#niewiederkrieg!

Vorstandsverwaltung der IG Metall, Frankfurt, Foto: Frank Rumpenhorst

Die IG Metall verurteilt den russischen Einmarsch in die Ukraine auf das Schärfste. Beteuerungen, dass damit ein Genozid verhindert und ukrainischen Aggressionen entgegnet werden soll, sind absurd. Russland bricht unverhohlen mit Grundsätzen der UN-Charta und entfacht einen Krieg auf europäischem Boden. Unsere Solidarität gilt den Menschen in der Ukraine. Wir sind in Gedanken bei den Opfern und Betroffenen.

27. September 2022 | Delegiertenversammlung der IG Metall Suhl-Sonneberg

Stefanie Saft in den Ortsvorstand gewählt

v.l.n.r.: Thomas Steinhäuser, Stefanie Saft, Uwe Laubach

In der Delegiertenversammlung in Walldorf, dem Gewerkschaftsparlament der IG Metall Suhl-Sonneberg, wurde am 27. September 2022 Stefanie Saft einstimmig in den Ortsvorstand gewählt. Stefanie Saft ist stellvertretende Vorsitzender der Betriebsrates bei KRS SEIGERT in Barchfeld. Beide Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser und Uwe Laubach, gratulierten Stefanie Saft zu ihrer Wahl. Die Nachwahl wurde erforderlich durch das Ausscheiden von Gabriele Dietrich. Der Ortsvorstand dankte Gabriele Dietrich bereits für ihre Mitarbeit.

27. September 2022 | Meteor Umformtechnik Zella-Mehlis

Plus 5,0 Prozent ab Juli 2022

Für die Meteor Umformtechnik GmbH & Co. KG in Zella-Mehlis befindet sich die IG Metall in Verhandlungen zur Einführung eines neuen Entgeltsystems. Der Betrieb mit etwa 115 Beschäftigten ist eines der führenden Unternehmen in der Feinschneidtechnik, die ihren Schwerpunkt in der Automotive-Industrie hat.  

Aktuell werden alle Arbeitsplätze im Betrieb erfasst und analog des Entgeltrahmenabkommens der Metall- und Elektroindustrie Thüringens eingruppiert. Da diese Abstimmung nicht bis Mitte des Jahres gelang, haben sich Arbeitgeber und IG Metall nun auf eine tarifvertragliche Zwischenlösung verständigt. Rückwirkend ab Juli 2022 erhalten alle Beschäftigten und Auszubildenden 5,0 Prozent mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung. Ab 1. Oktober 2022 gilt ein betriebsspezifischer Mindestlohn von 12,43 Euro brutto je Stunde. Die Verhandlungen zum neuen, einheitlichen Entgeltsystem sollen bis Jahresende abgeschlossen werden, um zum 1. Januar 2023 einzuführen.

19. September 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Arbeitgeber blockieren Fahrradleasing

Die Details zum Tarifvertrag waren bereits besprochen, ein abgestimmter Text lag vor und unsere Tarifkommission hatte dem Plan zugestimmt.

Jetzt hat der Arbeitgeberverband für die Thüringer Metall- und Elektroindustrie
einen Rückzieher gemacht! Nach ihrem Willen soll es keinen Flächentarifvertrag zum Fahrradleasing in Thüringen geben.

17. September 2022 | Wandertag der IG Metall

Ich wand're ja so gerne ...

Auf Schuster's Rappen führte uns der inzwischen traditionelle Familienwandertag der IG Metall am 17. September über den Rhäden Rundwanderweg bei Dankmarshausen im Grenzgebiet zwischen Hessen und Thüringen. Das Wetter war wechselhaft bis stürmisch, regnerisch unterwegs.

Auf den etwa fünf Kilometern Wanderung ist unberührte Natur mit vielen Tierarten zu bestaunen. Unterwegs wurden Aussichtsplätze, teils erhöht, angelegt, um die reiche Fauna und Flora gut beobachten zu kommen.

Viele freuen sich bereits auf den nächsten Familienwandertag im kommenden September. 

14. September 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Erste Tarifverhandlung ohne Ergebnis

Die IG Metall Mitte und der Arbeitgeberverband für die Metall- und Elektroindustrie Thüringens haben die Tarifverhandlungen für die rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen aufgenommen. Die erste Tarifverhandlung fand am 14. September in Eisenach statt. Jörg Köhlinger, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall Mitte, beschrieb die Verhandlungssituation als ein erstes Abtasten. „Wir haben die Forderung von 8 Prozent mehr Geld für 12 Monate ausführlich begründet und mussten leider feststellen, dass die Arbeitgeber den Verzicht predigen anstatt zügig konstruktiv verhandeln zu wollen.“

Ein Ergebnis konnte nicht erzielt werden. Nach der etwa zweistündigen Verhandlung wurde auf den 4. Oktober 2022 zur zweiten Verhandlung vertagt.

11. September 2022 | Protestaktion in Erfurt

Nicht mit uns! - Wir frieren nicht für Profite!

Mit einem breiten, außerparlamentarischen Bündnis des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB Hessen-Thüringen und seinen Mitgliedsgewerkschaften zusammen mit Akteuren der Zivilgesellschaft, Sozial- und Umweltverbänden waren Menschen am 11. September zum gemeinsamen Protest nach Erfurt aufgerufen. Angesichts der hohen Inflation vor allem auch durch die gestiegenen Energie- und Gaspreise wurden Forderungen an die Politik zur Unterstützung und Entlastung der Bürgerinnen und Bürger formuliert.

Vom Bahnhofsvorplatz in Erfurt führte eine eindrucksvolle Demonstration über den Anger zum Haus der Sozialen Dienste am Juri-Gagarin-Ring. Zur Auftaktkundgebung am Erfurter Hauptbahnhof sprach sich Michael Rudolph, DGB-Bezirksvorsitzender Hessen-Thüringen, dafür aus, anders als bisher viel passgenauere Hilfen für die Menschen zu beschließen. Zudem forderte er von der Politik, öffentliche Aufträge nur noch an tarifgebundene Unternehmen zu vergeben. Weitere Rednerinnen und Redner sprachen zu den Teilnehmenden.

2. September 2022 | Merkel Unternehmensgruppe Suhl

Plus 2,5 Prozent mehr Entgelt ab September plus freie Tage

Die Beschäftigten der Merkel Unternehmensgruppe in Suhl und die IG Metall forderten den Arbeitgeber Ende 2020 zu Verhandlungen über die Weiterentwicklung der tarifvertraglichen Bedingungen für die Betriebe Merkel Jagd- und Sportwaffen und C.G. Haenel in Suhl auf. Die etwa 120 Beschäftigten der beiden Suhler Betriebe produzieren hochwertige Jagd- und Sportwaffen. Zusätzlich beliefert die Unternehmensgruppe auch Aufträge für die Landesverteidigung.

Nach zwei pauschalen Einmalzahlungen von jeweils 200 Euro für Vollzeitbeschäftigte im März und Juni 2021, erhöhten sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen in einem ersten Schritt um 1,5 Prozent ab September 2021. In einer zweiten Stufe erhöhen sich Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab 1. September 2022 um weitere 2,5 Prozent. Insgesamt entspricht das einer Erhöhung um 4,0 Prozent beziehungsweise um 85 Euro brutto monatlich für Facharbeit in der Entgeltgruppe fünf. Zusätzlich erhielten die Beschäftigten für die erste Jahreshälfte 2022 zwei Einmalzahlungen von je 300 Euro mit den Abrechnungen für März und Juni, für Auszubildende die Hälfte. Das sind damit insgesamt weitere 1.000 Euro Einmalzahlung pro Beschäftigten, für Auszubildende die Hälfte. Für den 24. Dezember und den 31. Dezember eines Jahres sind ab 2021 nur noch jeweils ein halber Tag Urlaub erforderlich. Damit gewinnen die Beschäftigten einen Tag Urlaub mehr zur freien Verfügung im Jahr. Ab 2022 erhöht sich der Urlaubsanspruch insgesamt von vorher 28 Arbeitstagen auf nun 30 Arbeitstage pro Jahr. Das Tarifergebnis hat eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2023.

24. August 2022 | Ausbildungsjahr beginnt

Azubi gefunden? Attraktiv als Ausbildungsbetrieb?

Das neue Berufsausbildungsjahr beginnt und in den Betrieben starten Jugendliche in ihre Berufsausbildung. Nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze konnten besetzt werden. Das folgt einerseits aus der zu geringen Zahl von Schulabgänger:innen, die sich für eine duale Berufsausbildung entscheiden. Aber es liegt vielfach auch am konkreten Angebot des Ausbildungsbetriebes. Jugendliche können aus einer Vielzahl betrieblicher Ausbildungsstellen auswählen.

Unbesetzte Ausbildungsstellen gehören inzwischen zur Normalität in Südthüringen. Das liegt aber häufig auch an den Angeboten in der dualen Ausbildung. Kümmerliche Ausbildungsvergütungen, zweifelhafte Ausbildungsqualität und völlige Unklarheit über Perspektiven nach Abschluss der Ausbildung sprechen weder Jugendliche noch deren Eltern an. In Betrieben hingegen, in denen der Tarifvertrag der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie angewendet wird, erhalten Auszubildende, die Mitglied der IG Metall sind, im ersten Ausbildungsjahr 1.007 Euro brutto im Monat. Zudem sind 30 Arbeitstage Urlaub, also 6 Wochen pro Jahr, und beispielsweise auch zusätzliches Urlaubsgeld und Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld oder Transformationsgeld geregelt. Nach Abschluss der Ausbildung ist die unbefristete Übernahme im Ausbildungsbetrieb tarifvertraglich gesichert. In diesen Betrieben wissen die Jugendlichen, die dieses Jahr eine Ausbildung beginnen, schon heute, wie es im Sommer 2025 oder Anfang 2026 für sie weitergehen wird. Das spricht Jugendliche an. Und so können Ausbildungsstellen auch besetzt werden.

22. August 2022 | Neues Entgeltsystem bei Schaeffler Suhl

345 Euro brutto Einmalzahlung für alle

Die IG Metall befindet sich mit Schaeffler Industrial Drives AG & Co. KG Suhl in Tarifverhandlungen zur Einführung eines neuen Entgeltsystems für die etwa 150 Beschäftigten. Vereinbart wurde die Einführung des neuen Entgeltsystems ab 1. November 2021 bis spätestens 30. April 2024 in mehreren Schritten. Mit dem ersten Einführungsschritt am 1. November 2021 war eine Laufzeit der Tarifvereinbarung bis Ende Mai 2022 vereinbart. Jetzt war der nächste Umsetzungsschritt zu vereinbaren.

Angesichts der nahezu explodierten Inflation sowie in Kenntnis der anstehenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie im Herbst 2022 verständigten wir uns auf eine Zwischenvereinbarung, die über das laufende Jahr hinaus keine dauerhaften Personalkostensteigerungen fixiert. Als Ausgleich für die damit nicht erfolgte Anhebung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen in diesem Sommer erhalten alle Beschäftigten und Auszubildenden mit der Abrechnung für August 2022 eine Einmalzahlung in Höhe von je 345 Euro brutto. Die Vereinbarung endet Ende des Jahres.

Die Schaeffler Industrial Drives AG & Co. KG ist ein Unternehmen der Schaeffler-Gruppe. Hier in Suhl werden mit etwa 140 Beschäftigten vor allem lineare und rotative Motoren sowie die zugehörigen Elektronikbaugruppen entwickelt und produziert.

3. August 2022 | Gewerkschaftlicher Rechtsschutz ist sehr effektiv.

551.445,70 Euro im Jahr 2021 erstritten

Mitglieder der IG Metall werden im Arbeits- und Sozialrecht beraten und wenn erforderlich, auch außergerichtlich und gerichtlich vertreten.

