Bildungsfreistellung nutzen.

5 Tage bezahlt freistellen lassen.

Das Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz ermöglicht eine Freistellung von bis zu fünf Tagen im Jahr, für Auszubildende bis zu drei Tagen im Jahr, ohne Minderung von Entgelt oder Urlaub. Weitere Infos ergeben ich aus anhängendem Flugblatt. Bei Fragen gern an das Büro der IG Metall wenden.

14. Mai | Wieder ein Betriebsrat mehr

Erstmals Betriebsratswahl bei Meteor Zella-Mehlis abgeschlossen

v.l.n.r.: Roland Rasch, Raymond Haße (IG Metall), Silvio Wirthwein, Sebastian Rommel, Roland Kummer, Sylvia Jönsson, Martina Jüngst

Bei der Meteor Umformtechnik GmbH & Co. KG in Zella-Mehlis ist die betriebsratslose Zeit jetzt vorbei. Nach Anregung durch uns, die IG Metall, wählten sich die Beschäftigten bei einer Wahlbeteiligung von sagenhaften 87 Prozent einen aus sieben Personen bestehenden Betriebsrat. Im Rahmen unseres Projektes Betriebe ohne Betriebsrat unterstützen wir bei der Einleitung und Durchführung von Betriebsratswahlen. Dieses Angebot gilt auch für alle anderen Belegschaften, die sich bisher noch keinen Betriebsrat gewählt haben.

Mit ihren 145 Beschäftigten ist die Meteor Umformtechnik eines der führenden Unternehmen in der Feinschneidtechnik, die ihren Schwerpunkt in der Automotiv-Industrie hat. Zum Vorsitzenden des Betriebsrats wurde Roland Raasch bestimmt, stellvertretende Vorsitzende ist Martina Jüngst.

Die IG Metall wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben, Durchsetzungsvermögen sowie Kraft und Ausdauer. Den hohen Erwartungen an den neuen Betriebsrat gilt es jetzt durch kompetentes Agieren zu entsprechen. Dabei hilft weiterhin die IG Metall Suhl-Sonneberg durch Schulungen und Begleitung.

3. Mai | Maier Präzisionstechnik Hildburghausen

Gute Beteiligung beim ersten Warnstreik

Die Maier Präzisionstechnik in Hildburghausen stellt Metalldrehteile für die Automobilindustrie sowie den Maschinen- und Nutzfahrzeugbau her. Die Mehrzahl der etwa 100 Beschäftigten hat sich gewerkschaftlich organisiert und strebt Tarifbindung an.

Ziel der Verhandlungen ist die Heranführung der betrieblichen Arbeits- und Einkommensbedingungen an die Regelungen aus den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie Thüringens. Zur Unterstützung der Verhandlungen fand am 3. Mai ein erster Warnstreik statt. Nun ist der Arbeitgeber aufgerufen, seine Weigerung zu einem Tarifabschluss aufzugeben.

Die für heute vereinbarte nächste Tarifverhandlung musste wegen plötzlicher Erkrankung des Arbeitgebers ausfallen. Die IG Metall schlug inzwischen neue Termine für die Fortsetzung der Verhandlungen vor.

Solidarität. Vielfalt. Gerechtigkeit.

1. Mai 2018

Der DGB veranstaltete gemeinsam mit der IG Metall und den anderen Gewerkschaften mehrere Kundgebungen am 1. Mai. Bei zeitweilig starkem Wind folgten viele Kolleginnen und Kollegen, teils mit ihren Familien, dem Maiaufruf. Alle Veranstaltungen in unserer Region verliefen friedlich.

In Bad Salzungen sprach Uwe Laubach, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach. Die Landesvorsitzende der GEW, Kathrin Vitzthum, sprach in Ilmenau. In Meiningen sprach Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg. In Sonneberg sprach Michael Ebenau von der IG Metall-Bezirksleitung Mitte in Frankfurt. Und in Suhl sprach Jens Löbel, Landesvorsitzender der NGG Thüringen.

25. April | Bundesregierung hat Rentenerhöhung beschlossen

3,37 Prozent mehr Rente ab Juli 2018

Am 1. Juli 2018 steigen die Renten in Ostdeutschland um 3,37 Prozent. In Westdeutschland steigen die Renten um 3,22 Prozent. Im Vorjahr stiegen die Renten in Ostdeutschland um 3,59 Prozent und in Westdeutschland um 1,90 Prozent zum 1. Juli 2017. Damit erhöht sich in diesem Jahr der Rentenwert Ost auf 30,69 Euro, der Rentenwert West hingegen auf 32,03 Euro, um jeweils 1,00 Euro. Die Höherwertung nach Anlage 10 zum Sozialgesetzbuch 6. Buch beträgt 1,1248 im Jahr 2018.

24. April | Arbeitsgericht beendet Arbeitgeber-Blockade der Betriebsratswahl

Denkzettel für Bachmann Gumpelstadt

Was ist passiert? Die Betriebsratswahl, auch die bei Bachmann, ist Sache der Beschäftigten. Arbeitgeber haben dabei gesetzliche Pflichten zu erfüllen. Sonstige Einmischung ist ihnen untersagt. Eine dieser Pflichten besteht darin, dass dem betrieblichen Wahlvorstand, der die Wahlen steuert und durchführt, die Privatadressen derer Beschäftigten übergeben werden müssen, die am Wahltag nicht im Betrieb anwesend sind, um auch ihnen die Teilnahme an der Betriebsratswahl zu ermöglichen. Wer ist das? Beispielsweise Beschäftigte in Elternzeit, Langzeiterkrankte, Außendienstleute und so weiter. Diese Pflicht zur Herausgabe der Adressen ist gesetzlich abschließend klar geregelt.

