15. Dezember | 2. Tarifverhandlung Metall-/Elektroindustrie Thüringen

Arbeitgeber riskieren "Getriebe-Schaden" in Tarifverhandlungen

In der zweiten Tarifverhandlung für die Thüringer Metall- und Elektroindustrie am 15. Dezember in Eisenach wollten die Arbeitgeber den tarifvertraglichen "Rückwärtsgang" einlegen. Sie wollen die Regelarbeitszeit ausweiten, dafür keine Zuschläge für Mehrarbeit mehr vergüten, eine vollumfängliche Verfügbarkeit der Beschäftigten erwarten und nehmen damit Mehrbelastungen und zunehmende Erkrankungen leichtfertig in Kauf.

Da die IG Metall mit der Reduzierung der Arbeitszeit und mehr Einfluss der Beschäftigten auf die individuelle Arbeitszeit im kompletten "Vorwärtsgang" für die Tarifbedingungen in Thüringen ist, riskieren die Arbeitgeber einen "Getriebe-Schaden" in den Tarifverhandlungen.

200 Euro pauschal für drei Monate plus 2 Prozent mehr Entgelt für weitere 12 Monate steht im totalen Widerspruch zu Konjunktur und Gewinnen. Auch den Arbeitgebern muss klar sein, dass das als "Angebot" völlig unzureichend ist.

12. Dezember | Jahresabschluss der AGA und der Senioren

1.070,89 Euro Spende an das Kinder- und Jugenddorf Regenbogen

Die IG Metall Suhl-Sonneberg hat im Rahmen der bundesweiten Beschäftigtenbefragung der IG Metall "Politik für alle – sicher, gerecht und selbstbestimmt“ 1.070,89 Euro an den Förderverein Kinder- und Jugenddorf Regenbogen e.V. in Zella-Mehlis gespendet. Im Rahmen der Jahresabschlusssitzung des Arbeitskreises für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit AGA erfolgte die Spendenübergabe an den Vorsitzenden des Fördervereins, Florian Bauer, sowie den Leiter der Einrichtung, Michael Feistkorn. Viele Kinder aber auch Familien in der Region sind auf die verlässliche Arbeit dieser Einrichtungen angewiesen. Deswegen unterstützen wir erneut den Förderverein des Kinder- und Jugenddorfs Regenbogen in Zella-Mehlis mit einer Geldspende.

681.241 Beschäftigte aus gut 7.000 Betrieben hatten sich bundesweit an der IG Metall-Befragung 2017 beteiligt. Aus der Region Südthüringen nahmen 868 Beschäftigte daran teil. Für jeden ausgefüllten Fragebogen spendet die IG Metall einen Euro für ein soziales Projekt in der Region. Welches Projekt die Spende erhält, kann die IG Metall vor Ort entscheiden. Die Aufteilung der Spenden in die Regionen erfolgte nach Quotierungen.

11. Dezember | Wieder ein Betriebsrat mehr

Erstmals Betriebsratswahl bei FCT Ingenieurkeramik abgeschlossen

v.l.n.r.: Raymond Haße (IG Metall), Sandy Fischer, Torsten Schillig, Maria Bischoff, Nancy Kuhla, Dr. Ullrich Degenhardt, Simon Krause, Robert Dressel

Bei der FCT Ingenieurkeramik ist die betriebsratslose Zeit jetzt vorbei. Allerdings erst im zweiten Anlauf. Mit Unterstützung eines »externen Beraters« wurde im Sommer 2017 eine erste Wahl eingeleitet. Dann fragten Beschäftigte bei uns nach, ob das alles ordnungsgemäß sei. Wegen festgestellter Unregelmäßigkeiten mussten wir auf eine Neueinleitung der Wahl bestehen und boten hierzu Hilfe an.

Die FCT Ingenieurkeramik in Rauenstein/Frankenblick und Sonneberg fertigt Bauteile mit unterschiedlicher Formgebungs- und Sintertechnik für verschiedenste industrielle Bereiche und Anwendungen. Insgesamt sind 127 Arbeitnehmer/-innen beschäftigt. Am 28. November fand die erste Betriebsratswahl mit Unterstützung der IG Metall Suhl-Sonneberg statt. Die Wahlbeteiligung betrug 81,9 Prozent. In der konstituierenden Sitzung am 11. Dezember wurden zum Betriebsratsvorsitzenden Sandy Fischer und zur stellvertretenden Vorsitzenden Nancy Kuhla gewählt.

Die IG Metall wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben, Durchsetzungsvermögen sowie Kraft und Ausdauer. Den hohen Erwartungen an den neuen Betriebsrat gilt es jetzt durch kompetentes Agieren zu entsprechen. Dabei hilft weiterhin die IG Metall Suhl-Sonneberg durch Schulungen und Begleitung.

9. Dezember | DGB-Bezirkskonferenz Hessen-Thüringen

DGB-Spitze neu gewählt

Am 9. Dezember fand die DGB-Bezirkskonferenz Hessen-Thüringen statt. Die IG Metall Suhl-Sonneberg war vertreten mit Ilka Metzing, Betriebsratsvorsitzende bei Dr. Franz Schneider in Judenbach, und mit Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Für die Thüringer Landesregierung sprach die stellvertretende Ministerpräsidentin, Heike Taubert (SPD), ein Grußwort.

