Bildungsfreistellung nutzen.

5 Tage bezahlt freistellen lassen.

Das Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz ermöglicht eine Freistellung von bis zu fünf Tagen im Jahr, für Auszubildende bis zu drei Tagen im Jahr, ohne Minderung von Entgelt oder Urlaub. Weitere Infos ergeben ich aus anhängendem Flugblatt. Bei Fragen gern an das Büro der IG Metall wenden.

16. November | Tarifabschluss bei IDAM in Suhl

Weitere 3,32 Prozent mehr plus 650 Euro Einmalzahlung

Nach bereits ab Juli gewährten 94 Euro brutto je Monat mehr für Vollzeitbeschäftigte, gibt es jetzt noch einmal deutlich mehr Geld für die Beschäftigten und Auszubildenden. Damit steigt das Jahreseinkommen um über 1.200 Euro brutto. Andererseits ist die Modernisierung des Lohnsystems auf den Weg gebracht.

Mit der Abrechnung für Dezember 2018 erhalten Vollzeitbeschäftigte eine Einmalzahlung von 650 Euro brutto, Auszubildende 333 Euro brutto. Ab April 2019 werden die monatlichen Basisvergütungen um 3,32 Prozent erhöht. Auszubildende werden ab April 2019 auf 86 Prozent der Ausbildungsvergütungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen angehoben. Die Laufzeit des Verhandlungsergebnisses gilt bis Ende März 2020. Die Parteien haben eine Erklärungsfrist bis 3. Dezember 2018 vereinbart.

Die IDAM INA - Drives & Mechatronics AG & Co. KG ist ein Unternehmen der Schaeffler-Gruppe in Suhl. Mit etwa 140 Beschäftigten werden vor allem lineare und rotative Motoren sowie die zugehörigen Elektronikbaugruppen entwickelt und produziert.

9.-11. November | 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

Frauenpower der IG Metall in Thüringen

Vom 9. bis 11. November trafen sich IG Metall-Frauen aus allen sechs Geschäftsstellen der IG Metall Thüringens in Tabarz zum Erfahrungsaustausch. Bereits seit 2009 findet einmal jährlich ein solches Treffen statt. In diesem Jahr stand es unter dem Motto: 100 Jahre Frauenwahlrecht.

Es ist beeindruckend, wenn die Frauen aus ihrer Gewerkschaftsarbeit in den Regionen berichten. Mit viel Engagement und Verbindlichkeit werden Themen angepackt und umgesetzt. Vielen Dank unseren tollen Frauen!

Im kommenden Frühjahr findet die nächste Bundesfrauenkonferenz der IG Metall in Mannheim statt. Das Treffen wurde auch genutzt, um sich inhaltlich auf die anstehende Konferenz vorzubereiten.

2./3. November | Goetheschule Eisenach

Antifaschistischer & antirassistischer Ratschlag Thüringen

Der Ratschlag repräsentiert und vernetzt die ganze Breite des Antifaschismus in Thüringen von breiten, pluraleren Bürgerbündnissen, Gewerkschaften, Parteien bis zu Antifa-Gruppen. Es ist ein etablierter Ort des Austausches, der Vernetzung und des Diskurses. Die IG Metall unterstützt den Ratschlag.

Am Freitag, 2. November, fand ein Mahngang beginnend ab Markt durch Eisenach statt. Anschließend gab es erste thematische Angebote in der Goetheschule in Eisenach.

Am Samstag, 3. November, trafen sich dann die Teilnehmenden zu Plenums- und Workshopphasen. Im intensiven Austausch wurden viele aktuelle Themen teils kontrovers aber stets respektvoll diskutiert. Mit dabei waren auch Metallerinnen und Metaller.

Weitergehende Informationen unter ratschlag-thueringen.de

25. Oktober | Automotive Lighting Brotterode

Verkauf der Unternehmensgruppe nach Japan

Die Beschäftigten von Automotive Lighting – auch in Brotterode – wurden davon in Kenntnis gesetzt, dass der Fiat-Chrysler-Konzern seine Zulieferer-Tochter Magneti Marelli, zu welcher auch Automotive Lighting gehört, an den japanischen Konzern Calsonic Kansei verkaufen wird.

Magneti Marelli wurde 1919 gegründet und blickt auf 100 Jahre Bestehen des Unternehmens zurück. Nach eigenen Angaben sind in 85 Werken plus 15 Entwicklungszentren weltweit 43.000 Menschen beschäftigt. Davon gehören etwa 18.000 Beschäftigte zur 100-prozentigen Tochter Automotive Lighting in 23 Werken plus Entwicklungs- und Applikationszentren. In der Mitteilung des Managements an die Beschäftigten ist beschrieben, dass das dann zusammengeschlossene Unternehmen aus fast 200 Standorten und Entwicklungszentren in Europa, Japan, Nord- und Südamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum heraus operieren wolle. Die neu entstehende Gesellschaft werde „Magneti Marelli CK Holdings“ heißen. Der Abschluss der Transaktion werde für das erste Halbjahr 2019 erwartet und sei Gegenstand der üblichen kartellrechtlichen Genehmigungsprozesse.

Bei Automotive Lighting in Brotterode produzieren etwa 900 Beschäftigte insbesondere Hauptscheinwerfer für verschiedene Automobilhersteller. Der Betrieb unterliegt der Tarifbindung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringens.

19. Oktober | Erweiterte OV-Klausur in Jena

Stärker aus uns heraus.

Die Ortsvorstände der IG Metall Eisenach und Suhl-Sonneberg führten ihre diesjährige Jahresklausur vom 16. bis 18. Oktober in Jena durch. Vom 18. zum 19. Oktober wurde die Tagung als erweiterte Klausur mit Betriebsratsvorsitzenden aus zahlreichen Betrieben unserer Region fortgesetzt.

Gute Erfolge können wir beim Ausbau betrieblicher Mitbestimmung und Tarifbindung aufweisen. Viel ist aber hier auch noch zu tun. Das gehen wir gemeinsam, gestärkt und entschlossen an. Das ist gut für die Region und die Sicherung sowie Gewinnung von Fachkräften. Dabei stehen neben der Entgelthöhe oder der Arbeitszeit auch Fragen wie Digitalisierung und Transformation im Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Auch hier gilt, dass der Einfluss der IG Metall durch viele Mitglieder im Betrieb zunimmt.

28. September | AGA schult sich zu politischen Wahlen

Demokratie braucht Beteiligung.

Die Mitglieder unseres Arbeitskreises für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit AGA besuchten vom 23. bis 28. September 2018 ein Seminar in Saalfeld gemeinsam mit den AGA-Aktiven der IG Metall Eisenach. Ein Rückblick auf die Arbeit der vergangenen Monate stand ebenso auf dem Programm wie Aktivitätenplanung für die kommende Zeit.

Thematische Schwerpunkte waren ein Rückblick auf die letzte Bundestagswahl 2017 sowie den aktuellen Koalitionsvertrag auf Bundesebene. Zudem beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit den im kommenden Jahr anstehenden Europa-Wahlen sowie den Landtagswahlen in Thüringen.

21.-23. September | Jugend-Seminar in Oberhof

JAV-Wahlen 2018 - Was kommt da auf mich zu?

Auszubildende und junge Beschäftigte aus ganz Thüringen waren im Vorfeld der Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretungen JAV im Herbst diesen Jahres eingeladen, sich damit intensiv auseinander zu setzen. In Betrieben mit fünf oder mehr Azubis finden solche Wahlen alle zwei Jahre im Oktober und November statt.