Das sah der Arbeitgeber bei Bachmann in Gumpelstadt zunächst anders. Der Arbeitgeber meinte, er könne selbst entscheiden, ob und unter welchen von ihm erfundenen Bedingungen er die erforderlichen Adressen heraus gibt oder nicht. Diesem Unsinn trat das Arbeitsgericht Suhl nach Antrag entgegen. Der Wahlvorstand reichte eine einstweilige Verfügung ein, um unverzüglich die Adressen zu bekommen und keine Verzögerung der Wahlabläufe zu riskieren. Nach dem völlig überflüssigen Ausflug zum Arbeitsgericht kam der Arbeitgeber heute seiner Pflicht nach und legte die Adressen dem Wahlvorstand vor. Die Firma Bachmann ist ein familiengeführter, industrieller Hersteller, der elektrotechnische Komponenten und Systeme, Tischanschlussfelder und elektrotechnische Baugruppen entwickelt, produziert und vertreibt. In Gumpelstadt sind etwa 220 Menschen im Betrieb beschäftigt.

1. April | Nächste Stufe aus Tarifabschluss 2016 wird wirksam

Plus 4,0 Prozent ab 1. April in der Arbeitnehmerüberlassung

Zum 1. April erfolgt die nächste Erhöhung um 2,8 Prozent in West und um 4,0 Prozent in Ost. Damit erreicht das Grundentgelt (Entgeltgruppe 1) nun 9,27 Euro brutto je Stunde in Ostdeutschland. Im Jahr 2019 erfolgen zum 1. Januar, zum 1. April und zum 1. Oktober drei weitere Erhöhungen der Ost-Tabellen. Ab Oktober 2019 werden dann 9,66 Euro je Stunde in der Entgeltgruppe 1 Ost erreicht.

Hinzu kommen in Metallbetrieben die Branchenzuschläge ab der sechsten Woche im Einsatz. Diese Branchenzuschläge gelten in allen Metallbetrieben, so auch in denen, in denen für die Stammbeschäftigten kein Tarifvertrag Anwendung findet. Allerdings wurden viele Beschäftigte der Arbeitnehmerüberlassung in den Einsatzbetrieben inzwischen auch fest übernommen. Und durch die Erhöhungen der Metalltarife auch ab 1. April um 4,3 Prozent schaffen wir deutlich mehr Kaufkraft in der Region. Zugleich erhöhen steigende Bruttoeinkommen auch die Einnahmen der Sozialversicherungen. Das schafft finanziellen Spielraum für zukünftige Rentensteigerungen oder Leistungsverbesserungen.

27. März | TKF Thüringer Kugellagerfabrik Zella-Mehlis

Zeitgemäßer Tarifabschluss: Investition auch in die Belegschaft

Die TKF – Thüringer Kugellagerfabrik in Zella-Mehlis ist ein Betrieb der Metallindustrie mit knapp 40 Beschäftigten. Es werden hauptsächlich Wälzlager, dabei speziell Rillenkugellager, Schrägkugellager und Kegelrollenlager hergestellt. Im Betrieb sind hochspezialisierte Fachleute beschäftigt, die teilweise über langjährige Erfahrung verfügen. Nach Änderungen in der Eigentümerstruktur und bei der Geschäftsführung im letzten Jahr stellt sich der Betrieb neu auf.

Nach drei Verhandlungen wurde heute ein Verhandlungsergebnis für einen neuen Haustarifvertrag unterzeichnet. Für die Beschäftigten erfolgten in den vergangenen Monaten verhandlungsbegleitend teils kräftige Lohnanpassungen von bis zu zwei Euro brutto pro Stunde. Im Haustarifvertrag sind in diesem Jahr ein Tag Urlaub mehr sowie ab 2019 ein weiterer Urlaubstag mehr geregelt. Neu geregelt wird die Vergütung für Mehrarbeit mit einem Zuschlag von 25 Prozent je Stunde sowie einem neuen Standardbonus von 40 Euro für Sonderschichten. Zugleich wurde ein Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für die Laufzeit des Tarifvertrages vereinbart. Der Hautarifvertrag tritt am 1. April 2018 in Kraft und wirkt auf unbestimmte Zeit.

14. März | Gewerkschaftlicher Rechtsschutz ist sehr effektiv.

450.179,11 Euro im Jahr 2017 für unsere Mitglieder erstritten.

Mitglieder der IG Metall werden im Arbeits- und Sozialrecht beraten und wenn erforderlich, auch außergerichtlich und gerichtlich vertreten. Dazu zählen Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber ebenso wie Streitigkeiten mit Agentur für Arbeit, Jobcenter, Berufsgenossenschaft, Integrationsamt, Renten-, Kranken- oder Pflegeversicherung.

Im Jahr 2017 genehmigte die IG Metall Suhl-Sonneberg in 243 Fällen Rechtsschutz für ihre Mitglieder. Davon wurden 205 Arbeitsrechtsfälle und 38 Sozialrechtsfälle neu aufgenommen. Das ist eine Steigerung um über drei Prozent zu 2016. In 2016 waren es 201 neue Arbeitsrechtsfälle und 34 neue Sozialrechtsfälle. Es wurden im Jahr 2017 insgesamt 432 Streitfälle abgeschlossen, davon 398 Verfahren im Arbeitsrecht und 34 Verfahren im Sozialrecht. Das ist eine Zunahme um fast 52 Prozent zu 2016. 243 Arbeitsrechtsverfahren und 42 Sozialrechtsverfahren wurden 2016 abgeschlossen. Für die Mitglieder der IG Metall Suhl-Sonneberg wurden im Jahr 2017 insgesamt 450.179,11 Euro erstritten, davon 321.594,65 Euro im Arbeitsrecht und 128.584,46 Euro im Sozialrecht. Das ist eine Zunahme um über 45 Prozent zum Vorjahr. 310.175,72 Euro wurden im Jahr 2016 erstritten, davon 249.986,76 Euro im Arbeitsrecht und 60.188,96 Euro im Sozialrecht.

12. März | Christel Mahr als Betriebsrätin im Amt bestätigt.

Herzlichen Glückwunsch zur Wiederwahl !

v.l.n.r.: Thomas Steinhäuser, Christel Mahr, Uwe Laubach

Am 12. März fand für die Beschäftigten der IG Metall Suhl-Sonneberg gemeinsam mit den Beschäftigten der kooperierenden IG Metall Eisenach die diesjährige Betriebsratswahl statt. Die bisherige Betriebsrätin, Christel Mahr, beschäftigt als Verwaltungsangestellte in der IG Metall Eisenach, kandidierte erneut für die kommenden vier Jahre. In der Wahlversammlung erhielt sie alle abgegebenen Stimmen.