Neu gewählt wurde Michael Rudolph, der bisherige Regionsgeschäftsführer des DGB in Nordhessen, zum Bezirksvorsitzenden des DGB Hessen-Thüringen. Als stellvertretender Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen wurde der Thüringer Sandro Witt im Amt bestätigt.

5. Dezember | Bevollmächtigter spendet Sitzungsgelder

3 000 Euro private Spende übergeben

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser, war bis Mitte 2017 als alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland und zugleich Mitglied der Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung tätig. Für diese ehrenamtlichen Funktionen erhielt er in diesem Jahr insgesamt 2 643 Euro Aufwandsentschädigungen.

Seit Übernahme der ehrenamtlichen Funktionen behält Steinhäuser diese Summe nicht für sich, sondern spendet einmal im Jahr das Geld an Vereine oder Akteure der Kinder- oder Jugendarbeit in unserer Region. In diesem Jahr spendete Steinhäuser an die Initiative "Gib niemals auf!" in Bad Salzungen. Die Übergabe der Spende erfolgte am 5. Dezember in der Förderschule "Paul Geheeb". Zwar sind die 2 643 Euro noch zu versteuern, doch hat Steinhäuser den Spendenbetrag auf glatte 3 000 Euro aufgerundet.

2. Dezember | Blockade der Arbeitgeber entrüstet unsere Vertrauensleute

2. Tarifverhandlung am 15. Dezember in Eisenach

Im Rahmen der Tarifbewegung für die Metall- und Elektroindustrie 2017/2018 luden die IG Metall Eisenach gemeinsam mit der IG Metall Suhl-Sonneberg die Vertrauensleute der tarifgebundenen Betriebe zur Vertrauensleutekonferenz am 2. Dezember nach Bad Tabarz ein. Nach der Berichterstattung aus der ersten Verhandlungsrunde am 22. November 2017 in Arnstadt waren die Metallerinnen und Metaller überaus entrüstet.

Die nächste Tarifverhandlung wird am 15. Dezember, 11 Uhr, in Eisenach stattfinden. Dazu rufen wir die Beschäftigten aus den Metallbetrieben in Thüringen zur Unterstützung einer verhandlungsbegleitenden Aktion auf. Zwar können wegen der bis 31. Dezember geltenden Friedenspflicht noch keine Streikmaßnahmen für diesen Tag aufgerufen werden, doch erwarten wir eine gute Beteiligung unserer Kolleginnen und Kollegen.

22. November | 1. Tarifverhandlung Metall-/Elektroindustrie Thüringen

Komplette Blockade der Arbeitgeberseite

"...lehnen wir grundsätzlich ab ..." oder "... lehnen wir absolut ab ..." oder "... unterschreiben wir auf keinen Fall ..." waren Erwiderungen der Arbeitgeber auf die Forderungen der IG Metall in der ersten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen in Arnstadt.

Die IG Metall fordert eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent für 12 Monate sowie individuelle Rechtsansprüche für die Arbeitnehmer, die Wochenarbeitszeiten temporär auf bis 28 Stunden verkürzen zu können. Dafür fordert sie auch einen Teilentgeltausgleich für Beschäftigte in besonders belastenden Arbeitszeitsystemen sowie bei Kindererziehung und Pflege in der Familie. Daneben will die IG Metall in diesem Jahr auch die Frage der Angleichung der Tarifverträge an die westlichen Tarife angehen, sie will dafür eine »belastbare Verhandlungsverpflichtung« mit dem Verband der Metall- und Elektroindustrie Thüringen abschließen.

1. November | Tariferhöhung in Schmalkalden

Mehr Geld für Beschäftigte bei LEONI in Schmalkalden

Der Haustarifvertrag zwischen der IG Metall und der LEONI protec cable Systems in Schmalkalden wurde nachverhandelt. Damit gibt es nun dreimal mehr Geld:

  • plus 0,5 Prozent ab November 2017
  • Übernahme der Entgelterhöhung der Metallindustrie Anfang 2018
  • plus weitere 0,5 Prozent ab Juni 2018.

Damit wird die Heranführung des Entgeltniveaus an die Bedingungen der Metall- und Elektroindustrie Thüringen abgeschlossen.

24. Oktober | Tarifkommission Metall-/Elektroindustrie

6 Prozent mehr Geld und Arbeitszeiten, die zum Leben passen

Am 24. Oktober stellten die Tarifkommissionen des Bezirks Mitte der IG Metall (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) die Weichen für die kommende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Das Forderungspaket, dem die Tarifkommissionen zugestimmt haben, umfasst im Einzelnen folgende Punkte:

• eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent für zwölf Monate,

• einen Rechtsanspruch für jeden Beschäftigten auf Reduzierung der individuellen regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für eine Zeitdauer von bis zu 24 Monaten,

• für Beschäftigte in belastenden Arbeitszeitmodellen einen tarifdynamischen Zuschuss in Form eines Festbetrags von 750,- Euro pro Jahr, soweit die Arbeitszeit um 10 Tage pro Jahr oder mehr verkürzt wird,

• für Beschäftigte, in deren Haushalt Kinder unter 14 Jahren leben oder die pflegebedürftige Familienangehörige haben, einen tarifdynamischen Zuschuss in Form eines Festbetrags von 200,- Euro pro Monat, soweit die wöchentliche Arbeitszeit um 3,5 Stunden oder mehr reduziert wird.

