17. November 2020 | Metall- und Elektroindustrie

Tarifkommissionen beschließen Forderung

Am 17. November 2020 haben die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in einer gemeinsamen digitalen Sitzung die Tarifforderungen für die anstehende Tarifrunde beschlossen Gefordert wird ein Volumen von 4 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Die IG Metall hat die unterschiedliche wirtschaftliche Situation der Betriebe in ihrer Forderung berücksichtigt. Für die Absicherung und Entwicklung von Einkommen sowie die Sicherung von Beschäftigung will die IG Metall Mitte ein Gesamtvolumen von 4 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten durchsetzen.
Die anstehende Transformation ist eine Herausforderung, der mit einer 4-Tage-Woche vorausschauend begegnet werden soll. Sie bietet notwendige Qualifikationszeit. Zudem erwartet die IG Metall deutliche Signale in Richtung einer 35-Stunden-Woche in Thüringen. Nach 30 Jahren ist es längst überfällig die Ungleichheit zwischen Ost und West zu beseitigen. 

16. Oktober 2020 | Metall- und Elektroindustrie

Tarifkommissionen beraten über Forderung

Am 15. Oktober 2020 haben die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in einer gemeinsamen Sitzung mit den Beratungen über mögliche Forderungen begonnen. Herausforderungen der Transformation, Beschäftigungssicherung sowie Einkommenssteigerungen standen im Mittelpunkt der Debatte.

Am 17. November beschließen die Tarifkommissionen die Tarifforderungen für die anstehende Tarifrunde. Zum Jahresende sind die Tarifverträge kündbar. Weitere Informationen im Flugblatt:

15. Oktober 2020 | Gemeinsamer Appell an Bundesregierung

Ausbildungsförderung verbessern.

Die beiden Tarifpartner in der Metall- und Elektroindustrie auf Bundesebene, die IG Metall und Gesamtmetall, wenden sich an die Bundesregierung zur Ausweitung des Bundesprogramms zur Förderung der Ausbildung.

Angesichts massiver Inanspruchnahme von Kurzarbeit und Unterauslastung von Betrieben soll die Ausbildungsbereitschaft stimuliert und erhalten werden und bleiben. Dafür ist das neue Förderprogramm der Bundesregierung auf Unternehmen bis zu 249 Beschäftigte beschränkt. Das zu ändern, ist Ansatz des aktuellen gemeinsamen Appells, der anbei nachgelesen werden kann:

1. Oktober 2020 | Tariferhöhung in der Leiharbeit

2,2 Prozent mehr Angleichung ab Oktober 2020

Das Tarifergebnis vom 18. Dezember 2019 beinhaltet vier Entgeltsteigerungen in Ostdeutschland mit einer zweiten Stufe ab April 2020:

  • Plus 3,0 Prozent mehr (West: plus 1,9 Prozent) ab April 2020.
  • Plus 2,2 Prozent mehr (West keine Erhöhung) am Oktober 2020.
  • Plus bis zu 7,2 Prozent mehr (West: plus 3,0 Prozent) ab April 2021.
  • Plus 4,1 Prozent mehr (bundesweit einheitlich) ab April 2022.

Diese Erhöhung gilt nur in Ostdeutschland und ist der letzte Zwischenschritt zu bundesweit einheitlichen Tariftabellen. Ab 1. April 2021 ist dann die Angleichung der Tarifbedingungen an Westdeutschland als wichtiger Erfolg für die Beschäftigten der Branche vollzogen. Zusätzlich kommen noch sogenannte Branchenzuschläge dazu. Ziel ist und bleibt es, für die gleiche Arbeit das gleiche Entgelt zu erhalten, unabhängig davon, mit wem der individuelle Arbeitsvertrag besteht.

1. August 2020 | Merkel Unternehmensgruppe Suhl

Plus 3,0 Prozent mehr Entgelt

Der Arbeitgeber der Unternehmensgruppe Merkel in Suhl und die IG Metall schlossen für die etwa 140 Beschäftigten der Betriebe Merkel Jagd- und Sportwaffen sowie C.G. Haenel am 18. März 2019 einen mehrstufigen Haustarifvertrag ab.

Nach bereits zwei pauschalen Einmalzahlung in Höhe von je 300 Euro brutto pro Beschäftigten im März und Juni dieses Jahres, steigen die Tarifentgelte und Ausbildungsvergütungen ab August 2020 um 3,0 Prozent.

Der Tarifvertrag ist erstmals zu Ende Februar 2021 kündbar.

16. Juni | Mahle Filtersysteme Auengrund

Arbeitszeitverkürzung mit Entgeltausgleich

Mahle Filtersysteme in Brattendorf gehört zum Stuttgarter MAHLE Konzern, einem weltweiten Automobilzulieferer. Von den derzeit etwa 70 Beschäftigten ist die überwiegende Mehrzahl in der Entwicklung und Erprobung von Fahrzeug-Pumpen tätig.

Ab Januar 2021 reduziert sich die Wochenarbeitszeit von 40 auf 39 Stunden für das gleichbleibende Monatsentgelt. In zwei weiteren Schritten sinkt die Wochenarbeitszeit auf 38,5 Stunden ab April 2022 und auf final 38 Stunden ab April 2023 bei gleichbleibendem Entgelt. Alle Tariferhöhungen, die während dieser Anpassungsperiode für die Branche vereinbart werden, werden übernommen. Für 2021 bis 2023 erfolgt jedoch eine temporäre Teilkompensation für den Anstieg der Personalkosten, indem das tarifliche Zusatzgeld T-ZUG in Höhe von 27,5 Prozent einer Monatsvergütung pro Kalenderjahr um die Hälfte reduziert wird. Ab 2024 besteht dann auch der T-ZUG-Anspruch wieder ungekürzt.