Unmittelbar nach der Wahl gratulierten der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Eisenach, Uwe Laubach, sowie der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser, der wiedergewählten Betriebsrätin.

10. März | Frauenfrühstück zum Frauentag

100 Jahre Frauenwahlrecht.

Am 8. März verteilten Metaller in den Betrieben in Südthüringen rote Rosen der IG Metall an die dort beschäftigten Frauen. Am Samstag, 10. März, fand ab 10 Uhr ein Frauenfrühstück, an dem auch gleichberechtigt zwei Männer teilnahmen, im Cafe „Isis“ in der Sonneberger Bahnhofstraße statt. Mehr als 20 Personen waren der Einladung der IG Metall gefolgt. Nach einer kurzen Ansprache des 1. Bevollmächtigten, Thomas Steinhäuser, erfreute der Mundart-Künstler, Wolfgang Brand, die Anwesenden mit seiner Unterhaltung.

Mit etwa 36 Prozent Frauen in der Mitgliedschaft erreicht die IG Metall Suhl-Sonneberg den bundesweit höchsten regionalen Wert. Durchschnittlich sind insgesamt knapp 18 Prozent der Mitglieder der IG Metall weiblich. Deswegen gibt es für uns 365 Frauentage im Jahr. 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland in der historischen Würdigung und die bevorstehende Bildung einer neuen Bundesregierung als Zukunftsprojektion treiben uns dabei um. Aber beim Frauenfrühstück in Sonneberg bedankten wir uns bei den Kolleginnen aber auch Kollegen für ihr gewerkschaftliches Engagement in Betrieb und Gesellschaft.

1. März | Betriebsratswahlen 2018

Kompetenz für gute Arbeit? Kannst du wählen!

Alle vier Jahre finden die regelmäßigen Betriebsratswahlen jeweils vom 1. März bis 31. Mai statt. Alle Betriebe mit mehr als fünf Beschäftigten sind gesetzlich verpflichtet, eine entsprechende Interessenvertretung zu wählen. Alle Beschäftigten, die 18 Jahre alt oder älter sind, sind aufgerufen, aktiv und konkret darüber zu entscheiden, wer die anspruchsvollen Aufgaben in den Betriebsräten für die nächsten vier Jahre bewältigt. Demokratie braucht Beteiligung. Daher rufen wir zur Teilnahme an den Betriebsratswahlen 2018 auf.

Kontinuierlich unterstützen wir Belegschaften, die bisher keinen Betriebsrat haben, diesen rechtswidrigen Zustand mit unserer Hilfe zu beenden. Da ist uns viel in der Region gelungen. Aber es ist auch noch viel zu tun. Daher rufen wir Beschäftigte in Betrieben, in denen bisher kein Betriebsrat besteht, auf, sich zur Vorbereitung und Durchführung von Betriebsratswahlen gern an uns zu wenden. All diesen Beschäftigten rufen wir zu: Habt ihr bisher keinen Betriebsrat? Wählt euch erstmals einen solchen! Wir helfen gern dabei.

1. März | Tariferhöhung Textile Dienste Ost

Weitere 1,8 Prozent mehr Entgelt

Neben den Metallbranchen sowie im Bereich Holz und Kunststoff ist die IG Metall auch die Tarifvertragspartei in den textilen Bereichen. Dazu zählen auch die Textilen Dienste. Hierbei handelt es sich um Dienstleistungsunternehmen einschließlich verbundener Unternehmen und Betriebe, die kundeneigene und/oder Leasing-Textilien zur Verfügung stellen und wieder aufbereiten. Vor allem sind das Wäschereien im Objektkundengeschäft, was das Beschaffen, Liefern, Reinigen oder Austauschen von insbesondere Hotel-, Klinik- oder Gastronomiewäsche oder Berufsbekleidung betrifft. Tarifverträge werden in diesem Bereich entweder für die alten oder die neuen Bundesländer abgeschlossen. Thüringen zählt zum Tarifgebiet der neuen Bundesländer.

Nach vier Einmalzahlung in Höhe von zusammen 216 Euro brutto, für Auszubildende 92 Euro brutto, plus eine Steigerung der Monatsentgelte um 2,4 Prozent ab März 2017 erfolgt nun die letzte Stufe der Tarifanpassung aus dem Tarifergebnis für die Textilen Dienste in den neuen Bundesländern vom 1. Juli 2016. Ab 1. März 2018 steigen die Tariflöhne und –gehälter um 1,8 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ab März 2018 um jeweils 18 Euro brutto je Ausbildungsjahr. Weiter erhöht sich das zusätzliche Urlaubsgeld im Jahr 2018 auf 288 Euro brutto. Die tarifliche Wochenarbeitszeit beträgt 38 Stunden. Es besteht Anspruch auf 30 Arbeitstage Urlaub im Jahr ab dem zweiten Beschäftigungsjahr.

20. Februar | Tarifabschluss bei HFP Bandstahl in Bad Salzungen

Bis über 12 Prozent mehr Entgelt errungen

links HFP-Geschäftsführer Michael Frank, rechts Thomas Steinhäuser IG Metall

In der vierten Tarifverhandlung am 20. Februar einigten sich IG Metall und Arbeitgeber auf den Abschluss von zwei Haustarifverträgen zu den Grundentgelten und Ausbildungsvergütungen sowie für Urlaub.

Alle Beschäftigten, die bisher deutlich unter dem betrieblichen Durchschnitt liegen, werden die Entgelte um maximal 250 Euro brutto im Monat in zwei Schritten zu April 2018 und Januar 2019 erhöht. Das entspricht einer Steigerung um bis zu 12,6 Prozent. Davon profitieren mindestens 53 der 260 Beschäftigten. Hingegen werden die Entgelte bei Beschäftigten, die mit Erhöhung der betrieblichen Tariftabelle ab April 2018 mit ihrem Einkommen oberhalb des Tarifanspruches liegen, um pauschal 65 Euro brutto pro Monat in zwei Schritten erhöht, sofern die Tarifwerte nicht um mehr als 15 Prozent übertroffen sind. Die 18 Beschäftigten, deren bisheriges Entgelt schon mehr als 15 Prozent über der neuen betrieblichen Tariftabelle liegt, erhalten mit den Abrechnungen für Juni 2018 und Juni 2019 jeweils eine Jahressonderzahlung als Erholungsbeihilfe von zweimal 156 Euro. Die Ausbildungsvergütungen sind an das betriebliche Eckentgelt angebunden und erhöhen sich um jeweils 4,3 Prozent, was monatlich zwischen 40 Euro und 47 Euro brutto mehr je nach Ausbildungsjahr entspricht.