Im Jahr 2021 genehmigte die IG Metall Suhl-Sonneberg in 192 Fällen Rechtsschutz für ihre Mitglieder. Davon wurden 158 Arbeitsrechtsfälle und 31 Sozialrechtsfälle neu aufgenommen. Das ist gerade im Arbeitsrecht ähnlich hoch wie im Jahr zuvor. Es wurden im Jahr 2021 insgesamt 268 Streitfälle abgeschlossen, davon 238 Verfahren im Arbeitsrecht und 26 Verfahren im Sozialrecht. Für die Mitglieder der IG Metall Suhl-Sonneberg konnten wir im Jahr 2021 insgesamt 551.445,70 Euro erstreiten, davon 349.156,48 Euro im Arbeitsrecht und 183.247,72 Euro im Sozialrecht. Das sind knapp 50 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Vorjahr erreichten wir 369.603,57 Euro Erfolgswert für unsere Mitglieder. Den höchsten Einzelerfolg erreichte 2021 eine Kollegin, der mit gewerkschaftlichem Rechtsschutz die Anerkennung einer Erwerbsminderungsrente durchsetzen konnte nebst einer Nachzahlung von 57.293,17 Euro.

In vielen Fällen wurden unsere Mitglieder durch die DGB Rechtsschutz unterstützt. Vielen Dank für die konstruktive Zusammenarbeit.

1. August 2022 | Textile Dienste Ost

Mindestens 60 Euro brutto mehr im Monat

Mit dem aktuellen Tarifwerk von IG Metall und Industrieverband Textil Service intex e.V. reduzierte sich die tarifvertraglich geschuldete Arbeitszeit von 39 Wochenstunden bis Ende 2021 ab Januar 2022 auf zunächst 37,5 Stunden für das gleiche Einkommen. Das sind 2.165,94 Euro brutto für Bediener von Waschmaschinen und Waschanlagen. Zugleich erhöht sich das Urlaubsgeld von 410 Euro brutto in 2021 auf 470 Euro brutto in 2022. Ab August 2022 erhöhen sich Löhne und Gehälter um mindestens 2,0 Prozent, denn mindestens um 60 Euro brutto für Vollzeitbeschäftigte und damit auf 2.225,94 Euro brutto für Maschinenbediener. Schließlich gilt dann ab 1. Januar 2023 die 37-Stunden-Woche zu unverändertem Einkommen.

9. Juli 2022 | Jubilarehrung der IG Metall Suhl-Sonneberg

15.195 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Im Ringberg-Hotel Suhl ehrten wir am 9. Juli insgesamt 265 Jubilare für langjährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft. Nicht alle Jubilare konnten unserer Einladung folgen. Wir dankten den Anwesenden und beglückwünschten sie. Insgesamt ehrten wir damit 15.195 Jahre Mitgliedschaft. Davon sind 35 Gewerkschaftsmitglieder, die seit 40 Jahren Mitglied der IG Metall sind, 95 Mitglieder, die seit 50 Jahren der IG Metall die Treue halten, 49 Kolleginnen und Kollegen, die seit 60 Jahren gewerkschaftlich organisiert sind und 69 weitere IG Metall-Mitglieder, die sogar auf 70 Jahre Mitgliedschaft in der Gewerkschaft zurückblicken. Zudem sind 17 Personen bereits 1947, also vor inzwischen 75 Jahren, der Gewerkschaft beigetreten.Einer von ihnen, Hans-Günther Grefe aus Ilmenau, war anwesend.

In der Festansprache blickte Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg, zunächst auf lange Jahre Gewerkschaftsarbeit zurück. Danach informierte er die Jubilare über aktuelle Themen der betrieblichen und gesellschaftspolitischen Gewerkschaftsarbeit. Dabei wurde besonders noch einmal auf die Erforderlichkeit von Betriebsratswahlen hingewiesen.

Musikalisch wurde die Veranstaltung begleitet durch die Rennsteigspatzen aus Zella-Mehlis mit Liedern auch zum Mitsingen und Schunkeln.

7. Juli 2022 | Urlaub muss ständige dienstliche Erreichbarkeit unterbrechen

Urlaub ist keine „Rufbereitschaft“, sondern zur Erholung !

Immer wieder wird uns bekannt und erreichen uns Nachfragen, dass durch ununterbrochene technische Erreichbarkeit – auch im Urlaub – ein gewünschter Erholungseffekt gar nicht eintritt. Moderne Medien und Kommunikationsgeräte und die immer weiter – auch weltweit zunehmende – Vernetzung sind technische Ursachen einer ständig steigenden individuellen Erreichbarkeit. Vielen fällt es da schwer, sich dieser Flut von Informationen oder dem Bereithalten für mögliche Kontaktaufnahmen zu entziehen.

Aus Arbeitsrecht und Rechtsprechung ergibt sich eindeutig, dass das Recht auf Freizeit und ungestörten Urlaub besteht. Für den Beschäftigten kann kein Nachteil entstehen, wenn die dienstlichen Geräte im Urlaub ausgeschalten und möglichst auch im Betrieb bleiben. Beschäftigte müssen auch von der Arbeit loslassen können, um sich zu regenerieren. Das gilt täglich zum Feierabend aber erst recht im Urlaub. Habe ich weder Handy, Smartphon noch Laptop am Urlaubsort dabei, entsteht erst gar nicht die Gefahr des Nutzens dieser Geräte. Auch besteht keine Verpflichtung des Beschäftigten, einen Kontakt am Urlaubsort im Betrieb zu hinterlegen.

Die IG Metall wünscht allen Beschäftigten und ihren Familien erholsame und nicht durch dienstliche Zusammenhänge gestörte Urlaubstage.

30. Juni 2022 | Metall- und Elektroindustrie

8 Prozent mehr für 12 Monate

Die IG Metall Mitte will mit einer Forderung von 8 Prozent für 12 Monate in die anstehende Tarifbewegung für die Metall- und Elektroindustrie gehen. Dafür sprachen sich am 30. Juni im hessischen Friedberg die Mitglieder der Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in Hessen, dem Saarland, Thüringen und Rheinland-Pfalz einstimmig aus.

Der Vorstand der IG Metall wird am 11. Juli die Debatten der regionalen Tarifkommissionen bündeln und endgültig beschließen. Die erste Tarifverhandlung mit der Mittelgruppe sowie dem Arbeitgeberverband in Thüringen soll im September stattfinden. Die Entgelttarifverträge laufen zum 30. September aus, die Friedenspflicht endet am 28. Oktober 2022.

Die IG Metall fordert Zukunftsperspektiven für den Ford-Standort in Saarlouis. Die rund 130 Mitglieder der Tarifkommissionen verabschiedeten eine Resolution zur Unterstützung der Ford-Beschäftigten, die beigefügt ist.

29. Juni 2022 | Deutliche Rentensteigerung Ost trotz Absenkung

6,12 Prozent mehr Rente in Ostdeutschland

Grundlage für die Rentenanpassung ist vor allem die Lohnentwicklung. Die für die Rentenanpassung maßgebliche Lohnentwicklung beträgt in den alten Ländern 5,8 Prozent. Die niedrigere Lohnentwicklung in den neuen Ländern von 5,3 Prozent ist nicht mehr relevant, weil die Rentenentwicklung Ost konkret an die Rentenentwicklung West angeknüpft ist. Aus dem Rentenüberleitungs-Angleichungsgesetz ergibt sich eine sogenannte „Angleichungstreppe“, wonach der Rentenwert Ost ab Juli 2022 mindestens 98,6 Prozent des Rentenwertes West erreichen muss. Der aktuelle Rentenwert (Ost) steigt mit der diesjährigen Rentenanpassung von 33,47 Euro auf 35,52 Euro. Dies entspricht einer Rentenanpassung in den neuen Ländern von 6,12 Prozent.

Der in der vorherigen Wahlperiode bis 2025 ausgesetzte Nachholfaktor wurde durch das Rentenanpassungs- und Erwerbsminderungsrenten-Bestandsverbesserungsgesetz in diesem Frühjahr bereits ab 2022 wieder eingesetzt. Der Nachholfaktor sorgt dafür, dass die nicht vorgenommene Rentenminderung des vergangenen Jahres mit weiteren Rentenerhöhungen verrechnet wird. Ohne das Wiedereinsetzen des Nachholfaktors hätte die Rentenerhöhung in diesem Jahr 7,38 Prozent in den neuen Ländern betragen.

24. Juni 2022 | Landesausschuss für Berufsbildung in Thüringen

Bevollmächtigter zum alternierenden Vorsitzenden wiedergewählt

Thomas Steinhäuser

Der Landesausschuss für Berufsbildung berät die Landesregierung in Aus- und Weiterbildungsfragen nach Berufsbildungsgesetz. Ihm gehören Vertreter/innen der Arbeitnehmer, der Arbeitgeber sowie der obersten Landesbehörden an. Geleitet wird der Landesausschuss von zwei alternierenden Vorsitzenden, jeweils von der Bank der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer, die sich im jährlichen Wechsel im Vorsitz folgen.

Für die Arbeitnehmerbank wählte der Landesausschuss für Berufsbildung in Thüringen heute Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg, erneut zum alternierenden Vorsitzenden für die nächsten vier Jahre. Alternierender Vorsitzender für die Arbeitgeberbank ist Matthias Säckl, Abteilungsleiter Bildung der IHK Ostthüringen.

22. Juni 2022 | Neuer Tarifabschluss Leiharbeit

Bis zu 24,1 Prozent mehr Geld !

Die Tarifpartner der Leiharbeit haben sich auf die Anpassung der Entgelttarifverträge verständigt. Dabei ging es um die Anpassung der unteren drei Lohngruppenwegen der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro ab 1. Oktober dieses Jahres.

Entgeltgruppe 1 etwa wird von jetzt 10,88 Euro auf 13,50 Euro ab Januar 2024 angehoben. Über die gesamte Laufzeit des Tarifvertrages bedeutet das für die unterste Lohngruppe eine Lohnsteigerung von insgesamt 24,1 Prozent.

Zudem steigt der Mitgliedervorteil ab November 2023 in allen Stufen um 150 Euro. Beim Weihnachtsgeld sind das dann statt bisher 100 bis 350 Euro (je nach Betriebsangehörigkeit) 250 bis 500 Euro obendrauf. Zusammen mit der Extra-Zahlung zum Urlaubsgeld summiert sich der Mitgliedervorteil dann auf bis zu 1000 Euro pro Jahr.

20. Juni 2022 | Betriebsräte-Empfang in Walldorf

Herzlichen Glückwunsch allen Gewählten

Nach Abschluss der alle vier Jahre zwischen März und Mai stattfindenden turnusmäßigen Betriebsratswahlen lud die IG Metall Suhl-Sonneberg am 20. Juni zum Empfang nach Walldorf ein. Nach einem statistischen Überblick durch Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter, skizzierte Uwe Laubach, 2. Bevollmächtigter, Herausforderungen und aktuelle Trends für die Betriebsratsarbeit und die Wirtschaft in der Region.

Wegen krankheitsbedingter Verhinderung der Thüringer Arbeitsministerin, Heike Werner, sprach Malte Krückels, Staatssekretär in der Thüringer Staatskanzlei, als Vertreter der Landesregierung ein Grußwort an die gewählten Betriebsratsmitglieder. Er wies darauf hin, dass betriebliche Mitbestimmung weiter ausgebaut werden müsse, auch, um Fachkräfte nach Thüringen anzuwerben. Durch Altersabgänge würden in den kommenden Jahren tausende Arbeitsplätze in Thüringen neu zu besetzen sein.

