23. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

IG Metall und Arbeitgeber unterzeichnen Tarifvertrag

Die IG Metall Mitte und die Arbeitgeber in Thüringen haben sich auf die Übernahme des Baden-Württembergischen Pilotabschlusses für die Metall- und Elektroindustrie geeinigt. Beide Seiten unterzeichneten am 23. November den Tarifvertrag. Damit werden auch in Thüringen die Entgelte in zwei Schritten erhöht: Zunächst um 5,2 Prozent im Juni 2023 und in einem weiteren Schritt um 3,3 Prozent ab Mai 2024. Die steuerfreie Inflationsprämie in Höhe von insgesamt 3.000 Euro wird in zwei Schritten ausgezahlt. Davon profitieren rund 20.000 Beschäftigte. Der Tarifvertrag läuft bis zum 30. September 2024.  

An den Warnstreikaktionen in Mitte hatten seit Ende Oktober über 140.000 Beschäftigte teilgenommen. Allein in Thüringen engagierten sich mehr als 8.000 Beschäftigte für eine Entgelterhöhung. Bundesweit nahmen an den Warnstreiks rund 900.000 Beschäftigte teil.

23. November 2022 | MIWE Meiningen Michael Wenz GmbH

Klares Signal an den Arbeitgeber

Für die etwa 130 Beschäftigten der MIWE Meiningen Michael Wenz GmbH erzwang die IG Metall Suhl-Sonneberg mit einem ersten Warnstreik im April die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Die jüngste Tarifverhandlung am 21. November 2022 brach die betriebliche Tarifkommission der IG Metall nach wenigen Minuten die Tarifverhandlung ab. Der Arbeitgeber sieht keinen, aus unserer Sicht dringend erforderlichen Bedarf, sich durch einen Arbeitgeberverband in solchen Fragen beraten zu lassen. Dazu informierten wir heute beim verhandlungsbegleitenden Warnstreik die Beschäftigten. Es besteht eine hohe Erwartung, nach Monaten des Verhandelns endlich zu einem Tarifabschluss zu kommen. Wir haben nun vereinbart, einen erneuten Verhandlungsversuch mit dem Arbeitgeber zu starten.

Zum Warnstreik waren alle etwa 60 Beschäftigten der Frühschicht ab fünf Uhr für zwei Stunden zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Fast alle aufgerufenen Beschäftigten beteiligten sich an der Kundgebung vor dem Betrieb. 

18. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Pilotabschluss in Baden-Württemberg vereinbart

Die Tarifvertragsparteien in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie haben sich nach einem 11-stündigen Verhandlungsmarathon in der Nacht von Donnerstag auf Freitag auf einen Pilotabschluss geeinigt. Demnach steigen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen für die rund 1 Million Beschäftigten ab 1. Juni 2023 um 5,2 Prozent, ab dem 1. Mai 2024 um weitere 3,3 Prozent. Zudem erhalten die Beschäftigten eine steuerfreie Inflationsprämie in Höhe von 3.000 Euro. Diese wird in zwei Schritten ausbezahlt, 1.500 Euro spätestens im Februar 2023, weitere 1.500 Euro spätestens im Februar 2024, für Auszubildende jeweils 550 Euro. Weitere Anpassungen gibt es auch beim Tariflichen Zusatzgeld und beim Transformationsgeld. Der Tarifvertrag läuft bis zum 30. September 2024.

Machtvolle Warnstreikaktionen bundesweit, aber auch in Thüringen, trugen zur Tariflösung bei. Jetzt geht es um die Übernahme des Pilotabschlusses auch für Thüringen.

16. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Zentrale Warnstreikkundgebung in Eisenach

Die IG Metall fordert für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie 8,0 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate. Der Entgelttarifvertrag wurde zum 30. September 2022 fristgerecht gekündigt. In den ersten drei Verhandlungen mit dem Verband der Metall- und Elektroindustrie Thüringen gab es kein Ergebnis.

Beschäftigte von Bosch Eisenach, BMW Krauthausen, Benteler Eisenach, Opel Eisenach, Marelli Automotive Lighting Brotterode und Fahrzeugbau Geisa rief die IG Metall am 16. November 2022 zum zentralen Warnstreik auf. Mit Bussen kamen die Warnstreikenden zur zentralen Kundgebung auf dem Theaterplatz in Eisenach. Die Stimmung war selbstbewusst und kämpferisch.

Jetzt müssen sich die Arbeitgeber endlich bewegen.

11. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Erster Warnstreik der Unternehmensgeschichte bei Sandvik

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 11. November erstmals in der Unternehmensgeschichte die Beschäftigten von Sandvik Tooling Supply in Wernshausen / Schmalkalden zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angbot zu unserer Forderung vor.

Für die beteiligten Beschäftigten der Frühschicht ab 5.30 Uhr für eine Stunde war das eine ungewohnte Erfahrung.Klar ist, die Arbeitgeber müssen sich in den weiteren Verhandlungen bewegen.

3. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Erster Warnstreik bei Fahrzeugbau Geisa

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 3. November die Beschäftigten von Fahrzeugbau Geisa zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angbot zu unserer Forderung vor.

Etwa 70 Beschäftigte der Frühschicht legten für 90 Minuten die Arbeit nieder.

1. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Erste Warnstreiks bei Marelli Automotive Lighting in Brotterode

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 1. November die Beschäftigten von Marelli Automotive Lighting zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angbot zu unserer Forderung vor.

Etwa 300 Beschäftigte der Frühschicht legten für zwei Stunden die Arbeit nieder. Trotz teilweise Nieselregen war die Stimmung entschlossen und kämpferisch. Auch etwa 200 Beschäftigte der Spätschicht legten für zwei Stunden die Arbeit nieder. Da schien dann die Sonne angenehm warm für Anfang November.

28. Oktober 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Erneut kein Angebot der Arbeitgeber zu unserer Forderung

Auch in der dritten Tarifverhandlung am 28. Oktober 2022 in Jena legten die Arbeitgeber kein Angebot zur Forderung der IG Metall nach 8 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung vor. Begleitend zur Tarifverhandlung fanden in zahlreichen Betrieben in Thüringen Aktionen statt. So beispielsweise auch bei Marelli Automotive Lighting in Brotterode.

Damit stehen die Zeichen auf Warnstreiks. Offensichtlich unterschätzen die Arbeitgeber die Ernsthaftigkeit unserer Forderung und die Entschlossenheit der IG Metall, also der Beschäftigten in den Betrieben. Der noch reichlich unkonkrete "Vorschlag" der Arbeitgeber, eine Einmalzahlung von 3.000 Euro bei einer Laufzeit von 30 Monaten anzubieten, geht an unserer Forderung komplett vorbei.

28. Oktober 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

3. Verhandlung in Thüringen

Kurz vor Ende der bundesweiten Friedenspflicht findet am 28. Oktober die dritte Verhandlungsrunde für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen statt. In den zurückliegenden beiden Verhandlungen kam es zu keiner Einigung.

Beschäftigte der Marelli Automotive Lighting in Brotterode demonstrieren am 28. Oktober im Betrieb ihre Bereitschaft, die Forderung der IG Metall nach 8 Prozent mehr Entgelte und Ausbildungsvergütungen nach Ende der Friedenspflicht auch mit Arbeitskampfaktivitäten zu unterstützen.

Bundesweit und auch in Südthüringen ist plakatiert: Tariferhöhung jetzt!

4. Oktober 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Kein Angebot der Arbeitgeber

Rund 200 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie Thüringens haben unmittelbar vor der zweiten Tarifverhandlung ihrer Forderung nach mehr Geld Nachdruck verliehen. Es beteiligten sich beispielsweise Beschäftigte von Opel Eisenach, Schuler Pressen, Siemens Energy sowie BorgWarner, Bosch, Hydrema, Thales Transportation, Musashi, Kaeser und Zeiss Jena.

Der Appell an die Arbeitgeber blieb ungehört. Die Verbandsvertreter Thüringens versteckten sich in der Verhandlung erneut hinter nichtssagenden Textbausteinen von Gesamtmetall und machten kein Angebot.