Zusätzlich erhalten ab 2018 Schichtarbeiter im 4-Schicht-System nach zehnjähriger Betriebszugehörigkeit einen zusätzlichen bezahlten Urlaubstag pro Jahr.

14. Februar | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifabschluss in 4. Verhandlung gelungen

In der vierten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen wurde heute Übernahme des aus Baden-Württemberg vorgelegten Tarifergebnisses intensiv verhandelt und schließlich vereinbart. Das bedeutet eine Steigerung der Tariftabellen ab April 2018 um 4,3 Prozent. Weiter gibt es zwei Einmalzahlungen von 100 Euro brutto im März 2018 und 400 Euro brutto im Juli 2019. Darüber hinaus wird ab 2019 einmal im Jahr ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent einer Bruttomonatsvergütung gewährt. Beschäftigte, die Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder in Schichten arbeiten, können wählen, ob sie statt des tariflichen Zusatzgeldes acht freie Tage in Anspruch nehmen wollen.

6. Februar | Tarifabschluss für Baden-Württemberg

Tarifangleichung in Thüringen angehen

In der sechsten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg wurde heute die Steigerung der Tariftabellen ab April 2018 um 4,3 Prozent vereinbart. Weiter gibt es zwei Einmalzahlungen von 100 Euro brutto für Januar bis März 2018 und 400 Euro brutto im Juli 2019. Darüber hinaus wird ab 2019 einmal im Jahr ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent einer Bruttomonatsvergütung gewährt. Beschäftigte, die Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder in Schichten arbeiten, können wählen, ob sie statt des tariflichen Zusatzgeldes acht freie Tage in Anspruch nehmen wollen. Zwei dieser Tage würden dann als Arbeitgeberzuschuss gewährt.

Die Beschäftigten der Branche haben doppelt für den starken Tarifabschluss gesorgt: Einmal durch ihre tägliche qualifizierte und motivierte Arbeit, die den Spielraum für angemessene Tarifverbesserungen schafft. Und dann auch durch die selbstbewusste Beteiligung an den Aktionen und Warnstreiks der IG Metall. Diese beiden Begründungen gelten uneingeschränkt auch für die Beschäftigten in Thüringen. Wir erwarten die Übernahme des Tarifergebnisses aus Baden-Württemberg. Zusätzlich braucht es endlich eine belastbare Vereinbarung zur weiteren Angleichung der Tarifbedingungen in Thüringen an die Standards in den westlichen Tarifgebieten.

31. Januar | Tarifabschluss Holz- und kunststoffverarbeitende Industrie

4 Prozent mehr Entgelt

Mit Druck und Warnstreiks zum Tariferfolg: In der zweiten Verhandlungsrunde konnte die IG Metall in Thüringen ein Ergebnis für die Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie erzielen. Die Löhne und Gehälter steigen ab 1. Mai 2018 um 4 Prozent. Für Januar bis Mai gibt es zweimal eine Einmalzahlung von 150 Euro.

Vor allem die Auszubildenden können sich auf ein dickes Plus freuen. Ihre Vergütungen erhöhen sich um monatlich 50 Euro in allen vier Ausbildungsjahren. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 30. September 2019.

27. Januar | Blockade der Arbeitgeber eskaliert die Verhandlungen

Auch 5. Tarifverhandlung für Baden-Württemberg ohne Ergebnis

"Die Arbeitgeber haben es offensichtlich gezielt auf eine Eskalation angelegt und hatten nie die Absicht zur Einigung. Das zeigte sich daran, dass sie sich heute weder beim Geld noch bei der Arbeitszeit ausreichend bewegt haben, um einen Kompromiss möglich zu machen. Es ist unverantwortlich, die überfällige Modernisierung der Arbeitswelt zu blockieren und den Beschäftigten einen fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg zu verweigern", sagte Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, am Samstag in Stuttgart. "Das werden sich die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie nicht gefallen lassen. Jetzt gilt: Wer sich nicht bewegt, der muss geschoben werden."

Mit den ganztägigen Warnstreiks will die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, sich in der Tarifauseinandersetzung einem tragfähigen Kompromiss zu nähern. Die Durchführung der ganztägigen Warnstreiks setzt positive Mitgliedervoten in den ausgewählten Betrieben voraus. IG Metall-Mitglieder erhalten in diesem Fall – anders als bei den kurzen Warnstreiks – eine finanzielle Unterstützungsleistung von ihrer Gewerkschaft.

Bundesweit haben in dieser Tarifrunde bisher rund 960.000 Beschäftigte die Forderungen der IG Metall nach 6 Prozent mehr Geld, einem Anspruch auf kurze Vollzeit und Zuschüssen für Beschäftigte in bestimmten Lebenssituationen unterstützt.

25. Januar | Wieder ein Betriebsrat mehr

Erstmals Betriebsratswahl bei MIWE Meiningen abgeschlossen

v.l.n.r.: Raymond Haße (IG Metall) ,Michael Hellfaier, Jan Büschken, Patrick Eitberger, Reimund Schleicher, Dietrich Kendzia, Anton Schüler, Martin Eichhorn

Gemäß Gesetz sollen in allen Betrieben mit mehr als fünf Beschäftigten Betriebsräte gewählt werden. Viele Belegschaften verzichten bisher auf diese Möglichkeit der betrieblichen Mitbestimmung. Bei der MIWE Meiningen ist die betriebsratslose Zeit jetzt vorbei. Nach Anregung durch uns, die IG Metall, wählten sich die Beschäftigten am 17. Januar 2018 bei einer Wahlbeteiligung von sagenhaften 89 Prozent einen aus sieben Personen bestehenden Betriebsrat. Im Rahmen unseres Projektes Betriebe ohne Betriebsrat reduzieren unterstützen wir bei der Einleitung und Durchführung von Betriebsratswahlen. Dieses Angebot gilt auch für alle anderen Belegschaften, die sich bisher noch keinen Betriebsrat gewählt haben.

