterode , und Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg, als Delegierte am Gewerkschaftstag gewählt. Als stellvertretende Delegierte wurden Karsten Fuchs, Betriebsratsvorsitzender der TOPLOG Brotterode, und Andre Sommer, StuRa-Vorsitzender der Hochschule Schmalkalden, gewählt.

9. März | Meeresaquarium Zella-Mehlis

Festveranstaltung zum Internationalen Frauentag

Mit fast 35 Prozent Frauen in der Mitgliedschaft erreicht die IG Metall Suhl-Sonneberg den bundesweit höchsten regionalen Wert. Bundesweit sind insgesamt 18 Prozent der Mitglieder der IG Metall weiblich. Deswegen gibt es für uns 365 Frauentage im Jahr. Mit der Einladung in das Meeresaquarium in Zella-Mehlis bedanken wir uns bei den Kolleginnen aber auch Kollegen für ihr gewerkschaftliches Engagement in Betrieb und Gesellschaft. Viel haben wir bisher erreicht. Viel ist noch zu tun. Insbesondere die Angleichung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden pro Woche schafft auch mehr Zeit für Familie, Freizeit und Lebensgefühl. Deswegen sind wir, Frauen und Männer gemeinsam, entschlossen, diese Tarifverbesserung zu erkämpfen.

Am 8. März verteilten Metaller in den Betrieben in Südthüringen rote Rosen der IG Metall an die dort beschäftigten Frauen. Am Samstag, 9. März, fand eine Festveranstaltung im Meeresaquarium Zella-Mehlis statt. Etwa 30 Personen waren der Einladung der IG Metall gefolgt. Nach einer kurzen Ansprache des 1. Bevollmächtigten, Thomas Steinhäuser, stand der Besuch des Meeresaquariums auf dem Programm. Mit einem gemeinsamen Mittagessen endete die Veranstaltung.

7. März | Mahle Filtersysteme Auengrund

35-Stunden-Woche: Im Osten wie im Westen !

An der Betriebsversammlung im Mahle-Standort Auengrund am 7. März nahmen auch der GBR-Vorsitzende, Uwe Schwarte, sowie Betriebsratskollegen aus anderen Standorten teil.

Die Angleichung der Tarifbedingungen in den neuen Bundesländern an die Standards in den westdeutschen Tarifgebieten war dabei intensives Thema. Im Auengrund kommt noch hinzu, dass die Arbeitszeit der Beschäftigten gemäß Haustarifvertrag 40 Stunden pro Woche beträgt. Daher hat die IG Metall den Arbeitgeber zunächst zu Verhandlungen zur Einführung der 38-Stunden-Woche aufgefordert, um im nächsten Schritt die letzte Angleichung der Wochenarbeitszeit im Tarifvertrag sichern zu können.

12. Februar | Filzfabrik Fulda Werk Empfertshausen

Bis zu 8,8 Prozent mehr Geld plus mehr Urlaub

Warnstreik am 7. Dezember 2018

Am 12. Februar wurde als Verhandlungsergebnis erreicht, dass alle Vollzeitbeschäftigten mit der Abrechnung für März 2019 jeweils 200 Euro brutto Einmalzahlung erhalten. Ab April 2019 steigen die Löhne und Gehälter um 2,5 Prozent, mindestens jedoch um 50 Euro brutto monatlich bei mindestens 10 Euro brutto Stundenlohn. In diesem Jahr wird ein Tag mehr Urlaub gewährt, maximal jedoch 30 Tage Urlaub. Ab dem Jahr 2020 wird ein weiterer, dann zweiter Urlaubstag gewährt, maximal jedoch 30 Urlaubstage im Jahr. Die Laufzeit ist bis März 2020 vereinbart.

Die Mitglieder der IG Metall stimmten dem Verhandlungsergebnis in der Versammlung am 22. Februar zu.

11. Februar | Oerlikon Metco WOKA Barchfeld

Plus 5,0 Prozent mehr Lohn extra

Unterzeichnung des Tarifergebnisses am 30. Januar

In der vierten Verhandlung am 30. Januar unterschrieben IG Metall-Verhandlungsführer, Thomas Steinhäuser, und die beiden Woka-Geschäftsführer, Salvatore Musso und Stefan Malcus (im Bild v.l.n.r.) insgesamt fünf Tarifvereinbarungen. Die IG Metall-Mitglieder nahmen das Tarifpaket durch einstimmiges Votum in der Mitgliederversammlung am 11. Februar an.

Ab August diesen Jahres wird die betriebliche Entgelttabelle um zusätzliche fünf Prozent auf 100 Prozent der Metall- und Elektroindustrie Thüringens (MuE) angehoben. Ab 2020 werden alle Tarifsteigerungen und Einmalzahlungen aus zukünftigen Tarifabschlüssen der MuE komplett übernommen. Zusätzlich werden ab 2021 der Tarifvertrag T-ZUG (A), eine Einmalzahlung von 27,5 Prozent einer Bruttomonatsvergütung, und ab 2022 der T-ZUG (B), eine Einmalzahlung von 12,3 Prozent der Entgeltgruppe 5, eingeführt.