1. Oktober 2022 | Textilindustrie Ost

4,1 Prozent mehr Entgelt ab Oktober 2022

Nach Einmalzahlungen von 200 Euro brutto im Mai 2022 plus weitere 120 Euro brutto im August 2022 erhöhen sich ab 1. Oktober 2022 die Entgelte um 4,1 Prozent, gefolgt von einer zweiten Stufe ab 1. Oktober 2023 um weitere 1,5 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich jeweils zum 1. August eines Jahres. Die Jahressonderzahlung von bisher 60 Prozent einer Monatsvergütung steigt ab 2023 auf 75 Prozent einer Monatsvergütung. Weiter erhöht sich das zusätzliche Urlaubsgeld von bisher 675 Euro brutto auf 690 Euro brutto in 2022 und auf 720 Euro brutto ab 2023. Unverändert werden die Bestimmungen zur Altersteilzeit fortgeführt. Die Laufzeit beträgt bis zum 30. April 2022.

27. September 2022 | Meteor Umformtechnik Zella-Mehlis

Plus 5,0 Prozent ab Juli 2022

Für die Meteor Umformtechnik GmbH & Co. KG in Zella-Mehlis befindet sich die IG Metall in Verhandlungen zur Einführung eines neuen Entgeltsystems. Der Betrieb mit etwa 115 Beschäftigten ist eines der führenden Unternehmen in der Feinschneidtechnik, die ihren Schwerpunkt in der Automotive-Industrie hat.  

Aktuell werden alle Arbeitsplätze im Betrieb erfasst und analog des Entgeltrahmenabkommens der Metall- und Elektroindustrie Thüringens eingruppiert. Da diese Abstimmung nicht bis Mitte des Jahres gelang, haben sich Arbeitgeber und IG Metall nun auf eine tarifvertragliche Zwischenlösung verständigt. Rückwirkend ab Juli 2022 erhalten alle Beschäftigten und Auszubildenden 5,0 Prozent mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung. Ab 1. Oktober 2022 gilt ein betriebsspezifischer Mindestlohn von 12,43 Euro brutto je Stunde. Die Verhandlungen zum neuen, einheitlichen Entgeltsystem sollen bis Jahresende abgeschlossen werden, um zum 1. Januar 2023 einzuführen.

19. September 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Arbeitgeber blockieren Fahrradleasing

Die Details zum Tarifvertrag waren bereits besprochen, ein abgestimmter Text lag vor und unsere Tarifkommission hatte dem Plan zugestimmt.

Jetzt hat der Arbeitgeberverband für die Thüringer Metall- und Elektroindustrie
einen Rückzieher gemacht! Nach ihrem Willen soll es keinen Flächentarifvertrag zum Fahrradleasing in Thüringen geben.

14. September 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Erste Tarifverhandlung ohne Ergebnis

Die IG Metall Mitte und der Arbeitgeberverband für die Metall- und Elektroindustrie Thüringens haben die Tarifverhandlungen für die rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen aufgenommen. Die erste Tarifverhandlung fand am 14. September in Eisenach statt. Jörg Köhlinger, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall Mitte, beschrieb die Verhandlungssituation als ein erstes Abtasten. „Wir haben die Forderung von 8 Prozent mehr Geld für 12 Monate ausführlich begründet und mussten leider feststellen, dass die Arbeitgeber den Verzicht predigen anstatt zügig konstruktiv verhandeln zu wollen.“

Ein Ergebnis konnte nicht erzielt werden. Nach der etwa zweistündigen Verhandlung wurde auf den 4. Oktober 2022 zur zweiten Verhandlung vertagt.

2. September 2022 | Merkel Unternehmensgruppe Suhl

Plus 2,5 Prozent mehr Entgelt ab September plus freie Tage

Die Beschäftigten der Merkel Unternehmensgruppe in Suhl und die IG Metall forderten den Arbeitgeber Ende 2020 zu Verhandlungen über die Weiterentwicklung der tarifvertraglichen Bedingungen für die Betriebe Merkel Jagd- und Sportwaffen und C.G. Haenel in Suhl auf. Die etwa 120 Beschäftigten der beiden Suhler Betriebe produzieren hochwertige Jagd- und Sportwaffen. Zusätzlich beliefert die Unternehmensgruppe auch Aufträge für die Landesverteidigung.

Nach zwei pauschalen Einmalzahlungen von jeweils 200 Euro für Vollzeitbeschäftigte im März und Juni 2021, erhöhten sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen in einem ersten Schritt um 1,5 Prozent ab September 2021. In einer zweiten Stufe erhöhen sich Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab 1. September 2022 um weitere 2,5 Prozent. Insgesamt entspricht das einer Erhöhung um 4,0 Prozent beziehungsweise um 85 Euro brutto monatlich für Facharbeit in der Entgeltgruppe fünf. Zusätzlich erhielten die Beschäftigten für die erste Jahreshälfte 2022 zwei Einmalzahlungen von je 300 Euro mit den Abrechnungen für März und Juni, für Auszubildende die Hälfte. Das sind damit insgesamt weitere 1.000 Euro Einmalzahlung pro Beschäftigten, für Auszubildende die Hälfte. Für den 24. Dezember und den 31. Dezember eines Jahres sind ab 2021 nur noch jeweils ein halber Tag Urlaub erforderlich. Damit gewinnen die Beschäftigten einen Tag Urlaub mehr zur freien Verfügung im Jahr. Ab 2022 erhöht sich der Urlaubsanspruch insgesamt von vorher 28 Arbeitstagen auf nun 30 Arbeitstage pro Jahr. Das Tarifergebnis hat eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2023.

22. August 2022 | Neues Entgeltsystem bei Schaeffler Suhl

345 Euro brutto Einmalzahlung für alle

Die IG Metall befindet sich mit Schaeffler Industrial Drives AG & Co. KG Suhl in Tarifverhandlungen zur Einführung eines neuen Entgeltsystems für die etwa 150 Beschäftigten. Vereinbart wurde die Einführung des neuen Entgeltsystems ab 1. November 2021 bis spätestens 30. April 2024 in mehreren Schritten. Mit dem ersten Einführungsschritt am 1. November 2021 war eine Laufzeit der Tarifvereinbarung bis Ende Mai 2022 vereinbart. Jetzt war der nächste Umsetzungsschritt zu vereinbaren.

Angesichts der nahezu explodierten Inflation sowie in Kenntnis der anstehenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie im Herbst 2022 verständigten wir uns auf eine Zwischenvereinbarung, die über das laufende Jahr hinaus keine dauerhaften Personalkostensteigerungen fixiert. Als Ausgleich für die damit nicht erfolgte Anhebung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen in diesem Sommer erhalten alle Beschäftigten und Auszubildenden mit der Abrechnung für August 2022 eine Einmalzahlung in Höhe von je 345 Euro brutto. Die Vereinbarung endet Ende des Jahres.

Die Schaeffler Industrial Drives AG & Co. KG ist ein Unternehmen der Schaeffler-Gruppe. Hier in Suhl werden mit etwa 140 Beschäftigten vor allem lineare und rotative Motoren sowie die zugehörigen Elektronikbaugruppen entwickelt und produziert.

1. August 2022 | Textile Dienste Ost

Mindestens 60 Euro brutto mehr im Monat

Mit dem aktuellen Tarifwerk von IG Metall und Industrieverband Textil Service intex e.V. reduzierte sich die tarifvertraglich geschuldete Arbeitszeit von 39 Wochenstunden bis Ende 2021 ab Januar 2022 auf zunächst 37,5 Stunden für das gleiche Einkommen. Das sind 2.165,94 Euro brutto für Bediener von Waschmaschinen und Waschanlagen. Zugleich erhöht sich das Urlaubsgeld von 410 Euro brutto in 2021 auf 470 Euro brutto in 2022. Ab August 2022 erhöhen sich Löhne und Gehälter um mindestens 2,0 Prozent, denn mindestens um 60 Euro brutto für Vollzeitbeschäftigte und damit auf 2.225,94 Euro brutto für Maschinenbediener. Schließlich gilt dann ab 1. Januar 2023 die 37-Stunden-Woche zu unverändertem Einkommen.

30. Juni 2022 | Metall- und Elektroindustrie

8 Prozent mehr für 12 Monate

Die IG Metall Mitte will mit einer Forderung von 8 Prozent für 12 Monate in die anstehende Tarifbewegung für die Metall- und Elektroindustrie gehen. Dafür sprachen sich am 30. Juni im hessischen Friedberg die Mitglieder der Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in Hessen, dem Saarland, Thüringen und Rheinland-Pfalz einstimmig aus.

Der Vorstand der IG Metall wird am 11. Juli die Debatten der regionalen Tarifkommissionen bündeln und endgültig beschließen. Die erste Tarifverhandlung mit der Mittelgruppe sowie dem Arbeitgeberverband in Thüringen soll im September stattfinden. Die Entgelttarifverträge laufen zum 30. September aus, die Friedenspflicht endet am 28. Oktober 2022.