Die MIWE Meiningen Michael Wenz GmbH stellt mit ihren 152 Beschäftigten industrielle Backsysteme her. Zum Vorsitzenden des Betriebsrats wurde in der konstituierenden Sitzung am 25. Januar 2018 Patrick Eitberger bestimmt, stellvertretender Vorsitzender ist Anton Schüler.

Die IG Metall wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben, Durchsetzungsvermögen sowie Kraft und Ausdauer. Den hohen Erwartungen an den neuen Betriebsrat gilt es jetzt durch kompetentes Agieren zu entsprechen. Dabei hilft weiterhin die IG Metall Suhl-Sonneberg durch Schulungen und Begleitung.

23. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Fahrzeugbau Geisa

Fast alle Beschäftigten erst der Frühschicht als auch der Spätschicht vom Fahrzeugbau Geisa folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Wegen der Witterung wurden die Warnstreikenden zum Stand der Verhandlungen in einem Gasthaus durch den 2. Bevollmächtigten, Uwe Laubach, sowie das Mitglied der Tarifkommission, Burkhard Mötzung, informiert. Der Warnstreik dauerte pro Schicht mindestens zwei Stunden.

19. Januar | 3. Tarifverhandlung Metall-/Elektroindustrie Thüringen

Arbeitgeber verhandeln an Thüringen "vorbei"

Über 300 Beschäftigte der Frühschicht von Automotive Lighting in Brotterode folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Nach einer kurzen Kundgebung vor dem Betrieb ging es dann mit Bussen nach Erfurt zur Unterstützung der Tarifaktion der IG Metall zur 3. Verhandlung. An der Kundgebung in Erfurt nahmen auch der Erfurter Oberbürgermeister, Andreas Bausewein (SPD), der Thüringer Wirtschaftsminister, Wolfgang Tiefensee (SPD), die Fraktionsvorsitzende von Die Linke im Thüringer Landtag, Susanne Henning-Wellsow, sowie der DGB-Landesvorsitzende für Thüringen, Sandro Witt, teil.

Die 3. Verhandlung blieb ohne Ergebnis. Die Arbeitgeber trugen bundesweite Fakten ohne jeglichen Bezug zu Thüringen vor. Ein Termin für eine 4. Verhandlung wurde noch nicht abgestimmt. Die Enttäuschung der Beschäftigten bleibt enorm.

12. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Automotive Lighting Brotterode

Fast alle 250 Beschäftigten der Spätschicht von Automotive Lighting in Brotterode folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte mindestens zwei Stunden.

12. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Automotive Lighting Brotterode

Fast alle 500 Beschäftigten der Früh- und Normalschicht von Automotive Lighting in Brotterode folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte mindestens zwei Stunden.

12. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Automotive Lighting Brotterode

Alle 100 Beschäftigten der Nachtschicht von Automotive Lighting in Brotterode folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

10. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Fahrzeugbau GmbH Geisa

Etwa 50 Beschäftigte der Spätschicht im Fahrzeugbau in Geisa folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

10. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Fahrzeugbau GmbH Geisa

In den Tarifverhandlungen für die Thüringer Metall- und Elektroindustrie konnte bisher kein Ergebnis erreicht werden. Daher ruft die IG Metall zu Warnstreiks in den Betrieben zur Unterstützung der Tarifforderungen auf. Den Auftakt in unserer Region machten heute die Beschäftigten der Frühschicht beim Fahrzeugbau in Geisa. Etwa 65 Beschäftigte beteiligten sich am zweistündigen Warnstreik.

Die IG Metall fordert 6 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung für 12 Monate sowie den Anspruch auf individuelle Verringerung der Wochenarbeitszeit mit Teilentgeltausgleich bei belasteten Arbeitszeiten oder für Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen.

12. Dezember | Jahresabschluss der AGA und der Senioren

1.070,89 Euro Spende an das Kinder- und Jugenddorf Regenbogen

Die IG Metall Suhl-Sonneberg hat im Rahmen der bundesweiten Beschäftigtenbefragung der IG Metall "Politik für alle – sicher, gerecht und selbstbestimmt“ 1.070,89 Euro an den Förderverein Kinder- und Jugenddorf Regenbogen e.V. in Zella-Mehlis gespendet. Im Rahmen der Jahresabschlusssitzung des Arbeitskreises für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit AGA erfolgte die Spendenübergabe an den Vorsitzenden des Fördervereins, Florian Bauer, sowie den Leiter der Einrichtung, Michael Feistkorn. Viele Kinder aber auch Familien in der Region sind auf die verlässliche Arbeit dieser Einrichtungen angewiesen. Deswegen unterstützen wir erneut den Förderverein des Kinder- und Jugenddorfs Regenbogen in Zella-Mehlis mit einer Geldspende.

681.241 Beschäftigte aus gut 7.000 Betrieben hatten sich bundesweit an der IG Metall-Befragung 2017 beteiligt. Aus der Region Südthüringen nahmen 868 Beschäftigte daran teil. Für jeden ausgefüllten Fragebogen spendet die IG Metall einen Euro für ein soziales Projekt in der Region. Welches Projekt die Spende erhält, kann die IG Metall vor Ort entscheiden. Die Aufteilung der Spenden in die Regionen erfolgte nach Quotierungen.

11. Dezember | Delegiertenversammlung der IG Metall Suhl-Sonneberg

Solidarität mit den Beschäftigten von Siemens

Die Delegiertenversammlung der IG Metall Suhl-Sonneberg ist das höchste Gremium der IG Metall vor Ort. Als regionales „Parlament“ der IG Metall tagen die 70 stimmberechtigten Delegierten einmal pro Quartal. Die Delegiertenversammlung nimmt den Bericht der Bevollmächtigten und des Ortsvorstandes sowie der Revisionskommission entgegen und erteilt Entlastung. Zugleich berät und entscheidet die Delegiertenversammlung über die politische Agenda und Ausrichtung der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Zwar haben wir in unserer Region keinen Standort von Siemens in Süd- und Westthüringen. Dennoch verfolgen wir aufmerksam, was das Siemens-Management im Schilde führt. Angesichts enormer Gewinne grenzt es an Unanständigkeit, wenn zeitgleich die Garanten für hohe Gewinne, nämlich die Beschäftigten, mit Arbeitsplatzverlust bedroht werden. Daher hat die Delegiertenversammlung am 11. Dezember eine Solidaritätserklärung zum Erhalt von Standorten und Arbeitsplätzen bei Siemens verabschiedet.