Juni 2022 | Nach Corona-Pause wieder in Präsenz

AGA-Vernetzung in Ilfeld

Viele Mitglieder der IG Metall sind nicht betrieblich beschäftigt, beispielsweise in Rente oder erwerbslos. Auch sie können sich aktiv in unsere Gewerkschaftsarbeit einbringen, beispielsweise in den lokalen Arbeitskreisen für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit (AGA).Es ist bereits eine schöne Tradition, dass sich AGA-Delegierte aus verschiedenen Regionen Thüringens einmal im Jahr zu einer Vernetzung treffen und austauschen.

Nach Absage des bereits im vergangenen Jahr geplanten Treffens, fand diese Klausur nun am 16. und 17. Juni 2022 in Ilfeld auf Einladung der IG Metall Nordhausen statt. Intensive Beratungen über die Aktivitäten in den verschiedenen Regionen Thüringens und die Auseinandersetzung mit der aktuellen Rentenanpassung sowie weiteren Veränderungen im Rentenrecht ließen die beiden Tagen schnell vergehen.

Juni 2022 | Gewerkschaftsjugend führte Klausur durch

Wirkmächtigkeit ... auf uns kommt es an.

Für Jugendliche in Thüringen bot die IG Metall vom 10. bis 12. Juni 2022 eine Klausur in Saalfeld an. Anknüpfend an die Klausur im Vorjahr erfolgte der Einsteig mit einem Blick auf die einstigen Verabredungen und deren Umsetzungsstand. Nach einem Blick auf das Ergebnis der Bundestagswahl 2021 und den Inhalten des Koalitionsvertrages, bearbeiteten wir das Projekt Wirkmächtigkeit.

Wirkmächtigkeit? Der IG Metall Bezirk Mitte richtet einen symbolischen Spiegel auf seine Strukturen und seine Arbeit. Wo stehen wir? Was funktioniert gut? Wo gibt es Probleme? Warum? Wie ändern wir das? Im Rahmen der Klausur eröffneten wir die lokale Debatte im Jugendbereich zu diesem Projekt. Erste Überlegungen sind diskutiert. Aber das Projekt braucht noch mehr Zeit und Raum. Den nehmen und geben wir uns dafür.

Mai 2022 | 22. Ordentlicher Bundeskongress des DGB

Lara Albert vertritt Südthüringen

Das gewerkschaftliche „Parlament der Arbeit“, der 22. Ordentliche Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB, tagt alle vier Jahre, zunächst vom 8. bis 13. Mai 2022 in Berlin. Insgesamt delegieren die acht Mitgliedsgewerkschaften des DGB 400 Kolleginnen und Kollegen in das wichtigste beschlussfassende Gremium der Gewerkschaften. Jede Person, die stimmberechtigt am Kongress teilnimmt, vertritt damit jeweils über 14.000 Gewerkschaftsmitglieder.

Lara Albert ist Mitglied der IG Metall und wohnt in Meiningen. Ehrenamtlich ist sie Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Schmalkalden-Meiningen. Die 26-jährige Gewerkschafterin beendete 2020 ihr Studium in Wirtschaftsrecht an der Hochschule Schmalkalden mit einem Masterabschluss.

5. Mai 2022 | Textilindustrie Ost

5,6 Prozent mehr in zwei Schritten

Nach 17 schwierigen Verhandlungsstunden haben sich IG Metall und Arbeitgeberverband in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in Meerane auf ein Tarifergebnis für die  ostdeutsche Textilindustrie geeinigt. Demnach erhalten die Beschäftigten in Thüringen in zwei Schritten zusammen 5,6 Prozent mehr. Zudem steigen die Sonderzahlungen.

Das Ergebnis im Einzelnen: Die Beschäftigten erhalten ein tabellenwirksames Entgeltplus ab 1. Oktober 2022 von 4,1 Prozent und zusätzlich zwei Sonderzahlungen in Höhe von 200 Euro im Mai und noch einmal 120 Euro im August. Im Folgejahr steigen die Entgelte noch einmal um 1,5 Prozent zum 1. Oktober 2023 und damit tabellenwirksam in zwei Schritten in Summe um 5,6 Prozent. Die Jahressonderzahlung erhöht sich 2023 von 60 Prozent auf 75 Prozent eines Monatsentgelts. Damit steigen die Einkommen aufs Jahr betrachtet in 2023 durchschnittlich um 2,75 Prozent und ein erster Schritt hin zur Angleichung der Jahressonderzahlung an das Westniveau ist geschafft Das Urlaubsgeld steigt in 2022 auf 690 Euro und in 2023 auf 720 Euro. Schließlich konnte die IG Metall auch die Fortführung des Tarifvertrages Altersteilzeit bis 2024 durchsetzen.

3. Mai 2022 | Betriebsratswahl 2022

Julia Hering als neue Betriebsrätin gewählt

Da die IG Metall Suhl-Sonneberg in einer Kooperation eng mit der IG Metall Eisenach zusammen arbeitet, wählen sich seit einiger Zeit die Beschäftigten einen gemeinsamen Betriebsrat. So auch in diesem Frühjahr erneut.

In der Wahlversammlung am 11. März 2022 erhielt Julia Hering die meisten Stimmen und wurde damit zur neuen Betriebsrätin gewählt. Julia arbeitet als Verwaltungsangestellte im Büro der IG Metall Eisenach. Sie bringt aus ihrer Zeit vor der Beschäftigung bei der IG Metall auch Erfahrungen als Betriebsratsvorsitzende mit.

Die bisherige langjährige Betriebsrätin, Christel Mahr von der IG Metall Eisenach, stellte sich nicht erneut zur Wahl. Wir danken Christel für die engagierte Betriebsratsarbeit in den letzten Jahren.

1. Mai 2022 | Tag der Arbeit

GeMAInsam Zukunft gestalten

Der Tag der Arbeit 2022 steht unter dem Motto „GeMAInsam Zukunft gestalten“. Denn als Gewerkschaften stehen wir für ein solidarisches Miteinander, auch in unruhigen Zeiten. Veranstaltungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) fanden in unserer Region statt in Ilmenau, Meiningen, Sonneberg und Suhl.

Hauptredner/innen waren in diesem Jahr in Ilmenau Julia Langhammer (DGB), in Meiningen Ralf Eckardt (IG BAU) in Sonneberg Sandro Witt (DGB) und in Suhl Thomas Steinhäuser (IG Metall). Auf allen Veranstaltungen gab es weitere Grußworte und Redebeiträge. Mit buntem Programm bei gutem Wetter waren die Veranstaltungen gut besucht.

26. April 2022 | Suhler Tiefkühlkost

Unterstützung für Warnstreik der NGG

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) rief am 26. April die etwa 150 Beschäftigten der Suhler Tiefkühlkost GmbH (STK) zum Warnstreik auf, nachdem die 3. Tarifverhandlung am 22. April ohne Ergebnis blieb. Das vom Arbeitgeber vorgelegte "Angebot" für mehr Lohn bleibt deutlich hinter den Erwartungen der Beschäftigten zurück. Die IG Metall Suhl-Sonneberg unterstützte den Warnstreik solidarisch.

Die STK GmbH ist auf die Produktion und die Entwicklung von tiefgekühlten Backwaren spezialisiert, mit dem Schwerpunkt auf Blätterteige und auf diesen basierenden Produkten sowie Baguettes.

13. April 2022 | Mahle Filtersysteme Auengrund

Weitere Arbeitszeitverkürzung mit Entgeltausgleich

Mahle Filtersysteme in Brattendorf gehört zum Stuttgarter MAHLE Konzern, einem weltweiten Automobilzulieferer. Von den derzeit etwa 70 Beschäftigten ist die überwiegende Mehrzahl in der Entwicklung und Erprobung von Fahrzeug-Pumpen tätig.

Ab Januar 2021 reduzierte sich die Wochenarbeitszeit von 40 auf 39 Stunden für das gleichbleibende Monatsentgelt. In zwei weiteren Schritten sinkt die Wochenarbeitszeit auf 38,5 Stunden ab April 2022 und auf final 38 Stunden ab April 2023 bei gleichbleibendem Entgelt. Alle Tariferhöhungen, die während dieser Anpassungsperiode für die Branche vereinbart werden, werden übernommen.

8. April 2022 | Werkö GmbH Gräfinau-Angstedt

2,1 Prozent mehr Geld ab April 2022

Die Werkö GmbH produziert und handelt Werkzeuge für die Metallverarbeitung. Der Betrieb mit etwa 55 Beschäftigten zog von Königsee nach Gräfinau-Angstedt im Ilmkreis um.

Mit dem Tarifabschluss Ende 2021 wurde auch eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab April 2022 vereinbart. Der aktuelle Sanierungstarifvertrag ermöglicht es Arbeitgeber und Betriebsrat zudem, die wöchentliche Arbeitszeit von 38 auf 33 Stunden an vier Tagen pro Woche mit Absenkung der Entgelte bis Ende 2022 zu vereinbaren. Eine solche Vereinbarung wurde auch getroffen. Dafür erhalten nur die Mitglieder der IG Metall als Bonus eine Erholungsbeihilfe. Zudem können gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte bis Ende 2022 nicht betriebsbedingt gekündigt werden. Mit Blick auf das Ende des laufenden Tarifvertrages im Dezember 2022 haben Arbeitgeber und IG Metall jetzt bereits frühzeitig für den 10. Mai 2022 den ersten Verhandlungstermin für die Entwicklung einer tariflichen Folgelösung ab 2023 vereinbart.

6. April 2022 | MIWE Meiningen Michael Wenz GmbH

Termin für 1. Tarifverhandlung bei MIWE Meiningen ist abgestimmt

Die MIWE Meiningen Michael Wenz GmbH stellt mit ihren etwa 130 Beschäftigten industrielle Backsysteme her. Seit Januar 2022 bestätigte der Arbeitgeber keinen einzigen der mehrfach vorgeschlagenen Termine für die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Nachdem auch der 5. April 2022 als Verhandlungstermin nicht bestätigt wurde, rief die IG Metall zum ersten Warnstreik in der Unternehmensgeschichte von MIWE Meiningen am 5. April 2022 auf.

Die Entschlossenheit der Beschäftigten, bei eisiger Kälte die Arbeit niederzulegen mit einem Warnstreik vorm Betrieb, hat die Verweigerung des Arbeitgebers beendet. Der Arbeitgeber bestätigte uns jetzt den von uns nach dem Warnstreik erneut vorgeschlagenen Termin am kommenden Dienstag, 12. April 2022, ab 13 Uhr, als ersten Termin zur Aufnahme der Tarifverhandlungen. Jetzt wird es auch inhaltlich vom Agieren des Arbeitgebers abhängen, wie konstruktiv oder konfrontativ die Tarifverhandlungen ablaufen. Wir sind auf viele Eventualitäten vorbereitet.

5. April 2022 | Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit

Landolf Scherzers literarische Weltreise

In der IG Metall Suhl-Sonneberg arbeitet seit vielen Jahren ein aktiver AGA (Arbeitskreis außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit). Neben politischen Aktivitäten und operativer Unterstützung gewerkschaftlicher Aktivitäten, treffen sich die Kolleginnen und Kollegen auch zu kulturellen Anlässen.

So luden wir am 5. April den Schriftsteller aus der Region, Landolf Scherzer, zu einer Buchlesung nach Suhl ein. Diese Lesung beinhaltete Auszüge aus verschiedenen Büchern des Schriftstellers über verschiedene Reisen seines Lebens in verschiedene Länder und die dort erlebten Episoden. Herr Scherzer nahm uns mit beispielsweise nach Ungar, Slowenien, Russland, China, Griechenland und in die Ukraine.

Das war eine tolle Veranstaltung.