12. Juni | Filzfabrik Fulda Werk Empfertshausen

Tarifeinigung bis Ende 2020 gelungen

Die Filzfabrik Fulda Werk Empfertshauen ist ein Unternehmen mit knapp 50 Beschäftigten, das Filze und technische Textilien hergestellt.

In der zweiten telefonischen Tarifverhandlung am 29. Mai konnten für die IG Metall-Mitglieder Eckpunkte eines Tarifergebnisses erreicht werden. Wegen Kurzarbeit und unklarer Vorausschau bezüglich Auslastung, Neuaufträgen und wirtschaftlicher Entwicklung, kamen wir mit dem Arbeitgeber überein, einen tarifvertraglichen Zwischenschritt bis Jahresende 2020 zu vereinbaren. Erstmals erhalten Mitglieder der IG Metall damit einen Anspruch auf betriebliche Aufzahlung zum Kurzarbeitergeld der Agentur für Arbeit. Beschäftigte, die einen Anspruch auf 60 Prozent der Nettoentgeltdifferenz als Kurzarbeitergeld der Agentur für Arbeit besitzen, erhalten eine Aufzahlung auf insgesamt 75 Prozent der Nettoentgeltdifferenz. Hingegen erhalten die Beschäftigten, die einen Anspruch auf 67 Prozent der Nettoentgeltdifferenz als Kurzarbeitergeld der Agentur für Arbeit besitzen, erhalten eine Aufzahlung auf insgesamt 80 Prozent der Nettoentgeltdifferenz. Die Neuregelung gilt ab Juni 2020 für längstens sechs Monate.

13. Mai | Tarifabschluss bei HFP Bandstahl Bad Salzungen

Gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Die HFP Bandstahl in Bad Salzungen walzt und schneidet klassische Kaltbänder und beschichtet Metallbänder in verschiedenen Güten mit etwa 260 Beschäftigten. Die IG Metall forderte die Geschäftsleitung zu neuen Tarifverhandlungen auf. In der dritten Verhandlung am 30. April 2020 gelang der Durchbruch durch Verständigung auf Eckpunkte, welche rückwirkend zum 1. April 2020 in Kraft treten.

Konkret wurde vereinbart:

  • Die tariflichen Grundentgelte gelten zunächst bis Ende 2020 weiter.
  • Während der Laufzeit des Tarifvertrages sind betriebsbedingte Beendigungskündigungen von IG Metall-Mitgliedern durch den Arbeitgeber ausgeschlossen. Ausnahmen davon sind nur möglich mit vorheriger, schriftlicher Zustimmung der IG Metall.
  • Ab 2020 gewährt der Arbeitgeber für jeweils den 24. und 31. Dezember je einen halben Tag bezahlte Freistellung. Damit sind für beide Tage insgesamt nur ein Urlaubstag erforderlich.
  • Zur Kinderbetreuung wegen pandemie-bedingter Schließung von Kindergärten oder Schulen können pro Kalenderjahr ab sofort bis zu drei voll bezahlte Tage Sonderfreistellung beansprucht werden. Dieser Tarifanspruch ist mit individuellen Voraussetzungen ausgestaltet wie beispielsweise vorheriger Abbau von Resturlaub aus dem Vorjahr oder Abbau von Stundenguthaben.

26. März | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifabschluss für Thüringen übernommen

Die IG Metall Mitte und der Arbeitgeberverband VMET einigen sich auf die Übernahme des Pilotabschlusses aus Nordrhein-Westfalen. Damit gelten auch für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen Erleichterungen bei der Kinderbetreuung und bei Kurzarbeit.

Finanzielle Einbußen bei Kurzarbeit können durch eine anteilige Auszahlung der jährlichen Sonderzahlung und des zusätzlichen Urlaubsgeldes reduziert werden. Darüber hinaus wird zur Verminderung sozialer Härten insbesondere bei Kurzarbeit in jedem Betrieb ein Solidartopf eingerichtet. Der Betrag, der in diesen Topf eingezahlt wird, errechnet sich aus der Anzahl der Beschäftigten im Betrieb, multipliziert mit 350 Euro. Die konkreten Auszahlungsmodalitäten sollen in den Betrieben zwischen Betriebsräten und Arbeitgebern im Wege einer Betriebsvereinbarung geregelt werden. Nicht verwendete Mittel des Solidartopfes werden an die zum Stichtag 1. Dezember 2020 im Betrieb Beschäftigten zu gleichen Teilen ausgezahlt. Die Tarifverträge können zum 31.12.2020 gekündigt werden.

16. März | Tarifverhandlung Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Absage des ersten Verhandlungstermins in Thüringen

Angesichts der aktuellen Bedrohung durch das Corona-Virus haben sich die IG Metall-Bezirksleitung Mitte und der Verband der Metall- und Elektroindustrie Thüringen e.V. gemeinsam darauf verständigt, die für den 17. März 2020 in Erfurt vorgesehene erste Tarifverhandlung zu verschieben.

Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

20. Februar | Tarifkommission Metall- und Elektroindustrie

Kündigung des Entgelttarifvertrages beschlossen

In ihrer Sitzung in Frankenthal beschloss die Tarifkommission für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen am 20. Februar 2020 die Kündigung des Entgelttarifvertrages.

Die IG Metall Mitte will in den anstehenden Tarifverhandlungen ein tarifvertragliches Zukunftspaket für die Metall- und Elektroindustrie vereinbaren.

Für Thüringen strebt die IG Metall die Angleichung der Arbeits- und Lebensbedingungen an den Westen an. Während in der westdeutschen Metall- und Elektroindustrie seit 1995 die 35-Stunden-Woche gilt, beträgt die Wochen-Arbeitszeit im Osten 38 Stunden bei gleichem Entgelt. Im Dezember 2019 war der Versuch der IG Metall gescheitert, die Angleichung der Arbeitszeiten in Ost und West tarifvertraglich zu vereinbaren.