11. Dezember | Wieder ein Betriebsrat mehr

Erstmals Betriebsratswahl bei FCT Ingenieurkeramik abgeschlossen

v.l.n.r.: Raymond Haße (IG Metall), Sandy Fischer, Torsten Schillig, Maria Bischoff, Nancy Kuhla, Dr. Ullrich Degenhardt, Simon Krause, Robert Dressel

Bei der FCT Ingenieurkeramik ist die betriebsratslose Zeit jetzt vorbei. Allerdings erst im zweiten Anlauf. Mit Unterstützung eines »externen Beraters« wurde im Sommer 2017 eine erste Wahl eingeleitet. Dann fragten Beschäftigte bei uns nach, ob das alles ordnungsgemäß sei. Wegen festgestellter Unregelmäßigkeiten mussten wir auf eine Neueinleitung der Wahl bestehen und boten hierzu Hilfe an.

Die FCT Ingenieurkeramik in Rauenstein/Frankenblick und Sonneberg fertigt Bauteile mit unterschiedlicher Formgebungs- und Sintertechnik für verschiedenste industrielle Bereiche und Anwendungen. Insgesamt sind 127 Arbeitnehmer/-innen beschäftigt. Am 28. November fand die erste Betriebsratswahl mit Unterstützung der IG Metall Suhl-Sonneberg statt. Die Wahlbeteiligung betrug 81,9 Prozent. In der konstituierenden Sitzung am 11. Dezember wurden zum Betriebsratsvorsitzenden Sandy Fischer und zur stellvertretenden Vorsitzenden Nancy Kuhla gewählt.

Die IG Metall wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben, Durchsetzungsvermögen sowie Kraft und Ausdauer. Den hohen Erwartungen an den neuen Betriebsrat gilt es jetzt durch kompetentes Agieren zu entsprechen. Dabei hilft weiterhin die IG Metall Suhl-Sonneberg durch Schulungen und Begleitung.

9. Dezember | DGB-Bezirkskonferenz Hessen-Thüringen

DGB-Spitze neu gewählt

Am 9. Dezember fand die DGB-Bezirkskonferenz Hessen-Thüringen statt. Die IG Metall Suhl-Sonneberg war vertreten mit Ilka Metzing, Betriebsratsvorsitzende bei Dr. Franz Schneider in Judenbach, und mit Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Für die Thüringer Landesregierung sprach die stellvertretende Ministerpräsidentin, Heike Taubert (SPD), ein Grußwort.

Neu gewählt wurde Michael Rudolph, der bisherige Regionsgeschäftsführer des DGB in Nordhessen, zum Bezirksvorsitzenden des DGB Hessen-Thüringen. Als stellvertretender Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen wurde der Thüringer Sandro Witt im Amt bestätigt.

5. Dezember | Bevollmächtigter spendet Sitzungsgelder

3 000 Euro private Spende übergeben

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser, war bis Mitte 2017 als alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland und zugleich Mitglied der Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung tätig. Für diese ehrenamtlichen Funktionen erhielt er in diesem Jahr insgesamt 2 643 Euro Aufwandsentschädigungen.

Seit Übernahme der ehrenamtlichen Funktionen behält Steinhäuser diese Summe nicht für sich, sondern spendet einmal im Jahr das Geld an Vereine oder Akteure der Kinder- oder Jugendarbeit in unserer Region. In diesem Jahr spendete Steinhäuser an die Initiative "Gib niemals auf!" in Bad Salzungen. Die Übergabe der Spende erfolgte am 5. Dezember in der Förderschule "Paul Geheeb". Zwar sind die 2 643 Euro noch zu versteuern, doch hat Steinhäuser den Spendenbetrag auf glatte 3 000 Euro aufgerundet.

11./12. Oktober | Erfahrungsaustausch in Kerspleben

AGA-Arbeit in Thüringen

Die sechs Geschäftsstellen der IG Metall in Thüringen trafen sich, der langjährigen Tradition folgend, vom 11. bis 12. Oktober 2017 zum jährlich stattfindenden Erfahrungsaustausch.

In diesem Jahr folgten wir der Einladung der IG Metall Erfurt nach Erfurt-Kerspleben. Referenten waren eingeladen zu den Themen: Wie geht es weiter mit den Gewerkschaften nach der Bundestagswahl (Sandro Witt – stellvertretender Vorsitzender im DGB Hessen-Thüringen), zum Thema: Gesundheitspolitik (AOK-Plus) und einen Referenten der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland mit Ausführungen „Angleichung der Ost– an Westrente“.

Es wurde aber auch die gemeinsame Zeit genutzt, um über die außerbetrieblich Gewerkschaftsarbeit (AGA) aus den verschiedenen Regionen Thüringens zu berichten und sich dazu auszutauschen.

9./10. Oktober | JAV-/BR-Kongress in Fulda

Mehr als 350 Kolleginnen und Kollegen dabei

„Selbstbestimmt.mitbestimmt.solidarisch.“ war das Motto des Kongresses am 9. und 10. Oktober in Fulda, zu dem mehr als 350 Kolleginnen und Kollegen aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland mit 17 IG Metallerinnen und Metallern aus Thüringen angereist waren.

Es wurde in acht verschiedenen Foren unter anderem zu den Themen „Arbeitszeit für junge Beschäftigte“, „Duales Studium“ oder „Ausbildung im Betrieb checken und verbessern“ intensiv gearbeitet.

Am nächsten Tag diskutierten die Kongressteilnehmenden insbesondere über Anforderungen und Erfahrungen in der Begleitung von jungen Beschäftigten, die ihre Ausbildung erfolgreich abschließen. Mitunter sichert ein Tarifvertrag der IG Metall die Übernahme. In anderen Betrieben jedoch nicht.