Januar | Arbeitnehmerüberlassung

Drei Tariferhöhungen in 2019

Aus dem Tarifabschluss von November 2016 werden die Grundentgelte Ost in drei Stufen plus zwei Anpassungsstufen um 13,6 Prozent (Entgeltgruppe 1) erhöht. Von 8,50 Euro je Stunde Ende 2016 in der Entgeltgruppen 1 gilt ab Oktober 2019 ein Stundenentgelt von 9,66 Euro.

Jetzt erfolgt ab Januar 2019 eine Erhöhung der Stundenentgelte im Osten in den Entgeltgruppen 1 und 2 um 22 beziehungsweise 36 Cent. Ab 1. April werden die Tarifentgelte um 3,0 Prozent in West und um 3,5 Prozent in Ost erhöht. Ab Oktober 2019 werden die Stundenentgelte der Entgeltgruppen 1 und 2 in Ost und West um jeweils weitere 17 Cent erhöht.

 Parallel zu den Entgeltsteigerungen Ost und West wurde vereinbart, dass (spätestens) ab April 2021 die Tariftabellen West bundesweit einheitlich angewendet werden. Damit konnte eine lange Forderung der Gewerkschaften jetzt endlich tarifvertraglich normiert werden.

24. Januar | Tarifexplosion bei Leica Biosystems Eisfeld

Plus 19,7 Prozent mehr Grundvergütung

Leica ist ein weltweit tätiger Mischkonzern der US-amerikanischen Danaher-Gruppe. Gegenstand der Leica Biosystems Deutschland GmbH in Eisfeld ist die Entwicklung, Produktion und Verpackung von Klingen für die Medizintechnik. Die Konzernzentrale hatte Anfang 2018 entschieden, die Produktion am größten deutschen Standort in Nussloch bei Heidelberg zu bündeln.

Ab Januar 2019 erhöhen sich die Grundvergütungen in Eisfeld um 19,7 Prozent. Das sind auf einen Schlag 449 Euro jeden Monat mehr für Facharbeiter in der Entgeltgruppe 5. Im Juli 2019 wird eine zusätzliche Einmalzahlung von 400 Euro brutto gewährt. Auch im Juli werden 27,5 Prozent einer Monatsvergütung fällig.

21. Januar | Filzfabrik Fulda Werk Empfertshausen

Tarifverhandlungen fortgesetzt

Direkt im Anschluss an den Warnstreik am 7. Dezember 2018 gelang die Terminabstimmung mit dem Arbeitgeber zur Fortsetzung der Tarifverhandlungen. Die zweite Tarifverhandlung fand heute am 21. Januar 2019 statt. Ziel der Verhandlungen ist die Heranführung der betrieblichen Arbeits- und Einkommensbedingungen an die Regelungen aus den Tarifverträgen der Textilindustrie Ost. Im Fokus stehen dabei die Steigerung der Löhne und Gehälter sowie die Erhöhung des Urlaubsanspruchs. Bisher besteht Anspruch auf lediglich 24 Arbeitstage Urlaub im Jahr.

Grundsätzlich hat der Arbeitgeber heute seine Bereitschaft erklärt, die Löhne und Gehälter in Empfertshausen zu erhöhen. Wir haben uns jetzt zur dritten Verhandlung auf den 12. Februar 2019 vertagt, weil der Arbeitgeber um Unterbrechung für die Berechnung möglicher Auswirkungen verschiedener Tarifkonstellationen gebeten hat.

17. Januar | Zu Gast im BTZ Rohr-Kloster und bei Versbach Metallbau in Walldorf

Ralf Kutzner besuchte das Südthüringer Handwerk

In vielen Bereichen arbeiten das Südthüringer Handwerk und die IG Metall Suhl-Sonneberg eng zusammen. Darüber informierte sich Ralf Kutzner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, am 17. Januar 2019 bei einem Besuch in der Region. Vormittags besuchte Ralf gemeinsam mit dem 1. Bevollmächtigten der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser, das Bildungs- und Technologiezentrum BTZ der Handwerkskammer Südthüringen in Rohr-Kloster. Die HWK-Hauptgeschäftsführerin, Manuela Glühmann, sowie beide Vizepräsidenten der HWK Südthüringen, Lutz Koscielsky für die Arbeitgeber und Mario Hau für die Arbeitnehmer, empfingen den Gast aus Frankfurt und präsentierten das Südthüringer Handwerk und die Bildungseinrichtung.

Am Nachmittag erfolgte der Besuch der Versbach Metallbau in Walldorf. Geschäftsführer Harald Bremer stellte den Betrieb und dessen Historie vor. Der seit November 2018 geltende Haustarifvertrag mit der IG Metall hilft für mehr Lohntransparenz und -gerechtigkeit. Nach dem Empfang erfolgte ein Betriebsrundgang. Zum Abschluss des Besuches folgte Ralf Kutzner der Einladung des Betriebsratsvorsitzenden, Günter Kaiser, zur Betriebsversammlung.