19. Dezember | Tarifabschluss in der Leiharbeit

12,3 Prozent mehr Geld plus mehr Urlaub plus Gewerkschaftsbonus

In der Leiharbeit verhandelt die IG Metall auf Bundesebene in der DGB-Tarifgemeinschaft gemeinsam mit den Arbeitgeberverbänden iGZ und BZA die Tarifbedingungen. Nach 24 Stunden Verhandlung wurde am 18. Dezember 2019 ein Tarifergebnis in der vierten Verhandlung erreicht. Vom Tarifabschluss profitieren viele Beschäftigte in unserer Region. Ende März 2019, dem letzten Quartalsstichtag der Beschäftigungsstatistik mit gesicherten Angaben, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Leiharbeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Suhl auf etwa 6.700 Beschäftigte, was einem Rückgang um 606 Beschäftigte oder minus 8,3 Prozent zum Vorjahr entsprach. Bundesweit gelten die Tarifverträge für etwa 750.000 Beschäftigte in verschiedenen Branchen.

Die Einzelheiten des Tarifabschlusses können der Tarifinfo entnommen werden, die hier aufgerufen oder abgespeichert werden kann.

11. Dezember | Tarifgespräche für die ostdeutschen Tarifgebiete ohne Ergebnis

Keine Weiterführung der Gespräche mit den Arbeitgebern

Nach einem Verhandlungsprozess seit eineinhalb Jahren und insgesamt elf Verhandlungstagen im Jahr 2019 haben die Tarif- und Verhandlungskommissionen der Metall- und Elektroindustrie der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen beschlossen, den Verhandlungsprozess über die Einführung einer 35-Stundenwoche im Osten nicht weiterzuführen.

Die Arbeitgeber wollen die Schutzfunktion des Tarifvertrages deregulieren und die Verantwortung den Betriebsräten aufbürden, bis hin zum Eingriff in bestehende Entgelttabellen. Der Vorschlag der Arbeitgeber beinhaltet den Angriff auf bestehende Erholungspausen, im Schichtbereich bis hin zur völligen Abschaffung.

Das ist keinerlei Basis für einen anzustrebenden Kompromiss.

4. Dezember | Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie Thüringen

4,4 Prozent mehr Geld in zwei Stufen

Die IG Metall und der Verband der Holzindustrie und Kunststoffverarbeitung Bayern-Thüringen e. V. haben für die Beschäftigten in den Betrieben der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie Thüringen die Steigerung der Löhne und Gehälter ab 1. Januar 2020 um 2,6 Prozent und ab 1. Januar 2021 um weitere 1,8 Prozent vereinbart. Für die Monate Oktober bis Dezember 2019 erhalten die Beschäftigten pauschal 150 Euro, Auszubildende 75 Euro, zahlbar mit der Entgeltabrechnung für Januar 2020. Die Vergütungen der Auszubildenden steigen je nach Ausbildungsjahr überproportional zwischen 7,6 und 11 Prozent.

Die neuen Tarifverträge sind erstmals wieder zum 31. August 2021 kündbar.

23. Oktober | Mindestentgelt in den Elektrohandwerken

Allgemeinverbindlichkeit ab 1. Januar 2020

Den Tarifvertrag über ein Mindestentgelt in den Elektrohandwerken vom 17. Januar 2019 zwischen dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke und der IG Metall wurde am 23. Oktober vom Tarifausschuss des zuständigen Bundesministeriums für allgmeinverbindlich erklärt.

Damit finden die Tarifbestimmungen zwingend auf alle Beschäftigten in tarifgebundenen, aber auch nicht tarifgebundenen Betrieben Anwendung. Demnach beträgt bundeseinheitlich ab 1. Januar 2020 der Bruttostundenlohn mindestens 11,90 Euro. Dieser Mindestlohn steigt danach jährlich auf 12,40 Euro ab Januar 2021, auf 12,90 Euro ab Januar 2022, auf 13,40 Euro ab Januar 2023 und auf 13,95 Euro ab Januar 2024.

5. Juli | Tarifabschluss im Kfz-Gewerbe Thüringen

+5,3 Prozent mehr Geld plus Einmalzahlungen

Die Entgelte im Kfz-Gewerbe in Thüringen werden ab 1. Juli 2019 um 2,7 Prozent erhöht, sowie ab 1. Juli 2020 um weitere 2,6 Prozent. Für die Monate Mai und Juni 2019 erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von insgesamt 150 Euro sowie eine weitere Einmalzahlung von 120 Euro in 2020. Die Auszahlung erfolgt mit den Oktoberabrechnungen des jeweiligen Jahres. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ab 1. August 2019 um 50 Euro in allen Ausbildungsjahren und ab 1. August 2020 um weitere 50 Euro.

Die neuen Tarifverträge sind erstmals zum 31. Mai 2021 kündbar.

27. Juni | Tarifgespräche für die ostdeutschen Tarifgebiete ohne Ergebnis

Arbeitgeber blockieren die Arbeitszeitangleichung

In mehreren Gesprächsrunden zwischen IG Metall und Gesamtmetall wurde durch uns versucht, eine Verständigung zur Angleichung der tarifvertraglichen Wochenarbeitszeit in der Metall- und Elektroindustrie in den neuen Bundesländern auf 35 Stunden zu erreichen. Im Verlauf dieser Gespräche brachten die Arbeitgeber eigene Forderungen ein. Insgesamt hätten die Arbeitgebervorschläge eine Zerschlagung der heutigen Tarifvertragsstruktur bedeutet, was durch die IG Metall nicht akzeptiert werden kann.

Daher wurden durch die IG Metall die Gespräche am 21. Juni in Templin ergebnislos beendet. In der gemeinsamen Sitzung aller ostdeutschen Tarifkommissionen am 25. Juni in Leipzig bestand Einigkeit darüber, dass die Forderungen der Arbeitgeber nicht akzeptiert werden.