Darüber hinaus strebt die IG Metall Regelungen zum Personalausgleich für die Umsetzung der individuellen Wahloption auf Arbeitszeitreduzierung an. Dazu fordern die Tarifkommissionen für Auszubildende einen vergüteten freien Tag je Prüfungstag zur Prüfungsvorbereitung. Für das Tarifgebiet Thüringen verlangt die IG Metall zudem eine belastbare Verhandlungsverpflichtung für einen Prozess zur Angleichung der Entgelte, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen.

16. Oktober | Ortsvorstand berät Ergebnisse der Bundestagswahl

Endlich wieder Parität in der gesetzlichen Krankenkasse !

Der Ortsvorstand der IG Metall Suhl-Sonneberg beschäftigte sich heute in seiner ersten Sitzung nach der diesjährigen Bundestagswahl mit den Ergebnissen des Wahlsonntages am 23. September 2017.

Erwartet wird aus gewerkschaftlicher Sicht vor allem die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung. In den Wahlprogrammen der vermeintlichen Koalitionäre auf Bundesebene finden sich dazu sehr unterschiedliche Ausführungen. Allein Bündnis 90/Die Grünen streben die Wiederherstellung der paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung bei Abschaffung der Zusatzbeiträge an. Die FDP traf dazu keine Aussage. Und die Union sieht keinen Veränderungsbedarf am bestehenden System.

11./12. Oktober | Erfahrungsaustausch in Kerspleben

AGA-Arbeit in Thüringen

Die sechs Geschäftsstellen der IG Metall in Thüringen trafen sich, der langjährigen Tradition folgend, vom 11. bis 12. Oktober 2017 zum jährlich stattfindenden Erfahrungsaustausch.

In diesem Jahr folgten wir der Einladung der IG Metall Erfurt nach Erfurt-Kerspleben. Referenten waren eingeladen zu den Themen: Wie geht es weiter mit den Gewerkschaften nach der Bundestagswahl (Sandro Witt – stellvertretender Vorsitzender im DGB Hessen-Thüringen), zum Thema: Gesundheitspolitik (AOK-Plus) und einen Referenten der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland mit Ausführungen „Angleichung der Ost– an Westrente“.

Es wurde aber auch die gemeinsame Zeit genutzt, um über die außerbetrieblich Gewerkschaftsarbeit (AGA) aus den verschiedenen Regionen Thüringens zu berichten und sich dazu auszutauschen.

9./10. Oktober | JAV-/BR-Kongress in Fulda

Mehr als 350 Kolleginnen und Kollegen dabei

„Selbstbestimmt.mitbestimmt.solidarisch.“ war das Motto des Kongresses am 9. und 10. Oktober in Fulda, zu dem mehr als 350 Kolleginnen und Kollegen aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland mit 17 IG Metallerinnen und Metallern aus Thüringen angereist waren.

Es wurde in acht verschiedenen Foren unter anderem zu den Themen „Arbeitszeit für junge Beschäftigte“, „Duales Studium“ oder „Ausbildung im Betrieb checken und verbessern“ intensiv gearbeitet.

Am nächsten Tag diskutierten die Kongressteilnehmenden insbesondere über Anforderungen und Erfahrungen in der Begleitung von jungen Beschäftigten, die ihre Ausbildung erfolgreich abschließen. Mitunter sichert ein Tarifvertrag der IG Metall die Übernahme. In anderen Betrieben jedoch nicht.

24. September | Bundestagswahl

Wer nicht wählt, wird trotzdem regiert !

"Schlechte Kandidaten werden gewählt von guten Bürgern, die nicht zur Wahl gehen." (Thomas Jefferson, 1743–1826, US-Präsident).

Die IG Metall Suhl-Sonneberg ruft zur Teilnahme an der Bundestagswahl auf. Gerade für Beschäftigte sind verlässliche und gute Rahmenbedingungen durch den Gesetzgeber unverzichtbar. Gutes Leben und gute Arbeit sind ohne Schutz vor Ausbeutung und Unterdrückung undenkbar. Zudem haben Gewerkschaften auch sozialpolitisch und gesellschaftlich Forderungen an die Bundespolitik formuliert. Deshalb haben es die Menschen selbst in der Hand, durch ihre Stimmen am Wahltag ihre eigene Zukunft mitzugestalten und zu verbessern. Die IG Metall spricht keine Wahlempfehlung für eine bestimmte Partei oder eine bestimmte Person aus. Wir wollen am Wahlsonntag eine arbeitnehmerfeindliche Koalition verhindern. Dafür braucht es jede Stimme. Wir fordern alle auf, überhaupt zur Wahl zu gehen und keine Stimme an Nazis und Rechtspopulisten zu geben.

14. September | Tarifkommission Metall-/Elektroindustrie

Mehr Entgelt, mehr Ausbildungsvergütung und „kurze Vollzeit“

 

Rund 6 Prozent mehr Entgelte und Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von 12 Monaten sowie eine „verkürzte Vollzeit" - diese Forderungsvorschläge haben die Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie für die Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) und für Thüringen in einer gemeinsamen Sitzung am 14. September in Frankenthal diskutiert.