5. April 2022 | MIWE Meiningen Michael Wenz GmbH

Kämpferisch: Erster Warnstreik in Firmengeschichte

Bei eisiger Kälte und streckenweise strömendem Regen war die Stimmung am 5. April dennoch hitzig. Für zwei Stunden ließen die Beschäftigten nahezu komplett die Arbeit im Betrieb ruhen. Dem ging voraus, dass der Arbeitgeber alle Terminvorschläge der IG Metall mit unterschiedlichsten Begründungen beharrlich nicht bestätigte. Mit der formalen AVerhandlungsaufforderung besteht Arbeitskampffreiheit und es können die Beschäftigten zur Durchsetzung der Forderungen eunbezogen werden. Da der Arbeitgeber die für den 5. April angebotene Verhandlung erneut nicht bestätigte, antworteten die Beschäftigten mit Warnstreik. Es mangelt uns nicht an Geduld. Jedoch lassen wir uns auch nicht an der Nase herumführen. Der Arbeitgeber muss verstehen, dass die Beschäftigten, die seinen Gewinn erwirtschaften, ein berechtigtes Interesse an konstruktiven Tarifverhandlungen und den Abschluss von Tarifverträgen haben.

MIWE Meiningen stellt mit etwa 130 Beschäftigten industrielle Backsysteme her. Die IG Metall strebt den Abschluss eines Tarifvertrages in Anlehnung an die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie Thüringen an.

31. März 2022 | Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie Thüringen

2,7 Prozent mehr Geld ab April 2022

Für die Beschäftigten in der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie in Thüringen steigen die Entgelte um 2,7 Prozent ab April 2022 und ab Mai 2023 um weitere 2,2 Prozent. Das durchschnittliche Bruttoentgelt je Stunde eines Facharbeiters in der Branche erhöht sich damit bis 2023 auf 15,38 Euro. Die Vergütungen der Auszubildenden steigen je nach Ausbildungsjahr überproportional um 30 bis 50 Euro an. Dem entsprechend erhält ein Auszubildender ab Juli 2023 im 3. Ausbildungsjahr 1.010 Euro.

Die Branche ist stark vom demografischen Wandel betroffen. Vor diesem Hintergrund konnte die IG Metall durchsetzen, dass der Demografie-Tarifvertrag in verbesserter Form fortgeführt wird. Der zur Finanzierung von Altersteilzeit bestehende Fonds wird bis 2024 schrittweise auf 600 Euro je Beschäftigten aufgestockt, um den Übergang von älteren Beschäftigten in den Ruhestand abzusichern. Der Tarifvertrag über Entgelte und Ausbildungsvergütungen läuft bis November 2023. Der Demografie-Tarifvertrag ist erstmals zum 31. Dezember 2028 kündbar.

31. März 2022 | HFP Bandstahl Bad Salzungen

Plus 2,75 Prozent ab April 2022

Die HFP Bandstahl in Bad Salzungen walzt und schneidet klassische Kaltbänder und beschichtet Metallbänder in verschiedenen Güten. Im Betrieb arbeiten etwa 240 Beschäftigte.

Im Tarifabschluss Anfang 2021 einigten sich IG Metall und Arbeitgeber auf zwei neue Haustarifverträge. Daraus ergibt sich jetzt die nächste Tariferhöhung. Für alle Beschäftigten und Auszubildenden erhöhen sich ab April 2022 die Entgelttabelle und die Ausbildungsvergütungen um 2,75 Prozent. Die Tarifverträge können erstmals zum 31. Dezember 2022 gekündigt werden. Während der Laufzeit der Tarifverträge gilt weiter die Beschäftigungssicherung, damit sind arbeitgeberseitige Kündigungen von IG Metall-Mitgliedern ausgeschlossen.

4. März 2022 | Oerlikon Metco WOKA Barchfeld

Attraktiver Tarifabschluss in schwierigem Umfeld

Zum 1. Januar 2022 ergänzen IG Metall und Oerlikon Metco WOKA für die Beschäftigten in Barchfeld die Arbeitsbedingungen durch Neufassung des Haustarifvertrages. Am Standort Barchfeld produzieren derzeit rund 120 Mitarbeitende vor allem thermische Spritzpulver für den weltweiten Vertrieb.

Insgesamt wurden in der vierten Verhandlungsrunde am 1. März 2022 vier Verhandlungsergebnisse erzielt. Die Tariftabelle für Facharbeiter analog Metall- und Elektroindustrie Thüringen wird rückwirkend zum 1. Januar 2022 wieder in Kraft gesetzt. Neu eingeführt wird ab 2022 die tarifliche Altersteilzeit ebenfalls analog der Metall- und Elektroindustrie. Damit können bis zu vier Prozent der Beschäftigten vorzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Ab Mitte 2022 wird eine tarifliche Leistungsbeurteilung mit Entgeltcharakter neu eingeführt. Ab Juli 2022 werden 3,5 Prozent der monatlichen Bruttolohnsumme im Rahmen der Leistungsbeurteilung zusätzlich auf die Beschäftigten verteilt. Dieser Wert erhöht sich mit jeder Tarifsteigerung und darüber hinaus zusätzlich ab Januar 2023 auf 4,0 Prozent und ab Januar 2024 auf 5,0 Prozent der monatlichen Bruttolohnsumme. Und als vierte Regelung wird ab 2022 eine tarifliche Sonderzahlung als Weihnachtsgeld je nach Betriebszugehörigkeit mit 50 Prozent einer Bruttomonatsvergütung ab 36 Beschäftigungsmonaten eingeführt. Die Mitgliederversammlung der Gewerkschaftsmitglieder hat das Tarifpaket am 3. März 2022 einstimmig angenommen.

25. Februar 2022 | Betriebsratswahlen starten.

1. März bis 31. Mai an den Wahlen beteiligen.

Alle vier Jahre finden die regelmäßigen Betriebsratswahlen in den Betrieben jeweils vom 1. März bis 31. Mai statt. Alle Betriebe mit mehr als fünf Beschäftigten sind gesetzlich verpflichtet, eine entsprechende Interessenvertretung zu wählen.

Die IG Metall Suhl-Sonneberg ruft Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf, sich an den anstehenden Betriebsratswahlen aktiv zu beteiligen und so für eine starke Interessenvertretung im Betrieb zu sorgen. Die Wahl des Betriebsrats ist die konkreteste Form betrieblicher Demokratie. Alle Beschäftigten, die 16 Jahre alt oder älter sind, können darüber entscheiden, wer die anspruchsvollen Aufgaben in den Betriebsräten für die nächsten vier Jahre bewältigt. Demokratie braucht Beteiligung.

Kontinuierlich unterstützen wir zudem Belegschaften, die bisher keinen Betriebsrat haben, diesen rechtswidrigen Zustand mit unserer Hilfe zu beenden. Da ist uns viel in der Region gelungen. Aber es ist auch noch viel zu tun. Daher rufen wir Beschäftigte in Betrieben, in denen bisher kein Betriebsrat besteht, auf, sich zur Vorbereitung und Durchführung von Betriebsratswahlen gern an uns zu wenden. All diesen Beschäftigten rufen wir zu: Habt ihr bisher keinen Betriebsrat? Wählt euch erstmals einen solchen! Wir helfen gern dabei.

Februar 2022 | Metall- und Elektroindustrie

T-Geld ... jetzt wird ausgezahlt !

In der letzten Tarifbewegung 2021 haben wir es gemeinsam erkämpft, jetzt wird es jährlich im Februar ausgezahlt: Das T-Geld beträgt in diesem Jahr 18,4 Prozent des regelmäßigen Monatsentgelts, ab 2023 sind es dann jährlich 27,6 Prozent. Das T-Geld bringt mehr Einkommen.

In Form der Sonderzahlung bringt es auch mehr Sicherheit. Denn das Transformationsgeld kann im Betrieb bei einer Arbeitszeitabsenkung zur Beschäftigungssicherung auf z. B. eine Vier-Tage-Woche als Teilentgeltausgleich genutzt 

14. Februar 2022 | Textilindustrie Ost

Tarifforderungen 2022 beschlossen

Sechs Prozent mehr Geld und das tabellenwirksam – das fordern die Textilerinnen und Textiler in der Tarifrunde Textil Ost 2022. Die Jahressonderzahlung soll auf 100 Prozent eines durchschnittlichen Monatsentgeltes erhöht werden. Zusätzlich soll die 40-prozentige Erhöhung mit einer Wahloption für verschiedene Zwecke versehen werden, zum Beispiel für Freizeit statt Geld. Auch den Tarifvertrag zur demografischen Altersteilzeit, welcher Ende April ohne Nachwirkung ausläuft, will die IG Metall verlängern.

Am 14. Februar hat der Vorstand der IG Metall die Forderungsempfehlung der Tarifkommission bestätigt. Im Osten verdienen die Beschäftigten immer noch deutlich weniger als im Westen. Das muss sich schrittweise weiter ändern.

Januar 2022 | Marelli Automotive Lighting Brotterode

Logistik wieder Inhouse.

Seit Monaten verhandeln Betriebsrat und IG Metall mit dem Management von Marelli Automotive Lighting in Brotterode um die Zukunft des Standortes. Aktuelle Volumenaufträge, die das Werk überwiegend auslasten, laufen in den kommenden Jahren aus. Folgeaufträge sind nicht ausreichend klar und zugesagt. In diesem Zusammenhang fanden mehrere Verhandlungsrunden statt. Die IG Metall rief zu mehreren betrieblichen Aktionen auf, wie am 26. Februar 2021 oder am 8. Oktober 2021 in Brotterode. Mit einer lautstarken Delegation nahmen die Beschäftigten auch am dezentralen bundesweiten Aktionstag am 29. Oktober 2021 in Eisenach teil. In den Überlegungen für die Zukunft kamen alle Strukturen und Kosten auf den Prüfstand. Erste Neuerung war, die Werkslogistik nicht wie bisher durch den Dienstleister BCUBE Brotterode erledigen zu lassen.

Zum 1. Januar 2022 erhielten alle BCUBE-Beschäftigten in Brotterode ein Übernahmeangebot zu Marelli. Dem liegt ein umfangreiches Tarifpaket zugrunde, welches die Tarifbedingungen der ehemaligen BCUBE-Beschäftigten in mehreren Schritten bis 2028 an die Bedingungen bei Marelli anpassen. Im ersten Schritt erhalten die Vollzeitbeschäftigten ehemals BCUBE im März 800 Euro Coronabeihilfe.

31. Januar 2022 | Kfz-Handwerk Thüringen

Plus 2,2 Prozent ab Februar 2022

Die Beschäftigten im Kfz-Handwerk Thüringen erhalten mehr Geld: Ab Februar 2022 steigen die Entgelte um 2,2 Prozent nachhaltig. Das sogenannte Eckentgelt, welches eine Fachkraft in Werkstatt oder Büro mindestens erhält, beträgt jetzt 2.685 Euro brutto im Monat. Mit der tarifvertraglichen 37,5-Stunden-Woche entspricht das 16,46 Euro brutto pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen steigen überdurchschnittlich um jeweils 30 Euro in allen Ausbildungsjahren ab Februar 2022. Das bedeutet im 1. Ausbildungsjahr dann 810 Euro brutto, im 2. Ausbildungsjahr 840 Euro brutto, im 3. Ausbildungsjahr 910 Euro brutto und im 4. Ausbildungsjahr 955 Euro brutto monatlich. Die Laufzeit ist bis 31. März 2023 vereinbart.

28. Januar 2022 | Westfälische Drahtindustrie Brotterode

Plus 2,0 Prozent mehr Entgelt ab Januar 2022

Die Westfälische Drahtindustrie Werk Brotterode ist einer von 14 Standorten in der Bundesrepublik der familiengeführten Unternehmensgruppe WDI mit Hauptsitz im westfälischen Hamm. Seit 155 Jahren werden in Brotterode von heute etwa 37 Beschäftigten hochspezialisiert Drähte verschiedener Abmessungen und Güten gewalzt.