7. Juni | Vosseler Umformtechnik Hildburghausen

Plus 2,8 Prozent mehr Geld + 1 Tag Urlaub mehr

Die Vosseler Umformtechnik GmbH in Hildburghausen ist ein Familienbetrieb und produziert mit etwa 90 Beschäftigten vor allem Muttern und Formteile für die Automobilindustrie und den Maschinenbau. Die erstmaligen Tarifverhandlungen wurden im letzten Herbst gestartet. Nachdem diese ins Stocken geraten waren, folgten fast alle Beschäftigten dem Aufruf der IG Metall zum Warnstreik am 18. März. Mitte Mai konnte nun der erste Tarifabschluss erzielt werden.

Wenn die Beschäftigten von Vosseler auf ihre Abrechnung für Mai schauen, können sie sich freuen. Ab Mai erhöhen sich nämlich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 2,8 Prozent. Zugleich gibt es ab diesem Jahr für alle je einen Tag Urlaub mehr. Damit erhalten die Beschäftigten nun 29 Urlaubstage pro Jahr.

Bereits mit dem vorliegenden Verhandlungsergebnis sind die weiteren Schritte vereinbart. Bis Ende September erstellt die Arbeitgeberin Arbeitsplatzbeschreibungen, um die Einführung des Entgeltrahmenabkommens der Metall- und Elektroindustrie Thüringens als Eingruppierungssystem zur Lohnfindung vorzubereiten.

29. Mai | IG Metall-Bezirksleiter Jörg Köhlinger resümiert

Tarifbindung in Thüringen steigt weiter

In der Thüringer Metall- und Elektroindustrie steigt die Zahl der Beschäftigten mit Tarifentgelten. Die Entwicklung in der stärksten Industriebranche in Thüringen verläuft gegen den Trend. Die Zahl der Unternehmen, die an Flächen- sowie Anerkennungs- oder Firmentarifverträge gebunden sind, stieg von 98 im Jahr 2011 auf jetzt etwa 130.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht in anderen Branchen ein wachsendes Problem durch die Flucht von Unternehmen aus den tarifgebundenen Arbeitgeberverbänden. Untersuchungen ergaben, dass branchenübergreifend nur noch 18 Prozent der Thüringer Betriebe tarifgebunden sind.

7. Mai | Automotive Lightng Brotterode

35 Stunden Arbeit pro Woche reicht aus !

Im Rahmen der Aktionswoche für die Arbeitszeitverkürzung in der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen informierte die IG Metall die Beschäftigten beim Schichtwechsel von Automotive Lighting in Brotterode vor dem Betrieb über den Stand der Dinge. Dabei waren die Beschäftigten auch zur Unterschrift auf großen Transparenten aufgerufen.

Inzwischen wurde die Sparte Magneti Marelli, zu welcher auch die Automotive Lighting gehört, von ehemals Fiat-Chryler-Automobile zum 1. Mai 2019 verkauft. Im ersten Schritt hat das keine Auswirkungen für die Werke, auch nicht für Brotterode. Allerdings ist die Frage von Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall an das Management zur Strategie konkret für den Standort Brotterode inklusive einer Klarheit über Auslastung und Folgeaufträge bisher noch unbeantwortet. Hier erwarten wir Klarheit.

6. Mai | Fahrzeugbau Geisa GmbH

35 Stunden Arbeit pro Woche reicht aus !

Für Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte die IG Metall bereits die gleichen Entgelte wie für Beschäftigte beispielsweise in Hessen tarifvertraglich in den letzten Jahren durchsetzen. Allerdings gibt es einen deutlichen Unterschied in der Dauer der dafür erforderlichen Arbeitszeit. Während die Beschäftigten in Thüringen 38 Stunden pro Woche arbeiten müssen, erhalten die hessischen Metallerinnen und Metaller das gleiche Entgelt für lediglich 35 Stunden Arbeitszeit pro Woche.

Dazu führen wir begleitend zu den zentralen Gesprächen für alle ostdeutschen Tarifgebiete mit den Arbeitgeberverbänden der neuen Bundesländer eine Aktionswoche durch. Hier informieren wir die Beschäftigten beim Schichtwechsel vor den Betrieben über den Stand der Dinge. Zugleich rufen wir die Beschäftigten zur Unterschrift auf großen Transparenten auf. Bei der Fahrzeugbau Geisa GmbH gab es am 6. Mai viel Zustimmung für die Arbeitszeitverkürzung.

13. April | Tarifabschluss bei TOPLOG Brotterode

Arbeitszeitverkürzung + Lohnsteigerung + Freistellung

Unterzeichnung der Tarifverträge durch IG Metall-Verhandlungsführer, Thomas Steinhäuser (links), und TOPLOG-Geschäftsführer, Ulrich Chlopczik (rechts)

TOPLOG Brotterode ist mit seinen etwa 220 Beschäftigten ein industrieller Logistik-Dienstleister bei einem Automobilzulieferer in Brotterode. Der 2012 erstmals abgeschlossene Haustarifvertrag wurde von der IG Metall gekündigt. In der fünften Tarifverhandlung am 4. April 2019 konnte ein Tarifergebnis unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die IG Metall-Mitglieder im Betrieb erreicht werden. In der Mitgliederversammlung am 13. April 2019 stimmten die Metallerinnen und Metaller einstimmig zu.

Ab April 2019 erhöhen sich rückwirkend die betrieblichen Entgelte um 2,5 Prozent. Die tarifvertraglich geschuldete Arbeitszeit von heute 40 Wochenstunden reduziert sich ab Januar 2020 auf 39 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich. In einer zweiten Stufe reduziert sich die Arbeitszeit auf 38 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich ab Januar 2021. Alle Tariferhöhungen der Metall- und Elektroindustrie Thüringen werden komplett übernommen, im Jahr 2020 mit einer Verzögerung um sechs Monate und im Jahr 2021 mit einer Verzögerung um drei Monate. Für langjährig Beschäftigte wird nach zehn Jahren im Betrieb 2019 ein zusätzlicher freier bezahlter Tag gewährt. Ab 2020 erhalten Beschäftigte ab zehn Jahren Betriebszugehörigkeit dauerhaft zwei zusätzliche Tage pro Jahr bezahlt frei.