Die IG Metall fordert Zukunftsperspektiven für den Ford-Standort in Saarlouis. Die rund 130 Mitglieder der Tarifkommissionen verabschiedeten eine Resolution zur Unterstützung der Ford-Beschäftigten, die beigefügt ist.

22. Juni 2022 | Neuer Tarifabschluss Leiharbeit

Bis zu 24,1 Prozent mehr Geld !

Die Tarifpartner der Leiharbeit haben sich auf die Anpassung der Entgelttarifverträge verständigt. Dabei ging es um die Anpassung der unteren drei Lohngruppenwegen der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro ab 1. Oktober dieses Jahres.

Entgeltgruppe 1 etwa wird von jetzt 10,88 Euro auf 13,50 Euro ab Januar 2024 angehoben. Über die gesamte Laufzeit des Tarifvertrages bedeutet das für die unterste Lohngruppe eine Lohnsteigerung von insgesamt 24,1 Prozent.

Zudem steigt der Mitgliedervorteil ab November 2023 in allen Stufen um 150 Euro. Beim Weihnachtsgeld sind das dann statt bisher 100 bis 350 Euro (je nach Betriebsangehörigkeit) 250 bis 500 Euro obendrauf. Zusammen mit der Extra-Zahlung zum Urlaubsgeld summiert sich der Mitgliedervorteil dann auf bis zu 1000 Euro pro Jahr.

5. Mai 2022 | Textilindustrie Ost

5,6 Prozent mehr in zwei Schritten

Nach 17 schwierigen Verhandlungsstunden haben sich IG Metall und Arbeitgeberverband in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in Meerane auf ein Tarifergebnis für die  ostdeutsche Textilindustrie geeinigt. Demnach erhalten die Beschäftigten in Thüringen in zwei Schritten zusammen 5,6 Prozent mehr. Zudem steigen die Sonderzahlungen.

Das Ergebnis im Einzelnen: Die Beschäftigten erhalten ein tabellenwirksames Entgeltplus ab 1. Oktober 2022 von 4,1 Prozent und zusätzlich zwei Sonderzahlungen in Höhe von 200 Euro im Mai und noch einmal 120 Euro im August. Im Folgejahr steigen die Entgelte noch einmal um 1,5 Prozent zum 1. Oktober 2023 und damit tabellenwirksam in zwei Schritten in Summe um 5,6 Prozent. Die Jahressonderzahlung erhöht sich 2023 von 60 Prozent auf 75 Prozent eines Monatsentgelts. Damit steigen die Einkommen aufs Jahr betrachtet in 2023 durchschnittlich um 2,75 Prozent und ein erster Schritt hin zur Angleichung der Jahressonderzahlung an das Westniveau ist geschafft Das Urlaubsgeld steigt in 2022 auf 690 Euro und in 2023 auf 720 Euro. Schließlich konnte die IG Metall auch die Fortführung des Tarifvertrages Altersteilzeit bis 2024 durchsetzen.

26. April 2022 | Suhler Tiefkühlkost

Unterstützung für Warnstreik der NGG

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) rief am 26. April die etwa 150 Beschäftigten der Suhler Tiefkühlkost GmbH (STK) zum Warnstreik auf, nachdem die 3. Tarifverhandlung am 22. April ohne Ergebnis blieb. Das vom Arbeitgeber vorgelegte "Angebot" für mehr Lohn bleibt deutlich hinter den Erwartungen der Beschäftigten zurück. Die IG Metall Suhl-Sonneberg unterstützte den Warnstreik solidarisch.

Die STK GmbH ist auf die Produktion und die Entwicklung von tiefgekühlten Backwaren spezialisiert, mit dem Schwerpunkt auf Blätterteige und auf diesen basierenden Produkten sowie Baguettes.

13. April 2022 | Mahle Filtersysteme Auengrund

Weitere Arbeitszeitverkürzung mit Entgeltausgleich

Mahle Filtersysteme in Brattendorf gehört zum Stuttgarter MAHLE Konzern, einem weltweiten Automobilzulieferer. Von den derzeit etwa 70 Beschäftigten ist die überwiegende Mehrzahl in der Entwicklung und Erprobung von Fahrzeug-Pumpen tätig.

Ab Januar 2021 reduzierte sich die Wochenarbeitszeit von 40 auf 39 Stunden für das gleichbleibende Monatsentgelt. In zwei weiteren Schritten sinkt die Wochenarbeitszeit auf 38,5 Stunden ab April 2022 und auf final 38 Stunden ab April 2023 bei gleichbleibendem Entgelt. Alle Tariferhöhungen, die während dieser Anpassungsperiode für die Branche vereinbart werden, werden übernommen.

8. April 2022 | Werkö GmbH Gräfinau-Angstedt

2,1 Prozent mehr Geld ab April 2022

Die Werkö GmbH produziert und handelt Werkzeuge für die Metallverarbeitung. Der Betrieb mit etwa 55 Beschäftigten zog von Königsee nach Gräfinau-Angstedt im Ilmkreis um.

Mit dem Tarifabschluss Ende 2021 wurde auch eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab April 2022 vereinbart. Der aktuelle Sanierungstarifvertrag ermöglicht es Arbeitgeber und Betriebsrat zudem, die wöchentliche Arbeitszeit von 38 auf 33 Stunden an vier Tagen pro Woche mit Absenkung der Entgelte bis Ende 2022 zu vereinbaren. Eine solche Vereinbarung wurde auch getroffen. Dafür erhalten nur die Mitglieder der IG Metall als Bonus eine Erholungsbeihilfe. Zudem können gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte bis Ende 2022 nicht betriebsbedingt gekündigt werden. Mit Blick auf das Ende des laufenden Tarifvertrages im Dezember 2022 haben Arbeitgeber und IG Metall jetzt bereits frühzeitig für den 10. Mai 2022 den ersten Verhandlungstermin für die Entwicklung einer tariflichen Folgelösung ab 2023 vereinbart.

6. April 2022 | MIWE Meiningen Michael Wenz GmbH

Termin für 1. Tarifverhandlung bei MIWE Meiningen ist abgestimmt

Die MIWE Meiningen Michael Wenz GmbH stellt mit ihren etwa 130 Beschäftigten industrielle Backsysteme her. Seit Januar 2022 bestätigte der Arbeitgeber keinen einzigen der mehrfach vorgeschlagenen Termine für die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Nachdem auch der 5. April 2022 als Verhandlungstermin nicht bestätigt wurde, rief die IG Metall zum ersten Warnstreik in der Unternehmensgeschichte von MIWE Meiningen am 5. April 2022 auf.

Die Entschlossenheit der Beschäftigten, bei eisiger Kälte die Arbeit niederzulegen mit einem Warnstreik vorm Betrieb, hat die Verweigerung des Arbeitgebers beendet. Der Arbeitgeber bestätigte uns jetzt den von uns nach dem Warnstreik erneut vorgeschlagenen Termin am kommenden Dienstag, 12. April 2022, ab 13 Uhr, als ersten Termin zur Aufnahme der Tarifverhandlungen. Jetzt wird es auch inhaltlich vom Agieren des Arbeitgebers abhängen, wie konstruktiv oder konfrontativ die Tarifverhandlungen ablaufen. Wir sind auf viele Eventualitäten vorbereitet.

5. April 2022 | MIWE Meiningen Michael Wenz GmbH

Kämpferisch: Erster Warnstreik in Firmengeschichte

Bei eisiger Kälte und streckenweise strömendem Regen war die Stimmung am 5. April dennoch hitzig. Für zwei Stunden ließen die Beschäftigten nahezu komplett die Arbeit im Betrieb ruhen. Dem ging voraus, dass der Arbeitgeber alle Terminvorschläge der IG Metall mit unterschiedlichsten Begründungen beharrlich nicht bestätigte. Mit der formalen AVerhandlungsaufforderung besteht Arbeitskampffreiheit und es können die Beschäftigten zur Durchsetzung der Forderungen eunbezogen werden. Da der Arbeitgeber die für den 5. April angebotene Verhandlung erneut nicht bestätigte, antworteten die Beschäftigten mit Warnstreik. Es mangelt uns nicht an Geduld. Jedoch lassen wir uns auch nicht an der Nase herumführen. Der Arbeitgeber muss verstehen, dass die Beschäftigten, die seinen Gewinn erwirtschaften, ein berechtigtes Interesse an konstruktiven Tarifverhandlungen und den Abschluss von Tarifverträgen haben.