Ausführlich beschäftigten sich die beiden Tarifkommissionen dabei mit der wirtschaftlichen Lage, die einen wichtigen Hintergrund für die Tarifverhandlung bildet. Die Metall- und Elektroindustrie befindet sich seit Jahren in einer robusten Konjunkturlage. Das prognostizieren die Wirtschaftsforscher auch für 2018. 

Die 35-Stundenwoche sei die Wunscharbeitszeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, allerdings müsse es Entlastung geben. Mit der "verkürzten Vollzeit" will die IG Metall einen tarifvertraglichen Anspruch auf kürzere Wochenarbeitszeit in Ost und West schaffen. Das steht einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit in den neuen Bundesländern nicht entgegen.

9. September | Wandertag der IG Metall

Ich wand're ja so gerne ...

Auf Schuster's Rappen führte uns der inzwischen 8. Familienwandertag der IG Metall am 9. September durch das Schortetal bei Ilmenau. Nach dem Treffen in Ilmenau starteten wir durch zum Besucherbergwerk »Volle Rose«. Dort fuhren wir mit einer Besucherbahn zunächst durch die umliegende Landschaft. Anschließend fuhre wir in den ehemaligen Stollen ein. Musikalisch begleitet wurden wir durch Dieter Löffler auf dem Horn.

Im Schortetal befanden sich einst viele Bergwerksstollen, in denen vor allem Flussspat und Mangan abgebaut wurden. Das heutige Bergwerk »Volle Rose« wurde 1991 stillgelegt. Es ist heute als Schaubergwerk hergerichtet und für Besucher geöffnet. Zur Stärkung kehrten wir in die Gaststätte »Zur Schortemühle« ein. Es war wieder ein tolles Erlebnis in unserem schönen Thüringen. Viele freuen sich bereits auf den dann bereits 9. Familienwandertag im kommenden September.

1. September | Tariferhöhung in Thüringen

Mehr Geld für Beschäftigte im Kfz-Gewerbe

Zum 1. September 2017 erfolgt eine Tariferhöhung um 2,9 Prozent. In einer zweiten Stufe zum 1. Oktober 2018 steigen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um weitere 2,9 Prozent. Damit steigen die Entgelttabellen um insgesamt 5,8 Prozent.

Leider gilt der Tarifvertrag in vielen Autohäusern in Südthüringen noch nicht. Das können wir nur gemeinsam ändern.

1. September | Tariferhöhung in Suhl

Mehr Geld für Beschäftigte bei Merkel Suhl

Warnstreik der IG Metall am 20. September 2016

Am 5. Oktober 2016 vereinbarten die Geschäftsleitung und die IG Metall Suhl-Sonneberg für die etwa 140 Beschäftigten der Betriebe Merkel Jagd- und Sportwaffen, C.G. Haenel und CARACAL in Suhl eine Tariferhöhung in zwei Schritten. Erst der Warnstreik am 20. September 2016 brachte Schwung in die Verhandlungen.

Das Tarifergebnis erhöhte die Entgelte und Ausbildungsvergütungen zum 1. September 2016 um 4,5 Prozent. In einer zweiten Stufe erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab 1. September 2017 um weitere 2,5 Prozent. Das Tarifergebnis hat eine Laufzeit bis zum 31. August 2018.

16. August | Kassel

Bundessozialgericht stärkt Ehrenamt

Das Bundessozialgericht (BSG) hatte heute über die Frage zu entscheiden, ob für einen Kreishandwerksmeister, der für sein Ehrenamt eine jährliche pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 6500 Euro erhält, Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt werden müssen? Die Kasseler Richter stellten klar, dass Ehrenamt grundsätzlich beitragsfrei bleibe (Aktenzeichen B 12 KR 14/16 R).

In ganz vielen Bereichen engagieren sich Menschen ehrenamtlich. Sie bringen ihre Zeit und Energie ein. Vielfach erfolgt dafür gar keine oder nur eine geringe Aufwandsentschädigung für Fahrtkosten und dergleichen. Ob im Sportverein, der Selbstverwaltung in der Sozialversicherung, in gesellschaftlichen Projekten oder eben dem Handwerk sind viele Aktivitäten ohne ehrenamtliches Engagement nicht realisierbar. Daher begrüßt die IG Metall Suhl-Sonneberg die heutige Entscheidung vom BSG zur Sozialversicherungsfreiheit für Aufwandsentschädigungen. Klar formulierte der Senat die Aufforderung an den Gesetzgeber, in dieser Frage Klarheit zu schaffen. Klarheit würden wir uns zugleich wünschen für die einheitliche steuerliche Behandlung von Aufwandsentschädigungen. Während für beispielsweise Bezüge im Sportverein ein steuerlicher Freibetrag geltend gemacht werden kann, erkennen die Finanzbehörden diesen Freibetrag für Bezüge aus der Selbstverwaltung der Sozialversicherungen nicht an. Diese Ungleichbehandlung für Ehrenamt muss geändert werden.