Mit der Abrechnung für Januar 2022 erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 2,0 Prozent. Die zukünftigen Entgeltsteigerungen orientieren sich an den Tarifabschlüssen für die Metall- und Elektroindustrie. Ab sofort werden betriebliche Zuschläge auf Basis der regionalen Tarifverträge, damit für Brotterode gemäß Metall- und Elektroindustrie Thüringen vergütet. Für die Laufzeit des Tarifvertrages, der erstmals zum Jahresende 2027 kündbar ist, ist die Anzahl der aktuell Beschäftigten als Mindestbeschäftigungszahl vereinbart, welche nicht unterschritten werden darf. Für Brotterode sind damit 37 Arbeitsplätze tarifvertraglich abgesichert.

21. Januar 2022 | Europäischer Gerichtshof

EuGH stärkt Rechte von Leiharbeitsbeschäftigten

In einem Streit über die Berechnung von Mehrarbeitszuschlägen in der Arbeitnehmerüberlassung legte das Bundesarbeitsgericht (BAG) am 17. Juni 2020 (Az.: 10 AZR 210/19) dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) dazu Fragen vor. Es geht um ein Arbeitsverhältnis ab Januar 2017, welches an den Manteltarifvertrag für die Zeitarbeit gebunden war. Im August 2017 arbeitete der Kläger tatsächlich 121,75 Stunden. Daneben hat er in diesem Monat in der Fünftagewoche für zehn Arbeitstage Erholungsurlaub in Anspruch genommen. Die Beklagte hat dafür 84,7 Stunden abgerechnet. Der Tarifvertrag regelt, dass Mehrarbeitszuschläge in Höhe von 25 Prozent für mehr als 184 Stunden in diesem Monat gezahlt werden. Der Kläger machte Mehrarbeitszuschläge für August 2017 geltend, indem er meinte, ihm stünden Mehrarbeitszuschläge zu, weil auch die für den Urlaub abgerechneten Stunden einzubeziehen seien.
Der EuGH entschied am 13. Januar 2022 (Az.: C-514/20), dass eine Klausel zur Anrechnung von Arbeitsstunden, wie er hier in Rede stehe und bei dem die Inanspruchnahme von Urlaub für den Arbeitnehmer ein geringeres Entgelt nach sich ziehen könne, da dieses um den für tatsächlich geleistete Überstunden vorgesehenen Zuschlag beschnitten werde, dazu geeignet sei, den Arbeitnehmer davon abzuhalten, in dem Monat, in dem er Überstunden erbracht habe, von seinem Recht auf bezahlten Jahresurlaub Gebrauch zu machen. Dies im vorliegenden Fall zu prüfen, sei Sache des BAG.

19. Januar 2022 | Wieder ein Betriebsrat mehr in Thüringen

Erstmals Betriebsratswahl bei KRS in Barchfeld-Immelborn abgeschlossen

v.l.n.r.: Andreas Kästner, Marc Niebergall, Stefanie Saft, Mike Heß, Norman Fritz, André Piechatzek, Frank Ripke

Gemäß Gesetz sind in allen Betrieben mit mehr als fünf Beschäftigten Betriebsräte vorgeschrieben. In immer noch vielen Betrieben fehlt der Betriebsrat. Das ändern wir Schritt für Schritt. Für uns gehört in einem modernen Unternehmen ein Betriebsrat zur Grundausstattung und damit zur Normalität. So formulieren wir auch unsere Botschaft an die Geschäftsleitungen. Es geht weder um Unzufriedenheit oder Streitigkeiten im Betrieb, sondern die Wahrnehmung der Möglichkeit zur Mitbestimmung im Betrieb. Ohne den gewählten Betriebsrat gehen viele Chancen der Beschäftigten schlicht verloren

Die KRS Seigert GmbH in Barchfeld-Immelborn produziert Rollen, Kugeln und Nadeln. Bis Ende 2021 gab es seit vielen Jahren keinen Betriebsrat mehr. Das wollten die Beschäftigten ändern und baten die IG Metall Suhl-Sonneberg um Unterstützung. Dann wurde die Betriebsratswahl unverzüglich eingeleitet. Am 6. Januar 2022 waren die 267 Beschäftigten aufgerufen, erstmals ihren 9-köpfigen Betriebsrat zu wählen. Inzwischen fand auch die konstituierende Sitzung des neugewählten Betriebsrats statt. André Piechatzek, Stefanie Saft, Andreas Kästner, Marc Niebergall, Julia von Czastrau, Norman Fritz, Verena Reum, Mike Heß und Frank Ripke. André Piechatzek wurde zum Vorsitzenden des Betriebsrates gewählt. Die IG Metall gratuliert den Gewählten und wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben. Dabei hilft weiterhin die IG Metall Suhl-Sonneberg durch Schulungen und Begleitung. Wir helfen aber auch weiterhin aktiv in Betrieben, in denen noch kein Betriebsrat besteht, das zu ändern. Dazu können sich Beschäftigte, gern auch vertraulich an uns wenden.

18. Januar 2022 | Betriebsrat ist zwingend vorgeschrieben

50 Jahre erweiterte Mitbestimmung im Betrieb

Das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) trat erstmals am 15. Oktober 1952 nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Dabei orientierte sich der Gesetzgeber damals maßgeblich an der vormaligen gesetzlichen Regelung des Betriebsrätegesetzes aus der Weimarer Republik vom 4. Februar 1920. Eines der zentralen Projekte der ersten SPD-geführten Bundesregierung unter Bundeskanzler Willy Brandt war die Ausweitung der betrieblichen Mitbestimmung durch eine grundlegende Novellierung des BetrVG 1972. Am Tag nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt am 18. Januar 1972 trat das neue Gesetz am 19. Januar 1972 – vor inzwischen 50 Jahren – in Kraft.

In Betrieben mit fünf oder mehr Beschäftigten ist ein Betriebsrat zu wählen. Das wurde vom ersten Bundestag nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1952 als Muss-Vorschrift normiert und gilt bis heute. Niemand konnte sich damals vorstellen, dass es Belegschaften geben würde, die diese Möglichkeit der Einflussnahme auf die betrieblichen Arbeitsbedingungen nicht nutzen würden. Deswegen sind wir seit Jahren in der Region aktiv, um in bisher betriebsratslosen Betrieben diesen rechtswidrigen Zustand zu ändern. Ein Betriebsrat gehört zur Grundausstattung eines jeden Betriebes wie das Firmenschild oder ein Stromanschluss. Beschäftigte aus Betrieben, in denen bisher kein Betriebsrat besteht, können sich gern an uns wenden, um das zu ändern. Gern auch vertraulich. Wir sind Experten in Sachen Betriebsratswahlen und unterstützen hier gern. Mitunter begegnet uns Angst von Beschäftigten, Betriebsratswahlen einzuleiten. Dafür besteht kein Grund. Gerade aktuell verfolgt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil eine Verschärfung von gesetzlichen Konsequenzen für Akteure, die Betriebsratswahlen behindern wollen. Das ist längst überfällig und ausdrücklich zu begrüßen.

14. Januar 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Rahmen für tarifliche Angleichung der Arbeitszeit vereinbart

Die IG Metall und der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen haben sich auf einen tariflichen Rahmen zur Angleichung der Arbeitszeit geeinigt. Damit kann nun auch in Thüringen der Weg in Richtung 35-Stunden-Woche beschritten werden. Es sei ein gutes Signal an die Beschäftigten, dass die Arbeitgeber in Thüringen ihre Blockadehaltung gegenüber der Angleichung der Arbeitszeit zwischen Thüringen und den anderen Bundesländern aufgeben. „Dem vielfach beklagten Fachkräftemangel kann nur mit guten Arbeits- und Leistungsbedingungen begegnet werden. Das hat sich offensichtlich auch bei den Unternehmern in Thüringen rumgesprochen und die dogmatische Haltung der Arbeitgeber ins Wanken gebracht,“ betont Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte.

12. Januar 2022 | Tariferhöhung bis zu 17 Prozent im Tischlerhandwerk

Plus 5,6 Prozent mehr ab Januar 2022

Im Tischlerhandwerk Thüringen steigen die Einkommen für Altgesellen in drei Schritten um insgesamt 376 Euro im Monat, was insgesamt 16,62 Prozent bis zum 1. Januar 2024 entspricht. Ab Januar 2022 gibt es 2.395 Euro brutto im Monat und damit 14,30 Euro pro Stunde. Das sind 133 Euro im Monat mehr oder ein Plus von 5,6 Prozent. Eine weitere Erhöhung erfolgt zum 1. Januar 2023 um weitere 125 Euro auf dann 2.520 Euro brutto im Monat (15,04 Euro pro Stunde), das entspricht weiteren 5,22 Prozent mehr Geld. Mit dem dritten Schritt steigt das sogenannte Eckentgelt ab 1. Januar 2024 um weitere 118 Euro im Monat (plus 4,68 Prozent) auf dann 2.638 Euro brutto monatlich oder 15,75 Euro pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen steigen schrittweise analog und erhöhen sich dadurch zwischen 94 und 142 Euro. Das entspricht ebenfalls knapp 17 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024. Bereits zuvor hatten die Tarifvertragsparteien langfristige Stufenpläne zur Urlaubsdauer, zum Weihnachtsgeld sowie zu einem zusätzlichen Urlaubsgeld und zur Arbeitszeit vereinbart. Diese beträgt 38,5 Stunden pro Woche.

5. Januar 2022 | Tariferhöhung in der Filzfabrik Fulda in Empfertshausen

Bis zu 6,0 Prozent mehr in 2022

Die Filzfabrik Fulda Werk Empfertshausen ist ein Unternehmen der Wirth Gruppe Fulda. Es werden mit etwa 40 Beschäftigten Filze und technische Textilien hergestellt. Die Mehrzahl der Beschäftigten ist gewerkschaftlich organisiert und strebt mit der IG Metall Suhl-Sonneberg Tarifverbesserungen an.  

Nach 380 Euro Coronabeihilfe im August 2021 erhöhen sich ab 1. Januar 2022 die Löhne und Gehälter um 0,30 Euro brutto je Stunde. Das sind je nach bisherigem Verdienst bis zu 3,0 Prozent mehr Entgelt. Nach sechs Monaten erhöhen sich die Löhne und Gehälter ab 1. Juli 2022 um weitere 0,30 Euro brutto je Stunde. Damit erhalten Beschäftigte bis zu 6,0 Prozent mehr Entgelt in diesem Jahr. Nach zähen Verhandlungen gelang in der fünften Tarifverhandlung am 11. August 2021 der Abschluss, der eine Laufzeit bis zum 31. März 2023 hat.

16. Dezember 2021 | Werkö GmbH Gräfinau-Angstedt

Verlängerung der Beschäftigungssicherung

Der neu unterschriebene Sanierungstarifvertrag ermöglicht es Arbeitgeber und Betriebsrat, die wöchentliche Arbeitszeit von 38 auf 33 Stunden an vier Tagen mit Absenkung der Entgelte bis Ende 2022 zu vereinbaren. Dafür erhalten nur die Mitglieder der IG Metall als Bonus eine Erholungsbeihilfe. Zudem können gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte bis Ende 2022 nicht betrieblich gekündigt werden. Zusätzlich erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 2,1 Prozent ab April 2022.

Die Werkö GmbH produziert und handelt Werkzeuge für die Metallverarbeitung. Der Betrieb mit etwa 55 Beschäftigten zog von Königsee nach Gräfinau-Angstedt im Ilmkreis um.

5. Dezember 2021 | Internationaler Tag des Ehrenamtes

IG Metall sprach mit Toni Bernheiden

FSV 06 Mittelschmalkalden zeigt Respekt

Am 5. Dezember findet der Internationale Tag des Ehrenamtes statt. Mit diesem Gedenk- und Aktionstag wird ehrenamtliches Engagement anerkannt und gefördert. Der Tag wurde 1985 von den Vereinten Nationen beschlossen und fand 1986 erstmals international statt.