22. März | Merkel Unternehmensgruppe Suhl

Mehr Geld. Mehr Urlaub. Mehr Gerechtigkeit.

Das Tarifergebnis erhöht die Entgelte und Ausbildungsvergütungen zum 1. August 2019 um 3,2 Prozent. In einer zweiten Stufe erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab 1. August 2020 um weitere 3,0 Prozent. Insgesamt entspricht das einer Erhöhung um 6,2 Prozent beziehungsweise um 124 Euro brutto monatlich in der Entgeltgruppe fünf. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten für jeweils Januar bis Juli des Jahres zwei Einmalzahlungen von je 300 Euro, also insgesamt weitere 1.200 Euro. Das Tarifergebnis hat eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2021.

Ab 2019 erhöht sich der Urlaubsanspruch von 27 auf 28 Arbeitstage. Zudem wird die Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) von 40 auf 50 Prozent einer Bruttomonatsvergütung angehoben. Die Hälfte dieser Sonderzahlung wird jedoch auf Basis eines neuen Tarifvertrages zur Leistungsbeurteilung gewährt

18. März | Vosseler Umformtechnik Hildburghausen

Gute Beteiligung beim 1. Warnstreik

Weil die Arbeitgeberin Terminvereinbarungen für die Fortsetzung der Tarifverhandlung verzögert, rief die IG Metall die Beschäftigten heute zum ersten Warnstreik der Betriebsgeschichte auf. Nicht nur die aufgerufenen Beschäftigten der Frühschicht, sondern zusätzlich nahmen auch Beschäftigte der Spät- und Nachtschicht am Warnstreik teil. Steffen Harzer, Mitglied des Thüringer Landtages, überbrachte den Warnstreikenden solidarische Grüße des Ministerpräsidenten und der Landtagsfraktion der Linkspartei. Um Fachkräfte zu halten und freie Stellen mit neuen Fachleuten besetzen zu können, helfen attraktive Arbeits- und Einkommensbedingungen. Daher gestalten wir mit dem Durchsetzen von Tarifbedingungen zugleich Zukunft für die Betriebe und die Region. Angesicht einer sehr niedrigen Arbeitslosigkeit gibt es keinen Grund, länger bescheiden zu sein. Auch die Beschäftigten bei Vosseler leisten täglich gute Arbeit und haben tarifvertraglich abgesicherte Bedingungen verdient. Das haben sie heute morgen eindringlich deutlich gemacht.

12. Februar | Filzfabrik Fulda Werk Empfertshausen

Bis zu 8,8 Prozent mehr Geld plus mehr Urlaub

Warnstreik am 7. Dezember 2018

Am 12. Februar wurde als Verhandlungsergebnis erreicht, dass alle Vollzeitbeschäftigten mit der Abrechnung für März 2019 jeweils 200 Euro brutto Einmalzahlung erhalten. Ab April 2019 steigen die Löhne und Gehälter um 2,5 Prozent, mindestens jedoch um 50 Euro brutto monatlich bei mindestens 10 Euro brutto Stundenlohn. In diesem Jahr wird ein Tag mehr Urlaub gewährt, maximal jedoch 30 Tage Urlaub. Ab dem Jahr 2020 wird ein weiterer, dann zweiter Urlaubstag gewährt, maximal jedoch 30 Urlaubstage im Jahr. Die Laufzeit ist bis März 2020 vereinbart.

Die Mitglieder der IG Metall stimmten dem Verhandlungsergebnis in der Versammlung am 22. Februar zu.

11. Februar | Oerlikon Metco WOKA Barchfeld

Plus 5,0 Prozent mehr Lohn extra

Unterzeichnung des Tarifergebnisses am 30. Januar

In der vierten Verhandlung am 30. Januar unterschrieben IG Metall-Verhandlungsführer, Thomas Steinhäuser, und die beiden Woka-Geschäftsführer, Salvatore Musso und Stefan Malcus (im Bild v.l.n.r.) insgesamt fünf Tarifvereinbarungen. Die IG Metall-Mitglieder nahmen das Tarifpaket durch einstimmiges Votum in der Mitgliederversammlung am 11. Februar an.

Ab August diesen Jahres wird die betriebliche Entgelttabelle um zusätzliche fünf Prozent auf 100 Prozent der Metall- und Elektroindustrie Thüringens (MuE) angehoben. Ab 2020 werden alle Tarifsteigerungen und Einmalzahlungen aus zukünftigen Tarifabschlüssen der MuE komplett übernommen. Zusätzlich werden ab 2021 der Tarifvertrag T-ZUG (A), eine Einmalzahlung von 27,5 Prozent einer Bruttomonatsvergütung, und ab 2022 der T-ZUG (B), eine Einmalzahlung von 12,3 Prozent der Entgeltgruppe 5, eingeführt.

Januar | Arbeitnehmerüberlassung

Drei Tariferhöhungen in 2019

Aus dem Tarifabschluss von November 2016 werden die Grundentgelte Ost in drei Stufen plus zwei Anpassungsstufen um 13,6 Prozent (Entgeltgruppe 1) erhöht. Von 8,50 Euro je Stunde Ende 2016 in der Entgeltgruppen 1 gilt ab Oktober 2019 ein Stundenentgelt von 9,66 Euro.

Jetzt erfolgt ab Januar 2019 eine Erhöhung der Stundenentgelte im Osten in den Entgeltgruppen 1 und 2 um 22 beziehungsweise 36 Cent. Ab 1. April werden die Tarifentgelte um 3,0 Prozent in West und um 3,5 Prozent in Ost erhöht. Ab Oktober 2019 werden die Stundenentgelte der Entgeltgruppen 1 und 2 in Ost und West um jeweils weitere 17 Cent erhöht.