1. August | Tariferhöhung in Bad Salzungen

Mehr Geld für Beschäftigte bei HFP Bandstahl

Alle Beschäftigten, die bei Einführung des Haustarifvertrages deutlich unter dem betrieblichen Durchschnitt lagen, wurden die Entgelte um maximal 100 Euro brutto monatlich ab Februar 2017 erhöht. Davon profitierten mindestens 30 der 260 Beschäftigten. Sofern gegenüber der betrieblichen Lohntabelle immer noch Differenzen bestehen, erhalten diese Beschäftigten ab August 2017 weitere maximal 30 Euro brutto monatlich. Hingegen wurden die Entgelte, die bei Einführung der neuen betrieblichen Tariftabelle ab Februar 2017 bereits höher waren, um pauschal 40 Euro brutto pro Monat erhöht, sofern die Tarifwerte nicht um mehr als 15 Prozent übertroffen waren. Für die 21 Beschäftigten, deren bisheriges Entgelt schon mehr als 15 Prozent über der neuen betrieblichen Tariftabelle liegt, erhielten mit der Abrechnung für Februar 2017 eine erste Einmalzahlung von 240 Euro brutto und erhalten mit der Abrechnung für August 2017 eine zweite Einmalzahlung von weiteren 200 Euro brutto.

1. August | Tariferhöhung in Barchfeld

Mehr Geld für Beschäftigte bei Oerlikon Woka

Am 6. August 2013 einigten sich IG Metall und Arbeitgeber erstmals auf Tarifsteigerungen in mehreren Schritten. Dabei wurden für die folgenden fünf Jahre Tarifanpassungen jeweils zum 1. August des Jahres vereinbart.

Zum 1. August 2017 erfolgt damit die Anpassung von 90 Prozent der Tarifentgelte der Metall- und Elektroindustrie Thüringen auf 93 Prozent. Das beinhaltet die Tarifsteigerung um zwei Prozent ab April 2017 in Referenztarif. Damit steigen die Entgelte für die Beschäftigten bei Oerlikon Woka um im Durchschnitt fünf Prozent.

1. August | Ausbildungsjahr beginnt

Jugendliche suchen sich Ausbildungsbetrieb aus

Das Berufsausbildungsjahr beginnt in Thüringen zum August eines Jahres. Der individuelle Ausbildungsbeginn kann davon abweichen und wird sich zumeist an den Schulferien orientieren. Teilweise konnten Betriebe nicht alle geplanten Ausbildungsplätze besetzen. Das folgt einerseits aus der zu geringen Zahl von Schulabgängern, die sich für eine duale Berufsausbildung entscheiden. Aber es liegt vielfach auch am konkreten Angebot des Ausbildungsbetriebes. Rechnerisch stehen in Thüringen in diesem Jahr pro Bewerbung 1,29 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Regional gibt es in Thüringen durchaus Unterschiede. In der Agentur für Arbeit Suhl ist die Stellen-Bewerber-Relation mit 1,25 im Durchschnitt Thüringens. Spitzenreiter in Thüringen ist die Agentur für Arbeit Jena mit einem Faktor von 1,43 Stellen je Bewerbung. Den geringsten Faktor weist die Agentur für Arbeit Gotha aus mit 1,09 Stellen je Bewerbung. Der Anteil ausländischer Bewerber ist leicht auf 3,5 Prozent gestiegen.

Kümmerliche Ausbildungsvergütungen, zweifelhafte Ausbildungsqualität und völlige Unklarheit über Perspektiven nach Abschluss der Ausbildung sprechen niemanden an. In Betrieben hingegen, in denen der Tarifvertrag der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie angewendet wird, erhalten Auszubildende, die Mitglied der IG Metall sind, im ersten Ausbildungsjahr 946 Euro brutto im Monat. Zudem sind 30 Arbeitstage Urlaub, also 6 Wochen pro Jahr, und beispielsweise auch zusätzliches Urlaubsgeld und Sonderzahlung geregelt. Nach Abschluss der Ausbildung ist die Übernahme im Ausbildungsbetrieb tarifvertraglich gesichert. Damit wissen die Jugendlichen schon heute, wie es im Sommer 2020 oder im Februar 2021 weiter gehen wird. Das spricht Jugendliche an. Und so können Ausbildungsstellen auch besetzt werden.

Beschäftigtenbefragung bestätigt Debatten in den Betrieben

93 Prozent Zustimmung zur Tarifangleichung Ost

 

Anfang 2017 rief die IG Metall bundesweit zur Teilnahme an einer Beschäftigtenbefragung auf. Insgesamt hatten sich über 660.000 Menschen an dieser Befragung beteiligt. In Süd-West-Thüringen erhielten wir 2.452 Rückmeldungen.

78 Prozent der Befragten in unserer Region stimmen der Abschaffung sachgrundloser Befristungen und prekärer Beschäftigung zu (bundesweit 66 Prozent), weitere 15 Prozent stimmen dem eher zu (bundesweit 23 Prozent). Hingegen stimmen 79 Prozent eines gesetzlichen Rückkehrrechtes aus Teilzeit in Vollzeit vollumfänglich zu (bundesweit 66 Prozent), weitere 17 Prozent stimmen dem eher zu (bundesweit 24 Prozent). Einer wirklich paritätisch finanzierten gesetzlichen Krankenversicherung stimmen 80 Prozent der Befragten zu (bundesweit 73 Prozent), sowie stimmen weitere 16 Prozent eher zu (bundesweit 22 Prozent). Das Rentenniveau muss stabilisiert und mittelfristig erhöht werden, auch wenn dadurch die Beiträge paritätisch steigen, stimmen 55 Prozent zu (bundesweit 52 Prozent) und stimmen 33 Prozent eher zu in gleichem Umfang wie auch bundesweit.