MIWE Meiningen stellt mit etwa 130 Beschäftigten industrielle Backsysteme her. Die IG Metall strebt den Abschluss eines Tarifvertrages in Anlehnung an die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie Thüringen an.

31. März 2022 | Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie Thüringen

2,7 Prozent mehr Geld ab April 2022

Für die Beschäftigten in der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie in Thüringen steigen die Entgelte um 2,7 Prozent ab April 2022 und ab Mai 2023 um weitere 2,2 Prozent. Das durchschnittliche Bruttoentgelt je Stunde eines Facharbeiters in der Branche erhöht sich damit bis 2023 auf 15,38 Euro. Die Vergütungen der Auszubildenden steigen je nach Ausbildungsjahr überproportional um 30 bis 50 Euro an. Dem entsprechend erhält ein Auszubildender ab Juli 2023 im 3. Ausbildungsjahr 1.010 Euro.

Die Branche ist stark vom demografischen Wandel betroffen. Vor diesem Hintergrund konnte die IG Metall durchsetzen, dass der Demografie-Tarifvertrag in verbesserter Form fortgeführt wird. Der zur Finanzierung von Altersteilzeit bestehende Fonds wird bis 2024 schrittweise auf 600 Euro je Beschäftigten aufgestockt, um den Übergang von älteren Beschäftigten in den Ruhestand abzusichern. Der Tarifvertrag über Entgelte und Ausbildungsvergütungen läuft bis November 2023. Der Demografie-Tarifvertrag ist erstmals zum 31. Dezember 2028 kündbar.

31. März 2022 | HFP Bandstahl Bad Salzungen

Plus 2,75 Prozent ab April 2022

Die HFP Bandstahl in Bad Salzungen walzt und schneidet klassische Kaltbänder und beschichtet Metallbänder in verschiedenen Güten. Im Betrieb arbeiten etwa 240 Beschäftigte.

Im Tarifabschluss Anfang 2021 einigten sich IG Metall und Arbeitgeber auf zwei neue Haustarifverträge. Daraus ergibt sich jetzt die nächste Tariferhöhung. Für alle Beschäftigten und Auszubildenden erhöhen sich ab April 2022 die Entgelttabelle und die Ausbildungsvergütungen um 2,75 Prozent. Die Tarifverträge können erstmals zum 31. Dezember 2022 gekündigt werden. Während der Laufzeit der Tarifverträge gilt weiter die Beschäftigungssicherung, damit sind arbeitgeberseitige Kündigungen von IG Metall-Mitgliedern ausgeschlossen.

4. März 2022 | Oerlikon Metco WOKA Barchfeld

Attraktiver Tarifabschluss in schwierigem Umfeld

Zum 1. Januar 2022 ergänzen IG Metall und Oerlikon Metco WOKA für die Beschäftigten in Barchfeld die Arbeitsbedingungen durch Neufassung des Haustarifvertrages. Am Standort Barchfeld produzieren derzeit rund 120 Mitarbeitende vor allem thermische Spritzpulver für den weltweiten Vertrieb.

Insgesamt wurden in der vierten Verhandlungsrunde am 1. März 2022 vier Verhandlungsergebnisse erzielt. Die Tariftabelle für Facharbeiter analog Metall- und Elektroindustrie Thüringen wird rückwirkend zum 1. Januar 2022 wieder in Kraft gesetzt. Neu eingeführt wird ab 2022 die tarifliche Altersteilzeit ebenfalls analog der Metall- und Elektroindustrie. Damit können bis zu vier Prozent der Beschäftigten vorzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Ab Mitte 2022 wird eine tarifliche Leistungsbeurteilung mit Entgeltcharakter neu eingeführt. Ab Juli 2022 werden 3,5 Prozent der monatlichen Bruttolohnsumme im Rahmen der Leistungsbeurteilung zusätzlich auf die Beschäftigten verteilt. Dieser Wert erhöht sich mit jeder Tarifsteigerung und darüber hinaus zusätzlich ab Januar 2023 auf 4,0 Prozent und ab Januar 2024 auf 5,0 Prozent der monatlichen Bruttolohnsumme. Und als vierte Regelung wird ab 2022 eine tarifliche Sonderzahlung als Weihnachtsgeld je nach Betriebszugehörigkeit mit 50 Prozent einer Bruttomonatsvergütung ab 36 Beschäftigungsmonaten eingeführt. Die Mitgliederversammlung der Gewerkschaftsmitglieder hat das Tarifpaket am 3. März 2022 einstimmig angenommen.

Februar 2022 | Metall- und Elektroindustrie

T-Geld ... jetzt wird ausgezahlt !

In der letzten Tarifbewegung 2021 haben wir es gemeinsam erkämpft, jetzt wird es jährlich im Februar ausgezahlt: Das T-Geld beträgt in diesem Jahr 18,4 Prozent des regelmäßigen Monatsentgelts, ab 2023 sind es dann jährlich 27,6 Prozent. Das T-Geld bringt mehr Einkommen.

In Form der Sonderzahlung bringt es auch mehr Sicherheit. Denn das Transformationsgeld kann im Betrieb bei einer Arbeitszeitabsenkung zur Beschäftigungssicherung auf z. B. eine Vier-Tage-Woche als Teilentgeltausgleich genutzt 

14. Februar 2022 | Textilindustrie Ost

Tarifforderungen 2022 beschlossen

Sechs Prozent mehr Geld und das tabellenwirksam – das fordern die Textilerinnen und Textiler in der Tarifrunde Textil Ost 2022. Die Jahressonderzahlung soll auf 100 Prozent eines durchschnittlichen Monatsentgeltes erhöht werden. Zusätzlich soll die 40-prozentige Erhöhung mit einer Wahloption für verschiedene Zwecke versehen werden, zum Beispiel für Freizeit statt Geld. Auch den Tarifvertrag zur demografischen Altersteilzeit, welcher Ende April ohne Nachwirkung ausläuft, will die IG Metall verlängern.

Am 14. Februar hat der Vorstand der IG Metall die Forderungsempfehlung der Tarifkommission bestätigt. Im Osten verdienen die Beschäftigten immer noch deutlich weniger als im Westen. Das muss sich schrittweise weiter ändern.

31. Januar 2022 | Kfz-Handwerk Thüringen

Plus 2,2 Prozent ab Februar 2022

Die Beschäftigten im Kfz-Handwerk Thüringen erhalten mehr Geld: Ab Februar 2022 steigen die Entgelte um 2,2 Prozent nachhaltig. Das sogenannte Eckentgelt, welches eine Fachkraft in Werkstatt oder Büro mindestens erhält, beträgt jetzt 2.685 Euro brutto im Monat. Mit der tarifvertraglichen 37,5-Stunden-Woche entspricht das 16,46 Euro brutto pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen steigen überdurchschnittlich um jeweils 30 Euro in allen Ausbildungsjahren ab Februar 2022. Das bedeutet im 1. Ausbildungsjahr dann 810 Euro brutto, im 2. Ausbildungsjahr 840 Euro brutto, im 3. Ausbildungsjahr 910 Euro brutto und im 4. Ausbildungsjahr 955 Euro brutto monatlich. Die Laufzeit ist bis 31. März 2023 vereinbart.

28. Januar 2022 | Westfälische Drahtindustrie Brotterode

Plus 2,0 Prozent mehr Entgelt ab Januar 2022

Die Westfälische Drahtindustrie Werk Brotterode ist einer von 14 Standorten in der Bundesrepublik der familiengeführten Unternehmensgruppe WDI mit Hauptsitz im westfälischen Hamm. Seit 155 Jahren werden in Brotterode von heute etwa 37 Beschäftigten hochspezialisiert Drähte verschiedener Abmessungen und Güten gewalzt.

Mit der Abrechnung für Januar 2022 erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 2,0 Prozent. Die zukünftigen Entgeltsteigerungen orientieren sich an den Tarifabschlüssen für die Metall- und Elektroindustrie. Ab sofort werden betriebliche Zuschläge auf Basis der regionalen Tarifverträge, damit für Brotterode gemäß Metall- und Elektroindustrie Thüringen vergütet. Für die Laufzeit des Tarifvertrages, der erstmals zum Jahresende 2027 kündbar ist, ist die Anzahl der aktuell Beschäftigten als Mindestbeschäftigungszahl vereinbart, welche nicht unterschritten werden darf. Für Brotterode sind damit 37 Arbeitsplätze tarifvertraglich abgesichert.