24. September | Bundestagswahl

Wer nicht wählt, wird trotzdem regiert !

"Schlechte Kandidaten werden gewählt von guten Bürgern, die nicht zur Wahl gehen." (Thomas Jefferson, 1743–1826, US-Präsident).

Die IG Metall Suhl-Sonneberg ruft zur Teilnahme an der Bundestagswahl auf. Gerade für Beschäftigte sind verlässliche und gute Rahmenbedingungen durch den Gesetzgeber unverzichtbar. Gutes Leben und gute Arbeit sind ohne Schutz vor Ausbeutung und Unterdrückung undenkbar. Zudem haben Gewerkschaften auch sozialpolitisch und gesellschaftlich Forderungen an die Bundespolitik formuliert. Deshalb haben es die Menschen selbst in der Hand, durch ihre Stimmen am Wahltag ihre eigene Zukunft mitzugestalten und zu verbessern. Die IG Metall spricht keine Wahlempfehlung für eine bestimmte Partei oder eine bestimmte Person aus. Wir wollen am Wahlsonntag eine arbeitnehmerfeindliche Koalition verhindern. Dafür braucht es jede Stimme. Wir fordern alle auf, überhaupt zur Wahl zu gehen und keine Stimme an Nazis und Rechtspopulisten zu geben.

9. September | Wandertag der IG Metall

Ich wand're ja so gerne ...

Auf Schuster's Rappen führte uns der inzwischen 8. Familienwandertag der IG Metall am 9. September durch das Schortetal bei Ilmenau. Nach dem Treffen in Ilmenau starteten wir durch zum Besucherbergwerk »Volle Rose«. Dort fuhren wir mit einer Besucherbahn zunächst durch die umliegende Landschaft. Anschließend fuhre wir in den ehemaligen Stollen ein. Musikalisch begleitet wurden wir durch Dieter Löffler auf dem Horn.

Im Schortetal befanden sich einst viele Bergwerksstollen, in denen vor allem Flussspat und Mangan abgebaut wurden. Das heutige Bergwerk »Volle Rose« wurde 1991 stillgelegt. Es ist heute als Schaubergwerk hergerichtet und für Besucher geöffnet. Zur Stärkung kehrten wir in die Gaststätte »Zur Schortemühle« ein. Es war wieder ein tolles Erlebnis in unserem schönen Thüringen. Viele freuen sich bereits auf den dann bereits 9. Familienwandertag im kommenden September.

1. August | Ausbildungsjahr beginnt

Jugendliche suchen sich Ausbildungsbetrieb aus

Das Berufsausbildungsjahr beginnt in Thüringen zum August eines Jahres. Der individuelle Ausbildungsbeginn kann davon abweichen und wird sich zumeist an den Schulferien orientieren. Teilweise konnten Betriebe nicht alle geplanten Ausbildungsplätze besetzen. Das folgt einerseits aus der zu geringen Zahl von Schulabgängern, die sich für eine duale Berufsausbildung entscheiden. Aber es liegt vielfach auch am konkreten Angebot des Ausbildungsbetriebes. Rechnerisch stehen in Thüringen in diesem Jahr pro Bewerbung 1,29 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Regional gibt es in Thüringen durchaus Unterschiede. In der Agentur für Arbeit Suhl ist die Stellen-Bewerber-Relation mit 1,25 im Durchschnitt Thüringens. Spitzenreiter in Thüringen ist die Agentur für Arbeit Jena mit einem Faktor von 1,43 Stellen je Bewerbung. Den geringsten Faktor weist die Agentur für Arbeit Gotha aus mit 1,09 Stellen je Bewerbung. Der Anteil ausländischer Bewerber ist leicht auf 3,5 Prozent gestiegen.

Kümmerliche Ausbildungsvergütungen, zweifelhafte Ausbildungsqualität und völlige Unklarheit über Perspektiven nach Abschluss der Ausbildung sprechen niemanden an. In Betrieben hingegen, in denen der Tarifvertrag der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie angewendet wird, erhalten Auszubildende, die Mitglied der IG Metall sind, im ersten Ausbildungsjahr 946 Euro brutto im Monat. Zudem sind 30 Arbeitstage Urlaub, also 6 Wochen pro Jahr, und beispielsweise auch zusätzliches Urlaubsgeld und Sonderzahlung geregelt. Nach Abschluss der Ausbildung ist die Übernahme im Ausbildungsbetrieb tarifvertraglich gesichert. Damit wissen die Jugendlichen schon heute, wie es im Sommer 2020 oder im Februar 2021 weiter gehen wird. Das spricht Jugendliche an. Und so können Ausbildungsstellen auch besetzt werden.

Bundestagswahl 2017

Wen soll ich wählen? Besser nicht die AfD !

Am 24. September 2017 findet die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag statt. Viele Jugendliche sind als Erstwähler zur Teilnahme an der Wahl aufgerufen. „Wen soll ich wählen?“, fragen sich viele Erstwähler, aber auch andere Wählerinnen und Wähler. Für Jugendliche und insbesondere Erstwähler in Thüringen bot die IG Metall vom 14. bis 16. Juli 2017 einen Workshop zur Bundestagswahl in Saalfeld an.

Junge Metallerinnen und Metaller setzten sich aktiv mit den Wahlprogrammen von Union, SPD, Linke, Grüne, FDP und AfD. Überrascht waren die Jugendlichen, dass von diesen Parteien allein die Union ein Wahlprogramm ohne Legitimation durch einen Bundesparteitagsbeschluss vorlegte. Aber die Frage, ob, und wenn ja warum, in der Union Angst vor dem eigenen Souverän Parteitag bestehen mag, wurde nicht weiter vertieft. Die geringste Übereinstimmung mit unseren Forderungen fanden wir im Wahlprogramm der AfD. Die selbsternannte Alternative für Deutschland ist keinesfalls eine Alternative für Jugendliche und schon gar nicht für Gewerkschafter, weder in Deutschland noch Europa.