Wie findet eine solche Wahl statt? Kann ich daran teilnehmen? Wie kann ich kandidieren? Welche Aufgaben kommen auf mich zu? Solche uns viele weitere Fragen wurden intensiv bearbeitet und diskutiert.

 

 

21. September | Attraktiver für Fachkräfte

Tarifabschluss bei Versbach Metallbau in Walldorf

Mitte 2017 nahmen Geschäftsleitung und IG Metall Tarifverhandlungen auf. Nun wurden am 21. September in Walldorf vier Haustarifverträge unterzeichnet.

Alle Arbeitsplätze wurden erstmals eingruppiert. Durch Ungleichheiten in der Vergütung aus der betrieblichen Vergangenheit werden aktuell teils sehr unterschiedliche Entgelte für vergleichbare Tätigkeiten gezahlt. Deswegen werden zum 1. November 2018 die Grundentgelte um im Durchschnitt zehn Prozent erhöht. Allerdings in ungleicher Verteilung. Damit erhält niemand weniger als 35 Euro brutto im Monat mehr. Die Beschäftigten, die besonders geringe Entgelte bisher haben, erhalten zum Ausgleich dieses Nachteils bis zu maximal 260 Euro brutto im Monat mehr. Zusätzlich erhöht sich das Volumen der betrieblichen Leistungszulage von sieben Prozent der Bruttolohnsumme auf zehn Prozent. Eine zweite Erhöhung der Grundentgelte um im Durchschnitt 6,8 Prozent ist ab Januar 2020 fällig, mit einer individuellen Berücksichtigung zwischen 35 und 260 Euro brutto im Monat. Zusätzlich wird ein flexibles Arbeitszeitkonto eingeführt. Die Laufzeit der Vereinbarung ist für zwei Jahre bis Ende 2020.

17. September | Gemeinsame Erklärung von IG Metall und VMET e.V. Thüringen

Gegen Rassismus und Gewalt, für Menschenwürde und Solidarität in Betrieben und Gesellschaft

Arbeitgeber und Gewerkschaft der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen sprechen sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen rassistische Hetze und rechtsextreme Gewalt aus. Sie setzen sich für Solidarität und Menschlichkeit in Betrieben und Gesellschaft ein.

Die gemeinsame Erklärung des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen VMET e.V. und der IG Metall im Bezirk Mitte kann hier im kompletten Wortlaut eingesehen werden:

15. September | Wandertag der IG Metall

Ich wand're ja so gerne ...

Auf Schuster's Rappen führte uns der inzwischen traditionelle Familienwandertag der IG Metall am 15. September durch den Schlosspark von Schloss Altenstein in Bad Liebenstein. Etwa 40 Kolleginnen und Kollegen von jung bis junggeblieben waren der Einladung gefolgt. Eine kleinere Wanderrunde nutzten einige Leute. Die Hauptroute über etwa sechs Kilometer führte vom Schloss zum Wasserfall, zum Sportplatz, zum Morgentor-Plateau und zum chinesischen Teehäuschen. Anschließend bestand die Möglichkeit zur Einkehr und Stärkung.

Viele freuen sich bereits auf den nächsten Familienwandertag im kommenden September.

6. September | Merkel Jagd- und Sportwaffen

120 Jahre Handwerkstradition in Suhl

v.l.n.r.: Andreas Mehne (stellv. BR-Vorsitzender), Olaf Sauer (Geschäftsführer), Thomas Steinhäuser (IG Metall)

Am 1. September 1898 wurde die Firma von den Gebrüdern Merkel in Suhl gegründet. Weniger Tage nach dem 120. Geburtstag lud die Geschäftsleitung zum Empfang auf den Friedberg, wo sich der heutige Firmensitz befindet, ein.

Zu den zahlreichen Gästen des Empfangs zählten auch die beiden Urenkelinnen eines der Firmengründer, die heute in Melbourne wohnen und eine besonders weite Anreise hatten.

Für die IG Metall Suhl-Sonneberg gratulierte der 1. Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, de Beschäftigten und der Geschäftsleitung zum Jubiläum.

3. September | Erfurt - Eisenach - Weimar - Milz

Besuch aus Brasilien in Thüringen

Auf Einladung des Vereins aprender juntos e.V. halten sich auch mit Unterstützung der IG Metall, der Otto-Brenner-Stiftung und des Fond Neue Länder sechs Gäste aus Brasilien in Deutschland auf, um unsere Arbeits- und Lebensrealität kennen zu lernen. Drei der Gäste sind von den brasilianischen Metallgewerkschaften der CNM/CUT. Und drei Frauen sind von der brasilianischen Landlosenbewegung MST.

Während der gut zwei Wochen des Aufenthaltes sind Frankfurt, Salzgitter, Thüringen, Halle, Leipzig und Berlin Stationen. Inhaltlich besteht neben Betriebsbesuchen die Chance, in politische, geschichtliche oder gewerkschaftliche Themen Deutschlands und Europas Einblick zu nehmen. In Thüringen waren die Gäste zu Besuch im Landtag, nahmen an der DGB-Kundgebung zum Weltfriedenstag in Eisenach teil, besuchten die Gedenkstätte Buchenwald und besuchten die Agrargenossenschaft in Milz.

25. August | Delegiertenversammlung in Eisenach

Christiane Benner zu Gast

Erstmals nahm die 2. Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, an der Delegiertenversammlung teil. Im Museum Automobile Welt in Eisenach tagte die Delegiertenversammlung der IG Metall Suhl-Sonneberg gemeinsam mit der Delegiertenversammlung der IG Metall Eisenach. Im Zentrum der lebhaften Debatte standen die Transformation der Arbeitswelt, insbesondere im Automobil- und Zulieferbereich.

Im Fazit sind sich alle einig: Veränderungen wird es immer geben. Darauf müssen wir eingestellt bleiben. Das ist jedoch kein Grund für Ängste. Vielmehr fordert uns das als IG Metall heraus, die anstehenden Veränderungen mitzugestalten.

21. August | Besuch im Rennsteiggarten Oberhof

Aus aller Welt in Thüringen ...

Kolleginnen und Kollege der Arbeitskreise für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit (AGA) der IG Metall Suhl-Sonneberg und der IG Metall Eisenach besuchten den Rennsteiggarten in Oberhof. Pflanzen aus aller Welt sind hier anzutreffen, ob aus Neuseeland, Asien oder Nordamerika. Wegen der besonderen klimatischen Bedingungen in Oberhof können die Pflanzen gedeihen und bestaunt werden.

1. August | Ausbildungsjahr beginnt

Jugendliche suchen sich Ausbildungsbetrieb aus

Das Berufsausbildungsjahr beginnt in Thüringen zum August eines Jahres. Der individuelle Ausbildungsbeginn kann davon abweichen und wird sich zumeist an den Schulferien orientieren. Teilweise konnten Betriebe nicht alle geplanten Ausbildungsplätze besetzen. Das folgt einerseits aus der zu geringen Zahl von Schulabgängern, die sich für eine duale Berufsausbildung entscheiden. Aber es liegt vielfach auch am konkreten Angebot des Ausbildungsbetriebes. Rechnerisch stehen in Thüringen in diesem Jahr pro Bewerbung 1,23 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Regional gibt es in Thüringen durchaus Unterschiede.