 Parallel zu den Entgeltsteigerungen Ost und West wurde vereinbart, dass (spätestens) ab April 2021 die Tariftabellen West bundesweit einheitlich angewendet werden. Damit konnte eine lange Forderung der Gewerkschaften jetzt endlich tarifvertraglich normiert werden.

24. Januar | Tarifexplosion bei Leica Biosystems Eisfeld

Plus 19,7 Prozent mehr Grundvergütung

Leica ist ein weltweit tätiger Mischkonzern der US-amerikanischen Danaher-Gruppe. Gegenstand der Leica Biosystems Deutschland GmbH in Eisfeld ist die Entwicklung, Produktion und Verpackung von Klingen für die Medizintechnik. Die Konzernzentrale hatte Anfang 2018 entschieden, die Produktion am größten deutschen Standort in Nussloch bei Heidelberg zu bündeln.

Ab Januar 2019 erhöhen sich die Grundvergütungen in Eisfeld um 19,7 Prozent. Das sind auf einen Schlag 449 Euro jeden Monat mehr für Facharbeiter in der Entgeltgruppe 5. Im Juli 2019 wird eine zusätzliche Einmalzahlung von 400 Euro brutto gewährt. Auch im Juli werden 27,5 Prozent einer Monatsvergütung fällig.

21. Januar | Filzfabrik Fulda Werk Empfertshausen

Tarifverhandlungen fortgesetzt

Direkt im Anschluss an den Warnstreik am 7. Dezember 2018 gelang die Terminabstimmung mit dem Arbeitgeber zur Fortsetzung der Tarifverhandlungen. Die zweite Tarifverhandlung fand heute am 21. Januar 2019 statt. Ziel der Verhandlungen ist die Heranführung der betrieblichen Arbeits- und Einkommensbedingungen an die Regelungen aus den Tarifverträgen der Textilindustrie Ost. Im Fokus stehen dabei die Steigerung der Löhne und Gehälter sowie die Erhöhung des Urlaubsanspruchs. Bisher besteht Anspruch auf lediglich 24 Arbeitstage Urlaub im Jahr.

Grundsätzlich hat der Arbeitgeber heute seine Bereitschaft erklärt, die Löhne und Gehälter in Empfertshausen zu erhöhen. Wir haben uns jetzt zur dritten Verhandlung auf den 12. Februar 2019 vertagt, weil der Arbeitgeber um Unterbrechung für die Berechnung möglicher Auswirkungen verschiedener Tarifkonstellationen gebeten hat.

1. Januar | Tarifsteigerung bei Glen Dimplex EIO Sonneberg

Dreimal mehr Geld in 2019

Vereinbart ist eine Einmalzahlung von 400 Euro brutto im Januar 2019. Ab April 2019 erhöhen sich die Löhne und Gehälter um 4,3 Prozent. Schließlich erhalten nur die Mitglieder der IG Metall Mitte 2019 einen Sonderbonus in Form einer Erholungsbeihilfe von 156 Euro. Andere Beschäftigte erhalten das nicht.

Ab 2020 wird der neue Tarifvertrag zum tariflichen Zusatzgeld aus der Metall- und Elektroindustrie Thüringens vollumfänglich übernommen inklusive der Option, die darin enthaltenen Lohnbestandteile individuell in zusätzliche freie Tage bei Schichtarbeit, Pflege von Angehörigen oder Kindererziehung umzuwandeln.

1. Januar | Tarifsteigerung bei Maier Präzisionstechnik Hildburghausen

Plus 2,5 Prozent ab Januar 2019

Am 1. Januar 2019 erhöhen sich die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen in der Maier Präzisionstechnik Hildburghausen um weitere 2,5 Prozent. Das ergibt sich aus dem Tarifabschluss von Mai 2018.

Die betriebliche Lohnuntergrenze als niedrigsten Verdienst für einfachste Tätigkeiten wurde auf 11,80 Euro brutto je Stunde angehoben. Zugleich wurde vereinbart, bis Mitte 2019 ein neues betriebliches Lohn- und Gehaltssystem auf Basis bis dahin zu erstellender Arbeitsplatzbeschreibungen zu entwickeln, welches die veränderten Anforderungen an die Tätigkeiten im Betrieb abbilden soll.

7. Dezember | Historisches Ereignis in Empfertshausen

1. Warnstreik in der Filzfabrik Fulda, Werk Empfertshausen

Fast alle Beschäftigten beteiligten sich nach Aufruf der IG Metall am 1. Warnstreik im Werk in Empfertshausen. Dieser Warnstreik war nötig, weil der Arbeitgeber nach der ersten Tarifverhandlung am 9. November weitere Verhandlungen bisher ablehnt. Für den 7. Dezember war ein weiterer Verhandlungstermin beabsichtigt. Wenn aber der Arbeitgeber den Verhandlungswillen der Beschäftigten mit ihrer IG Metall nicht aufgreift, verstärken wir gemeinsam den Druck.

Unser Ziel der Verhandlungen ist die Heranführung der betrieblichen Arbeits- und Einkommensbedingungen an die Regelungen aus den Tarifverträgen der Textilindustrie Ost. Neben Entgelt und Sonderzahlungen finden wir auch 24 Urlaubstage für viele Beschäftigte zu wenig angesichts 30 Urlaubstagen nach Tarifvertrag.

Die Filzfabrik Fulda Werk Empfertshauen (vormals LaurinTec) ist ein Unternehmen der Wirth Gruppe Fulda. Es werden mit etwa 50 Beschäftigten Filze und technische Textilien hergestellt.

16. November | Tarifabschluss bei IDAM in Suhl

Weitere 3,32 Prozent mehr plus 650 Euro Einmalzahlung

Nach bereits ab Juli gewährten 94 Euro brutto je Monat mehr für Vollzeitbeschäftigte, gibt es jetzt noch einmal deutlich mehr Geld für die Beschäftigten und Auszubildenden. Damit steigt das Jahreseinkommen um über 1.200 Euro brutto. Andererseits ist die Modernisierung des Lohnsystems auf den Weg gebracht.