14. Januar 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Rahmen für tarifliche Angleichung der Arbeitszeit vereinbart

Die IG Metall und der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen haben sich auf einen tariflichen Rahmen zur Angleichung der Arbeitszeit geeinigt. Damit kann nun auch in Thüringen der Weg in Richtung 35-Stunden-Woche beschritten werden. Es sei ein gutes Signal an die Beschäftigten, dass die Arbeitgeber in Thüringen ihre Blockadehaltung gegenüber der Angleichung der Arbeitszeit zwischen Thüringen und den anderen Bundesländern aufgeben. „Dem vielfach beklagten Fachkräftemangel kann nur mit guten Arbeits- und Leistungsbedingungen begegnet werden. Das hat sich offensichtlich auch bei den Unternehmern in Thüringen rumgesprochen und die dogmatische Haltung der Arbeitgeber ins Wanken gebracht,“ betont Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte.

12. Januar 2022 | Tariferhöhung bis zu 17 Prozent im Tischlerhandwerk

Plus 5,6 Prozent mehr ab Januar 2022

Im Tischlerhandwerk Thüringen steigen die Einkommen für Altgesellen in drei Schritten um insgesamt 376 Euro im Monat, was insgesamt 16,62 Prozent bis zum 1. Januar 2024 entspricht. Ab Januar 2022 gibt es 2.395 Euro brutto im Monat und damit 14,30 Euro pro Stunde. Das sind 133 Euro im Monat mehr oder ein Plus von 5,6 Prozent. Eine weitere Erhöhung erfolgt zum 1. Januar 2023 um weitere 125 Euro auf dann 2.520 Euro brutto im Monat (15,04 Euro pro Stunde), das entspricht weiteren 5,22 Prozent mehr Geld. Mit dem dritten Schritt steigt das sogenannte Eckentgelt ab 1. Januar 2024 um weitere 118 Euro im Monat (plus 4,68 Prozent) auf dann 2.638 Euro brutto monatlich oder 15,75 Euro pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen steigen schrittweise analog und erhöhen sich dadurch zwischen 94 und 142 Euro. Das entspricht ebenfalls knapp 17 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024. Bereits zuvor hatten die Tarifvertragsparteien langfristige Stufenpläne zur Urlaubsdauer, zum Weihnachtsgeld sowie zu einem zusätzlichen Urlaubsgeld und zur Arbeitszeit vereinbart. Diese beträgt 38,5 Stunden pro Woche.

5. Januar 2022 | Tariferhöhung in der Filzfabrik Fulda in Empfertshausen

Bis zu 6,0 Prozent mehr in 2022

Die Filzfabrik Fulda Werk Empfertshausen ist ein Unternehmen der Wirth Gruppe Fulda. Es werden mit etwa 40 Beschäftigten Filze und technische Textilien hergestellt. Die Mehrzahl der Beschäftigten ist gewerkschaftlich organisiert und strebt mit der IG Metall Suhl-Sonneberg Tarifverbesserungen an.  

Nach 380 Euro Coronabeihilfe im August 2021 erhöhen sich ab 1. Januar 2022 die Löhne und Gehälter um 0,30 Euro brutto je Stunde. Das sind je nach bisherigem Verdienst bis zu 3,0 Prozent mehr Entgelt. Nach sechs Monaten erhöhen sich die Löhne und Gehälter ab 1. Juli 2022 um weitere 0,30 Euro brutto je Stunde. Damit erhalten Beschäftigte bis zu 6,0 Prozent mehr Entgelt in diesem Jahr. Nach zähen Verhandlungen gelang in der fünften Tarifverhandlung am 11. August 2021 der Abschluss, der eine Laufzeit bis zum 31. März 2023 hat.

16. Dezember 2021 | Werkö GmbH Gräfinau-Angstedt

Verlängerung der Beschäftigungssicherung

Der neu unterschriebene Sanierungstarifvertrag ermöglicht es Arbeitgeber und Betriebsrat, die wöchentliche Arbeitszeit von 38 auf 33 Stunden an vier Tagen mit Absenkung der Entgelte bis Ende 2022 zu vereinbaren. Dafür erhalten nur die Mitglieder der IG Metall als Bonus eine Erholungsbeihilfe. Zudem können gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte bis Ende 2022 nicht betrieblich gekündigt werden. Zusätzlich erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 2,1 Prozent ab April 2022.

Die Werkö GmbH produziert und handelt Werkzeuge für die Metallverarbeitung. Der Betrieb mit etwa 55 Beschäftigten zog von Königsee nach Gräfinau-Angstedt im Ilmkreis um.

23. November 2021 | Neues Entgeltsystem bei Schaeffler Suhl

Bis zu 270 Euro brutto mehr

Zwischen Arbeitgeber und IG Metall wurde die Einführung eines neuen Entgeltsystems ab 1. November 2021 bis spätestens 30. April 2024 in mehreren Schritten vereinbart. Mit dem ersten Einführungsschritt am 1. November 2021 erhöht sich die betriebliche Kostenbelastung um 1,7 Prozent. Für alle Beschäftigten, die bisher deutlich unter der neuen betrieblichen Tariftabelle liegen, werden die Entgelte um maximal 270 Euro brutto im Monat erhöht. Hingegen werden die Entgelte der Beschäftigten, die die neue betriebliche Tariftabelle nur geringfügig überschreiten, um pauschal 50 Euro brutto pro Monat erhöht. Beschäftigte, deren bisheriges Entgelt um mehr als 50 Euro brutto über der betrieblichen Entgelttabelle liegt, erhalten mit der Abrechnung für Dezember 2021 eine Einmalzahlung in Höhe von 140 Euro netto als Erholungsbeihilfe. Die Laufzeit der Tarifvereinbarung gilt bis Ende Mai 2022. Dann wird der nächste Umsetzungsschritt tarifiert.

Die Schaeffler Industrial Drives AG & Co. KG ist ein Unternehmen der Schaeffler-Gruppe. Hier in Suhl werden mit etwa 140 Beschäftigten vor allem lineare und rotative Motoren sowie die zugehörigen Elektronikbaugruppen entwickelt und produziert.

22. November 2021 | Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie Thüringen

4,9 Prozent mehr Geld plus Corona-Beihilfe

Die Beschäftigten in der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie in Thüringen erhalten aufgrund der zusätzlichen Belastungen am Arbeitsplatz durch die Pandemie eine Corona-Beihilfe von 595 Euro, Auszubildende erhalten 200 Euro. Die steuerfreie Beihilfe wird spätestens im Februar 2022 ausgezahlt.

Danach steigen die Entgelte in zwei Schritten: Ab April 2022 um 2,7 Prozent und ab Mai 2023 um weitere 2,2 Prozent. Das durchschnittliche Entgelt eines Facharbeiters in der Branche erhöht sich damit bis 2023 auf 15,38 Euro. Die Vergütungen der Auszubildenden steigen je nach Ausbildungsjahr überproportional um 30 bis 50 Euro an. Dem entsprechend erhält ein Auszubildender ab Juli 2023 im 3. Ausbildungsjahr 1.010 Euro.

Die Tarifverträge sind erstmals zum 30. November 2023 kündbar.

2. September 2021 | Westfälische Drahtindustrie Brotterode

Beschäftigungssicherung bis 2027

Die Westfälische Drahtindustrie Werk Brotterode ist einer von 14 Standorten in der Bundesrepublik der familiengeführten Unternehmensgruppe WDI mit Hauptsitz im westfälischen Hamm. Seit 155 Jahren werden in Brotterode von heute etwa 37 Beschäftigten hochspezialisiert Drähte verschiedener Abmessungen und Güten gewalzt.

Mit der Abrechnung für November 2021 erhalten Vollzeitbeschäftigte eine Corona-Beihilfe von 250 Euro, Auszubildende 150 Euro. Ab Januar 2022 erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 2,0 Prozent. Die zukünftigen Entgeltsteigerungen orientieren sich an den Tarifabschlüssen für die Metall- und Elektroindustrie. Ab sofort werden betriebliche Zuschläge auf Basis der regionalen Tarifverträge, damit für Brotterode gemäß Metall- und Elektroindustrie Thüringen vergütet. Für die Laufzeit des Tarifvertrages, der erstmals zum Jahresende 2027 kündbar ist, ist die Anzahl der aktuell Beschäftigten als Mindestbeschäftigungszahl vereinbart, welche nicht unterschritten werden darf. Für Brotterode sind damit 37 Arbeitsplätze tarifvertraglich abgesichert.