Die deutlichsten Unterschiede in den qualitativen Ergebnissen finden sich bei der Angleichung der tariflichen Arbeitszeit in Ostdeutschland an Westdeutlichland. Bundesweit finden das lediglich 18 Prozent der Befragten wichtig. In unserer Region hingegen ist das für 80 Prozent der Befragten wichtig plus 13 Prozent der Befragten eher wichtig. Der Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist bei der Arbeitszeit besonders groß. In Süd-West-Thüringen wünschen sich 63 Prozent der Befragten eine Wochenarbeitszeit von maximal 35 Stunden. Hingegen arbeiten real 59 Prozent der Befragten 40 Wochenstunden oder mehr.

Bundestagswahl 2017

Wen soll ich wählen? Besser nicht die AfD !

Am 24. September 2017 findet die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag statt. Viele Jugendliche sind als Erstwähler zur Teilnahme an der Wahl aufgerufen. „Wen soll ich wählen?“, fragen sich viele Erstwähler, aber auch andere Wählerinnen und Wähler. Für Jugendliche und insbesondere Erstwähler in Thüringen bot die IG Metall vom 14. bis 16. Juli 2017 einen Workshop zur Bundestagswahl in Saalfeld an.

Junge Metallerinnen und Metaller setzten sich aktiv mit den Wahlprogrammen von Union, SPD, Linke, Grüne, FDP und AfD. Überrascht waren die Jugendlichen, dass von diesen Parteien allein die Union ein Wahlprogramm ohne Legitimation durch einen Bundesparteitagsbeschluss vorlegte. Aber die Frage, ob, und wenn ja warum, in der Union Angst vor dem eigenen Souverän Parteitag bestehen mag, wurde nicht weiter vertieft. Die geringste Übereinstimmung mit unseren Forderungen fanden wir im Wahlprogramm der AfD. Die selbsternannte Alternative für Deutschland ist keinesfalls eine Alternative für Jugendliche und schon gar nicht für Gewerkschafter, weder in Deutschland noch Europa.

Tarifbindung. Betriebliche Mitbestimmung. Arbeitszeit: Im Wahlprogramm der AfD nicht enthalten. Keinerlei Aussage. Zentrale Themen und Erwartungen der IG Metall und ihrer zahlreichen Mitglieder, auch der Erstwähler, werden nicht behandelt.

19. Juli | Fiat Chrysler Automobiles Serbien

Streik überraschend beendet

Seit 27. Juni 2017 streikten die Gewerkschaften und etwa 2.000 Beschäftigte der Tochterfirma von FCA im serbischen Kragujevac. Grund war die Weigerung der lokalen Werkleitung, Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen aufzunehmen. Diese hatten wegen exzessiver Arbeitsüberlastung und äußerst geringer Löhne ein unzumutbares Ausmaß erreicht.

Auch die IG Metall Suhl-Sonneberg solidarisierte sich in einer Erklärung an den Konzernvorstand mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen.

Nach einem Treffen mit der serbischen Regierungschefin haben die Verantwortlichen das Ende des Streiks beschlossen. Die Arbeiten wurden am 19. Juli wieder aufgenommen. Konkrete Ergebnisse gibt es bisher nicht.

Erst nach vier Jahren gibt es den berechtigten Branchenzuschlag

IG Metall setzt sich vor dem Bundesarbeitsgericht durch

Am 23. Juli 2013 machte die IG Metall Suhl-Sonneberg erstmals die Zahlung von Branchenzuschlägen für Leiharbeitnehmer der Job AG, die bei der BLG Automotive Logistics in Brotterode beschäftigt waren, geltend. Der Betrieb war logistischer Dienstleister für die Automotive Lighting in Brotterode. Für den Betrieb war ein Haustarifvertrag mit der IG Metall abgeschlossen, der sich in allen wesentlichen Tarifbestimmungen an die Metall- und Elektroindustrie Thüringen anlehnte. Lediglich die Tarifentgelte wichen vom Niveau der Metall- und Elektroindustrie ab. Der Arbeitgeber lehnte die Zahlung von Branchenzuschlägen ab. Das Arbeitsgericht Suhl sowie das Thüringer Landesarbeitsgericht (LAG) wiesen die Leistungsklage zu Unrecht ab. Zudem ließ das LAG keine Revision zu. Unsere am 28. Mai 2015 beim Bundesarbeitsgericht (BAG) eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde hatte nun endlich Erfolg. Das BAG korrigierte mit Urteil vom 22. Februar 2017 (Az.: 5 AZR 453/15) die Fehlentscheidung des LAG. Nun liegt die Urteilsbegründung vor, die den Fall an das LAG zurück verweist. Der Anspruch ist in der Sache unstreitig, jedoch in der Höhe auszuermitteln.