Kümmerliche Ausbildungsvergütungen, zweifelhafte Ausbildungsqualität und völlige Unklarheit über Perspektiven nach Abschluss der Ausbildung sprechen niemanden an. In Betrieben hingegen, in denen der Tarifvertrag der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie angewendet wird, erhalten Auszubildende, die Mitglied der IG Metall sind, im ersten Ausbildungsjahr 1.007 Euro brutto im Monat. Zudem sind 30 Arbeitstage Urlaub, also 6 Wochen pro Jahr, und beispielsweise auch zusätzliches Urlaubsgeld und Sonderzahlung geregelt. Nach Abschluss der Ausbildung ist die Übernahme im Ausbildungsbetrieb tarifvertraglich gesichert. Damit wissen die Jugendlichen schon heute, wie es im Sommer 2020 oder im Februar 2021 weiter gehen wird. Das spricht Jugendliche an. Und so können Ausbildungsstellen auch besetzt werden.

27. Juli | Beschäftigungssicherung bis Ende 2019

Verlagerung der Leica Biosystems

Vereinbart wurde eine Beschäftigungssicherung bis mindestens zum 31. Dezember 2019. Damit haben die heute 22 Beschäftigten in Eisfeld einen zeitlichen Korridor zur Neuorientierung am lokalen Arbeitsmarkt. Allen Beschäftigten wird ein adäquater Arbeitsplatz in Nussloch angeboten zu den dort geltenden Tarifbedingungen für die Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg. Für bis zu 18 Monate übernimmt der Arbeitgeber die Fahrtkosten für Heimfahrten an Wochenenden und gewährt einen Mietkostenzuschuss für die Unterbringung während der Woche von 600 Euro im Monat. Weiter trägt der Arbeitgeber die Kosten für den Umzug in die Region Heidelberg inklusive eventuell erforderlicher Maklerkosten für das Finden einer geeigneten Wohnung. Bei Aufnahme einer Beschäftigung in Nussloch wird zudem einmalig eine Prämie von 5.000 Euro gewährt. Wer keine Tätigkeit bei Leica in Nussloch aufnehmen möchte oder kann und aus dem Unternehmen ausscheidet, erhält eine komfortable Abfindung von bis zu 100.000 Euro im Einzelfall. Die individuelle Abfindungshöhe richtet sich nach der Dauer der Beschäftigung und der Höhe des Bruttoeinkommens.

Zusätzlich zu den Tarifbestimmungen rund um das Ende der Produktion in Eisfeld, haben wir ein umfangreiches Paket von Tarifverbesserungen für die verbleibende Zeit der Produktion in Eisfeld vereinbart. Ab Januar 2019 erhöhen sich die Grundvergütungen in Eisfeld um knapp 20 Prozent. Im Juli 2019 wird eine zusätzliche Einmalzahlung von 400 Euro brutto plus 27,5 Prozent einer Monatsvergütung gewährt, welche unter bestimmten Voraussetzungen in acht zusätzliche freie bezahlte Tage im kommenden Jahr umgewandelt werden können. Darüber hinaus werden die Zuschläge für Schicht- und Mehrarbeit deutlich erhöht, im Einzelfall bis zu 100 Prozent der Grundvergütung.

21. Juli | Teamwochenende der IG Metall-Jugend

Freiheit für den Metallgewerkschafter Lula in Brasilien

Mitglieder des OJA (Orts-Jugend-Ausschusses) trafen sich zu einem Teamwochenende an der Werra. Bevor zur Schlauchbootfahrt abgelegt wurde, gab es ein Gruppenbild. Dieses Bild ist zugleich ein Protest-Symbol gegen die rechtswidrige und illegitime Inhaftierung von Luiz Inacio Lula da Silva, Metallgewerkschafter und Staatspräsident in Brasilien von 2002 bis 2010. Wir fordern die Freilassung von Lula.

7. Juli | Wird Urlaub Erholung pur oder „Außendienst“ ?

Urlaub muss ständige dienstliche Erreichbarkeit unterbrechen

In diesen Tagen sind viele Beschäftigte im wohlverdienten Urlaub, um sich mit Familie, Freunden oder allein vom Arbeitsalltag und Arbeitsstress zu erholen. Immer wieder wird jedoch bekannt und erreichen uns Nachfragen, dass durch ununterbrochene technische Erreichbarkeit – auch im Urlaub – ein gewünschter Erholungseffekt gar nicht eintritt.

Dienstliche Anrufe außerhalb der Arbeitszeit oder das Lesen und Bearbeiten dienstlicher Mailnachrichten in der Freizeit gehört für viele Beschäftigte zum inzwischen besorgniserregenden Alltag. Das hat Auswirkungen. Fast jede zweite Erwerbsminderungsrente, also das vorzeitige krankheitsbedingte Ausscheiden aus dem Arbeitsleben, ist auf psychische Ursachen wie Stress, Arbeitsverdichtung oder Burnout zurück zu führen. Das ist ein betrieblicher, aber auch sozialpolitischer Skandal.

Aus Arbeitsrecht und Rechtsprechung ergibt sich eindeutig, dass das Recht auf Freizeit und ungestörten Urlaub besteht. Für den Beschäftigten kann kein Nachteil entstehen, wenn die dienstlichen Geräte im Urlaub ausgeschalten und möglichst auch im Betrieb bleiben.

1. Juli | Dank Tarifsteigerungen deutliche Rentenerhöhung

3,37 Prozent mehr Rente in Ostdeutschland

Am 1. Juli 2018 steigen die Renten in Ostdeutschland um 3,37 Prozent. In Westdeutschland steigen die Renten um 3,22 Prozent. Im Vorjahr stiegen die Renten in Ostdeutschland um 3,59 Prozent und in Westdeutschland um 1,90 Prozent zum 1. Juli 2017. Damit erhöht sich in diesem Jahr der Rentenwert Ost auf 30,69 Euro, der Rentenwert West hingegen auf 32,03 Euro, um jeweils 1,00 Euro. Die Höherwertung nach Anlage 10 zum Sozialgesetzbuch 6. Buch beträgt 1,1248 im Jahr 2018.

Alle Rentensteigerungen hängen auch von der Bruttolohnentwicklung ab. Vor allem durch von Gewerkschaften erkämpfte Tarifsteigerungen plus die in Ostdeutschland stärker wirkende Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes erhöhen sich auch die Einzahlungen von Beiträgen in die Sozialversicherungen. Das schafft finanziellen Spielraum für Rentensteigerungen.

26. Juni | Nachwahl in der Ortsvorstand

Solidarität mit den Streikenden bei Halberg Guss

Die Delegiertenversammlung der IG Metall Suhl-Sonneberg verabschiedete einstimmig eine Solidaritätserklärung an die streikenden Beschäftigten bei Neue Halberg Guss in Saarbrücken und Leipzig (siehe unten).

Als Impulsreferent für die strategische Debatte konnte Christoph Ehlscheid, Funktionsbereichsleiter Sozialpolitik beim Vorstand der IG Metall, gewonnen werden. Er spannte in seinem Referat den Bogen von betrieblicher Mitbestimmung als Korrektiv bei der Transformation der Arbeitswelt über die Stärkung von Arbeitnehmerrechten und guter Arbeit bis hin zu sozial- und gesellschaftspolitischen Flankierungen für die Zukunft.

Neu in den Ortsvorstand wurden Andre Sommer (2.v.l.), Student an der FH Schmalkalden, Thomas Ritz (Mitte), Fahrzeugbau Geisa, und Thomas Poppe (2.v.r.), Winkhaus Meiningen gewählt. Ihnen gratulierten Thomas Steinhäuser (links), 1. Bevollmächtigter, und Uwe Laubach (rechts), 2. Bevollmächtigter, als Erste. Aus dem Ortsvorstand wurde Norbert Döhring (Mitte unten), Winkhaus Meiningen, verabschiedet.