1. September 2021 | Ostdeutsche Textilindustrie

Mehr Entgelt und weitere Arbeitszeitverkürzung

Entgeltsteigerungen um insgesamt 6,2 Prozent in drei Schritten parallel zum Einstieg in die Absenkung der Wochenarbeitszeit um insgesamt drei Stunden mit vollem Lohnausgleich ist ein toller Erfolg. Das gilt nicht nur für die Textilindustrie Ost, sondern zeigt auch auf, dass Entgeltsteigerungen plus Arbeitszeitverkürzung gelingen kann, wenn nicht nur die IG Metall, sondern auch die Arbeitgeber einen Willen zur Regelung aufbringen. Angesichts der Fachkräftesituation in Thüringen und den neuen Ländern müssen auch Arbeitgeber und ihre Verbände einsehen, dass dauerhaft geringere Tarifbedingungen in Ostdeutschland keine Anziehungskraft auf Fachkräfte auslöst.

In der dritten Stufe folgt nun eine weitere Erhöhung um 2,0 Prozent ab 1. September 2021. Parallel zu den Entgeltbestimmungen wurde die Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 40 Stunden in sechs Teilschritten auf 37 Wochenstunden mit vollem Lohnausgleich vereinbart. Ab Januar 2020 galt die 39,5-Stundenwoche und ab 1 Januar 2021 gilt inzwischen die 39-Stundenwoche. Um jeweils eine weitere halbe Stunde sinkt die tarifvertraglich geschuldete Wochenarbeitszeit ab 1. Januar 2023 auf 38,5 Wochenstunden, ab 1. Januar 2024 auf 38 Wochenstunden, ab 1. Januar 2026 auf 37,5 Wochenstunden und ab 1. Januar 2027 dauerhaft auf final 37 Wochenstunden.

11. August 2021 | Tarifeinigung in der Filzfabrik Fulda in Empfertshausen

Corona-Prämie plus Lohnerhöhungen

Die Filzfabrik Fulda Werk Empfertshausen ist ein Unternehmen der Wirth Gruppe Fulda. Es werden mit etwa 40 Beschäftigten Filze und technische Textilien hergestellt. Die Mehrzahl der Beschäftigten ist gewerkschaftlich organisiert und strebt mit der IG Metall Suhl-Sonneberg Tarifverbesserungen an.  

In der fünften Verhandlung konnte am 11. August durch die IG Metall Suhl-Sonneberg mit dem Arbeitgeber ein Tarifabschluss erzielt werden. Der zwischenzeitliche Warnstreik der Beschäftigten am 28. Juli wirkte sicher auch auf das Zustandekommen des Abschlusses hin.

Vereinbart wurden eine Corona-Beihilfe von 380 Euro für Vollzeitbeschäftigte mit der Abrechnung für August sowie zwei Lohnerhöhungen von 0,30 Euro brutto je Stunde ab Januar 2022 und weitere 0,30 Euro brutto je Stunde ab Juli 2022. Die Laufzeit der Vereinbarung geht bis März 2023.

28. Juli 2021 | Eklat in der Filzfabrik Fulda in Empfertshausen

Neustart der Tarifverhandlungen im Warnstreik beschlossen

Die Filzfabrik Fulda Werk Empfertshausen ist ein Unternehmen der Wirth Gruppe Fulda. Es werden mit etwa 40 Beschäftigten Filze und technische Textilien hergestellt. Die Mehrzahl der Beschäftigten ist gewerkschaftlich organisiert und strebt mit der IG Metall Suhl-Sonneberg Tarifverbesserungen an.  Am 7. April einigten wir uns gemeinsam mit dem Arbeitgeber auf einen Kompromiss, bestehend aus einer Corona-Beihilfe von 380 Euro im Juni sowie zwei Lohnerhöhungen von 0,30 Euro brutto je Stunde ab Januar 2022 und weitere 0,30 Euro brutto je Stunde ab Juli 2022. Noch im April wurden die Tarifvertragstexte mit dem Arbeitgeber ausgetauscht. Seitdem stellt sich der Arbeitgeber tot. Das heißt: Bis heute ist der Tarifkompromiss nicht unterschrieben. Die für Juni zugesagte Corona-Beihilfe wurde nicht ausgezahlt. Im Stammwerk in Fulda hingegen schon. Kein Wunder, dass die Beschäftigten sauer sind. Zur Abstimmung des weiteren Vorgehens rief die IG Metall am 28. Juli die Beschäftigten ab 14 Uhr bis zum Arbeitsende zum Warnstreik auf. Einstimmig lehnten die Beschäftigten nunmehr den Kompromiss von April ab und mandatieren damit die IG Metall zum Neustart der Tarifverhandlungen für ein besseres Ergebnis. Es ist schon reichlich dreist, wie der Arbeitgeber hier vorging. Der Arbeitgeber hat es selbst in der Hand, welche Eskalation er weiter provoziert.

13. Juli 2021 | Kfz-Handwerk Thüringen

Tarifergebnis erzielt

Die Beschäftigten im Kfz-Handwerk Thüringen erhalten mehr Geld: Zunächst wird im August eine Corona-Beihilfe von 500 Euro ausgezahlt, Auszubildende erhalten eine Corona-Beihilfe von 220 Euro. Ab Februar 2022 steigen die Löhne und Gehälter dann um 2,2 Prozent nachhaltig. Vom Tarifabschluss profitieren rund 11.000 Beschäftigte des Kfz-Handwerks in Thüringen.

Und die Ausbildungsbedingungen konnten deutlich verbessert werden. Die Ausbildungsvergütungen steigen überdurchschnittlich um jeweils 30 Euro in allen Ausbildungsjahren ab August 2021 und ab Februar 2022.

12. Juli 2021 | Meteor Umformtechnik Zella-Mehlis

Mehr Geld, Urlaub und Sicherheit für IG Metaller

Für die Meteor Umformtechnik GmbH & Co. KG in Zella-Mehlis fordert die IG Metall den erstmaligen Abschluss eines Tarifvertrages. Der Betrieb mit etwa 125 Beschäftigten ist eines der führenden Unternehmen in der Feinschneidtechnik, die ihren Schwerpunkt in der Automotive-Industrie hat.  

Erstmals wurde nun ein Tarifvertrag abgeschlossen: Vollzeitbeschäftigte erhalten eine Corona-Beihilfe von 350 Euro, davon 200 Euro mit der Abrechnung für Juli 2021 und weitere 150 Euro mit der Abrechnung für Januar 2022. Auszubildende erhalten 200 Euro Corona-Beihilfe, jeweils 100 Euro für Juli 2021 und für Januar 2022. In diesem Jahr erhöht sich der Urlaubsanspruch um einen Tag im Jahr. Ab 2022 erhöht sich der Urlaubsanspruch um einen weiteren Tag pro Jahr. Für die Laufzeit des Haustarifvertrages – mindestens bis 30. Juni 2022 – sind betriebsbedingte Beendigungskündigungen von IG Metall-Mitgliedern durch den Arbeitgeber ausgeschlossen. Ausnahmen davon sind nur möglich mit vorheriger, schriftlicher Zustimmung der IG Metall. Während der Laufzeit des Tarifvertrages werden alle Arbeitsplätze im Betrieb erfasst und analog des Entgeltrahmenabkommens der Metall- und Elektroindustrie Thüringens eingruppiert.

6. Juli 2021 | Versbach Metallbau Walldorf

Corona-Beihilfe plus Entgeltsteigerung

IG Metaller Thomas Steinhäuser (links) und Geschäftsführer Harald Bremer (rechts)

Die Versbach Metallbau GmbH in Walldorf stellt Bauelemente wie Türen, Fenster und Vordächer her. Darüber hinaus wird auch die Fertigung ausgefallener Metallbaukonstruktionen angeboten. In der 1924 gegründeten Firma arbeiten heute etwa 70 Beschäftigte. Zu Ende 2020 wurden die Haustarifverträge gekündigt und neue Verhandlungen begonnen. Nun wurden am 6. Juli in Walldorf vier Haustarifverträge neu unterzeichnet.