Einmal mehr zeigt sich hier, dass die Mitgliedschaft in der IG Metall einerseits hilft bei der Durchsetzung von Ansprüchen. Aber es macht sich auch bezahlt, wenn tarifliche Ansprüche bestehen und eingefordert werden können. Für die Beschäftigten, die mit uns vor Gericht gegangen waren, steht nun eine saftige Nachzahlung an. Die genaue Höhe ist noch vom LAG zu ermitteln. Aber auch alle anderen IG Metall-Mitglieder als Leiharbeiter profitieren ab sofort von der höchstrichterlichen Entscheidung.

Binz Ambulance- und Umwelttechnik in Ilmenau

Gegen Arbeitgeberwillkür insgesamt 50.572 Euro erstritten

Ab August 2015 wollten Arbeitgeber und Betriebsrat der Binz Ambulance- und Umwelttechnik in Ilmenau die etwa 140 Beschäftigten verpflichten, statt bisher 38 Stunden pro Woche zukünftig 40 Stunden pro Woche für das gleiche Geld zu arbeiten. Arbeitszeitfragen unterliegen jedoch dem Tarifvorrang und können daher nicht durch die Betriebsparteien rechtwirksam zum Nachteil der Beschäftigten, wie hier beabsichtigt, geregelt werden. Auch den Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld kann der Betriebsrat für die Beschäftigten nicht wirksam erklären.

In insgesamt 44 Fällen machte die IG Metall Suhl-Sonneberg in Vollmacht für Beschäftigte Zahlungsansprüche geltend. Davon wurden wegen keiner außergerichtlichen Klärung 31 Klagen an das Arbeitsgericht Erfurt eingereicht. In 21 Verfahren wurden Zahlungen für die Beschäftigten durch gerichtlichen Vergleich erreicht. In weiteren zehn Verfahren entschied das Arbeitsgericht durch Urteil zu Gunsten der beschäftigten. Insgesamt konnten Nachzahlungen in Höhe von 50.572 Euro erstritten.

2. Juni | AGA-Seminar in Steinach (Taunus)

Blick zurück nach vorn.

Aktive Kolleginnen und Kollegen der Arbeitskreise für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit AGA der IG Metall Eisenach gemeinsam mit der IG Metall Suhl-Sonneberg trafen sich im hessischen Steinbach für eine Woche zum gemeinsamen Seminar.

Rückblickend wurden die gemeinsamen Aktivitäten der vergangenen Monate ausgewertet und analysiert. Aber vor allem wurden Vorhaben für die kommenden Monate vereinbart und besprochen. Im Zentrum der Diskussionen stand dabei die diesjährige Bundestagswahl. Gerade Gewerkschafter/innen haben klare Erwartungen an Bundespolitik. Zudem werden bewährte Aktivitäten traditionell fortgesetzt. Der gemeinsame Wandertag oder der Internationalen Frauentag stehen fest im Plan.

5. Mai 2017 | Meiningen

Fest der Kulturen

Der Aktionstag wird durch das Meininger Bündnis für Demokratie und Toleranz ausgerichtet. Das ist bereits eine Tradition seit Jahren. Die IG Metall Suhl-Sonneberg unterstützt den Aktionstag und die Aktivitäten des Bündnisses.

In diesem Jahr war erneut das Motto: Meiningen ist bunt. Nach dem Familienfest am Nachmittag folgte ein Konzertabend.

Zur formalen Eröffnung des Aktionstages sprachen Ulrich Töpfer, Sprecher des Bündnisses und stellvertretender Bürgermeister. Dann sprachen Ansgar Haag, Intendant des Meininger Staatstheaters, und Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Wir sind viele. Wir sind eins.

1. Mai 2017

Der DGB veranstaltete gemeinsam mit der IG Metall und den anderen Gewerkschaften mehrere Kundgebungen am 1. Mai. Bei strahlendem Sonnenschein folgten viele Kolleginnen und Kollegen, teils mit ihren Familien, dem Maiaufruf. Alle Veranstaltungen in unserer Region verliefen friedlich.

In Ilmenau sprachen Norbert Zeike vom DGB Kreisverband, OB Seeber, Landrätin Enders und Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg. Mit Tänzen und einer Modenschau nahmen auch ausländische Studierende am Programm teil.

In Sonneberg sprachen Ute Kröckel, IG Metall Suhl-Sonneberg, und Klaus Schüller vom DGB Thüringen.

In Suhl sprach Thomas Schmidt vom DGB Thüringen.

27. März | São Paulo - Brasilien

Bevollmächtigter traf Ex-Staatspräsident Lula

Im Rahmen einer Studienreise traf der IG Metall-Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, den Metallgewerkschafter, Politiker und Staatspräsidenten Brasiliens 2003 bis 2010, Luiz Inácio Lula da Silva, in São Paulo.

Lula war einst selbst Vorsitzender einer Metallgewerkschaft in Brasilien. Vermutlich wird er für die Arbeiterpartei PT (Partido dos Trabalhadores) erneut als Spitzenkandidat für die Wahlen im kommenden Jahr aufgestellt.

Im über zweistündigen Gespräch tauschten sie sich über internationale Solidarität, politische und gewerkschaftliche Arbeit in beiden Ländern sowie die anstehenden Bundestagswahlen 2017 in der Bundesrepublik und die Präsidentschaftswahlen 2018 in Brasilien aus.