1. Januar | Tarifsteigerung bei Glen Dimplex EIO Sonneberg

Dreimal mehr Geld in 2019

Vereinbart ist eine Einmalzahlung von 400 Euro brutto im Januar 2019. Ab April 2019 erhöhen sich die Löhne und Gehälter um 4,3 Prozent. Schließlich erhalten nur die Mitglieder der IG Metall Mitte 2019 einen Sonderbonus in Form einer Erholungsbeihilfe von 156 Euro. Andere Beschäftigte erhalten das nicht.

Ab 2020 wird der neue Tarifvertrag zum tariflichen Zusatzgeld aus der Metall- und Elektroindustrie Thüringens vollumfänglich übernommen inklusive der Option, die darin enthaltenen Lohnbestandteile individuell in zusätzliche freie Tage bei Schichtarbeit, Pflege von Angehörigen oder Kindererziehung umzuwandeln.

1. Januar | Tarifsteigerung bei Maier Präzisionstechnik Hildburghausen

Plus 2,5 Prozent ab Januar 2019

Am 1. Januar 2019 erhöhen sich die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen in der Maier Präzisionstechnik Hildburghausen um weitere 2,5 Prozent. Das ergibt sich aus dem Tarifabschluss von Mai 2018.

Die betriebliche Lohnuntergrenze als niedrigsten Verdienst für einfachste Tätigkeiten wurde auf 11,80 Euro brutto je Stunde angehoben. Zugleich wurde vereinbart, bis Mitte 2019 ein neues betriebliches Lohn- und Gehaltssystem auf Basis bis dahin zu erstellender Arbeitsplatzbeschreibungen zu entwickeln, welches die veränderten Anforderungen an die Tätigkeiten im Betrieb abbilden soll.

1. Januar | Steigerung des gesetzlichen Mindestlohns

9,19 Euro brutto je Stunde als Lohnuntergrenze

Am 1. Januar 2019 steigt der gesetzliche Mindestlohn um etwa 4 Prozent von 8,84 Euro auf 9,19 Euro brutto je Arbeitsstunde. Laut Mindestlohngesetz wird der gesetzliche Mindestlohn alle zwei Jahre neu festgelegt. Im Juni 2018 hat die Mindestlohn-Kommission empfohlen, den gesetzlichen Mindestlohn in zwei Schritten zu erhöhen. Die Bundesregierung ist diesem Vorschlag im Oktober per Verordnung gefolgt.

In einer weiteren Stufe erhöht sich der gesetzliche Mindestlohn ab 1. Januar 2020 um weitere 1,7 Prozent auf dann 9,35 Euro brutto je Arbeitsstunde. Diese Lohnuntergrenze gilt für alle Arten von Lohnbeschäftigung, damit auch beispielsweise für sogenannte Mini-Jobs und andere Beschäftigungsformen.

Aus Sicht der Gewerkschaften bleibt der gesetzliche Mindestlohn zu niedrig, weil er keinesfalls armutsfest ist. Das gilt weder für die heutigen Empfänger des gesetzlichen Mindestlohnes noch für deren zu erwartende Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

17. Dezember | Ilmenauer Systemeinrichtungen ISE sollen verkauft werden

Zwischen Hoffen und Bangen bei den Beschäftigten

Die Gesellschafter von ISE, die Waldner Gruppe aus Wangen im Allgäu, wollen sich von dem Betreib in Ilmenau trennen. Der Geschäftsführer hat dafür eine Unternehmensberatung beauftragt, um potentielle Erwerber anzusprechen und den Verkauf möglichst bis Mitte 2019 zu realisieren. Das ist für die Beschäftigten eine beunruhigende Nachricht kurz vor Weihnachten. Unternehmensverkäufe sind zunächst kein Drama, wenn denn die betriebliche Einheit mit allen Arbeitsplätzen erhalten werden kann.

ISE ist ein Markenhersteller für zertifizierte Schulmöbel, wie Tische oder Tafeln. Das Produktsortiment umfasst Standardartikel bis hin zu Sonderanfertigungen nach Kundenwünschen. Das gelingt durch gut qualifizierte Beschäftigte.

5. Dezember | Internationaler Tag des Ehrenamtes

IG Metall sprach mit Mario Hau

Mario Hau, Vizepräsident der HWK Südthüringen

Am 5. Dezember 2018 findet der Internationale Tag des Ehrenamtes statt. Mit diesem Gedenk- und Aktionstag wird ehrenamtliches Engagement anerkannt und gefördert. Der Tag wurde 1985 von den Vereinten Nationen beschlossen und fand 1986 erstmals international statt.

Auch viele Metallerinnen und Metaller engagieren sich ehrenamtlich, beispielsweise in der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, als ehrenamtliche Richter/innen oder in den Wirtschaftskammern.