26. Juni | Betriebsräte-Empfang in Walldorf

Plus 20 Prozent mehr Mitbestimmung in Südthüringen

Alle vier Jahre finden die regelmäßigen Betriebsratswahlen in den Betrieben jeweils vom 1. März bis 31. Mai statt. So auch 2018. Verglichen mit den Wahlen im Frühjahr 2014 fanden nun in 74 Betrieben Betriebsratswahlen statt. 2014 waren diese nur in 62 Betrieben. Das ist ein Plus von 20 Prozent an betrieblicher Mitbestimmung in Südthüringen. Verglichen mit den Betriebsratswahlen 2010 in nur 48 Betrieben ist es sogar ein Plus von über 50 Prozent betrieblicher Mitbestimmung. Das bildet die sehr erfolgreichen Aktivitäten der IG Metall Suhl-Sonneberg bei der Initiierung und Durchführung von erstmaligen Betriebsratswahlen in zuvor betriebsratslosen Betrieben ganz praktisch ab. Wir gratulieren allen neu gewählten Betriebsratsmitgliedern zur Wahl und danken ihnen für die Bereitschaft, zusätzlich zu den arbeitsvertraglichen Aufgaben das Ehrenamt Betriebsrat zur Interessenvertretung der Beschäftigten zu übernehmen. Zugleich gilt unser Dank allen Mitgliedern der betrieblichen Wahlvorstände für die gute und präzise Arbeit zur Absicherung fehlerfreier Betriebsratswahlen.

11. Juni | Vertrauensleute-Konferenz Thüringen

Heute die Weichen für die Angleichung von morgen stellen

Aus allen sechs Geschäftsstellen der IG Metall in Thüringen trafen sich Vertrauensleute am 11. Juni im Volkshaus in Sömmerda.

Als Gast und Impulsgeber für die anschließenden Diskussionsforen nahm auch unser Bezirksleiter des IG Metall-Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger, teil. Sein Dank umfasste alle Beteiligten an den Aktionen zur Tarifrunde 2018, die mit einem tollen Ergebnis abgeschlossen werden konnte. Nun geht es um die betriebliche Umsetzung der neuen tariflichen Ansprüche.  Aber es geht auch um ein weiteres, bisher nicht erreichtes tarifpolitisches Ziel: die Angleichung der Tarifbestimmungen in Thüringen und ganz Ostdeutschland an die Realität in Westdeutschland.

7./8. Juni | Erfahrungsaustausch in Friedrichroda

AGA-Arbeit in Thüringen

Aus fünf Geschäftsstellen der IG Metall in Thüringen trafen sich, der langjährigen Tradition folgend, am 8. und 9. Juni 2018 Aktive der außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit (AGA) zum jährlich stattfindenden Erfahrungsaustausch.

In diesem Jahr folgten wir der Einladung der IG Metall Eisenach nach Friedrichroda. Neben dem Austausch über die Aktivitäten in den verschiedenen Regionen Thüringens stand der Koalitionsvertrag der Bundesregierung und sich daraus ergebende Politikvorhaben sowie deren Auswirkungen im Mittelpunkt der Debatte.

Im Rahmen eines kleinen Ausfluges lernten wir die kleinste Brauerei in Westthüringen kennen, das Brauhaus in Friedrichroda.

4. Juni | Maier Hildburghausen Präzisionstechnik

Plus 6 Prozent mehr Geld in zwei Schritten

Die Maier Präzisionstechnik GmbH & Co. KG in Hildburghausen stellt Metalldrehteile für die Automobilindustrie sowie den Maschinen- und Nutzfahrzeugbau her. Die Mehrzahl der etwa 100 Beschäftigten hatte sich gewerkschaftlich organisiert und strebte eine Tarifbindung an. Am 6. Juli 2017 fand im Betrieb ein erstes Sondierungsgespräch zur Vorbereitung der Tarifverhandlungen zwischen dem Arbeitgeber und der IG Metall Suhl-Sonneberg statt. Nach mehreren Verhandlungsrunden wurden am 4. Juni 2018 zwei Verhandlungsergebnisse unterzeichnet.

Einmal wurde ein Verhandlungsergebnis mit einer Steigerung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um insgesamt 6 Prozent in zwei Stufen, plus 3,5 Prozent rückwirkend ab Mai 2018 und plus weitere 2,5 Prozent ab Januar 2019 bei einer Laufzeit bis Ende April 2020 vereinbart. Die betriebliche Lohnuntergrenze wurde auf 11,80 Euro brutto je Stunde angehoben. Zugleich wurde vereinbart, bis Mitte 2019 ein neues betriebliches Lohn- und Gehaltssystem auf Basis bis dahin zu erstellender Arbeitsplatzbeschreibungen zu entwickeln, welches die veränderten Anforderungen an die Tätigkeiten im Betrieb abbilden soll.

In einem zweiten Verhandlungsergebnis ermöglichen die Vertragsparteien die Beschäftigung im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung von bis zu maximal ununterbrochen 30 Monaten. Während dieser Beschäftigungsdauer finden die Tarifbestimmungen für die Arbeitnehmerüberlassung plus die in der Metallbranche geltenden Branchenzuschläge Anwendung.

2. Juni | Jubilarehrung in Suhl

321 langjährige Jubilare geehrt

Wenn Kolleginnen und Kollegen lange Jahre Mitglied der IG Metall sind, ehren wir diese Jubilare besonders. In diesem Jahr konnten wir insgesamt 321 Jubilaren für langjährige Mitgliedschaft danken und sie beglückwünschen.

Insgesamt ehrten wir 17.070 Jahre Mitgliedschaft. Davon sind 78 Mitglieder seit 40 Jahren Mitglied der Gewerkschaft, 98 Kolleginnen und Kollegen blicken auf 50 Jahre Mitgliedschaft zurück, 110 Mitglieder sind bereits seit 60 Jahren Gewerkschaftsmitglied und 35 Mitglieder erreichen in diesem Jahr 70 Jahre Mitgliedschaft. Zehn von ihnen waren zur Jubilarveranstaltung anwesend.

Nach den Festreden der beiden Bevollmächtigten, Thomas Steinhäuser und Uwe Laubach, umrahmte der Mühlenchor aus Suhl-Albrechts unter Leitung von Hannelore Deckert unsere Veranstaltung kulturell.

25.-27. Mai | Jugend-Seminar in Saalfeld

Kita ... Opel retten ... Bildungsfreistellung

Vom 25. bis 27. Mai trafen sich Jugendliche aus ganz Thüringen, auch der Region Eisenach, zur Jahresklausur in Saalfeld. Zunächst verschafften sie sich einen Überblick über den Koalitionsvertrag der Bundesregierung.

Dann wurde in verschiedenen Arbeitsgruppen beraten, an welchen Themen die IG Metall-Jugend zukünftig thüringenweit zusammenarbeiten möchte. Dabei haben sich drei Themenbereiche heraus gebildet: Kita-Situation, Sicherung von Arbeitsplätzen sowie Bildungsfreistellung.

Nicht zuletzt mit Blick auf die Landtagswahl 2019 soll die Kinderbetreuung in Thüringen komplett beitragsfrei werden. Die Sicherung von Arbeitsplätzen, bei Opel und Siemens und allen anderen Betrieben, ist gerade für junge Beschäftigte wichtig. Alle Beschäftigten und Auszubildenden in Thüringen sollen Anspruch auf fünf Tage Bildungsfreistellung haben.