Auch viele Metallerinnen und Metaller engagieren sich ehrenamtlich, beispielsweise in der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, als ehrenamtliche Richter/innen oder in den Wirtschaftskammern.

Toni Bernheiden engagiert sich im Sportverein FSV 06 Mittelschmalkalden. Aus Anlass des Internationalen Tages des Ehrenamtes sprachen wir mit ihm über seine ehrenamtliche Tätigkeit.

4. Dezember 2021 | DGB Bezirk Hessen-Thüringen

Bezirksvorsitzender und Stellvertreterin gewählt

Bild: DGB/M. Sehmisch

Die Delegierten der 6. ordentlichen Bezirksdelegiertenkonferenz am 4. Dezember 2021 in Bad Hersfeld wählten Michael Rudolph erneut als DGB-Bezirksvorsitzenden Hessen-Thüringen. Neu wurde Renate Sternatz als stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende gewählt. Der bisherige stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende, Sandro Witt, hatte bereits im März auf eine erneute Kandidatur verzichtet.

Ebenfalls wiedergewählt wurde Renate Licht als Regionsgeschäftsführerin der DGB-Region Thüringen.

Die IG Metall Suhl-Sonneberg gratuliert allen Gewählten verbunden mit der Freude auf auch weiterhin eine kollegiale und solidarische Zusammenarbeit mit dem DGB Hessen-Thüringen.

29. Oktober 2021 | Aktionstag nach der Bundestagswahl 2021

Gelebte Solidarität heute in Eisenach

In mehr als 50 Städten führte die IG Metall heute dezentral einen bundesweiten Aktionstag durch. Damit wird unseren gewerkschaftlichen Forderungen an die Koalitionsverhandlungen und die Bundes- und Europapolitik der kommenden Jahre Nachdruck verliehen. Unsere Wartburgregion aber auch Deutschland und Europa insgesamt muss industrialisiert bleiben.

Etwa 1.500 Teilnehmende folgten dem Aufruf der IG Metall zum Aktionstag in Eisenach. Beteiligt waren Kolleginnen und Kollegen aus Frankreich (von der Gewerkschaft CGT bei PSA) sowie von der IG Metall GS Eisenach, Suhl-Sonneberg, Nordhausen, Erfurt, Zwickau und Nordhessen. Es sprachen Uwe Laubach (1. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach), Wolfgang Lemb (geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall), Bodo Ramelow (Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Die Linke) sowie Bernd Lösche (BR-Vorsitzender Opel Eisenach), Jörg Lorz (BR-Vorsitzender Mercedes Kassel), Jan Andrä (Vertrauenskörperleiter VW Zwickau) und Jean-Pierre Mercier und Jerome Boussard von der CGT.

Kulturell wurde die Veranstaltung begleitet durch Vize-Udo und die Panik-Komplizen.

8. Oktober 2021 | Wir lassen uns nicht das Licht ausknipsen

Aktionstag bei Marelli AL in Brotterode

IG Metall, Betriebsrat und Belegschaft kämpfen um den Standort von Marelli Automotive Lighting in Brotterode. Etwa 750 Beschäftigte produzieren insbesondere Hauptscheinwerfer für verschiedene Automobilhersteller. Sowohl für das Werk in Brotterode wie auch das Schwesterwerk in Reutlingen ist die mittelfristige Zukunft unklar. Volumenaufträge in Brotterode laufen in den kommenden zwei bis drei Jahren aus. Neuaufträge sind bisher keine in Sicht.

Nach monatelangen, bisher ergebnislosen Verhandlungen mit dem Arbeitgeber haben sich die Fakten nicht geändert. Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, führte die IG Metall Suhl-Sonneberg am 8. Oktober einen betrieblichen Aktionstag durch, um die Beschäftigten und die Öffentlichkeit beim Schichtwechsel zu informieren. Marelli ist die linke und zugleich rechte Herzkammer von Brotterode. Wenn dieser Standort in Frage steht, hätte das für die ganze Region bittere Auswirkungen. Das Management muss sich jetzt zu Brotterode bekennen.

22. September 2021 | DGB Kreisverband Sonneberg

Bundestagswahl 2021

Wenige Tage vor der Bundestagswahl am 26. September lud der DGB Kresiverband Sonneberg zu einer Podiumsdikussion mit Vertreter/innen verschiedener Parteien. Moderiert von Uwe Roßbach, Geschäftsführer von Arbeit und Leben Thüringen (3.v.l. im Bild), stellten sich den Fragen im Podium (im Bild v.l.n.r.):

- Robert-Martin Montag (FDP in Vertretung für Gerald Ullrich),

- Hans-Georg Maaßen (CDU),

- Stephanie Erben (Bündnis 90/Grüne),

- Sandro Witt (Die Linke),

- Ansgar Scherf (SPD in Vertretung für Frank Ullrich).

18. September 2021 | Wandertag der IG Metall

Ich wand're ja so gerne ...

Auf Schuster's Rappen führte uns der inzwischen traditionelle Familienwandertag der IG Metall am 18. September zur Veste Heldburg. Am gleichen Tag veranstaltete der Deutsche Gewerkschaftbund einen bundesweit dezentralen Aktionstag zur Geschlechter- und Chancengerechtigkeit. Das passte inhaltlich gut mit unserer traditionellen Wanderung zusammen.

Die Veste Heldburg nahe der Thüringischen Grenze erlebte eine wechselvolle Geschichte. Ganz neu wurde nach einer umfangreichen Restaurierung das Deutsche Burgenmuseum eingerichtet.

Viele freuen sich bereits auf den nächsten Familienwandertag im kommenden September. 

2. September 2021 | Westfälische Drahtindustrie Brotterode

Beschäftigungssicherung bis 2027

Die Westfälische Drahtindustrie Werk Brotterode ist einer von 14 Standorten in der Bundesrepublik der familiengeführten Unternehmensgruppe WDI mit Hauptsitz im westfälischen Hamm. Seit 155 Jahren werden in Brotterode von heute etwa 37 Beschäftigten hochspezialisiert Drähte verschiedener Abmessungen und Güten gewalzt.

Mit der Abrechnung für November 2021 erhalten Vollzeitbeschäftigte eine Corona-Beihilfe von 250 Euro, Auszubildende 150 Euro. Ab Januar 2022 erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 2,0 Prozent. Die zukünftigen Entgeltsteigerungen orientieren sich an den Tarifabschlüssen für die Metall- und Elektroindustrie. Ab sofort werden betriebliche Zuschläge auf Basis der regionalen Tarifverträge, damit für Brotterode gemäß Metall- und Elektroindustrie Thüringen vergütet. Für die Laufzeit des Tarifvertrages, der erstmals zum Jahresende 2027 kündbar ist, ist die Anzahl der aktuell Beschäftigten als Mindestbeschäftigungszahl vereinbart, welche nicht unterschritten werden darf. Für Brotterode sind damit 37 Arbeitsplätze tarifvertraglich abgesichert.

2. September 2021 | Mitbestimmungskonferenz in Fulda

Transformation sozial-ökologisch gestalten

Rund 320 Betriebsräte und Vertrauensleute debattierten mit Experten der Wissenschaft, von Fridays for Future, dem hessischen Arbeitgeberverband und Praktikern aus den Betrieben über die Herausforderungen einer fairen sozial-ökologischen Transformation. Eine Transformation, die die Metallerinnen und Metaller gestalten wollen, um den Industriestandort und die Beschäftigung abzusichern. Dem entsprechend wurde von den rund 320 Teilnehmenden auf der Konferenz in Fulda eine Resolution verabschiedet.

Auf der Konferenz in Fulda skizzierte Arbeitsrechtler Prof. Dr. Wolfgang Däubler in seinem Eingangsreferat die rechtlichen Rahmenbedingungen der Mitbestimmung und ihre derzeitigen Grenzen. Betriebsräte aus der Stahl-, Automobil- und Zulieferindustrie ergänzten dies mit Beiträgen aus der Praxis. Nach der Arbeitsgruppenphase fand eine öffentliche Podiumsdiskussion mit Vertretern des Arbeitgeberverbands Hessenmetall, Betriebsräten und einem Vertreter von „Fridays for Future“ statt.

1. September 2021 | Ostdeutsche Textilindustrie

Mehr Entgelt und weitere Arbeitszeitverkürzung

Entgeltsteigerungen um insgesamt 6,2 Prozent in drei Schritten parallel zum Einstieg in die Absenkung der Wochenarbeitszeit um insgesamt drei Stunden mit vollem Lohnausgleich ist ein toller Erfolg. Das gilt nicht nur für die Textilindustrie Ost, sondern zeigt auch auf, dass Entgeltsteigerungen plus Arbeitszeitverkürzung gelingen kann, wenn nicht nur die IG Metall, sondern auch die Arbeitgeber einen Willen zur Regelung aufbringen. Angesichts der Fachkräftesituation in Thüringen und den neuen Ländern müssen auch Arbeitgeber und ihre Verbände einsehen, dass dauerhaft geringere Tarifbedingungen in Ostdeutschland keine Anziehungskraft auf Fachkräfte auslöst.

In der dritten Stufe folgt nun eine weitere Erhöhung um 2,0 Prozent ab 1. September 2021. Parallel zu den Entgeltbestimmungen wurde die Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 40 Stunden in sechs Teilschritten auf 37 Wochenstunden mit vollem Lohnausgleich vereinbart. Ab Januar 2020 galt die 39,5-Stundenwoche und ab 1 Januar 2021 gilt inzwischen die 39-Stundenwoche. Um jeweils eine weitere halbe Stunde sinkt die tarifvertraglich geschuldete Wochenarbeitszeit ab 1. Januar 2023 auf 38,5 Wochenstunden, ab 1. Januar 2024 auf 38 Wochenstunden, ab 1. Januar 2026 auf 37,5 Wochenstunden und ab 1. Januar 2027 dauerhaft auf final 37 Wochenstunden.

17. August 2021 | Entfristung des Anstellungsverhältnisses

Ilka Metzing unterstützt uns dauerhaft.

Ilka Metzing

Seit 1. September 2020 arbeitete Ilka Metzing befristet für ein Jahr für die IG Metall Suhl-Sonneberg, IG Metall Eisenach, IG Metall Gera und IG Metall Jena-Saalfeld im Bereich Rückholmanagement mit Sitz in Suhl. Alle vier Ortsvorstände entschieden übereinstimmend, die Beschäftigung unbefristet fortzusetzen. 

Nach Initiative der ersten Betriebsratswahl im Jahr 2003 war Ilka Metzing 15 Jahre Betriebsratsvorsitzende bei Dr. Schneider in Judenbach, einem Automobilzulieferer mit mehr als 200 Beschäftigten. Seit dieser Zeit hat sie sich ehrenamtlich in der IG Metall engagiert, beispielsweise als Mitglied des Ortsvorstandes Suhl-Sonneberg, der Delegiertenversammlung oder des Ortsfrauenausschusses. Sie vertrat die IG Metall Suhl-Sonneberg als Delegierte zu den Gewerkschaftstagen 2011 und 2013. Zudem ist Ilka Versichertenälteste der AOK Plus.

Die 51-jährige erfahrene Gewerkschafterin stammt aus Sonneberg. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Wir freuen uns auf die weitere gute  Zusammenarbeit mit Ilka.

11. August 2021 | Tarifeinigung in der Filzfabrik Fulda in Empfertshausen

Corona-Prämie plus Lohnerhöhungen

Die Filzfabrik Fulda Werk Empfertshausen ist ein Unternehmen der Wirth Gruppe Fulda. Es werden mit etwa 40 Beschäftigten Filze und technische Textilien hergestellt. Die Mehrzahl der Beschäftigten ist gewerkschaftlich organisiert und strebt mit der IG Metall Suhl-Sonneberg Tarifverbesserungen an.  

In der fünften Verhandlung konnte am 11. August durch die IG Metall Suhl-Sonneberg mit dem Arbeitgeber ein Tarifabschluss erzielt werden. Der zwischenzeitliche Warnstreik der Beschäftigten am 28. Juli wirkte sicher auch auf das Zustandekommen des Abschlusses hin.

Vereinbart wurden eine Corona-Beihilfe von 380 Euro für Vollzeitbeschäftigte mit der Abrechnung für August sowie zwei Lohnerhöhungen von 0,30 Euro brutto je Stunde ab Januar 2022 und weitere 0,30 Euro brutto je Stunde ab Juli 2022. Die Laufzeit der Vereinbarung geht bis März 2023.

5. August 2021 | DGB Bezirk Hessen-Thüringen

Nominierung für Wahlen im Dezember 2021

Bild: DGB/M. Sehmisch

Im Dezember 2021 enden die Amtszeiten des Vorsitzenden im DGB Bezirk Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, und seines Stellvertreters, Sandro Witt. Beide lenkten die Geschicke des DGB Bezirks Hessen-Thüringen in den letzten vier Jahren.

Der DGB-Bezirksvorstand, in dem die Vorsitzenden aller acht DGB-Mitgliedsgewerkschaften vertreten sind, und der DGB-Bundesvorstand schlagen den Delegierten der 6. ordentlichen Bezirksdelegiertenkonferenz am 4. Dezember 2021 in Bad Hersfeld Michael Rudolph zur Wiederwahl als DGB-Bezirksvorsitzenden und Renate Sternatz zur Wahl als stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende vor. Der bisherige stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende Witt hatte bereits im März auf eine erneute Kandidatur verzichtet.   

26. Juli 2021 | Gewerkschaftsjugend bereitet sich auf Bundestagswahl vor

Wen soll ich wählen? Besser nicht die AfD !

Am 26. September 2021 findet die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag statt. Viele Jugendliche sind als Erstwähler:innen zur Teilnahme an der Wahl aufgerufen. „Wen soll ich wählen?“, fragen sich viele Erstwähler:innen, aber auch andere Wählerinnen und Wähler. Für Jugendliche und insbesondere Erstwähler:innen in Thüringen bot die IG Metall vom 23. bis 25. Juli 2021 einen Workshop zur Bundestagswahl in Weimar an. Gerade Jugendliche, die noch die meiste Zeit ihres Lebens vor sich haben, sollen von Beginn an bewusst und inhaltlich befähigt an politischen Wahlen teilnehmen. Entgegen allen Unkenrufen über eine angeblich unpolitische oder politikverdrossene Jugend setzten sich junge Metallerinnen und Metaller aus verschiedenen Regionen Thüringens beim Workshop aktiv mit Wahlprogrammen von Parteien auseinander.

Die geringste Übereinstimmung mit unseren Forderungen zur Bundestagswahl fanden wir im Wahlprogramm der AfD. Die selbsternannte Alternative für Deutschland ist keinesfalls eine Alternative für Jugendliche oder Arbeitnehmer:innen und schon gar nicht für Gewerkschafter:innen. Solidarität? Tarifbindung? Arbeitszeit? Kündigungsschutz? Im Wahlprogramm der AfD alles nicht enthalten. Keinerlei Aussage. Zentrale Themen und Erwartungen der IG Metall und ihrer zahlreichen Mitglieder, auch der Erstwähler:innen, werden nicht behandelt. All diese Befunde ergaben für die Workshop-Teilnehmenden ein klares Fazit: Besser nicht die AfD wählen!“

8. März 2021 | Wir fairändern: #fairsorgen #fairgüten #fairteilen

Herzlichen Glückwunsch zum Internationalen Frauentag

Jeder der 365 Tage im Jahr ist für uns ein Tag der Frauen. Jedoch ehren wir am 8. März die Frauen international besonders. Durch die Einschränkungen in diesem Jahr kann die Würdigung jedoch weder am Arbeitsplatz noch in einer gewerkschaftlichen Veranstaltung erfolgen. Eine digitale Zusammenkunft wird am 9. März angeboten.

Dennoch sind viele Themen der Frauen- und Gewerkschaftsbewegung unverändert aktuell. Aus diesem Grund lautet das Motto des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 8. März 2021: „Wir fairändern: #fairsorgen #fairgüten #fairteilen“.

Herzlichen Glückwunsch allen Frauen zum 8. März. Wir kämpfen weiter für Gleichstellung und Chancengleichheit.

5. Februar 2021 | Hinzuverdienst bei Rente 2021

Bis zu 46.060 Euro anrechnungsfrei.

Ab 65 Jahren plus zehn Monaten Lebensalter kann zum Rentenbezug unbegrenzt und anrechnungsfrei hinzuverdient werden. Für jüngere Rentenbezieher sind 6.300 Euro Hinzuverdienst grundsätzlich anrechnungsfrei pro Jahr. Übersteigt der Hinzuverdienst im Kalenderjahr abzüglich der 6.300 Euro Freibetrag den individuellen Hinzuverdienstdeckel werden 40 Prozent des Hinzuverdienstes von der Rente abgezogen.

Für 2021 besteht pandemiebedingt ein anrechnungsfreier Hinzuverdienst bis zu 46.060 Euro. Das gilt sowohl für Rentenbezieher, deren Rentenbeginn vor 2021 liegt (sogenannte Bestandsrenter) als auch für Neurentner ab 2021. Übersteigt der Hinzuverdienst 2021 die Freigrenze von 46.060 Euro, werden 40 Prozent davon auf die Rentenleistung angerechnet. Allerdings bleibt es auch 2021 für Bezieher einer Rente wegen voller Erwerbsminderung bei der Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro ohne Anrechnung auf die Rentenleistung.

Die Sonderregelungen zum Hinzuverdienst laufen zum 31. Dezember 2021 aus und ab 2022 gilt wieder das „normale“ Rentenrecht auch für Hinzuverdienste.

Mitglieder der IG Metall können natürlich auch individuell von uns beraten und wenn erforderlich vertreten werden.

1. Februar 2021 | Hilfe für Bruno Hoffmann

1.000 Euro Spende übergeben.

v.l.n.r.: Thomas Steinhäuser mit Familie Hoffmann (Mutter Janine, Bruder Tom, Vater André und Bruno)

Die Geschichte des kleinen Bruno, vier Jahre alt, bewegt inzwischen viele Menschen in unserer Region. Dazu trägt auch die Spendenkampagne der Tageszeitung Freies Wort zu Gunsten Brunos und seiner Familie bei.

Bei Bruno wurde eine spezielle Störung des Aufbaus und der Koordination der Muskelbewegungen festgestellt. Daher entspricht sein Entwicklungsstand einem achtmonatigen Kindes. Er kann nicht sitzen, nicht stehen, nicht allein essen oder trinken. Pflegestufe vier wurde inzwischen bescheinigt.

Familie Hoffmann bewohnt ein kleines Häuschen im Schleusinger Ortsteil Erlau. Brunos Vater arbeitet in einem Metallbetrieb in Zella-Mehlis in Rollschichten. Ohne finanzielle Hilfe kann die Familie den behindertengerechten Umbau des Hauses nicht stemmen. Der Ortsvorstand der IG Metall Suhl-Sonneberg beschloss eine Spende in Höhe von 1.000 Euro für Bruno und Familie Hoffmann. Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg überbrachte der Familie den Spendenscheck.

12. Januar 2021 | Neue Angebote für betriebliche Interessenvertretungen

Betriebsräte Akademie Mitte gestartet.

Mit Beginn des neuen Jahres nahm auch die Betriebsräte Akademie Mitte die Arbeit auf. Mit der Gründung dieser Einrichtung durch die IG Metall werden Bildungsangebote für Mitglieder im Betriebsrat, der Jugend- und Auszubildendenvertretung sowie der Schwerbehindertenvertretung gebündelt.

Anders als bisher erfolgt damit die Ausschreibung, Einladung, Durchführung und Abrechnung der Seminare durch die Akademie selbst. Die Übersicht zu den angebotenen Seminaren ist im Bildungsprogramm zusammen getragen. Das liegt beim Betriebsrat vor oder ist bei der IG Metall oder im Internet erhältlich.
Voraussetzung für die Teilnahme an einem Seminar ist entweder ein ordnungsgemäßer Beschluss des Betriebsrats nach § 37 Abs. 6 BetrVG oder der Schwerbehindertenvertretung gemäß § 179 Abs. 4 SGB IX. Die Anmeldung zum Seminar erfolgt weiterhin über das Büro der IG Metall.

Neben den Wochenseminaren managt die Akademie auch Tagesschulungen für gewählte Personen und auch zukünftig für Mitglieder von Wahlvorständen.

5. Dezember 2020 | Internationaler Tag des Ehrenamtes

IG Metall sprach mit Yvonne Krug

Yvonne Krug, stellv. BR-Vorsitzende bei Marelli AL Brotterode

Am 5. Dezember findet der Internationale Tag des Ehrenamtes statt. Mit diesem Gedenk- und Aktionstag wird ehrenamtliches Engagement anerkannt und gefördert. Der Tag wurde 1985 von den Vereinten Nationen beschlossen und fand 1986 erstmals international statt.

Auch viele Metallerinnen und Metaller engagieren sich ehrenamtlich, beispielsweise in der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, als ehrenamtliche Richter/innen oder in den Wirtschaftskammern.

Yvonne Krug engagiert sich als ehrenamtliche Richterin sowohl am Arbeitsgericht in Suhl als auch am Sozialgericht in Gotha. Aus Anlass des Internationalen Tages des Ehrenamtes sprachen wir mit ihr über ihre ehrenamtliche Tätigkeit.

9. November 2020 | Gedenken in Bad Salzungen

Klang der Stolpersteine

Am 9. November wurde an die Verfolgung und Ermordung der Juden seit der Reichspogromnacht 1938, die auch in Bad Salzungen stattgefunden hat, erinnert. Mit der Veranstaltung wollten die Organisatoren des Bündnisses für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit im Wartburgkreis ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus setzen. Sei Jahren unterstützt die IG Metall Suhl-Sonneberg dieses Bündnis im Wartburgkreis.

Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt wurden an fünf Stolperstein-Standorten in Bad Salzungen die Opfer der Judenverfolgung mit Kurzkonzerten der Musikschule des Wartburgkreises geehrt. Mitglieder des Bündnisses für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit stellten Kartons mit Namen der Opfer auf und legten Blumen und Kerzen nieder. Anschließend säuberten sie die eingelassenen Stolpersteine, bis sie wieder gegen das Vergessen erstrahlten.

29. Oktober 2020 | Bilanz zum Ausbildungsjahr 2020/2021

4,31 unbesetzte Ausbildungsstellen je unversorgten Bewerber

Seit Beginn des Ausbildungsjahres 2019/2020 meldeten sich in Thüringen insgesamt 8.820 Bewerber für eine Ausbildungsstelle bei den Arbeitsagenturen zur Vermittlung. Das waren über 1.100 weniger als im Jahr zuvor. Zur selben Zeit meldeten Unternehmen rund 12.200 freie Ausbildungsstellen, rund 1.650 weniger als im Ausbildungsjahr 2018/2019. Auf einen Bewerber kamen damit rein rechnerisch 1,4 Ausbildungsstellen.

Mit 410 Bewerbern, die keinen Ausbildungsplatz fanden, waren es 100 mehr als ein Jahr zuvor. Demgegenüber blieben 1.770 Ausbildungsstellen unbesetzt, gut 700 mehr als im Vorjahr. Auf jeden noch unversorgten Bewerber kommen damit rein rechnerisch gut vier unbesetzte Stellen. Gute Chancen also für diejenigen, die jetzt noch suchen. Regional ist das sehr unterschiedlich, wie nebenstehende Karte ausweist: nur 0,99 unbesetzte Stellen je unversorgten Bewerber in Jena gegenüber 51 unbesetzten Stellen je unversorgten Bewerber in Weimar.