Für Juli 2021 bis Februar 2022 erhalten alle Vollzeitbeschäftigten jeweils 187,50 Euro Corona-Beihilfe pro Monat, Auszubildende 95 Euro. Damit werden die bis zu 1.500 Euro Corona-Beihilfe pro Person steuerrechtlich voll ausgeschöpft. Ab März 2022 erhöhen sich dann die tariflichen Grundentgelte und Ausbildungsvergütungen um 3,44 Prozent. Die Laufzeit der Entgeltvereinbarung ist für 12 Monate bis Ende Februar 2022. Neu eingeführt wird eine Leistungsprämie, die sich am Fertigungswert pro Abteilung bemisst und eine variable Zusatzvergütung bis zu 15 Prozent monatlich ermöglicht.

21. Juni 2021 | Werkö GmbH Gräfinau-Angstedt

Tarifabschluss zur Beschäftigungssicherung

Der aktuell unterschriebene Sanierungstarifvertrag ermöglicht es Arbeitgeber und Betriebsrat, die wöchentliche Arbeitszeit von 38 auf 33 Stunden an vier Tagen mit Absenkung der Entgelte für bis zu 12 Monate zu vereinbaren. Für bis zu sechs Monate war das bereits tarifvertraglich möglich und diese Regelung wird auch bereits seit Januar genutzt. Dafür erhalten nur die Mitglieder der IG Metall als Bonus eine Erholungsbeihilfe. Zudem können gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte bis Ende des Jahres nicht betrieblich gekündigt werden. Zusätzlich beabsichtigen beide Tarifparteien nach der Sommerpause neue Verhandlungen aufzunehmen, um eine tarifvertragliche Folgeregelung ab 2022 zu entwickeln.

Die Werkö GmbH produziert und handelt Werkzeuge für die Metallverarbeitung. Der Betrieb mit knapp 70 Beschäftigten zog Anfang 2020 von Königsee nach Gräfinau-Angstedt im Ilmkreis um.

2. Juni 2021 | Schaeffler Industrial Drives AG & Co. KG Suhl

Corona-Beihilfe plus mehr Geld plus Perspektive

Angesichts schwieriger wirtschaftlicher Ausgangswerte des Betriebes in den letzten Monaten und ohne Klarheit über die Entwicklung in die Zukunft sind dem Arbeitgeber abgerungene tarifvertragliche Zusagen zugleich eine Perspektive für Standort und Beschäftigung. Abgeschlossen wurde am 2. Juni konkret:

  • Corona-Beihilfe von 500 Euro für Vollzeitbeschäftigte, 300 Euro für Auszubildende im Juni 2021.
  • Abschluss der Verhandlungen für ein neues Entgeltsystem in Anlehnung an das Entgeltrahmenabkommen ERA der Metall- und Elektroindustrie Thüringen bis 1. November 2021.
  • Einführung des neuen Entgeltsystems ab 1. November 2021 bis spätestens 30. April 2024.
  • Tarifsteigerung um mindestens 1,7 Prozent mit dem ersten Einführungsschritt am 1. November 2021 im Volumen.
  • Gesamtkosten für die Einführung des neuen Entgeltsystems bis 2024 von 4,3 Prozent der Personalkosten.
  • Die Laufzeit der Tarifvereinbarung gilt bis Ende April 2024.

Die Schaeffler Industrial Drives AG & Co. KG in Suhl entwickelt und produziert vor allem lineare und rotative Motoren sowie die zugehörigen Elektronikbaugruppen.

23. April 2021 | Metall- und Elektroindustrie in Ostdeutschland

Angleichung der Arbeitsbedingungen jetzt !

Seit mittlerweile mehr als 30 Jahren arbeiten die Kolleginnen und Kollegen in den ostdeutschen Tarifgebieten der Metall- und Elektroindustrie drei Stunden pro Woche länger als im Westen, für das gleiche Geld wie in den westdeutschen Tarifgebieten! Das muss sich endlich ändern. In Berlin, Brandenburg und Sachsen laufen dazu gerade Tarifverhandlungen.

Wir stellen uns hinter die Forderung der IG Metall Berlin-Brandenburg und Sachsen und erklären uns ausdrücklich solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen. Die Lösung dieses jahrzehntelangen Konflikts ist längst überfällig.

Bitte unterstütze den Aufruf:

https://www.igmetall-bbs.de/angleichung/

22. April 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifergebnis für Thüringen übernommen

IG Metall Mitte und der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen übernahmen am 22. April in der vierten digitalen Verhandlungsrunde den nordrhein-westfälischen Pilotabschluss.

Dieser sieht eine Entgelterhöhung vor, die aus einer Corona-Prämie von 500 Euro bis Juni 2021, für Auszubildende 300 Euro, und einem Transformationsbeitrag von 2,3 Prozent monatlich ab Juli 2021 besteht. Der Transformationsbeitrag kann in Form einer Einmalzahlung im Februar 2022 in Höhe von 18,4 Prozent eines Monatsentgelts, ab 2023 in Höhe von 27,6 Prozent eines Monatseinkommens jährlich zur Auszahlung kommen. Dieses „Transformationsgeld“ kann wahlweise ausgezahlt oder zum Teilentgeltausgleich bei Arbeitszeitabsenkung, etwa der Einführung einer Vier-Tage-Woche, verwendet werden.

Ungelöst bleibt für Thüringen auch weiterhin die Angleichung der Tarifbestimmungen bei Arbeitszeit und Stundenentgelten. Deshalb hat die IG Metall in den Tarifgebieten Berlin-Brandenburg und Sachsen ein tarifliches Angleichungsgeld gefordert. Die IG Metall Mitte erklärt sich solidarisch und erwartet ein ernstzunehmendes Angebot der Arbeitgeberverbände, um die Angleichung der Arbeitsbedingungen zu realisieren.

16. April 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifkommission verabschiedete Resolution

Nach den ersten drei Verhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen liegt noch kein Ergebnis vor. Die vierte Verhandlung findet am 22. April digital statt.

Es geht um die Übernahme des Pilotabschlusses aus Nordrhein-Westfalen für Thüringen unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten. Parallel dazu versuchen die sächsischen Arbeitgeber, Aktivitäten der IG Metall gerichtlich beschränken zu lassen. Die Tarifkommission Thüringen verabschiedete daher eine Resolution, die auch an die Arbeitgeber gerichtet ist.

1. April 2021 | Tarife in der Arbeitnehmerüberlassung

Ost-West-Angleichung endlich vollzogen.

Ab 1. April gelten bundesweit einheitliche Tariftabellen in der Arbeitnehmerüberlassung. Damit endet die jahrelange Unterscheidung zwischen Tariftabellen für Ost- und Westdeutschland.

Die Tariftabellen (West) erhöhen sich ab 1. April um 3,0 Prozent. Die Angleichung der Tariftabellen (Ost alt) an die neue bundesweit einheitliche Tariftabelle führt zu einer letzten Anpassungsstufe um bis zu 7,3 Prozent je nach Entgeltgruppe. Das neue Mindestentgelt in der Arbeitnehmerüberlassung (Entgeltgruppe 1) beträgt dann 10,45 Euro brutto pro Stunde.

Ab April 2022 erhöhen sich die Entgelte dann um weitere 4,1 Prozent auf 10,88 Euro brutto pro Stunde in der Entgeltgruppe 1.

24. März 2021 | Meteor Umformtechnik Zella-Mehlis

Erster Warnstreik in der Betriebsgeschichte

In den bisherigen Verhandlungen verwies der Arbeitgeber darauf, dass auch wegen Investitionen am Standort keinerlei Spielraum für Verbesserungen für die Beschäftigten bestünden. Die letzte minimale Lohnerhöhung gab es Anfang 2019. Viele Beschäftigte erhalten lediglich 25 Tage Urlaub pro Jahr.

Der Arbeitgeber legte den Entwurf für ein „Betriebliches Standortbündnis“ vor. Darin schlägt er vor, dass keinerlei materielle oder andere Verbesserungen für die Beschäftigten bis mindestens Frühjahr 2022 vereinbart werden sollten. Die Beschäftigten antworten:

Das ist eine Frechheit, das lassen wir uns nicht bieten!

Die IG Metall rief die Beschäftigten der Früh- und der Spätschicht zum ersten Warnstreik in der Betriebsgeschichte auf. Ziel ist der erstmalige Abschluss eines Tarifvertrages für die etwa 145 Beschäftigten im Betrieb mit dem Schwerpunkt Feinschneidtechnik überwiegend für die Automobilindustrie.

23. März 2021 | Marelli Automotive Lighting Brotterode

Weitere Warnstreiks erfolgreich durchgeführt

In den ersten drei Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden. Die IG Metall fordert Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung im Volumen von 4 Prozent.