14. Mai | Wieder ein Betriebsrat mehr

Erstmals Betriebsratswahl bei Meteor Zella-Mehlis abgeschlossen

v.l.n.r.: Roland Rasch, Raymond Haße (IG Metall), Silvio Wirthwein, Sebastian Rommel, Roland Kummer, Sylvia Jönsson, Martina Jüngst

Bei der Meteor Umformtechnik GmbH & Co. KG in Zella-Mehlis ist die betriebsratslose Zeit jetzt vorbei. Nach Anregung durch uns, die IG Metall, wählten sich die Beschäftigten bei einer Wahlbeteiligung von sagenhaften 87 Prozent einen aus sieben Personen bestehenden Betriebsrat. Im Rahmen unseres Projektes Betriebe ohne Betriebsrat unterstützen wir bei der Einleitung und Durchführung von Betriebsratswahlen. Dieses Angebot gilt auch für alle anderen Belegschaften, die sich bisher noch keinen Betriebsrat gewählt haben.

Mit ihren 145 Beschäftigten ist die Meteor Umformtechnik eines der führenden Unternehmen in der Feinschneidtechnik, die ihren Schwerpunkt in der Automotiv-Industrie hat. Zum Vorsitzenden des Betriebsrats wurde Roland Rasch bestimmt, stellvertretende Vorsitzende ist Martina Jüngst.

Die IG Metall wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben, Durchsetzungsvermögen sowie Kraft und Ausdauer. Den hohen Erwartungen an den neuen Betriebsrat gilt es jetzt durch kompetentes Agieren zu entsprechen. Dabei hilft weiterhin die IG Metall Suhl-Sonneberg durch Schulungen und Begleitung.

3. Mai | Maier Präzisionstechnik Hildburghausen

Gute Beteiligung beim ersten Warnstreik

Die Maier Präzisionstechnik in Hildburghausen stellt Metalldrehteile für die Automobilindustrie sowie den Maschinen- und Nutzfahrzeugbau her. Die Mehrzahl der etwa 100 Beschäftigten hat sich gewerkschaftlich organisiert und strebt Tarifbindung an.

Ziel der Verhandlungen ist die Heranführung der betrieblichen Arbeits- und Einkommensbedingungen an die Regelungen aus den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie Thüringens. Zur Unterstützung der Verhandlungen fand am 3. Mai ein erster Warnstreik statt. Nun ist der Arbeitgeber aufgerufen, seine Weigerung zu einem Tarifabschluss aufzugeben.

Die für heute vereinbarte nächste Tarifverhandlung musste wegen plötzlicher Erkrankung des Arbeitgebers ausfallen. Die IG Metall schlug inzwischen neue Termine für die Fortsetzung der Verhandlungen vor.

Solidarität. Vielfalt. Gerechtigkeit.

1. Mai 2018

Der DGB veranstaltete gemeinsam mit der IG Metall und den anderen Gewerkschaften mehrere Kundgebungen am 1. Mai. Bei zeitweilig starkem Wind folgten viele Kolleginnen und Kollegen, teils mit ihren Familien, dem Maiaufruf. Alle Veranstaltungen in unserer Region verliefen friedlich.

In Bad Salzungen sprach Uwe Laubach, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach. Die Landesvorsitzende der GEW, Kathrin Vitzthum, sprach in Ilmenau. In Meiningen sprach Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg. In Sonneberg sprach Michael Ebenau von der IG Metall-Bezirksleitung Mitte in Frankfurt. Und in Suhl sprach Jens Löbel, Landesvorsitzender der NGG Thüringen.

25. April | Bundesregierung hat Rentenerhöhung beschlossen

3,37 Prozent mehr Rente ab Juli 2018

Am 1. Juli 2018 steigen die Renten in Ostdeutschland um 3,37 Prozent. In Westdeutschland steigen die Renten um 3,22 Prozent. Im Vorjahr stiegen die Renten in Ostdeutschland um 3,59 Prozent und in Westdeutschland um 1,90 Prozent zum 1. Juli 2017. Damit erhöht sich in diesem Jahr der Rentenwert Ost auf 30,69 Euro, der Rentenwert West hingegen auf 32,03 Euro, um jeweils 1,00 Euro. Die Höherwertung nach Anlage 10 zum Sozialgesetzbuch 6. Buch beträgt 1,1248 im Jahr 2018.

24. April | Arbeitsgericht beendet Arbeitgeber-Blockade der Betriebsratswahl

Denkzettel für Bachmann Gumpelstadt

Was ist passiert? Die Betriebsratswahl, auch die bei Bachmann, ist Sache der Beschäftigten. Arbeitgeber haben dabei gesetzliche Pflichten zu erfüllen. Sonstige Einmischung ist ihnen untersagt. Eine dieser Pflichten besteht darin, dass dem betrieblichen Wahlvorstand, der die Wahlen steuert und durchführt, die Privatadressen derer Beschäftigten übergeben werden müssen, die am Wahltag nicht im Betrieb anwesend sind, um auch ihnen die Teilnahme an der Betriebsratswahl zu ermöglichen. Wer ist das? Beispielsweise Beschäftigte in Elternzeit, Langzeiterkrankte, Außendienstleute und so weiter. Diese Pflicht zur Herausgabe der Adressen ist gesetzlich abschließend klar geregelt.

Das sah der Arbeitgeber bei Bachmann in Gumpelstadt zunächst anders. Der Arbeitgeber meinte, er könne selbst entscheiden, ob und unter welchen von ihm erfundenen Bedingungen er die erforderlichen Adressen heraus gibt oder nicht. Diesem Unsinn trat das Arbeitsgericht Suhl nach Antrag entgegen. Der Wahlvorstand reichte eine einstweilige Verfügung ein, um unverzüglich die Adressen zu bekommen und keine Verzögerung der Wahlabläufe zu riskieren. Nach dem völlig überflüssigen Ausflug zum Arbeitsgericht kam der Arbeitgeber heute seiner Pflicht nach und legte die Adressen dem Wahlvorstand vor. Die Firma Bachmann ist ein familiengeführter, industrieller Hersteller, der elektrotechnische Komponenten und Systeme, Tischanschlussfelder und elektrotechnische Baugruppen entwickelt, produziert und vertreibt. In Gumpelstadt sind etwa 220 Menschen im Betrieb beschäftigt.

1. April | Nächste Stufe aus Tarifabschluss 2016 wird wirksam

Plus 4,0 Prozent ab 1. April in der Arbeitnehmerüberlassung

Zum 1. April erfolgt die nächste Erhöhung um 2,8 Prozent in West und um 4,0 Prozent in Ost. Damit erreicht das Grundentgelt (Entgeltgruppe 1) nun 9,27 Euro brutto je Stunde in Ostdeutschland. Im Jahr 2019 erfolgen zum 1. Januar, zum 1. April und zum 1. Oktober drei weitere Erhöhungen der Ost-Tabellen. Ab Oktober 2019 werden dann 9,66 Euro je Stunde in der Entgeltgruppe 1 Ost erreicht.

Hinzu kommen in Metallbetrieben die Branchenzuschläge ab der sechsten Woche im Einsatz. Diese Branchenzuschläge gelten in allen Metallbetrieben, so auch in denen, in denen für die Stammbeschäftigten kein Tarifvertrag Anwendung findet. Allerdings wurden viele Beschäftigte der Arbeitnehmerüberlassung in den Einsatzbetrieben inzwischen auch fest übernommen. Und durch die Erhöhungen der Metalltarife auch ab 1. April um 4,3 Prozent schaffen wir deutlich mehr Kaufkraft in der Region. Zugleich erhöhen steigende Bruttoeinkommen auch die Einnahmen der Sozialversicherungen. Das schafft finanziellen Spielraum für zukünftige Rentensteigerungen oder Leistungsverbesserungen.