Mario Hau aus Meiningen begleitet als Arbeitnehmer-Vizepräsident der Handwerkskammer (HWK) Südthüringen ein besonders herausgehobenes Ehrenamt. Aus Anlass des Internationalen Tages des Ehrenamtes sprachen wir mit ihm über seine ehrenamtliche Tätigkeit.

27. November | Delegiertenversammung tagt in Suhl

335 neue Mitglieder von Januar bis Oktober 2018

Abstimmung zur Entlastung

Die Beschäftigten in Betrieben in Südthüringen werden selbstbewusster. Immer mehr Belegschaften streben mit der IG Metall die Wahl eines Betriebsrats oder Tarifbindung an. Allein in diesem Jahr traten viele neue Mitglieder in die IG Metall ein, um im Betrieb Einfluss nehmen zu können.

Im Fazit ziehen wir eine stolze Bilanz: Mehr Betriebsräte, mehr Jugend- und Auszubildendenvertretungen, mehr Schwerbehindertenvertretungen, mehr Tarifbindung. Beschäftigte sind mit der IG Metall an ganz vielen Stellen erfolgreich. Daher gilt unser Dank vielen aktiven Metallerinnen und Metallern, die diese Erfolge überhaupt erst möglich machen.

21. November | Landesausschuss für Berufsbildung in Thüringen

Bevollmächtigter zum alternierenden Vorsitzenden gewählt

Thomas Steinhäuser

Der Landesausschuss für Berufsbildung berät die Landesregierung in Aus- und Weiterbildungsfragen nach Berufsbildungsgesetz. Ihm gehören Vertreter/innen der Arbeitnehmer, der Arbeitgeber sowie der obersten Landesbehörden an. Geleitet wird der Landesausschuss von zwei alternierenden Vorsitzenden, jeweils von der Bank der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer, die sich im jährlichen Wechsel im Vorsitz folgen.

Für die Arbeitnehmerbank wählte der Landesausschuss für Berufsbildung in Thüringen heute Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg, zum alternierenden Vorsitzenden. Alternierende Vorsitzende für die Arbeitgeberbank ist Manuela Glühmann, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Südthüringen.

16. November | Tarifabschluss bei IDAM in Suhl

Weitere 3,32 Prozent mehr plus 650 Euro Einmalzahlung

Nach bereits ab Juli gewährten 94 Euro brutto je Monat mehr für Vollzeitbeschäftigte, gibt es jetzt noch einmal deutlich mehr Geld für die Beschäftigten und Auszubildenden. Damit steigt das Jahreseinkommen um über 1.200 Euro brutto. Andererseits ist die Modernisierung des Lohnsystems auf den Weg gebracht.

Mit der Abrechnung für Dezember 2018 erhalten Vollzeitbeschäftigte eine Einmalzahlung von 650 Euro brutto, Auszubildende 333 Euro brutto. Ab April 2019 werden die monatlichen Basisvergütungen um 3,32 Prozent erhöht. Auszubildende werden ab April 2019 auf 86 Prozent der Ausbildungsvergütungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen angehoben. Die Laufzeit des Verhandlungsergebnisses gilt bis Ende März 2020. Die Parteien haben eine Erklärungsfrist bis 3. Dezember 2018 vereinbart.

Die IDAM INA - Drives & Mechatronics AG & Co. KG ist ein Unternehmen der Schaeffler-Gruppe in Suhl. Mit etwa 140 Beschäftigten werden vor allem lineare und rotative Motoren sowie die zugehörigen Elektronikbaugruppen entwickelt und produziert.

15. November | Frankfurt am Main

100 Jahre Frauenwahlrecht

Vor 100 Jahren wurde das aktive und passive Wahlrecht für Frauen in Deutschland erstmals eingeführt. Dazu fand in Frankfurt am Main eine Festveranstaltung am 15. November statt. Einleitend beleuchtete Dr. Elke Schüller, Sozialwissenschaftlerin aus Frankfurt am Main, die historischen Ereignisse in Deutschland und der Welt. Dann konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im World Cafe selbst diskutieren und aktiv werden.

In der abschließenden Podiumsdiskussion mit der 2. Vorsitzenden der IG Metall, Christiane Benner, zwei Kolleginnen aus Nordhessen und dem Bevollmächtigten aus Südthüringen, Thomas Steinhäuser, wurden erreichte Erfolge und zugleich weitere Herausforderungen bei der Gleichstellung der Geschlechter in Betrieb und Gesellschaft diskutiert.

9.-11. November | 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

Frauenpower der IG Metall in Thüringen

Vom 9. bis 11. November trafen sich IG Metall-Frauen aus allen sechs Geschäftsstellen der IG Metall Thüringens in Tabarz zum Erfahrungsaustausch. Bereits seit 2009 findet einmal jährlich ein solches Treffen statt. In diesem Jahr stand es unter dem Motto: 100 Jahre Frauenwahlrecht.

Es ist beeindruckend, wenn die Frauen aus ihrer Gewerkschaftsarbeit in den Regionen berichten. Mit viel Engagement und Verbindlichkeit werden Themen angepackt und umgesetzt. Vielen Dank unseren tollen Frauen!

Im kommenden Frühjahr findet die nächste Bundesfrauenkonferenz der IG Metall in Mannheim statt. Das Treffen wurde auch genutzt, um sich inhaltlich auf die anstehende Konferenz vorzubereiten.

2./3. November | Goetheschule Eisenach

Antifaschistischer & antirassistischer Ratschlag Thüringen

Der Ratschlag repräsentiert und vernetzt die ganze Breite des Antifaschismus in Thüringen von breiten, pluraleren Bürgerbündnissen, Gewerkschaften, Parteien bis zu Antifa-Gruppen. Es ist ein etablierter Ort des Austausches, der Vernetzung und des Diskurses. Die IG Metall unterstützt den Ratschlag.

Am Freitag, 2. November, fand ein Mahngang beginnend ab Markt durch Eisenach statt. Anschließend gab es erste thematische Angebote in der Goetheschule in Eisenach.

Am Samstag, 3. November, trafen sich dann die Teilnehmenden zu Plenums- und Workshopphasen. Im intensiven Austausch wurden viele aktuelle Themen teils kontrovers aber stets respektvoll diskutiert. Mit dabei waren auch Metallerinnen und Metaller.

Weitergehende Informationen unter ratschlag-thueringen.de

19. Oktober | Erweiterte OV-Klausur in Jena

Stärker aus uns heraus.

Die Ortsvorstände der IG Metall Eisenach und Suhl-Sonneberg führten ihre diesjährige Jahresklausur vom 16. bis 18. Oktober in Jena durch. Vom 18. zum 19. Oktober wurde die Tagung als erweiterte Klausur mit Betriebsratsvorsitzenden aus zahlreichen Betrieben unserer Region fortgesetzt.

Gute Erfolge können wir beim Ausbau betrieblicher Mitbestimmung und Tarifbindung aufweisen. Viel ist aber hier auch noch zu tun. Das gehen wir gemeinsam, gestärkt und entschlossen an. Das ist gut für die Region und die Sicherung sowie Gewinnung von Fachkräften. Dabei stehen neben der Entgelthöhe oder der Arbeitszeit auch Fragen wie Digitalisierung und Transformation im Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Auch hier gilt, dass der Einfluss der IG Metall durch viele Mitglieder im Betrieb zunimmt.

28. September | AGA schult sich zu politischen Wahlen

Demokratie braucht Beteiligung.

Die Mitglieder unseres Arbeitskreises für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit AGA besuchten vom 23. bis 28. September 2018 ein Seminar in Saalfeld gemeinsam mit den AGA-Aktiven der IG Metall Eisenach. Ein Rückblick auf die Arbeit der vergangenen Monate stand ebenso auf dem Programm wie Aktivitätenplanung für die kommende Zeit.

Thematische Schwerpunkte waren ein Rückblick auf die letzte Bundestagswahl 2017 sowie den aktuellen Koalitionsvertrag auf Bundesebene. Zudem beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit den im kommenden Jahr anstehenden Europa-Wahlen sowie den Landtagswahlen in Thüringen.

21.-23. September | Jugend-Seminar in Oberhof

JAV-Wahlen 2018 - Was kommt da auf mich zu?

Auszubildende und junge Beschäftigte aus ganz Thüringen waren im Vorfeld der Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretungen JAV im Herbst diesen Jahres eingeladen, sich damit intensiv auseinander zu setzen. In Betrieben mit fünf oder mehr Azubis finden solche Wahlen alle zwei Jahre im Oktober und November statt.

Wie findet eine solche Wahl statt? Kann ich daran teilnehmen? Wie kann ich kandidieren? Welche Aufgaben kommen auf mich zu? Solche uns viele weitere Fragen wurden intensiv bearbeitet und diskutiert.

 

 

15. September | Wandertag der IG Metall

Ich wand're ja so gerne ...

Auf Schuster's Rappen führte uns der inzwischen traditionelle Familienwandertag der IG Metall am 15. September durch den Schlosspark von Schloss Altenstein in Bad Liebenstein. Etwa 40 Kolleginnen und Kollegen von jung bis junggeblieben waren der Einladung gefolgt. Eine kleinere Wanderrunde nutzten einige Leute. Die Hauptroute über etwa sechs Kilometer führte vom Schloss zum Wasserfall, zum Sportplatz, zum Morgentor-Plateau und zum chinesischen Teehäuschen. Anschließend bestand die Möglichkeit zur Einkehr und Stärkung.

Viele freuen sich bereits auf den nächsten Familienwandertag im kommenden September.

3. September | Erfurt - Eisenach - Weimar - Milz

Besuch aus Brasilien in Thüringen

Auf Einladung des Vereins aprender juntos e.V. halten sich auch mit Unterstützung der IG Metall, der Otto-Brenner-Stiftung und des Fond Neue Länder sechs Gäste aus Brasilien in Deutschland auf, um unsere Arbeits- und Lebensrealität kennen zu lernen. Drei der Gäste sind von den brasilianischen Metallgewerkschaften der CNM/CUT. Und drei Frauen sind von der brasilianischen Landlosenbewegung MST.

Während der gut zwei Wochen des Aufenthaltes sind Frankfurt, Salzgitter, Thüringen, Halle, Leipzig und Berlin Stationen. Inhaltlich besteht neben Betriebsbesuchen die Chance, in politische, geschichtliche oder gewerkschaftliche Themen Deutschlands und Europas Einblick zu nehmen. In Thüringen waren die Gäste zu Besuch im Landtag, nahmen an der DGB-Kundgebung zum Weltfriedenstag in Eisenach teil, besuchten die Gedenkstätte Buchenwald und besuchten die Agrargenossenschaft in Milz.

25. August | Delegiertenversammlung in Eisenach

Christiane Benner zu Gast

Erstmals nahm die 2. Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, an der Delegiertenversammlung teil. Im Museum Automobile Welt in Eisenach tagte die Delegiertenversammlung der IG Metall Suhl-Sonneberg gemeinsam mit der Delegiertenversammlung der IG Metall Eisenach. Im Zentrum der lebhaften Debatte standen die Transformation der Arbeitswelt, insbesondere im Automobil- und Zulieferbereich.

Im Fazit sind sich alle einig: Veränderungen wird es immer geben. Darauf müssen wir eingestellt bleiben. Das ist jedoch kein Grund für Ängste. Vielmehr fordert uns das als IG Metall heraus, die anstehenden Veränderungen mitzugestalten.

21. August | Besuch im Rennsteiggarten Oberhof

Aus aller Welt in Thüringen ...

Kolleginnen und Kollege der Arbeitskreise für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit (AGA) der IG Metall Suhl-Sonneberg und der IG Metall Eisenach besuchten den Rennsteiggarten in Oberhof. Pflanzen aus aller Welt sind hier anzutreffen, ob aus Neuseeland, Asien oder Nordamerika. Wegen der besonderen klimatischen Bedingungen in Oberhof können die Pflanzen gedeihen und bestaunt werden.

1. August | Ausbildungsjahr beginnt

Jugendliche suchen sich Ausbildungsbetrieb aus

Das Berufsausbildungsjahr beginnt in Thüringen zum August eines Jahres. Der individuelle Ausbildungsbeginn kann davon abweichen und wird sich zumeist an den Schulferien orientieren. Teilweise konnten Betriebe nicht alle geplanten Ausbildungsplätze besetzen. Das folgt einerseits aus der zu geringen Zahl von Schulabgängern, die sich für eine duale Berufsausbildung entscheiden. Aber es liegt vielfach auch am konkreten Angebot des Ausbildungsbetriebes. Rechnerisch stehen in Thüringen in diesem Jahr pro Bewerbung 1,23 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Regional gibt es in Thüringen durchaus Unterschiede.

Kümmerliche Ausbildungsvergütungen, zweifelhafte Ausbildungsqualität und völlige Unklarheit über Perspektiven nach Abschluss der Ausbildung sprechen niemanden an. In Betrieben hingegen, in denen der Tarifvertrag der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie angewendet wird, erhalten Auszubildende, die Mitglied der IG Metall sind, im ersten Ausbildungsjahr 1.007 Euro brutto im Monat. Zudem sind 30 Arbeitstage Urlaub, also 6 Wochen pro Jahr, und beispielsweise auch zusätzliches Urlaubsgeld und Sonderzahlung geregelt. Nach Abschluss der Ausbildung ist die Übernahme im Ausbildungsbetrieb tarifvertraglich gesichert. Damit wissen die Jugendlichen schon heute, wie es im Sommer 2020 oder im Februar 2021 weiter gehen wird. Das spricht Jugendliche an. Und so können Ausbildungsstellen auch besetzt werden.

7. Juli | Wird Urlaub Erholung pur oder „Außendienst“ ?

Urlaub muss ständige dienstliche Erreichbarkeit unterbrechen

In diesen Tagen sind viele Beschäftigte im wohlverdienten Urlaub, um sich mit Familie, Freunden oder allein vom Arbeitsalltag und Arbeitsstress zu erholen. Immer wieder wird jedoch bekannt und erreichen uns Nachfragen, dass durch ununterbrochene technische Erreichbarkeit – auch im Urlaub – ein gewünschter Erholungseffekt gar nicht eintritt.