Unser Jahr hat 365 Frauentage

Internationaler Frauentag am 8. März

Die IG Metall Suhl-Sonneberg gratuliert allen Frauen zum Internationalen Frauentag am 8. März. Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin schlug auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor, ohne jedoch ein bestimmtes Datum zu favorisieren. Der erste Frauentag wurde dann am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz gefeiert. Am 8. März 1917 – nach dem damals in Russland verwendeten julianischen Kalender der 23. Februar – streikten in Sankt Petersburg die Arbeiter- und Soldatenfrauen und erstmals auch Bauernfrauen der armen Stadtviertel auf der Wyborger Seite und lösten damit die Februarrevolution aus. Zu Ehren der Rolle der Frauen in der Revolution wurde auf der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen 1921 in Moskau auf Vorschlag der bulgarischen Delegation der 8. März als internationaler Gedenktag eingeführt.

18. Januar | IG Metall begrüßt Entscheidung des BAG

Betriebsratsarbeit hat Vorrang im Betrieb

Am 18. Januar 2017 entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt erneut zur Frage, wie ehrenamtliche Betriebsratsarbeit im Betrieb arbeitsrechtlich und arbeitszeitrechtlich zu bewerten ist (Az.: 7 AZR 224/15). Das Verfahren, in welchem ein Betriebsratsmitglied aus einem dreischichtigen Metallbetrieb in Nordrhein-Westfalen klagte, wurde durch die gewerkschaftliche DGB Rechtsschutz GmbH gewonnen.

In Schichtbetrieben bleibt es nicht aus, dass Betriebsratsmitglieder in unterschiedlichen Schichten eingesetzt sind. Da Betriebsratsarbeit Vorrang vor anderen dienstlichen Aufgaben hat, muss der Arbeitgeber, der Schichtarbeit anwendet, hinnehmen, dass dann Arbeitszeit ausfällt, jedoch vergütet werden muss.

Betriebsratsarbeit ist wichtig und unverzichtbar. Deswegen setzen wir auch unsere erfolgreichen Aktivitäten weiter fort, in Betrieben, in denen bisher noch kein Betriebsrat gewählt wurde, Betriebsratswahlen einzuleiten und durchzuführen.

2017 Bildungsfreistellung nutzen.

Jetzt Anspruch im Betrieb geltend machen.

Das Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz ermöglicht eine Freistellung von bis zu fünf Tagen im Jahr, für Auszubildende bis zu drei Tagen im Jahr, ohne Minderung von Entgelt oder Urlaub. Weitere Infos ergeben ich aus anhängendem Flugblatt.

Die IG Metall bietet vor allem das A-1-Seminar oder das Jugend-1-Seminar im Rahmen der Bildungsfreistellung in Thüringen an. Die Anerkennungsbescheide sowie ein Antragsformular können hier herunter geladen werden. Für Mitglieder der IG Metall entstehen bei der Teilnahme gemäß Bildungsfreistellung keine Kosten.

Bei Fragen gern an das Büro der IG Metall wenden.

9. April 2016 in Suhl

Neues "Parlament" der IG Metall nahm Arbeit auf

Alle vier Jahre führt die IG Metall bundesweit Organisationswahlen durch. Anfang 2016 werden die Wahlfunktionen innerhalb der IG Metall neu bestätigt oder besetzt. In Südthüringen fanden im Januar und Februar 2016 zahlreiche Versammlungen zur Wahl der Delegierten für die Delegiertenversammlung statt. Die Delegiertenversammlung ist das „Parlament“ der IG Metall vor Ort. Viermal pro Jahr tritt das höchste beschlussfassende Gremium der IG Metall Eisenach zusammen. Insgesamt entscheiden 65 Delegierten über die strategische, inhaltliche und operative Vorgehensweise der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Die konstituierende Delegiertenversammlung fand am 9. April 2016 in Suhl statt. Es wurden Thomas Steinhäuser als 1. Bevollmächtigter und Kassierer der IG Metall Suhl-Sonneberg und Uwe Laubach als 2. Bevollmächtigter im Amt bestätigt.

Weiter wurden die Beisitzer/innen in den Ortsvorstand gewählt. Dem Ortsvorstand gehören nun an (v.l.n.r.): Mike Herm (HFP Bandstahl Bad Salzungen), Ramona Schanz (BOS Trusetal), Ilka Metzing (Dr. Schneider Judenbach), Heiko Müller (Bachmann Elektrotechnik Gumpelstadt), Almut Steiner (Rentnerin Hildburghausen), Cornelia Mäurer (Tribo Hartstoff Immelborn), Karsten Fuchs (BLG Brotterode), Silvia Kleint (MKB Barchfeld), Thomas Steinhäuser, Barbara Lang (Rentnerin Suhl), Torsten Meier (ALBD Brotterode) und Uwe Laubach. Zudem gehören in den Ortsvorstand (nicht im Bild) Norbert Döhring (Winkhaus Meiningen), Torsten Endter (Lehren- und Meßgeräte Schmalkalden) und Yvonne Krug (ALBD Brotterode).

Verlinkungen zum zentralen Internetangebot

www.igmetall.de