27. März | TKF Thüringer Kugellagerfabrik Zella-Mehlis

Zeitgemäßer Tarifabschluss: Investition auch in die Belegschaft

Die TKF – Thüringer Kugellagerfabrik in Zella-Mehlis ist ein Betrieb der Metallindustrie mit knapp 40 Beschäftigten. Es werden hauptsächlich Wälzlager, dabei speziell Rillenkugellager, Schrägkugellager und Kegelrollenlager hergestellt. Im Betrieb sind hochspezialisierte Fachleute beschäftigt, die teilweise über langjährige Erfahrung verfügen. Nach Änderungen in der Eigentümerstruktur und bei der Geschäftsführung im letzten Jahr stellt sich der Betrieb neu auf.

Nach drei Verhandlungen wurde heute ein Verhandlungsergebnis für einen neuen Haustarifvertrag unterzeichnet. Für die Beschäftigten erfolgten in den vergangenen Monaten verhandlungsbegleitend teils kräftige Lohnanpassungen von bis zu zwei Euro brutto pro Stunde. Im Haustarifvertrag sind in diesem Jahr ein Tag Urlaub mehr sowie ab 2019 ein weiterer Urlaubstag mehr geregelt. Neu geregelt wird die Vergütung für Mehrarbeit mit einem Zuschlag von 25 Prozent je Stunde sowie einem neuen Standardbonus von 40 Euro für Sonderschichten. Zugleich wurde ein Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für die Laufzeit des Tarifvertrages vereinbart. Der Hautarifvertrag tritt am 1. April 2018 in Kraft und wirkt auf unbestimmte Zeit.

14. März | Gewerkschaftlicher Rechtsschutz ist sehr effektiv.

450.179,11 Euro im Jahr 2017 für unsere Mitglieder erstritten.

Mitglieder der IG Metall werden im Arbeits- und Sozialrecht beraten und wenn erforderlich, auch außergerichtlich und gerichtlich vertreten. Dazu zählen Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber ebenso wie Streitigkeiten mit Agentur für Arbeit, Jobcenter, Berufsgenossenschaft, Integrationsamt, Renten-, Kranken- oder Pflegeversicherung.

Im Jahr 2017 genehmigte die IG Metall Suhl-Sonneberg in 243 Fällen Rechtsschutz für ihre Mitglieder. Davon wurden 205 Arbeitsrechtsfälle und 38 Sozialrechtsfälle neu aufgenommen. Das ist eine Steigerung um über drei Prozent zu 2016. In 2016 waren es 201 neue Arbeitsrechtsfälle und 34 neue Sozialrechtsfälle. Es wurden im Jahr 2017 insgesamt 432 Streitfälle abgeschlossen, davon 398 Verfahren im Arbeitsrecht und 34 Verfahren im Sozialrecht. Das ist eine Zunahme um fast 52 Prozent zu 2016. 243 Arbeitsrechtsverfahren und 42 Sozialrechtsverfahren wurden 2016 abgeschlossen. Für die Mitglieder der IG Metall Suhl-Sonneberg wurden im Jahr 2017 insgesamt 450.179,11 Euro erstritten, davon 321.594,65 Euro im Arbeitsrecht und 128.584,46 Euro im Sozialrecht. Das ist eine Zunahme um über 45 Prozent zum Vorjahr. 310.175,72 Euro wurden im Jahr 2016 erstritten, davon 249.986,76 Euro im Arbeitsrecht und 60.188,96 Euro im Sozialrecht.

12. März | Christel Mahr als Betriebsrätin im Amt bestätigt.

Herzlichen Glückwunsch zur Wiederwahl !

v.l.n.r.: Thomas Steinhäuser, Christel Mahr, Uwe Laubach

Am 12. März fand für die Beschäftigten der IG Metall Suhl-Sonneberg gemeinsam mit den Beschäftigten der kooperierenden IG Metall Eisenach die diesjährige Betriebsratswahl statt. Die bisherige Betriebsrätin, Christel Mahr, beschäftigt als Verwaltungsangestellte in der IG Metall Eisenach, kandidierte erneut für die kommenden vier Jahre. In der Wahlversammlung erhielt sie alle abgegebenen Stimmen.

Unmittelbar nach der Wahl gratulierten der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Eisenach, Uwe Laubach, sowie der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser, der wiedergewählten Betriebsrätin.

10. März | Frauenfrühstück zum Frauentag

100 Jahre Frauenwahlrecht.

Am 8. März verteilten Metaller in den Betrieben in Südthüringen rote Rosen der IG Metall an die dort beschäftigten Frauen. Am Samstag, 10. März, fand ab 10 Uhr ein Frauenfrühstück, an dem auch gleichberechtigt zwei Männer teilnahmen, im Cafe „Isis“ in der Sonneberger Bahnhofstraße statt. Mehr als 20 Personen waren der Einladung der IG Metall gefolgt. Nach einer kurzen Ansprache des 1. Bevollmächtigten, Thomas Steinhäuser, erfreute der Mundart-Künstler, Wolfgang Brand, die Anwesenden mit seiner Unterhaltung.

Mit etwa 36 Prozent Frauen in der Mitgliedschaft erreicht die IG Metall Suhl-Sonneberg den bundesweit höchsten regionalen Wert. Durchschnittlich sind insgesamt knapp 18 Prozent der Mitglieder der IG Metall weiblich. Deswegen gibt es für uns 365 Frauentage im Jahr. 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland in der historischen Würdigung und die bevorstehende Bildung einer neuen Bundesregierung als Zukunftsprojektion treiben uns dabei um. Aber beim Frauenfrühstück in Sonneberg bedankten wir uns bei den Kolleginnen aber auch Kollegen für ihr gewerkschaftliches Engagement in Betrieb und Gesellschaft.

1. März | Betriebsratswahlen 2018

Kompetenz für gute Arbeit? Kannst du wählen!

Alle vier Jahre finden die regelmäßigen Betriebsratswahlen jeweils vom 1. März bis 31. Mai statt. Alle Betriebe mit mehr als fünf Beschäftigten sind gesetzlich verpflichtet, eine entsprechende Interessenvertretung zu wählen. Alle Beschäftigten, die 18 Jahre alt oder älter sind, sind aufgerufen, aktiv und konkret darüber zu entscheiden, wer die anspruchsvollen Aufgaben in den Betriebsräten für die nächsten vier Jahre bewältigt. Demokratie braucht Beteiligung. Daher rufen wir zur Teilnahme an den Betriebsratswahlen 2018 auf.

Kontinuierlich unterstützen wir Belegschaften, die bisher keinen Betriebsrat haben, diesen rechtswidrigen Zustand mit unserer Hilfe zu beenden. Da ist uns viel in der Region gelungen. Aber es ist auch noch viel zu tun. Daher rufen wir Beschäftigte in Betrieben, in denen bisher kein Betriebsrat besteht, auf, sich zur Vorbereitung und Durchführung von Betriebsratswahlen gern an uns zu wenden. All diesen Beschäftigten rufen wir zu: Habt ihr bisher keinen Betriebsrat? Wählt euch erstmals einen solchen! Wir helfen gern dabei.