Dienstliche Anrufe außerhalb der Arbeitszeit oder das Lesen und Bearbeiten dienstlicher Mailnachrichten in der Freizeit gehört für viele Beschäftigte zum inzwischen besorgniserregenden Alltag. Das hat Auswirkungen. Fast jede zweite Erwerbsminderungsrente, also das vorzeitige krankheitsbedingte Ausscheiden aus dem Arbeitsleben, ist auf psychische Ursachen wie Stress, Arbeitsverdichtung oder Burnout zurück zu führen. Das ist ein betrieblicher, aber auch sozialpolitischer Skandal.

Aus Arbeitsrecht und Rechtsprechung ergibt sich eindeutig, dass das Recht auf Freizeit und ungestörten Urlaub besteht. Für den Beschäftigten kann kein Nachteil entstehen, wenn die dienstlichen Geräte im Urlaub ausgeschalten und möglichst auch im Betrieb bleiben.

1. Juli | Dank Tarifsteigerungen deutliche Rentenerhöhung

3,37 Prozent mehr Rente in Ostdeutschland

Am 1. Juli 2018 steigen die Renten in Ostdeutschland um 3,37 Prozent. In Westdeutschland steigen die Renten um 3,22 Prozent. Im Vorjahr stiegen die Renten in Ostdeutschland um 3,59 Prozent und in Westdeutschland um 1,90 Prozent zum 1. Juli 2017. Damit erhöht sich in diesem Jahr der Rentenwert Ost auf 30,69 Euro, der Rentenwert West hingegen auf 32,03 Euro, um jeweils 1,00 Euro. Die Höherwertung nach Anlage 10 zum Sozialgesetzbuch 6. Buch beträgt 1,1248 im Jahr 2018.

Alle Rentensteigerungen hängen auch von der Bruttolohnentwicklung ab. Vor allem durch von Gewerkschaften erkämpfte Tarifsteigerungen plus die in Ostdeutschland stärker wirkende Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes erhöhen sich auch die Einzahlungen von Beiträgen in die Sozialversicherungen. Das schafft finanziellen Spielraum für Rentensteigerungen.

14. März | Gewerkschaftlicher Rechtsschutz ist sehr effektiv.

450.179,11 Euro im Jahr 2017 für unsere Mitglieder erstritten.

Mitglieder der IG Metall werden im Arbeits- und Sozialrecht beraten und wenn erforderlich, auch außergerichtlich und gerichtlich vertreten. Dazu zählen Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber ebenso wie Streitigkeiten mit Agentur für Arbeit, Jobcenter, Berufsgenossenschaft, Integrationsamt, Renten-, Kranken- oder Pflegeversicherung.

Im Jahr 2017 genehmigte die IG Metall Suhl-Sonneberg in 243 Fällen Rechtsschutz für ihre Mitglieder. Davon wurden 205 Arbeitsrechtsfälle und 38 Sozialrechtsfälle neu aufgenommen. Das ist eine Steigerung um über drei Prozent zu 2016. In 2016 waren es 201 neue Arbeitsrechtsfälle und 34 neue Sozialrechtsfälle. Es wurden im Jahr 2017 insgesamt 432 Streitfälle abgeschlossen, davon 398 Verfahren im Arbeitsrecht und 34 Verfahren im Sozialrecht. Das ist eine Zunahme um fast 52 Prozent zu 2016. 243 Arbeitsrechtsverfahren und 42 Sozialrechtsverfahren wurden 2016 abgeschlossen. Für die Mitglieder der IG Metall Suhl-Sonneberg wurden im Jahr 2017 insgesamt 450.179,11 Euro erstritten, davon 321.594,65 Euro im Arbeitsrecht und 128.584,46 Euro im Sozialrecht. Das ist eine Zunahme um über 45 Prozent zum Vorjahr. 310.175,72 Euro wurden im Jahr 2016 erstritten, davon 249.986,76 Euro im Arbeitsrecht und 60.188,96 Euro im Sozialrecht.

9. Dezember | DGB-Bezirkskonferenz Hessen-Thüringen

DGB-Spitze neu gewählt

Am 9. Dezember fand die DGB-Bezirkskonferenz Hessen-Thüringen statt. Die IG Metall Suhl-Sonneberg war vertreten mit Ilka Metzing, Betriebsratsvorsitzende bei Dr. Franz Schneider in Judenbach, und mit Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Für die Thüringer Landesregierung sprach die stellvertretende Ministerpräsidentin, Heike Taubert (SPD), ein Grußwort.

Neu gewählt wurde Michael Rudolph, der bisherige Regionsgeschäftsführer des DGB in Nordhessen, zum Bezirksvorsitzenden des DGB Hessen-Thüringen. Als stellvertretender Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen wurde der Thüringer Sandro Witt im Amt bestätigt.

5. Dezember | Bevollmächtigter spendet Sitzungsgelder

3 000 Euro private Spende übergeben

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser, war bis Mitte 2017 als alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland und zugleich Mitglied der Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung tätig. Für diese ehrenamtlichen Funktionen erhielt er in diesem Jahr insgesamt 2 643 Euro Aufwandsentschädigungen.

Seit Übernahme der ehrenamtlichen Funktionen behält Steinhäuser diese Summe nicht für sich, sondern spendet einmal im Jahr das Geld an Vereine oder Akteure der Kinder- oder Jugendarbeit in unserer Region. In diesem Jahr spendete Steinhäuser an die Initiative "Gib niemals auf!" in Bad Salzungen. Die Übergabe der Spende erfolgte am 5. Dezember in der Förderschule "Paul Geheeb". Zwar sind die 2 643 Euro noch zu versteuern, doch hat Steinhäuser den Spendenbetrag auf glatte 3 000 Euro aufgerundet.

27. März | São Paulo - Brasilien

Bevollmächtigter traf Ex-Staatspräsident Lula

Im Rahmen einer Studienreise traf der IG Metall-Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, den Metallgewerkschafter, Politiker und Staatspräsidenten Brasiliens 2003 bis 2010, Luiz Inácio Lula da Silva, in São Paulo.

Lula war einst selbst Vorsitzender einer Metallgewerkschaft in Brasilien. Vermutlich wird er für die Arbeiterpartei PT (Partido dos Trabalhadores) erneut als Spitzenkandidat für die Wahlen im kommenden Jahr aufgestellt.

Im über zweistündigen Gespräch tauschten sie sich über internationale Solidarität, politische und gewerkschaftliche Arbeit in beiden Ländern sowie die anstehenden Bundestagswahlen 2017 in der Bundesrepublik und die Präsidentschaftswahlen 2018 in Brasilien aus.

18. Januar | IG Metall begrüßt Entscheidung des BAG

Betriebsratsarbeit hat Vorrang im Betrieb

Am 18. Januar 2017 entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt erneut zur Frage, wie ehrenamtliche Betriebsratsarbeit im Betrieb arbeitsrechtlich und arbeitszeitrechtlich zu bewerten ist (Az.: 7 AZR 224/15). Das Verfahren, in welchem ein Betriebsratsmitglied aus einem dreischichtigen Metallbetrieb in Nordrhein-Westfalen klagte, wurde durch die gewerkschaftliche DGB Rechtsschutz GmbH gewonnen.

In Schichtbetrieben bleibt es nicht aus, dass Betriebsratsmitglieder in unterschiedlichen Schichten eingesetzt sind. Da Betriebsratsarbeit Vorrang vor anderen dienstlichen Aufgaben hat, muss der Arbeitgeber, der Schichtarbeit anwendet, hinnehmen, dass dann Arbeitszeit ausfällt, jedoch vergütet werden muss.

Betriebsratsarbeit ist wichtig und unverzichtbar. Deswegen setzen wir auch unsere erfolgreichen Aktivitäten weiter fort, in Betrieben, in denen bisher noch kein Betriebsrat gewählt wurde, Betriebsratswahlen einzuleiten und durchzuführen.

9. April 2016 in Suhl

Neues "Parlament" der IG Metall nahm Arbeit auf

Alle vier Jahre führt die IG Metall bundesweit Organisationswahlen durch. Anfang 2016 werden die Wahlfunktionen innerhalb der IG Metall neu bestätigt oder besetzt. In Südthüringen fanden im Januar und Februar 2016 zahlreiche Versammlungen zur Wahl der Delegierten für die Delegiertenversammlung statt. Die Delegiertenversammlung ist das „Parlament“ der IG Metall vor Ort. Viermal pro Jahr tritt das höchste beschlussfassende Gremium der IG Metall Eisenach zusammen. Insgesamt entscheiden 65 Delegierten über die strategische, inhaltliche und operative Vorgehensweise der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Die konstituierende Delegiertenversammlung fand am 9. April 2016 in Suhl statt. Es wurden Thomas Steinhäuser als 1. Bevollmächtigter und Kassierer der IG Metall Suhl-Sonneberg und Uwe Laubach als 2. Bevollmächtigter im Amt bestätigt.

Weiter wurden die Beisitzer/innen in den Ortsvorstand gewählt. Dem Ortsvorstand gehören nun an (v.l.n.r.): Mike Herm (HFP Bandstahl Bad Salzungen), Ramona Schanz (BOS Trusetal), Ilka Metzing (Dr. Schneider Judenbach), Heiko Müller (Bachmann Elektrotechnik Gumpelstadt), Almut Steiner (Rentnerin Hildburghausen), Cornelia Mäurer (Tribo Hartstoff Immelborn), Karsten Fuchs (BLG Brotterode), Silvia Kleint (MKB Barchfeld), Thomas Steinhäuser, Barbara Lang (Rentnerin Suhl), Torsten Meier (ALBD Brotterode) und Uwe Laubach. Zudem gehören in den Ortsvorstand (nicht im Bild) Norbert Döhring (Winkhaus Meiningen), Torsten Endter (Lehren- und Meßgeräte Schmalkalden) und Yvonne Krug (ALBD Brotterode).

Verlinkungen zum zentralen Internetangebot

www.igmetall.de