20. September 2020 | IG Metall unterstützt Flüchtlingskinder

Internationaler Kindertag in Suhl

Ein ehrenamtlich unermüdliches Team organisiert regelmäßig Spiel- und Sportnachmittage auf dem Suhler Friedberg für Flüchtlingskinder und Kinder aus Suhl und Umgebung. Die IG Metall Suhl-Sonneberg unterstützte diese solidarische Initiative erneut aus Anlass des Internationalen Kindertages.

Im Zentrum von Suhl fand ein Sport- und Kinderfest statt. Mit einem Bus ermöglichten wir es auch für die Kinder vom Friedberg, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Zuerst wurden die weltweiten Grundrechte für Kinder verlesen. Untermalt mit dem Lied "Kleine weiße Friedenstaube" stiegen die Luftballons in den Himmel. Dann beteiligten sich die Kinder an dem Aufruf von UNICEF, am Internationalen Kindertag Sonnen und andere Bilder überall auf der Welt mit Kreise auf die Straßen zu malen.

Nun konnten sich die Kinder mit der Hüpfburg, Tischtennis, Licht-Schießen, Gewichtheben, Fußball und allen anderen sportlichen Aktivitäten auf dem Platz bei strahlendem Sonnenschein beschäftigen.

1. September 2020 | Antikriegstag

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Seit 1957 wird am 1. September an die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie an die schrecklichen Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert. An jedem 1. September machen auch der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften seitdem deutlich: Die deutschen Gewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Der DGB-Aufruf zum Antikriegstag 2020 steht unter dem Motto: "Nie wieder Krieg! In die Zukunft investieren statt aufrüsten!"

18. August 2020 | Erstmals Gewerkschaftsvertreter entsandt

Behindertenbeirat des Freistaates Thüringen

Karsten Fuchs

Im Zuge der Neuberufung des Behindertenbeirates des Freistaates Thüringen bestand erstmals die Möglichkeit, durch den Deutschen Gewerkschaftsbund DGB einen Vertreter oder eine Vertreterin zu benennen. Nach Abstimmung zwischen den Gewerkschaften in Thüringen wurde Karsten Fuchs vorgeschlagen und inzwischen bestellt.

Im Behindertenbeirat beraten Experten aus der Praxis die Landesregierung in Fragen zu Inklusion bei Bildung, Arbeit, Verkehr, Bauen, Digitalisierung, Corona und vielem mehr für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.

Karsten Fuchs ist freigestellter Betriebsratsvorsitzender bei BCUBE Brotterode, dem Kontraktlogistiker von Automotive Lighting. Im Betrieb sind etwa 220 Beschäftigte.

5. August 2020 | Die IG Metall informiert:

Ehrenamt im Betrieb während Kurzarbeit

Vermehrt erreichen uns Nachfragen, wie mit dem Wahlamt im Betrieb während Kurzarbeit umzugehen ist. Anbei erläutern wir die aktuelle Rechtslage dazu. Aktuell gibt es dazu eine geänderte Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes, welche in unserer Wahrnehmung vielen Arbeitgebern und deren Beraten noch unbekannt zu sein scheint. Zudem konnte diese Entscheidung auch noch nicht Eingang in die Kommentarliteratur zum Betriebsverfassungsgesetz finden. Das wird sicher in den Neuauflagen spätestens erfolgen.

28. Juni 2020 | Netzwerktreffen in Suhl

Frauenpower der IG Metall in Thüringen

Am 26. bis 28. Juni trafen sich IG Metall-Frauen aus fast allen Regionen der IG Metall Thüringens in Suhl zum Erfahrungsaustausch. Bereits seit 2009 findet einmal jährlich ein solches Treffen statt. In diesem Jahr stand es unter dem Motto: Zwischen zwei Landtagswahlen. Der Diskussion mit den Metallerinnen stellte sich die lokale Abgeordnete des Thüringer Landtages, MdL Diana Lehmann (SPD). Es moderierte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser. 

Völlig unerwartet versammelten sich parallel zum Seminar unserer Frauen alle Bundes-Spitzen-Politiker/innen der AfD im gleichen Hotel. Für Arbeitnehmer/innen und Gewerkschafter/innen schließt sich gerade in Thüringen eine Zusammenarbeit mit der AfD unter Führung des Faschisten Höcke aus. Im Wahlprogramm der AfD zur Landtagswahl 2019 ist "Gewerkschaft" nur zweimal enthalten ohne irgendeine inhaltliche Übereinstimmung mit gewerkschaftlichen Zielen und Anforderungen an Politik. Daher beteiligten sich die Metallerinnen am 27. Juni ganz spontan an einer Protest-Demonstration gegen die Versammlung der Bundes-AfD-Spitze in Suhl.

Es ist beeindruckend, wenn die Frauen aus ihrer Gewerkschaftsarbeit in den Regionen berichten. Mit viel Engagement und Verbindlichkeit werden Themen angepackt und umgesetzt. Vielen Dank unseren tollen Frauen!

22. April 2020 | Wie kommen Beschäftigte durch die Corona-Krise?

Besser mit Betriebsrat !

Solange kein Betriebsrat besteht, kann der Arbeitgeber das sogenannte Direktionsrecht allein ausüben. Erst einem gewählten Betriebsrat räumt der Gesetzgeber umfangreiche Mitbestimmung ein. Das betrifft aktuell vielfach die Inanspruchnahme und Ausgestaltung von Kurzarbeit. Kurzarbeit dient der Vermeidung von Kündigungen. Sollten jedoch einzelne Betriebe allein mit Kurzarbeit nicht durch die Krise kommen, wären Personalabbau bis hin zu Verkauf oder Schließung des Betriebes für eine Belegschaft ohne Betriebsrat ein unkalkulierbares Risiko. Und dabei spielt es keine Rolle, ob solche Themen Corona-bedingt oder aus anderen Gründen anstehen. Der weit verbreitete Irrglaube, dass es einen Rechtsanspruch auf Abfindung immer geben würde, könnte dann zu Enttäuschungen führen. Nur ein Betriebsrat kann einen sogenannten Sozialplan verhandeln und abschließen. Gibt es keinen Betriebsrat, ist ein Sozialplan unmöglich.

Habt ihr bisher keinen Betriebsrat? Wählt euch erstmals einen solchen! Wir helfen gern dabei. In allen Betrieben mit mindestens fünf Beschäftigten, von denen drei 18 Jahre oder älter sind und seit sechs Monaten dem Betrieb angehören, finden nach § 1 Betriebsverfassungsgesetz Betriebsratswahlen statt. Das kommt einer gesetzlichen Pflicht für Belegschaften gleich.

14. März 2020 | Konstituierende Delegiertenversammlung in Suhl

Neues "Parlament" der IG Metall nahm Arbeit auf

Alle vier Jahre führt die IG Metall bundesweit Organisationswahlen durch. Anfang 2020 werden die Wahlfunktionen innerhalb der IG Metall neu bestätigt oder besetzt. In Südthüringen fanden im Januar und Februar 2020 zahlreiche Versammlungen zur Wahl der Delegierten für die Delegiertenversammlung statt. Die Delegiertenversammlung ist das „Parlament“ der IG Metall vor Ort. Viermal pro Jahr tritt das höchste beschlussfassende Gremium der IG Metall Suhl-Sonneberg zusammen. Insgesamt entscheiden 65 Delegierten über die strategische, inhaltliche und operative Vorgehensweise der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Die konstituierende Delegiertenversammlung fand am 14. März 2020 in Suhl statt. Es wurden Thomas Steinhäuser als 1. Bevollmächtigter und Kassierer der IG Metall Suhl-Sonneberg und Uwe Laubach als 2. Bevollmächtigter mit jeweils 100 Prozent der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt.

Weiter wurden die Beisitzer/innen in den Ortsvorstand gewählt. Dem Ortsvorstand gehören nun an (im Bild v.l.n.r.): Alexandra Klinzing (PKC Barchfeld), Mike Herm (HFP Bandstahl Bad Salzungen), Thomas Steinhäuser, Karsten Fuchs (BCUBE Brotterode), Uwe Laubach, Regina Elflein (Rentnerin Sonneberg), Lars Sommer (Werkö Gräfinau-Angstedt) und Andre Sommer (Student Schmalkalden). Zudem gehören in den Ortsvorstand (nicht im Bild): Gabriele Dietrich (Rentnerin Sonneberg), Silvia Kleint (MKB Barchfeld), Yvonne Krug (Automotive Lighting Brotterode), Torsten Meier (Automotive Lighting Brotterode), Heiko Müller (Bachmann Gumpelstadt), Thomas Poppe (Winkhaus Meiningen) und Thomas Ritz (Fahrzeugbau Geisa).

8. November 2019 | Curitiba - Brasilien

Ex-Staatspräsident Lula aus Haft entlassen.

Im Rahmen einer Studienreise traf der IG Metall-Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, den Metallgewerkschafter, Politiker und Staatspräsidenten Brasiliens 2003 bis 2010, Luiz Inácio Lula da Silva, in São Paulo.

Lula war einst selbst Vorsitzender einer Metallgewerkschaft in Brasilien. Politische Gegner sorgten in Kumpanei mit einer motivierten Gerichtsbarkeit dafür, dass Lula am 8. April 2018 in der südbrasilianischen Millionenstadt Curitiba inhaftiert wurde. Damit war dem aussichtsreichsten Kandidat für die Präsidentschaftswahl im September 2018 die Kandidatur versperrt. Lula lag bis dahin uneinholbar mit absoluter Stimmenmehrheit in allen Umfragen vorn.

Da die gegen ihn bisher zweifelhaft ergangenen Urteile nicht rechtskräftig sind und nicht alle Rechtsmittel ausgeschöpft werden konnten, musste Lula nun auf freien Fuß entlassen werden. Jubelnd wurde er von Anhängern in Curitiba empfangen. Landes- und weltweit ist die Freude groß.

6.-12. Oktober 2019 | 24. Ordentlicher Gewerkschaftstag der IG Metall in Nürnberg

MITEINANDER FÜR MORGEN


Zwei der 483 Delegierten des 24. Ordentlichen Gewerkschaftstages der IG Metall vertraten die IG Metall Suhl-Sonneberg: Torsten Meier (Automotive Lighting Brotterode) und Thomas Steinhäuser (IG Metall).

Nach einem Rückblick auf die Arbeit der zurückliegenden vier Jahre standen die Wahlen des Vorstandes der IG Metall an. Einer der 36 Vorstandsmitglieder ist aus Thüringen. Bernd Lösche, Betriebsratsvorsitzender bei Opel in Eisenach, wurde für die nächsten vier Jahre in dieser Funktion bestätigt.

810 Anträge wurden beraten und entschieden. Dabei standen auch die sieben Anträge aus Suhl-Sonneberg zur Entscheidung an.

17. April 2019 | IG Metall unterstützt Flüchtlingskinder

давай играем, Abdullah ...

Ein ehrenamtlich unermüdliches Team organisiert regelmäßig Spiel- und Sportnachmittage auf dem Suhler Friedberg für Flüchtlingskinder und Kinder aus Suhl und Umgebung. Die IG Metall Suhl-Sonneberg unterstützt diese solidarische Initiative erneut. Der 1. Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, überbrachte heute Sportbälle für die Kinder.

Dabei lernte er Abdullah (Bild unten) kennen, einen Jungen aus Tschetschenien, der seit einigen Tagen mit seinen Eltern und seinen beiden kleineren Schwestern in der Erstaufnahmestelle in Suhl wohnt. In den nächsten Tagen wird die Familie nach Gießen umziehen. "давай играем" rief Steinhäuser dem Jungen zu, was  "lass uns spielen" bedeutet.

Verlinkungen zum zentralen Internetangebot

www.igmetall.de