1. März | Tariferhöhung Textile Dienste Ost

Weitere 1,8 Prozent mehr Entgelt

Neben den Metallbranchen sowie im Bereich Holz und Kunststoff ist die IG Metall auch die Tarifvertragspartei in den textilen Bereichen. Dazu zählen auch die Textilen Dienste. Hierbei handelt es sich um Dienstleistungsunternehmen einschließlich verbundener Unternehmen und Betriebe, die kundeneigene und/oder Leasing-Textilien zur Verfügung stellen und wieder aufbereiten. Vor allem sind das Wäschereien im Objektkundengeschäft, was das Beschaffen, Liefern, Reinigen oder Austauschen von insbesondere Hotel-, Klinik- oder Gastronomiewäsche oder Berufsbekleidung betrifft. Tarifverträge werden in diesem Bereich entweder für die alten oder die neuen Bundesländer abgeschlossen. Thüringen zählt zum Tarifgebiet der neuen Bundesländer.

Nach vier Einmalzahlung in Höhe von zusammen 216 Euro brutto, für Auszubildende 92 Euro brutto, plus eine Steigerung der Monatsentgelte um 2,4 Prozent ab März 2017 erfolgt nun die letzte Stufe der Tarifanpassung aus dem Tarifergebnis für die Textilen Dienste in den neuen Bundesländern vom 1. Juli 2016. Ab 1. März 2018 steigen die Tariflöhne und –gehälter um 1,8 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ab März 2018 um jeweils 18 Euro brutto je Ausbildungsjahr. Weiter erhöht sich das zusätzliche Urlaubsgeld im Jahr 2018 auf 288 Euro brutto. Die tarifliche Wochenarbeitszeit beträgt 38 Stunden. Es besteht Anspruch auf 30 Arbeitstage Urlaub im Jahr ab dem zweiten Beschäftigungsjahr.

20. Februar | Tarifabschluss bei HFP Bandstahl in Bad Salzungen

Bis über 12 Prozent mehr Entgelt errungen

links HFP-Geschäftsführer Michael Frank, rechts Thomas Steinhäuser IG Metall

In der vierten Tarifverhandlung am 20. Februar einigten sich IG Metall und Arbeitgeber auf den Abschluss von zwei Haustarifverträgen zu den Grundentgelten und Ausbildungsvergütungen sowie für Urlaub.

Alle Beschäftigten, die bisher deutlich unter dem betrieblichen Durchschnitt liegen, werden die Entgelte um maximal 250 Euro brutto im Monat in zwei Schritten zu April 2018 und Januar 2019 erhöht. Das entspricht einer Steigerung um bis zu 12,6 Prozent. Davon profitieren mindestens 53 der 260 Beschäftigten. Hingegen werden die Entgelte bei Beschäftigten, die mit Erhöhung der betrieblichen Tariftabelle ab April 2018 mit ihrem Einkommen oberhalb des Tarifanspruches liegen, um pauschal 65 Euro brutto pro Monat in zwei Schritten erhöht, sofern die Tarifwerte nicht um mehr als 15 Prozent übertroffen sind. Die 18 Beschäftigten, deren bisheriges Entgelt schon mehr als 15 Prozent über der neuen betrieblichen Tariftabelle liegt, erhalten mit den Abrechnungen für Juni 2018 und Juni 2019 jeweils eine Jahressonderzahlung als Erholungsbeihilfe von zweimal 156 Euro. Die Ausbildungsvergütungen sind an das betriebliche Eckentgelt angebunden und erhöhen sich um jeweils 4,3 Prozent, was monatlich zwischen 40 Euro und 47 Euro brutto mehr je nach Ausbildungsjahr entspricht.

Zusätzlich erhalten ab 2018 Schichtarbeiter im 4-Schicht-System nach zehnjähriger Betriebszugehörigkeit einen zusätzlichen bezahlten Urlaubstag pro Jahr.

14. Februar | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifabschluss in 4. Verhandlung gelungen

In der vierten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen wurde heute Übernahme des aus Baden-Württemberg vorgelegten Tarifergebnisses intensiv verhandelt und schließlich vereinbart. Das bedeutet eine Steigerung der Tariftabellen ab April 2018 um 4,3 Prozent. Weiter gibt es zwei Einmalzahlungen von 100 Euro brutto im März 2018 und 400 Euro brutto im Juli 2019. Darüber hinaus wird ab 2019 einmal im Jahr ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent einer Bruttomonatsvergütung gewährt. Beschäftigte, die Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder in Schichten arbeiten, können wählen, ob sie statt des tariflichen Zusatzgeldes acht freie Tage in Anspruch nehmen wollen.

31. Januar | Tarifabschluss Holz- und kunststoffverarbeitende Industrie

4 Prozent mehr Entgelt

Mit Druck und Warnstreiks zum Tariferfolg: In der zweiten Verhandlungsrunde konnte die IG Metall in Thüringen ein Ergebnis für die Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie erzielen. Die Löhne und Gehälter steigen ab 1. Mai 2018 um 4 Prozent. Für Januar bis Mai gibt es zweimal eine Einmalzahlung von 150 Euro.

Vor allem die Auszubildenden können sich auf ein dickes Plus freuen. Ihre Vergütungen erhöhen sich um monatlich 50 Euro in allen vier Ausbildungsjahren. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 30. September 2019.

12. Dezember | Jahresabschluss der AGA und der Senioren

1.070,89 Euro Spende an das Kinder- und Jugenddorf Regenbogen

Die IG Metall Suhl-Sonneberg hat im Rahmen der bundesweiten Beschäftigtenbefragung der IG Metall "Politik für alle – sicher, gerecht und selbstbestimmt“ 1.070,89 Euro an den Förderverein Kinder- und Jugenddorf Regenbogen e.V. in Zella-Mehlis gespendet. Im Rahmen der Jahresabschlusssitzung des Arbeitskreises für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit AGA erfolgte die Spendenübergabe an den Vorsitzenden des Fördervereins, Florian Bauer, sowie den Leiter der Einrichtung, Michael Feistkorn. Viele Kinder aber auch Familien in der Region sind auf die verlässliche Arbeit dieser Einrichtungen angewiesen. Deswegen unterstützen wir erneut den Förderverein des Kinder- und Jugenddorfs Regenbogen in Zella-Mehlis mit einer Geldspende.

681.241 Beschäftigte aus gut 7.000 Betrieben hatten sich bundesweit an der IG Metall-Befragung 2017 beteiligt. Aus der Region Südthüringen nahmen 868 Beschäftigte daran teil. Für jeden ausgefüllten Fragebogen spendet die IG Metall einen Euro für ein soziales Projekt in der Region. Welches Projekt die Spende erhält, kann die IG Metall vor Ort entscheiden. Die Aufteilung der Spenden in die Regionen erfolgte nach Quotierungen.

11. Dezember | Delegiertenversammlung der IG Metall Suhl-Sonneberg

Solidarität mit den Beschäftigten von Siemens

Die Delegiertenversammlung der IG Metall Suhl-Sonneberg ist das höchste Gremium der IG Metall vor Ort. Als regionales „Parlament“ der IG Metall tagen die 70 stimmberechtigten Delegierten einmal pro Quartal. Die Delegiertenversammlung nimmt den Bericht der Bevollmächtigten und des Ortsvorstandes sowie der Revisionskommission entgegen und erteilt Entlastung. Zugleich berät und entscheidet die Delegiertenversammlung über die politische Agenda und Ausrichtung der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Zwar haben wir in unserer Region keinen Standort von Siemens in Süd- und Westthüringen. Dennoch verfolgen wir aufmerksam, was das Siemens-Management im Schilde führt. Angesichts enormer Gewinne grenzt es an Unanständigkeit, wenn zeitgleich die Garanten für hohe Gewinne, nämlich die Beschäftigten, mit Arbeitsplatzverlust bedroht werden. Daher hat die Delegiertenversammlung am 11. Dezember eine Solidaritätserklärung zum Erhalt von Standorten und Arbeitsplätzen bei Siemens verabschiedet.