Mit der Abrechnung für Dezember 2018 erhalten Vollzeitbeschäftigte eine Einmalzahlung von 650 Euro brutto, Auszubildende 333 Euro brutto. Ab April 2019 werden die monatlichen Basisvergütungen um 3,32 Prozent erhöht. Auszubildende werden ab April 2019 auf 86 Prozent der Ausbildungsvergütungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen angehoben. Die Laufzeit des Verhandlungsergebnisses gilt bis Ende März 2020. Die Parteien haben eine Erklärungsfrist bis 3. Dezember 2018 vereinbart.

Die IDAM INA - Drives & Mechatronics AG & Co. KG ist ein Unternehmen der Schaeffler-Gruppe in Suhl. Mit etwa 140 Beschäftigten werden vor allem lineare und rotative Motoren sowie die zugehörigen Elektronikbaugruppen entwickelt und produziert.

21. September | Attraktiver für Fachkräfte

Tarifabschluss bei Versbach Metallbau in Walldorf

Mitte 2017 nahmen Geschäftsleitung und IG Metall Tarifverhandlungen auf. Nun wurden am 21. September in Walldorf vier Haustarifverträge unterzeichnet.

Alle Arbeitsplätze wurden erstmals eingruppiert. Durch Ungleichheiten in der Vergütung aus der betrieblichen Vergangenheit werden aktuell teils sehr unterschiedliche Entgelte für vergleichbare Tätigkeiten gezahlt. Deswegen werden zum 1. November 2018 die Grundentgelte um im Durchschnitt zehn Prozent erhöht. Allerdings in ungleicher Verteilung. Damit erhält niemand weniger als 35 Euro brutto im Monat mehr. Die Beschäftigten, die besonders geringe Entgelte bisher haben, erhalten zum Ausgleich dieses Nachteils bis zu maximal 260 Euro brutto im Monat mehr. Zusätzlich erhöht sich das Volumen der betrieblichen Leistungszulage von sieben Prozent der Bruttolohnsumme auf zehn Prozent. Eine zweite Erhöhung der Grundentgelte um im Durchschnitt 6,8 Prozent ist ab Januar 2020 fällig, mit einer individuellen Berücksichtigung zwischen 35 und 260 Euro brutto im Monat. Zusätzlich wird ein flexibles Arbeitszeitkonto eingeführt. Die Laufzeit der Vereinbarung ist für zwei Jahre bis Ende 2020.

17. September | Gemeinsame Erklärung von IG Metall und VMET e.V. Thüringen

Gegen Rassismus und Gewalt, für Menschenwürde und Solidarität in Betrieben und Gesellschaft

Arbeitgeber und Gewerkschaft der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen sprechen sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen rassistische Hetze und rechtsextreme Gewalt aus. Sie setzen sich für Solidarität und Menschlichkeit in Betrieben und Gesellschaft ein.

Die gemeinsame Erklärung des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen VMET e.V. und der IG Metall im Bezirk Mitte kann hier im kompletten Wortlaut eingesehen werden:

4. Juni | Maier Hildburghausen Präzisionstechnik

Plus 6 Prozent mehr Geld in zwei Schritten

Die Maier Präzisionstechnik GmbH & Co. KG in Hildburghausen stellt Metalldrehteile für die Automobilindustrie sowie den Maschinen- und Nutzfahrzeugbau her. Die Mehrzahl der etwa 100 Beschäftigten hatte sich gewerkschaftlich organisiert und strebte eine Tarifbindung an. Am 6. Juli 2017 fand im Betrieb ein erstes Sondierungsgespräch zur Vorbereitung der Tarifverhandlungen zwischen dem Arbeitgeber und der IG Metall Suhl-Sonneberg statt. Nach mehreren Verhandlungsrunden wurden am 4. Juni 2018 zwei Verhandlungsergebnisse unterzeichnet.

Einmal wurde ein Verhandlungsergebnis mit einer Steigerung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um insgesamt 6 Prozent in zwei Stufen, plus 3,5 Prozent rückwirkend ab Mai 2018 und plus weitere 2,5 Prozent ab Januar 2019 bei einer Laufzeit bis Ende April 2020 vereinbart. Die betriebliche Lohnuntergrenze wurde auf 11,80 Euro brutto je Stunde angehoben. Zugleich wurde vereinbart, bis Mitte 2019 ein neues betriebliches Lohn- und Gehaltssystem auf Basis bis dahin zu erstellender Arbeitsplatzbeschreibungen zu entwickeln, welches die veränderten Anforderungen an die Tätigkeiten im Betrieb abbilden soll.

In einem zweiten Verhandlungsergebnis ermöglichen die Vertragsparteien die Beschäftigung im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung von bis zu maximal ununterbrochen 30 Monaten. Während dieser Beschäftigungsdauer finden die Tarifbestimmungen für die Arbeitnehmerüberlassung plus die in der Metallbranche geltenden Branchenzuschläge Anwendung.

3. Mai | Maier Präzisionstechnik Hildburghausen

Gute Beteiligung beim ersten Warnstreik

Die Maier Präzisionstechnik in Hildburghausen stellt Metalldrehteile für die Automobilindustrie sowie den Maschinen- und Nutzfahrzeugbau her. Die Mehrzahl der etwa 100 Beschäftigten hat sich gewerkschaftlich organisiert und strebt Tarifbindung an.

Ziel der Verhandlungen ist die Heranführung der betrieblichen Arbeits- und Einkommensbedingungen an die Regelungen aus den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie Thüringens. Zur Unterstützung der Verhandlungen fand am 3. Mai ein erster Warnstreik statt. Nun ist der Arbeitgeber aufgerufen, seine Weigerung zu einem Tarifabschluss aufzugeben.