Tarifbindung. Betriebliche Mitbestimmung. Arbeitszeit: Im Wahlprogramm der AfD nicht enthalten. Keinerlei Aussage. Zentrale Themen und Erwartungen der IG Metall und ihrer zahlreichen Mitglieder, auch der Erstwähler, werden nicht behandelt.

2. Juni | AGA-Seminar in Steinach (Taunus)

Blick zurück nach vorn.

Aktive Kolleginnen und Kollegen der Arbeitskreise für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit AGA der IG Metall Eisenach gemeinsam mit der IG Metall Suhl-Sonneberg trafen sich im hessischen Steinbach für eine Woche zum gemeinsamen Seminar.

Rückblickend wurden die gemeinsamen Aktivitäten der vergangenen Monate ausgewertet und analysiert. Aber vor allem wurden Vorhaben für die kommenden Monate vereinbart und besprochen. Im Zentrum der Diskussionen stand dabei die diesjährige Bundestagswahl. Gerade Gewerkschafter/innen haben klare Erwartungen an Bundespolitik. Zudem werden bewährte Aktivitäten traditionell fortgesetzt. Der gemeinsame Wandertag oder der Internationalen Frauentag stehen fest im Plan.

5. Mai 2017 | Meiningen

Fest der Kulturen

Der Aktionstag wird durch das Meininger Bündnis für Demokratie und Toleranz ausgerichtet. Das ist bereits eine Tradition seit Jahren. Die IG Metall Suhl-Sonneberg unterstützt den Aktionstag und die Aktivitäten des Bündnisses.

In diesem Jahr war erneut das Motto: Meiningen ist bunt. Nach dem Familienfest am Nachmittag folgte ein Konzertabend.

Zur formalen Eröffnung des Aktionstages sprachen Ulrich Töpfer, Sprecher des Bündnisses und stellvertretender Bürgermeister. Dann sprachen Ansgar Haag, Intendant des Meininger Staatstheaters, und Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg.

27. März | São Paulo - Brasilien

Bevollmächtigter traf Ex-Staatspräsident Lula

Im Rahmen einer Studienreise traf der IG Metall-Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, den Metallgewerkschafter, Politiker und Staatspräsidenten Brasiliens 2003 bis 2010, Luiz Inácio Lula da Silva, in São Paulo.

Lula war einst selbst Vorsitzender einer Metallgewerkschaft in Brasilien. Vermutlich wird er für die Arbeiterpartei PT (Partido dos Trabalhadores) erneut als Spitzenkandidat für die Wahlen im kommenden Jahr aufgestellt.

Im über zweistündigen Gespräch tauschten sie sich über internationale Solidarität, politische und gewerkschaftliche Arbeit in beiden Ländern sowie die anstehenden Bundestagswahlen 2017 in der Bundesrepublik und die Präsidentschaftswahlen 2018 in Brasilien aus.

18. Januar | IG Metall begrüßt Entscheidung des BAG

Betriebsratsarbeit hat Vorrang im Betrieb

Am 18. Januar 2017 entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt erneut zur Frage, wie ehrenamtliche Betriebsratsarbeit im Betrieb arbeitsrechtlich und arbeitszeitrechtlich zu bewerten ist (Az.: 7 AZR 224/15). Das Verfahren, in welchem ein Betriebsratsmitglied aus einem dreischichtigen Metallbetrieb in Nordrhein-Westfalen klagte, wurde durch die gewerkschaftliche DGB Rechtsschutz GmbH gewonnen.

In Schichtbetrieben bleibt es nicht aus, dass Betriebsratsmitglieder in unterschiedlichen Schichten eingesetzt sind. Da Betriebsratsarbeit Vorrang vor anderen dienstlichen Aufgaben hat, muss der Arbeitgeber, der Schichtarbeit anwendet, hinnehmen, dass dann Arbeitszeit ausfällt, jedoch vergütet werden muss.

Betriebsratsarbeit ist wichtig und unverzichtbar. Deswegen setzen wir auch unsere erfolgreichen Aktivitäten weiter fort, in Betrieben, in denen bisher noch kein Betriebsrat gewählt wurde, Betriebsratswahlen einzuleiten und durchzuführen.

9. April 2016 in Suhl

Neues "Parlament" der IG Metall nahm Arbeit auf

Alle vier Jahre führt die IG Metall bundesweit Organisationswahlen durch. Anfang 2016 werden die Wahlfunktionen innerhalb der IG Metall neu bestätigt oder besetzt. In Südthüringen fanden im Januar und Februar 2016 zahlreiche Versammlungen zur Wahl der Delegierten für die Delegiertenversammlung statt. Die Delegiertenversammlung ist das „Parlament“ der IG Metall vor Ort. Viermal pro Jahr tritt das höchste beschlussfassende Gremium der IG Metall Eisenach zusammen. Insgesamt entscheiden 65 Delegierten über die strategische, inhaltliche und operative Vorgehensweise der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Die konstituierende Delegiertenversammlung fand am 9. April 2016 in Suhl statt. Es wurden Thomas Steinhäuser als 1. Bevollmächtigter und Kassierer der IG Metall Suhl-Sonneberg und Uwe Laubach als 2. Bevollmächtigter im Amt bestätigt.

Weiter wurden die Beisitzer/innen in den Ortsvorstand gewählt. Dem Ortsvorstand gehören nun an (v.l.n.r.): Mike Herm (HFP Bandstahl Bad Salzungen), Ramona Schanz (BOS Trusetal), Ilka Metzing (Dr. Schneider Judenbach), Heiko Müller (Bachmann Elektrotechnik Gumpelstadt), Almut Steiner (Rentnerin Hildburghausen), Cornelia Mäurer (Tribo Hartstoff Immelborn), Karsten Fuchs (BLG Brotterode), Silvia Kleint (MKB Barchfeld), Thomas Steinhäuser, Barbara Lang (Rentnerin Suhl), Torsten Meier (ALBD Brotterode) und Uwe Laubach. Zudem gehören in den Ortsvorstand (nicht im Bild) Norbert Döhring (Winkhaus Meiningen), Torsten Endter (Lehren- und Meßgeräte Schmalkalden) und Yvonne Krug (ALBD Brotterode).

Verlinkungen zum zentralen Internetangebot

www.igmetall.de