9. Dezember | DGB-Bezirkskonferenz Hessen-Thüringen

DGB-Spitze neu gewählt

Am 9. Dezember fand die DGB-Bezirkskonferenz Hessen-Thüringen statt. Die IG Metall Suhl-Sonneberg war vertreten mit Ilka Metzing, Betriebsratsvorsitzende bei Dr. Franz Schneider in Judenbach, und mit Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Für die Thüringer Landesregierung sprach die stellvertretende Ministerpräsidentin, Heike Taubert (SPD), ein Grußwort.

Neu gewählt wurde Michael Rudolph, der bisherige Regionsgeschäftsführer des DGB in Nordhessen, zum Bezirksvorsitzenden des DGB Hessen-Thüringen. Als stellvertretender Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen wurde der Thüringer Sandro Witt im Amt bestätigt.

5. Dezember | Bevollmächtigter spendet Sitzungsgelder

3 000 Euro private Spende übergeben

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser, war bis Mitte 2017 als alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland und zugleich Mitglied der Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung tätig. Für diese ehrenamtlichen Funktionen erhielt er in diesem Jahr insgesamt 2 643 Euro Aufwandsentschädigungen.

Seit Übernahme der ehrenamtlichen Funktionen behält Steinhäuser diese Summe nicht für sich, sondern spendet einmal im Jahr das Geld an Vereine oder Akteure der Kinder- oder Jugendarbeit in unserer Region. In diesem Jahr spendete Steinhäuser an die Initiative "Gib niemals auf!" in Bad Salzungen. Die Übergabe der Spende erfolgte am 5. Dezember in der Förderschule "Paul Geheeb". Zwar sind die 2 643 Euro noch zu versteuern, doch hat Steinhäuser den Spendenbetrag auf glatte 3 000 Euro aufgerundet.

2. Juni | AGA-Seminar in Steinach (Taunus)

Blick zurück nach vorn.

Aktive Kolleginnen und Kollegen der Arbeitskreise für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit AGA der IG Metall Eisenach gemeinsam mit der IG Metall Suhl-Sonneberg trafen sich im hessischen Steinbach für eine Woche zum gemeinsamen Seminar.

Rückblickend wurden die gemeinsamen Aktivitäten der vergangenen Monate ausgewertet und analysiert. Aber vor allem wurden Vorhaben für die kommenden Monate vereinbart und besprochen. Im Zentrum der Diskussionen stand dabei die diesjährige Bundestagswahl. Gerade Gewerkschafter/innen haben klare Erwartungen an Bundespolitik. Zudem werden bewährte Aktivitäten traditionell fortgesetzt. Der gemeinsame Wandertag oder der Internationalen Frauentag stehen fest im Plan.

27. März | São Paulo - Brasilien

Bevollmächtigter traf Ex-Staatspräsident Lula

Im Rahmen einer Studienreise traf der IG Metall-Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, den Metallgewerkschafter, Politiker und Staatspräsidenten Brasiliens 2003 bis 2010, Luiz Inácio Lula da Silva, in São Paulo.

Lula war einst selbst Vorsitzender einer Metallgewerkschaft in Brasilien. Vermutlich wird er für die Arbeiterpartei PT (Partido dos Trabalhadores) erneut als Spitzenkandidat für die Wahlen im kommenden Jahr aufgestellt.

Im über zweistündigen Gespräch tauschten sie sich über internationale Solidarität, politische und gewerkschaftliche Arbeit in beiden Ländern sowie die anstehenden Bundestagswahlen 2017 in der Bundesrepublik und die Präsidentschaftswahlen 2018 in Brasilien aus.

18. Januar | IG Metall begrüßt Entscheidung des BAG

Betriebsratsarbeit hat Vorrang im Betrieb

Am 18. Januar 2017 entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt erneut zur Frage, wie ehrenamtliche Betriebsratsarbeit im Betrieb arbeitsrechtlich und arbeitszeitrechtlich zu bewerten ist (Az.: 7 AZR 224/15). Das Verfahren, in welchem ein Betriebsratsmitglied aus einem dreischichtigen Metallbetrieb in Nordrhein-Westfalen klagte, wurde durch die gewerkschaftliche DGB Rechtsschutz GmbH gewonnen.

In Schichtbetrieben bleibt es nicht aus, dass Betriebsratsmitglieder in unterschiedlichen Schichten eingesetzt sind. Da Betriebsratsarbeit Vorrang vor anderen dienstlichen Aufgaben hat, muss der Arbeitgeber, der Schichtarbeit anwendet, hinnehmen, dass dann Arbeitszeit ausfällt, jedoch vergütet werden muss.

Betriebsratsarbeit ist wichtig und unverzichtbar. Deswegen setzen wir auch unsere erfolgreichen Aktivitäten weiter fort, in Betrieben, in denen bisher noch kein Betriebsrat gewählt wurde, Betriebsratswahlen einzuleiten und durchzuführen.

9. April 2016 in Suhl

Neues "Parlament" der IG Metall nahm Arbeit auf

Alle vier Jahre führt die IG Metall bundesweit Organisationswahlen durch. Anfang 2016 werden die Wahlfunktionen innerhalb der IG Metall neu bestätigt oder besetzt. In Südthüringen fanden im Januar und Februar 2016 zahlreiche Versammlungen zur Wahl der Delegierten für die Delegiertenversammlung statt. Die Delegiertenversammlung ist das „Parlament“ der IG Metall vor Ort. Viermal pro Jahr tritt das höchste beschlussfassende Gremium der IG Metall Eisenach zusammen. Insgesamt entscheiden 65 Delegierten über die strategische, inhaltliche und operative Vorgehensweise der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Die konstituierende Delegiertenversammlung fand am 9. April 2016 in Suhl statt. Es wurden Thomas Steinhäuser als 1. Bevollmächtigter und Kassierer der IG Metall Suhl-Sonneberg und Uwe Laubach als 2. Bevollmächtigter im Amt bestätigt.

Weiter wurden die Beisitzer/innen in den Ortsvorstand gewählt. Dem Ortsvorstand gehören nun an (v.l.n.r.): Mike Herm (HFP Bandstahl Bad Salzungen), Ramona Schanz (BOS Trusetal), Ilka Metzing (Dr. Schneider Judenbach), Heiko Müller (Bachmann Elektrotechnik Gumpelstadt), Almut Steiner (Rentnerin Hildburghausen), Cornelia Mäurer (Tribo Hartstoff Immelborn), Karsten Fuchs (BLG Brotterode), Silvia Kleint (MKB Barchfeld), Thomas Steinhäuser, Barbara Lang (Rentnerin Suhl), Torsten Meier (ALBD Brotterode) und Uwe Laubach. Zudem gehören in den Ortsvorstand (nicht im Bild) Norbert Döhring (Winkhaus Meiningen), Torsten Endter (Lehren- und Meßgeräte Schmalkalden) und Yvonne Krug (ALBD Brotterode).

Verlinkungen zum zentralen Internetangebot

www.igmetall.de