Die für heute vereinbarte nächste Tarifverhandlung musste wegen plötzlicher Erkrankung des Arbeitgebers ausfallen. Die IG Metall schlug inzwischen neue Termine für die Fortsetzung der Verhandlungen vor.

1. April | Nächste Stufe aus Tarifabschluss 2016 wird wirksam

Plus 4,0 Prozent ab 1. April in der Arbeitnehmerüberlassung

Zum 1. April erfolgt die nächste Erhöhung um 2,8 Prozent in West und um 4,0 Prozent in Ost. Damit erreicht das Grundentgelt (Entgeltgruppe 1) nun 9,27 Euro brutto je Stunde in Ostdeutschland. Im Jahr 2019 erfolgen zum 1. Januar, zum 1. April und zum 1. Oktober drei weitere Erhöhungen der Ost-Tabellen. Ab Oktober 2019 werden dann 9,66 Euro je Stunde in der Entgeltgruppe 1 Ost erreicht.

Hinzu kommen in Metallbetrieben die Branchenzuschläge ab der sechsten Woche im Einsatz. Diese Branchenzuschläge gelten in allen Metallbetrieben, so auch in denen, in denen für die Stammbeschäftigten kein Tarifvertrag Anwendung findet. Allerdings wurden viele Beschäftigte der Arbeitnehmerüberlassung in den Einsatzbetrieben inzwischen auch fest übernommen. Und durch die Erhöhungen der Metalltarife auch ab 1. April um 4,3 Prozent schaffen wir deutlich mehr Kaufkraft in der Region. Zugleich erhöhen steigende Bruttoeinkommen auch die Einnahmen der Sozialversicherungen. Das schafft finanziellen Spielraum für zukünftige Rentensteigerungen oder Leistungsverbesserungen.

27. März | TKF Thüringer Kugellagerfabrik Zella-Mehlis

Zeitgemäßer Tarifabschluss: Investition auch in die Belegschaft

Die TKF – Thüringer Kugellagerfabrik in Zella-Mehlis ist ein Betrieb der Metallindustrie mit knapp 40 Beschäftigten. Es werden hauptsächlich Wälzlager, dabei speziell Rillenkugellager, Schrägkugellager und Kegelrollenlager hergestellt. Im Betrieb sind hochspezialisierte Fachleute beschäftigt, die teilweise über langjährige Erfahrung verfügen. Nach Änderungen in der Eigentümerstruktur und bei der Geschäftsführung im letzten Jahr stellt sich der Betrieb neu auf.

Nach drei Verhandlungen wurde heute ein Verhandlungsergebnis für einen neuen Haustarifvertrag unterzeichnet. Für die Beschäftigten erfolgten in den vergangenen Monaten verhandlungsbegleitend teils kräftige Lohnanpassungen von bis zu zwei Euro brutto pro Stunde. Im Haustarifvertrag sind in diesem Jahr ein Tag Urlaub mehr sowie ab 2019 ein weiterer Urlaubstag mehr geregelt. Neu geregelt wird die Vergütung für Mehrarbeit mit einem Zuschlag von 25 Prozent je Stunde sowie einem neuen Standardbonus von 40 Euro für Sonderschichten. Zugleich wurde ein Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für die Laufzeit des Tarifvertrages vereinbart. Der Hautarifvertrag tritt am 1. April 2018 in Kraft und wirkt auf unbestimmte Zeit.

1. März | Tariferhöhung Textile Dienste Ost

Weitere 1,8 Prozent mehr Entgelt

Neben den Metallbranchen sowie im Bereich Holz und Kunststoff ist die IG Metall auch die Tarifvertragspartei in den textilen Bereichen. Dazu zählen auch die Textilen Dienste. Hierbei handelt es sich um Dienstleistungsunternehmen einschließlich verbundener Unternehmen und Betriebe, die kundeneigene und/oder Leasing-Textilien zur Verfügung stellen und wieder aufbereiten. Vor allem sind das Wäschereien im Objektkundengeschäft, was das Beschaffen, Liefern, Reinigen oder Austauschen von insbesondere Hotel-, Klinik- oder Gastronomiewäsche oder Berufsbekleidung betrifft. Tarifverträge werden in diesem Bereich entweder für die alten oder die neuen Bundesländer abgeschlossen. Thüringen zählt zum Tarifgebiet der neuen Bundesländer.

Nach vier Einmalzahlung in Höhe von zusammen 216 Euro brutto, für Auszubildende 92 Euro brutto, plus eine Steigerung der Monatsentgelte um 2,4 Prozent ab März 2017 erfolgt nun die letzte Stufe der Tarifanpassung aus dem Tarifergebnis für die Textilen Dienste in den neuen Bundesländern vom 1. Juli 2016. Ab 1. März 2018 steigen die Tariflöhne und –gehälter um 1,8 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ab März 2018 um jeweils 18 Euro brutto je Ausbildungsjahr. Weiter erhöht sich das zusätzliche Urlaubsgeld im Jahr 2018 auf 288 Euro brutto. Die tarifliche Wochenarbeitszeit beträgt 38 Stunden. Es besteht Anspruch auf 30 Arbeitstage Urlaub im Jahr ab dem zweiten Beschäftigungsjahr.

14. Februar | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifabschluss in 4. Verhandlung gelungen

In der vierten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen wurde heute Übernahme des aus Baden-Württemberg vorgelegten Tarifergebnisses intensiv verhandelt und schließlich vereinbart. Das bedeutet eine Steigerung der Tariftabellen ab April 2018 um 4,3 Prozent. Weiter gibt es zwei Einmalzahlungen von 100 Euro brutto im März 2018 und 400 Euro brutto im Juli 2019. Darüber hinaus wird ab 2019 einmal im Jahr ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent einer Bruttomonatsvergütung gewährt. Beschäftigte, die Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder in Schichten arbeiten, können wählen, ob sie statt des tariflichen Zusatzgeldes acht freie Tage in Anspruch nehmen wollen.