Am 23. März 2021 folgten die Beschäftigten bei Marelli Automotive Lighting in Brotterode erneut dem Aufruf der IG Metall zum Warnstreik und beendeten die Arbeit ab drei Stunden eher. Aus Infektionsschutzgründen fand keine Kundgebung vor dem Betrieb statt.

Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber bleibt völlig unverständlich. Angesichts dessen, die letzte Tariferhöhung im April 2018 zurück liegt, sind die Belegschaften berechtigt selbstbewusst. Das sollten die Arbeitgeber nicht unterschätzen.

8. März 2021 | HFP Bandstahl Bad Salzungen

Plus 2,75 Prozent 2022 plus Einmalzahlung 2021

Die HFP Bandstahl in Bad Salzungen walzt und schneidet klassische Kaltbänder und beschichtet Metallbänder in verschiedenen Güten. Im Betrieb arbeiten etwa 240 Beschäftigte.

In der vierten Tarifverhandlung am 23. Februar 2021 einigten sich IG Metall und Arbeitgeber auf Eckpunkte für den Abschluss von zwei Haustarifverträgen. Dabei handelt es sich um den Neuabschluss eines Tarifvertrages zu den Grundentgelten und Ausbildungsvergütungen sowie den Abschluss eines Urlaubstarifvertrages.

Alle Beschäftigten und Auszubildenden erhalten mit der Abrechnung für Juni 2021 eine Einmalzahlung als Erholungsbeihilfe in Höhe von 156 Euro netto. Zusätzlich steigt für 40 Beschäftigte, deren Entgelt bisher unterhalb der bisherigen Tariftabelle liegt um bis zu maximal 65 Euro brutto monatlich. Ab April 2022 erhöhen sich dann die Entgelttabelle und die Ausbildungsvergütungen um 2,75 Prozent. Für alle Beschäftigte im 4-Schicht-System besteht Anspruch auf einen Tag Sonderurlaub ab einer unbefristeten Beschäftigung

5. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreiks in Geisa

In den ersten drei Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden. Mit Ablauf der Friedenspflicht am 2. März 2021 ruft die IG Metall nun die Beschäftigten auf, den Forderungen für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung im Volumen von 4 Prozent Nachdruck zu verleihen.

Am 5. März 2021 folgten die Beschäftigten der Fahrzeugbau Geisa dem Aufruf der IG Metall und beendeten die Arbeit zwei Stunden eher. Aus Infektionsschutzgründen fand keine Kundgebung vor dem Betrieb statt. Die Beschäftigten gingen somit verfrüht in den Feierabend.

3. März 2021 | Marelli Automotive Lighting Brotterode

Unterstützung für Forderungen der IG Metall

In den ersten drei Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden. Mit Ablauf der Friedenspflicht am 2. März 2021 ruft die IG Metall nun die Beschäftigten auf, den Forderungen für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung im Volumen von 4 Prozent Nachdruck zu verleihen.

Am 3. März 2021 folgten die Beschäftigten bei Marelli Automotive Lighting in Brotterode dem Aufruf der IG Metall und beendeten die Arbeit zwei Stunden eher. Aus Infektionsschutzgründen fand keine Kundgebung vor dem Betrieb statt. Die Beschäftigten gingen somit verfrüht in den Feierabend.

19. Februar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Völlig unzureichendes Angebot

Es bleibt dabei: Unser Ziel ist ein Paket für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung. Die IG Metall fordert, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, ein Volumen von vier Prozent.

Die Thüringer Arbeitgeber legten in der dritten Verhandlung am 19. Februar ein völlig unzureichendes Angebot vor. Während die Bundesbank mit einer Inflationsrate von 3 Prozent für 2021 rechnet, sollen die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie nach dem Willen der Arbeitgeber in diesem Jahr leer ausgehen und erst 2022 einen Mix aus Einmalzahlung und Tariferhöhung erhalten.

18. Februar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifkommission verabschiedet Resolution

Nach den ersten beiden Verhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen liegt noch kein Ergebnis vor. Die dritte Verhandlung findet am 19. Februar digital statt.

Am Vorabend der dritten Verhandlung tagte die Tarifkommission der IG Metall. In einer Bewertung der bisherigen Entwicklungen sowie der Entwicklungen parallel in andere Tarifgebieten besteht wenig Verständnis für das (bisherige) Agieren der Arbeitgeber und ihrer Verbände. Die Tarifkommission verabschiedete daher eine Resolution, die auch an die Arbeitgeber gerichtet ist.

28. Januar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Kein Angebot der Arbeitgeber.

Die zweite Tarifverhandlung für die rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen hat am 28. Januar virtuell stattgefunden. IG Metall und Arbeitgeber konnten kein Ergebnis erzielen und werden in den nächsten Tagen einen weiteren Verhandlungstermin vereinbaren.

Die IG Metall hat in der zweiten Tarifverhandlung gegenüber den Arbeitgebern ihre Forderung nach einem Volumen von 4 Prozent für Entgelt- und Beschäftigungssicherung bekräftigt. Erneut forderte die Gewerkschaft die Arbeitgeberfunktionäre auf, ernsthafte Gespräche über die Arbeitszeitangleichung in Thüringen mit der IG Metall zu führen.

15. Oktober 2020 | Gemeinsamer Appell an Bundesregierung

Ausbildungsförderung verbessern.

Die beiden Tarifpartner in der Metall- und Elektroindustrie auf Bundesebene, die IG Metall und Gesamtmetall, wenden sich an die Bundesregierung zur Ausweitung des Bundesprogramms zur Förderung der Ausbildung.

Angesichts massiver Inanspruchnahme von Kurzarbeit und Unterauslastung von Betrieben soll die Ausbildungsbereitschaft stimuliert und erhalten werden und bleiben. Dafür ist das neue Förderprogramm der Bundesregierung auf Unternehmen bis zu 249 Beschäftigte beschränkt. Das zu ändern, ist Ansatz des aktuellen gemeinsamen Appells, der anbei nachgelesen werden kann:

23. Oktober 2019 | Mindestentgelt in den Elektrohandwerken

Allgemeinverbindlichkeit ab 1. Januar 2020

Den Tarifvertrag über ein Mindestentgelt in den Elektrohandwerken vom 17. Januar 2019 zwischen dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke und der IG Metall wurde am 23. Oktober vom Tarifausschuss des zuständigen Bundesministeriums für allgmeinverbindlich erklärt.

Damit finden die Tarifbestimmungen zwingend auf alle Beschäftigten in tarifgebundenen, aber auch nicht tarifgebundenen Betrieben Anwendung. Demnach beträgt bundeseinheitlich ab 1. Januar 2020 der Bruttostundenlohn mindestens 11,90 Euro. Dieser Mindestlohn steigt danach jährlich auf 12,40 Euro ab Januar 2021, auf 12,90 Euro ab Januar 2022, auf 13,40 Euro ab Januar 2023 und auf 13,95 Euro ab Januar 2024.

29. Mai 2019 | IG Metall-Bezirksleiter Jörg Köhlinger resümiert

Tarifbindung in Thüringen steigt weiter

In der Thüringer Metall- und Elektroindustrie steigt die Zahl der Beschäftigten mit Tarifentgelten. Die Entwicklung in der stärksten Industriebranche in Thüringen verläuft gegen den Trend. Die Zahl der Unternehmen, die an Flächen- sowie Anerkennungs- oder Firmentarifverträge gebunden sind, stieg von 98 im Jahr 2011 auf jetzt etwa 130.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht in anderen Branchen ein wachsendes Problem durch die Flucht von Unternehmen aus den tarifgebundenen Arbeitgeberverbänden. Untersuchungen ergaben, dass branchenübergreifend nur noch 18 Prozent der Thüringer Betriebe tarifgebunden sind.

17. September 2018 | Gemeinsame Erklärung von IG Metall und VMET e.V. Thüringen

Gegen Rassismus und Gewalt, für Menschenwürde und Solidarität in Betrieben und Gesellschaft

Arbeitgeber und Gewerkschaft der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen sprechen sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen rassistische Hetze und rechtsextreme Gewalt aus. Sie setzen sich für Solidarität und Menschlichkeit in Betrieben und Gesellschaft ein.

Die gemeinsame Erklärung des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen VMET e.V. und der IG Metall im Bezirk Mitte kann hier im kompletten Wortlaut eingesehen werden: