Suhl, 25. Juni 2016

125 Jahre IG Metall

Am 5. Juni 1891 wurde der Deutsche Metallarbeiter-Verband (DMV) gegründet. Schon 1919 zählte der DMV als wichtigste Vorläuferorganisation der IG Metall eine halbe Million Mitglieder und war damit die größte Industriegewerkschaft der Welt. Ebenso wie die IG Metall heute, die mit knapp 2,3 Millionen Mitgliedern weltweit die größte Einzelgewerkschaft ist. Zum 1. Januar 1991 wurden die IG Metall Suhl und die IG Metall Sonneberg zunächst getrennt gebildet. 1995 erfolgte dann der Zusammenschluss zur IG Metall Suhl-Sonneberg.

Eine Festveranstaltung zu 125 Jahren IG Metall und 25 Jahren IG Metall der Bundesrepublik führte die IG Metall Suhl-Sonneberg am 25. Juni 2016 in Suhl durch. Als Festredner konnte Jörg Köhlinger, Bezirksleiter im IG Metall-Bezirk Mitte für die Bundesländer Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, gewonnen werden. Zugleich wurden auch langjährige Mitglieder geehrt. 114 Kolleginnen und Kollegen sind in diesem Jahr 25 Jahre Mitglied der IG Metall, 108 Gewerkschaftsmitglieder sind seit 40 Jahren Mitglied der IG Metall, 114 Mitglieder halten der IG Metall seit 50 Jahren die Treue, 106 Kolleginnen und Kollegen sind seit 60 Jahren gewerkschaftlich organisiert und 16 weitere IG Metall-Mitglieder blicken sogar auf 70 Jahre Mitgliedschaft in der Gewerkschaft zurück. Vier der 70-jährigen Jubilare nahmen an der Veranstaltung teil. Damit dankt die IG Metall Suhl-Sonneberg diesen Jubilaren für insgesamt 21.100 Jahre Mitgliedschaft.

Kulturell umrahmt wurde die Festveranstaltung durch den „Mühlen-Chor“ aus Suhl-Albrechts.

Oberhof, 18. Juni 2016

Ortsfrauenausschuss gewählt

In der IG Metall Suhl-Sonneberg sind über 36 Prozent der Mitglieder weiblich. Dieser Wert ist doppelt so hoch wie der bundesweite Durchschnitt an Frauen von etwa 18 Prozent. Daher kommen gleichstellungsspezifischen Themen auch zwischen den Geschlechtern in Südthüringen besondere Bedeutung zu.

In der alle vier Jahre stattfindenden Ortsfrauenkonferenz der IG Metall Suhl-Sonneberg wurde für die nächsten vier Jahre der neue Ortsfrauenausschuss gewählt. Er bearbeitet Themen zu Entgeltgleichheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Karrierechancen für Frauen intensiv. Dem Ausschuss gehören 16 Frauen aus verschiedenen Betrieben aus ganz Südthüringen an.

Erstmals Verhandlungsergebnis erzielt

IDAM Suhl

von links nach rechts: Personalleiter Frank Schmitt, Werkleiter Thomas Weber, Thomas Steinhäuser (IG Metall)

INA – Drives & Mechatronics AG & Co. KG in Suhl ist ein Unternehmen der Schaeffler-Gruppe in Suhl. Mit über 100 Beschäftigten werden vor allem lineare und rotative Motoren sowie die zugehörigen Elektronikbaugruppen entwickelt und produziert.

Nach zähen sechsstündigen Verhandlungen ist am 30. Mai erstmals ein Abschluss gelungen. Begleitet wurde die entscheidende Verhandlung von einem dreistündigen Warnstreik der Beschäftigten nach Aufruf der IG Metall.

Mit der Abrechnung für Juni 2016 erhalten Vollzeitbeschäftigte eine Einmalzahlung von 100 Euro brutto, Auszubildende 45 Euro brutto. Im Juli 2016 und im Juli 2017 werden die monatlichen Basisvergütungen um pauschal 85 Euro plus weitere 63 Euro brutto erhöht. Auszubildende werden ab Juli 2016 auf 82,5 Prozent der Ausbildungsvergütungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen angehoben. Die Laufzeit des Verhandlungsergebnisses gilt bis Ende März 2018.

25. Mai: Metall- und Elektroindustrie

Tarifergebnis für Thüringen übernommen

In der vierten Tarifverhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen wurde am 25. Mai 2016 in Eisenach ein Verhandlungsergebnis zwischen der IG Metall und dem Arbeitgeberverband VMET e.V. unterzeichnet. Damit ist das Tarifergebnis bundesweit übertragen, weil Thüringen das letzte Tarifgebiet war. Es wurden die Eckpunkte des Pilotergebnisses vom 13. Mai 2016 aus Köln übernommen:

  • 150 Euro Einmalzahlung (Azubis 65 Euro) im Juni 2016
  • plus 2,8 Prozent ab Juli 2016
  • plus weitere 2,0 Prozent ab April 2017
  • Laufzeit bis 31. Dezember 2017.

23. Mai: Leica Biosystems GmbH

Zweiter Warnstreik in Eisfeld

Die Beschäftigte der Leica Biosystems GmbH in Eisfeld und die IG Metall streben Tarifbindung für den Betrieb in Eisfeld an. In der ersten Tarifverhandlung am 2. März 2016 erklärte der Arbeitgeber, dass er weder für weitere Verhandlungen noch für den Abschluss eines Tarifvertrages zur Verfügung stehen wolle. Auch nach dem ersten Warnstreik am 3. Mai 2016 blieb der Arbeitgeber stur.

Alle Beschäftigten der Früh- und Normalschicht nahmen am heutigen Warnstreik für 3 Stunden teil. Nach einer Kundgebung vor dem Werkstor fand eine Demonstration durch Eisfeld statt. Aus dem veröffentlichten Jahresabschluss 2014 ist ersichtlich, dass die Umsatzrendite des Standortes bei über 26 Prozent liegt, was ein Spitzenwert ist. Zudem betragen die Personalkosten an den Umsätzen weniger als 10 Prozent. Hier ist ausreichend betriebswirtschaftlicher Spielraum für die Einführung von tarifvertraglichen Standards und gerechten Löhnen.

Leica ist ein weltweit tätiger Mischkonzern. Gegenstand des Betriebes in Eisfeld sind die Entwicklung, Produktion und Verpackung von Klingen für die Medizintechnik. Erstmals wählten die 21 Beschäftigten der Leica Biosystems Eisfeld am 15. Dezember 2014 mit Unterstützung der IG Metall Suhl-Sonneberg einen dreiköpfigen Betriebsrat.

13. Mai: Metall- und Elektroindustrie

Durchbruch bei den Verhandlungen in Köln

Nach einer langen Verhandlungsnacht in Köln haben sich die Arbeitgeber und die IG Metall auf ein Tarifergebnis für die Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen verständigt. Nach einer Einmalzahlung von 150 Euro werden die Tariftabellen in zwei Schritten um insgesamt 4,8 Prozent angehoben. Die Laufzeit ist bis Ende 2017.

Dieser Abschluss hat Pilotcharakter und ist zur Übernahme auch für Thüringen empfohlen.

10. Mai: IDAM Suhl

Kämpferische Stimmung beim ersten Warnstreik

Für die Beschäftigten der IDAM (Ina Drives & Mechatronics AG & Co. KG) Suhl will die IG Metall erstmals einen Tarifvertrag abschließen. Dazu fanden mehrere Verhandlungstermine mit dem Arbeitgeber bereits statt. Für den 13. Mai 2016 war die finale Verhandlung vereinbart. Diese wurde durch den Arbeitgeber nun einseitig abgesagt.

Daher rief die IG Metall am 10. Mai zum ersten Warnstreik auf. Dieser dauerte ab 9.30 Uhr zwei Stunden mit einer Kundgebung vor dem Betriebstor. Auch vom Schwesterbetrieb aus Schweinfurt war eine Solidaritätsdelegation angereist, um die Tarifabsichten der IDAM-Beschäftigten zu unterstützen.

10. Mai: Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Automotive Lighting Brotterode

Dem Warnstreikaufruf der IG Metall folgten die Beschäftigten der Frühschicht. Insgesamt legten 200 Beschäftigte die Arbeit ab 6 Uhr für zwei Stunden nieder. Einstimmig lehnten die Warnstreikenden das völlig unzureichende Angebot der Arbeitgeber ab. Nein! ... zu 2,1 Prozent für 24 Monate.

9. Mai: Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Fahrzeugbau Geisa

Dem Warnstreikaufruf der IG Metall folgten die Beschäftigten der Frühschicht. Insgesamt legten 70 Beschäftigte und Auszubildende die Arbeit ab 12.15 Uhr nieder. Nach einer kurzen Information zum Stand der Verhandlungen, endete die Kundgebung vor dem Tor und der Warnstreik wurde individuell fortgesetzt. Zum Schichtschluss endete der Warnstreik nach 1,5 Stunden.

4. Mai: Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Automotive Lighting Brotterode

Dem Warnstreikaufruf der IG Metall folgten die Beschäftigten der Frühschicht. Hinzu kamen später noch Beschäftigte der Nachtschicht. Insgesamt legten 250 Beschäftigte und Auszubildende die Arbeit für 2 Stunden nieder. Unter ihnen auch einige Leiharbeiter/innen. Einstimmig haben sich die Warnstreikenden gegen magere 0,9 Prozent für 12 Monate und auch gegen 2,1 Prozent für 24 Monate ausgesprochen. Auch weil der Scheinwerferhersteller in Brotterode im vergangenen Jahr das beste Ergebnis seiner Firmengeschichte erzielte, fällt dieses provokante Angebot der Arbeitgeber durch.

3. Mai: Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Fahrzeugbau Geisa

Dem Warnstreikaufruf der IG Metall folgten fast alle Beschäftigte der Frühschicht. Hinzu kamen später noch Beschäftigte der Spätschicht. Insgesamt legten 115 Beschäftigte und Auszubildende die Arbeit für 1,5 Stunden nieder. Einstimmig haben sich die Warnstreikenden gegen magere 0,9 Prozent für 12 Monate und auch gegen 2,1 Prozent für 24 Monate ausgesprochen. Vor dem Hintergrund, dass die Kion-Unternehmensgruppe im Jahr 2015 den Gewinn vor Zinsen und Steuern um 8,4 Prozent steigerte, fehlt es komplett am Verständnis für dieses provokante Angebot der Arbeitgeber.

3. Mai: Leica Biosystems GmbH

Erster Warnstreik in Eisfeld

In der Firmenchronik der Leica Biosystems in Eisfeld wurde heute ein neues Kapital begonnen. Die Beschäftigten wurden erstmals zu einem Warnstreik aufgerufen. Alle nahmen teil. In der ersten Verhandlung teilten die Arbeitgebervertreter mit, dass sie nicht für Tarifverhandlungen zur Verfügung ständen und nicht bereit seien, einen Tarifvertrag abzuschließen. Zwar sei das Unternehmen am Stammsitz im baden-württembergischen Nussloch Mitglied im Arbeitgeberverband und damit tarifgebunden, doch solle eine Tarifbindung für den Standort in Thüringen unbedingt vermieden werden. Abgesehen davon, dass eine solche Haltung zugleich eine Bankrotterklärung zur Wertschätzung der Arbeit der Beschäftigten ist, ist es zugleich ein völlig falsches Signal.

Leica ist ein weltweit tätiger Mischkonzern. Gegenstand des Betriebes in Eisfeld sind die Entwicklung, Produktion und Verpackung von Klingen für die Medizintechnik. Erstmals wählten die 21 Beschäftigten der Leica Biosystems Eisfeld am 15. Dezember 2014 mit Unterstützung der IG Metall Suhl-Sonneberg einen dreiköpfigen Betriebsrat.

Zeit für MEHR Solidarität !

1. Mai 2016

Der DGB rief gemeinsam mit der IG Metall und den anderen Gewerkschaften zur Teilnahme an den Kundgebungen am 1. Mai auf. Veranstaltungen gab es in Ilmenau, Sonneberg und Suhl. Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg, sprach in Sonneberg.

Überschattet wurde die Maikundgebung in Suhl dadurch, dass durch den Stadtrat die Öffnung der Geschäfte in der Innenstadt erlaubt wurde. Eine Klage der Gewerkschaft Ver.di dagegen konnte sich gerichtlich nicht durchsetzen.

28. April 2016 in Erfurt

3. Tarifverhandlung: Arbeitgeber provozieren weiter

In der dritten Verhandlung am 28. April 2016 in Erfurt legten die Arbeitgeber ein geändertes Angebot vor. Auch das kommt einer Verhandlungslösung nicht näher. Das bleibt das niedrigste Angebot seit Langem. Nunmehr sollen sich die Beschäftigten mit 2,1 Prozent Erhöhung für 24 Monate abspeisen lassen. Hinzu könnte eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent kommen. Das ist kein Angebot, sondern bleibt eine Provokation. Deswegen sind wir jetzt gezwungen, die Beschäftigten zu Warnstreiks aufzurufen.

18. April 2016 in Jena

2. Tarifverhandlung: Arbeitgeber provozieren

Über 250 Metallerinnen und Metaller aus ganz Thüringen umrahmten die zweite Tarifverhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen am 18. April 2016 in Jena.

Die Arbeitgeber legten ein sogenanntes Angebot vor. Plus 0,9 Prozent für 12 Monate plus eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent. Das ist eine Provokation. Es ist zudem das niedrigste Angebot, welche die IG Metall je erhielt. Das ist nicht verhandelbar und damit keine Grundlage für einen Tarifabschluss.

Die Zeichen stehen auf eine handfeste Auseinandersetzung.

9. April 2016 in Suhl

Neues "Parlament" der IG Metall nahm Arbeit auf

Alle vier Jahre führt die IG Metall bundesweit Organisationswahlen durch. Anfang 2016 werden die Wahlfunktionen innerhalb der IG Metall neu bestätigt oder besetzt. In Südthüringen fanden im Januar und Februar 2016 zahlreiche Versammlungen zur Wahl der Delegierten für die Delegiertenversammlung statt. Die Delegiertenversammlung ist das „Parlament“ der IG Metall vor Ort. Viermal pro Jahr tritt das höchste beschlussfassende Gremium der IG Metall Eisenach zusammen. Insgesamt entscheiden 65 Delegierten über die strategische, inhaltliche und operative Vorgehensweise der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Die konstituierende Delegiertenversammlung fand am 9. April 2016 in Suhl statt. Es wurden Thomas Steinhäuser als 1. Bevollmächtigter und Kassierer der IG Metall Suhl-Sonneberg und Uwe Laubach als 2. Bevollmächtigter im Amt bestätigt.

Weiter wurden die Beisitzer/innen in den Ortsvorstand gewählt. Dem Ortsvorstand gehören nun an (v.l.n.r.): Mike Herm (HFP Bandstahl Bad Salzungen), Ramona Schanz (BOS Trusetal), Ilka Metzing (Dr. Schneider Judenbach), Heiko Müller (Bachmann Elektrotechnik Gumpelstadt), Almut Steiner (Rentnerin Hildburghausen), Cornelia Mäurer (Tribo Hartstoff Immelborn), Karsten Fuchs (BLG Brotterode), Silvia Kleint (MKB Barchfeld), Thomas Steinhäuser, Barbara Lang (Rentnerin Suhl), Torsten Meier (ALBD Brotterode) und Uwe Laubach. Zudem gehören in den Ortsvorstand (nicht im Bild) Norbert Döhring (Winkhaus Meiningen), Torsten Endter (Lehren- und Meßgeräte Schmalkalden) und Yvonne Krug (ALBD Brotterode).

22. März 2016 in Erfurt

1. Tarifverhandlung ergebnislos vertragt

Etwa 200 Metallerinnen und Metaller aus ganz Thüringen waren am 22. März 2016 in Erfurt auf die Straße gegangen. Anlass war der Start der Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen.

Die IG Metall fordert eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 5 Prozent. Nach knapp zwei Stunden wurde die Verhandlung ohne Annährung vertagt.

Die zweite Verhandlung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie Thüringen ist am Montag, 18. April in Jena. Die Entgelt-Tarifverträge sind zum 31. März 2016 gekündigt. Dann endet in Thüringen auch die Friedenspflicht.

Erstmals Betriebsrat gewählt

VIA Lasertechnik Suhl

von links nach rechts: Christopher Wittler, Sebastian Biester, Dörte Uhlig-Mann, Raymond Hasse (IG Metall)

In der VIA Lasertechnik in Suhl arbeiten etwa 50 Beschäftigte. Es ist ein Dienstleistungsunternehmen in der Lasermaterialbearbeitung, sowie der Baugruppenherstellung. Bis Anfang 2016 bestand kein Betriebsrat. Das wollten die Beschäftigten ändern und baten die IG Metall Suhl-Sonneberg um Unterstützung. Wir leiteten eine Betriebsratswahl ein.

Aus sechs Kandidatinnen und Kandidaten wurde am 9. März 2016 der dreiköpfige Betriebsrat gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 86 Prozent. In der konstituierenden Sitzung des neugewählten Betriebsrats am 15. März 2016 wurde Dörte Uhlig-Mann zur Betriebsratsvorsitzenden gewählt.

Damit nahm der Betriebsrat heute seine Arbeit auf. Herzlichen Glückwunsch zur Wahl.

Wir für mehr - Tarifrunde 2016

Tarifbindung angestrebt ...

Am 16. März 2016 trafen sich Aktive aus verschiedenen Betrieben im Bereich der IG Metall Eisenach und der IG Metall Suhl-Sonneberg in Ohrdruf. Ziel ist das Erreichen von Tarifbindung. Parallel zur Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie 2016 strebt die IG Metall auch in bisher nicht tarifgebundenen Betrieben Verhandlungen und Tarifabschlüsse an.

Auch in unserer Region gibt es Betriebe, in denen bisher kein Tarifvertrag angewendet wird. Das können gut organisierte Belegschaften ändern. Daher haben wir Verabredungen zum weiteren Vorgehen getroffen.

Tarifabschluss holz- und kunststoffverarbeitende Industrie

Plus 3,7 Prozent und Altersteilzeit

Für die Beschäftigten der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie in Thüringen gibt es ab Mai 2,0 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie ab Juli 2017 weitere plus 1,7 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich in zwei Stufen um jeweils 20 Euro. Außerdem wurde ein Tarifvertrag zur Demografie mit einer verbindlichen Regelung zur Altersteilzeit vereinbart.

Im Bereich der IG Metall Suhl-Sonneberg ist kein Betrieb der Branche Mitglied des Arbeitgeberverbandes, mit dem wir den Tarifvertrag abgeschlossen haben. Allerdings werden die Tariferhöhungen für die Beschäftigten der Themex Möbel in Themar durch einen Haustarifvertrag übernommen.

Wir für mehr - Tarifrunde 2016

Jugendseminar in Weimar

Am 11. bis 13. März 2016 trafen sich junge Metallerinnen und Metaller aus verschiedenen Regionen Thüringens in Weimar zur Vorbereitung der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie 2016. Neben theoretischen historischen und aktuellen Tarifthemen wurden auch erste Aktionsideen zur Unterstützung der ansehenden Verhandlungen erarbeitet.

Die erste Verhandlung findet am 22. März 2016 in Erfurt statt. In Jena ist dann am 18. April 2016 die zweite Verhandlung vereinbart.

Gleichstellungsfrühstück am 5. März in Sonneberg

365 Frauentage im Jahr

Traditionell würdigt die IG Metall Suhl-Sonneberg den Internationalen Frauentag am 8. März. An einem gemeinsamen Frühstück im Gasthof „Hüttensteinach“ in Sonneberg nahmen etwa 30 Kolleginnen und Kollegen teil. Einig waren sich aber alle, dass es 365 Frauentage im Jahr gibt. Um die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern zu realisieren, muss Vereinbarkeit von Leben und Arbeit für Frauen und Männer besser verknüpft werden.

Wir müssen weg von dem Irrglauben, Frauen und Männer mit Kindern seien für Betriebe unliebsame Beschäftigte. Wer in Schichten, an Wochenenden, an Sonn- und Feiertagen arbeiten soll, weiß oft nicht, wie die Versorgung von Familie und Kind noch möglich ist. Hier braucht es in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ein schnelles Umdenken. Um gute Fachkräfte und insbesondere junge Frauen zu gewinnen, müssen sich die Unternehmen stärker auf die Bedürfnisse junger Familien einstellen – junge Frauen und junge Männer wollen beides: Karriere und Familie.

Tarifkommission am 23. Februar 2016 in Frankfurt

Forderung von 5 Prozent beschlossen

Die Tarifkommission der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen tage am 23. Februar 2016 in Frankfurt am Main zusammen mit den Tarifkommissionen für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Nach einer intensiven Debatte wurde eine Tarifforderung von 5 Prozent für 12 Monaten mit überwiegender Mehrheit beschlossen.

Die erste Verhandlung findet am 22. März 2016 statt.

Gerichtsverfahren zum Mindestlohn können beigelegt werden

Mindestvergütung bei MKB Barchfeld betrieblich geregelt

Die Metall- und Kunststofftechnik Barchfeld ist ein Automobilzulieferer mit 90 Beschäftigten. In einigen Produktionsbereichen wurde seit Jahren im Akkord gearbeitet. Seit Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes Anfang 2015 bestehen unterschiedliche Auffassungen über die Rechtmäßigkeit der Höhe der Akkord-Vergütung.

Geschäftsleitung und IG Metall unterzeichneten am 29. Januar 2016 ein Verhandlungsergebnis zur Festlegung der betrieblichen Mindestvergütung. Ab 1. Februar 2016 wird die Vergütung von Akkord- auf Stundenlohn umgestellt. Es werden mindestens 9,20 Euro pro Stunde gezahlt. In einem nächsten Schritt erhöht sich die betriebliche Lohnuntergrenze ab 1. Januar 2017 auf 10,00 Euro pro Stunde. Zugleich werden damit die arbeitsgerichtlichen Verfahren beendet. Alle 13 Beschäftigten, für die eine Klage vor Gericht anhängig ist, erhalten für die Beendigung des Gerichtsverfahrens einmalig je eine Entschädigung in Höhe von 350 Euro brutto zusätzlich.

Neuer Tarifvertrag für WDI-Gruppe abgeschlossen

Mindestens 37 Beschäftigte in Brotterode

Nach kniffeligen Verhandlungen unterzeichneten kurz vor Weihnachten die Geschäftsführung der Westfälischen Drahtindustrie WDI mit Sitz in Hamm und die IG Metall einen erneuten Sondertarifvertrag. Der Vertrag gilt für alle 16 WDI-Standorte inklusive Brotterode und für insgesamt 1.300 Mitarbeiter. Ursache ist das Urteil des Europäischen Gerichtshofs EuGH (Aktenzeichen T‑393/10) vom 15. Juli 2015. Das Luxemburger Gericht bestätigte eine Kartellstrafe gegen die WDI. Seit den 1980er Jahren habe sich die WDI an Absprachen über Preise, Kundenaufteilung und Produktionsmengen bei Spannstahl beteiligt. Die Gesamtstrafe beträgt 46,6 Millionen Euro.

Mit dem neu abgeschlossenen Tarifvertrag verzichten die Beschäftigten in Brotterode auf die Jahressonderzahlung und Teile des zusätzlichen Urlaubsgeldes. Zudem werden die Tariferhöhungen in der Metall- und Elektroindustrie jeweils auf den 1. Januar des Folgejahres verschoben. Dafür sind Kündigungen bis Ende 2018 ausgeschlossen und für Brotterode mindestens 37 Arbeitsplätze zugesichert. Es stehen also Einstellungen an.

20. bis 22. November 2015 in Oberhof

Wir für mehr - in Thüringen

Demokratie lebt von Beteiligung. Deswegen bietet die IG Metall insbesondere jungen Beschäftigten die Möglichkeit, sich mit politischen Themen auseinander zu setzen.

Zum Seminar in Oberhof standen brandaktuelle Sachverhalte auf der Tagesordnung.
 Momentan wird eine Novellierung des Berufsbildungsgesetzes in Berlin vorbereitet. Daran haben aktuelle und zukünftige Auszubildende und die IG Metall Erwartungen. Intensiv wurden die Inhalte des Gesetzes sowie Ansätze zur Novellierung diskutiert. Zu Gast war der Jugendbildungsreferent des DGB Thüringen, Gregor Gallner.

Aber auch im Freistaat Thüringen gibt es Veränderungen. Ab Januar 2016 gilt erstmals ein Bildungsfreistellungsgesetz. Mit dem Inhalt des Gesetzes können insbesondere Auszubildende nicht zufrieden sein. Tausende der Auszubildenden sind wegen der Betriebsgröße ihres Ausbildungsbetriebes vom

Bildungsfreistellungsanspruch ausgeschlossen. Und die Auszubildenden, die einen Anspruch erhalten, können maximal drei Tage pro Jahr nutzen. Dazu wurde kontrovers mit dem Mitglied des Thüringer Landtages Christian Schaft diskutiert.
Schließlich wurden auch Aktivitäten im Jugendbereich geplant.

Wer die Besten will, kann auf Frauen nicht verzichten.

IG Metall in Thüringen mit Frauen-Power

traditionell stattfindende Seminar für Frauen in der IG Metall aus ganz Thüringen.

In diesem Jahr stand der Wandel in der Arbeitswelt durch Industrie 4.0 auf der Tagesordnung. Referent Karl-Heinz Hageni vom Vorstand der IG Metall führte in die Diskussion ein. Umfangreiche Veränderungen stehen hier in den Betrieben in diesem Zusammenhang an, um die sich vor allem auch Betriebsräte kümmern müssen.
Aber auch die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern für die gleiche Arbeit wurde diskutiert. Und, dass es zu wenige Frauen in Führungsverantwortung in vielen Betrieben auch in Thüringen gibt, war Thema des Seminars.

Es bleibt dabei: Wer die Besten will, kann auf Frauen nicht verzichten. Das gilt auch in unserer IG Metall.

23. Ordentlicher Gewerkschaftstag der IG Metall

Gute Arbeit. Gutes Leben. IG Metall

Vom 18. bis 24. Oktober 2015 fand der 23. Ordentliche Gewerkschaftstag der IG Metall in Frankfurt am Main statt. Für die IG Metall Suhl-Sonneberg konnten gemäß Satzung der IG Metall zwei Delegierte teilnehmen. In der Delegiertenversammlung im Februar 2015 wurden Norbert Döhring, Betriebsratsvorsitzender bei Winkhaus in Meiningen, und Yvonne Krug, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende bei Automotive Lighting in Brotterode, als ordentliche Delegierte der IG Metall Suhl-Sonneberg gewählt. Sie wurden vor Ort durch die beiden Bevollmächtigten unterstützt.

Bei den Wahlen für den Vorstand der IG Metall wurde Bernd Lösche, Betriebsratsvorsitzender von Opel in Eisenach, als Vertreter für die IG Metall in Thüringen im Amt bestätigt und wieder gewählt.

12. bis 14. Oktober 2015 in Oberhof

Hallo: Halle-Dessau

Aktive Kolleginnen und Kollegen der außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit (AGA) der IG Metall Suhl-Sonneberg und der IG Metall Halle-Dessau trafen sich vom 12. bis 14. Oktober in Oberhof zum Erfahrungsaustausch.

Ein erstes Treffen fand im Jahr 2013 in Großjena in der Nähe von Naumburg statt. Nun folgte das zweite Treffen in Südthüringen. Neben Berichten über die jeweilige Arbeit vor Ort in den Verwaltungsstellen, setzten sich die über 20 Kolleginnen und Kollegen mit verschiedenen Themen auseinander. Es ging insbesondere um Rentenfragen, den Gewerkschaftstag der IG Metall und das Schulprojekt „du bist mehr wert!“.

Zur Auflockerung des Seminars fand auch ein Besuch der Sportstätten Oberhof inklusive der Skiarena statt. Insgesamt war es eine tolle Veranstaltung.

Groß-Demonstration am 10. Oktober

250.000 Menschen gegen TTIP

Ein Bündnis aus über 30 Organisationen, in welchem sich auch der Deutsche Gewerkschaftsbund und die IG Metall beteiligen, rief für den 10. Oktober 2015 zur Demonstration nach Berlin auf.

250.000 Menschen aus allen Teilen der Republik und auch aus dem Ausland demonstrierten für fairen Welthandel unter transparenter Beteiligung parlamentarischer Kontrolle. Auch aus der Region Südthüringen waren Kolleginnen und Kollegen mit Bussen nach Berlin gekommen und nahmen an Demonstration und Kundgebung teil.

4. Oktober 2015 in Suhl

Picknick für Alle - ohne Hass

Das Suhler Bündnisses für Demokratie und Toleranz gegen Rechtsextremismus, das Aktionsbündnis #NOSÜGIDA und die Thüringer Bündnisse, Initiativen und Netzwerke gegen Rechts nahmen das Erntedankfest zum Anlass, um gemeinsam mit den Menschen in Suhl ein „Picknick für Alle – ohne Hass" auszurichten. Die IG Metall Suhl-Sonneberg unterstützt aktiv diese Bündnisse. Zum Picknick waren alle Menschen, die sich als Teil einer toleranten und offenen Gesellschaft verstehen, ab 15:30 auf den Markt in Suhl eingeladen.

Zuvor gab es eine Tanzdemo vom Bahnhof Suhl durch die Innenstadt zum Markt. An dieser beteiligten sich auch zahlreiche Flüchtlinge, die dann später den Nachmittag gemeinsam mit Suhlerinnen und Suhlern auf dem Markt verbrachten.

19. September 2015

Wandertag der IG Metall in Goldisthal

Bereits zum sechsten Mal in Folge, führten wir am jeweils dritten Samstag im September den gemeinsamen Wandertag der IG Metall Suhl-Sonneberg und IG Metall Eisenach durch. Treffpunkt war am Informationszentrum der Deutschen Bahn in Goldisthal. Das VDE 8.1 wurde uns vorgestellt. Dabei handelt es sich um das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit, die ICE-Strecke von Berlin über Leipzig und Erfurt nach Nürnberg, München. Der Abschnitt 8.1 meint die Teilstrecke von Erfurt nach Nürnberg. Von da aus ging es hinauf zur ICE-Baustrecke.

Neben der Wanderung durch den Thüringer Wald bei tollem Wetter erfuhren wir viel über die Bauarbeiten, deren Planung sowie technische Besonderheiten. Wir konnten in einen der insgesamt 22 Bahntunnel auf der Strecke hinein sehen und besichtigten einen Rettungsgang parallel zum Bahntunnel.

Die etwa 70 Metallerinnen und Metaller aus allen Teilen Thüringens erlebten einen gelungenen Tag.

8. Juli: AGA-Exkursion

Besuch im Pumpspeicherwerk Goldisthal

Am 8. Juli 2015 besuchten aktive Metallerinnen und Metaller des Arbeitskreises für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit (AGA) das Pumpspeicherwerk in Goldisthal. Nach einer Vorstellung zur Geschichte und zum Bau des Werkes fuhren sie mit dem Bus in das Werk ein zur Besichtigung. Jetzt ist etwas klarer, woher der Strom aus der Steckdose kommt.

4. Juli: 25 Jahre Wintersportverein Scheibe-Alsbach e.V.

4.000 Euro private Spende übergeben

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser, ist alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland und zugleich Mitglied der Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung. Für diese ehrenamtlichen Funktionen erhielt er im Jahr 2014 insgesamt 3.369 Euro Aufwandsentschädigungen. Seit Übernahme der ehrenamtlichen Funktionen im Jahr 2010 hat er die dafür erhaltenen Aufwandsentschädigungen nicht in der privaten Haushaltskasse verplant. Einmal im Jahr spendet er diese Gelder an Vereine oder Akteure der Kinder- oder Jugendarbeit in unserer Region. Aus Anlass der Festveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des Wintersportvereins Scheibe-Alsbach e.V. (Landkreis Sonneberg) am 4. Juli 2015 übergab Thomas Steinhäuser (rechts im Bild) seine Spende an den Vereinsvorsitzenden, Siegfried Weigelt (links im Bild), dieses traditionsreichen und erfolgreichen Verein. Zwar sind die 3.369 Euro noch zu versteuern, doch hat er den Spendenbetrag auf glatte 4.000 Euro aufgerundet.

Verlinkungen zum zentralen Internetangebot

www.igmetall.de