17. September | Gemeinsame Erklärung von IG Metall und VMET e.V. Thüringen

Gegen Rassismus und Gewalt, für Menschenwürde und Solidarität in Betrieben und Gesellschaft

Arbeitgeber und Gewerkschaft der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen sprechen sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen rassistische Hetze und rechtsextreme Gewalt aus. Sie setzen sich für Solidarität und Menschlichkeit in Betrieben und Gesellschaft ein.

Die gemeinsame Erklärung des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen VMET e.V. und der IG Metall im Bezirk Mitte kann hier im kompletten Wortlaut eingesehen werden:

4. Juni | Maier Hildburghausen Präzisionstechnik

Plus 6 Prozent mehr Geld in zwei Schritten

Die Maier Präzisionstechnik GmbH & Co. KG in Hildburghausen stellt Metalldrehteile für die Automobilindustrie sowie den Maschinen- und Nutzfahrzeugbau her. Die Mehrzahl der etwa 100 Beschäftigten hatte sich gewerkschaftlich organisiert und strebte eine Tarifbindung an. Am 6. Juli 2017 fand im Betrieb ein erstes Sondierungsgespräch zur Vorbereitung der Tarifverhandlungen zwischen dem Arbeitgeber und der IG Metall Suhl-Sonneberg statt. Nach mehreren Verhandlungsrunden wurden am 4. Juni 2018 zwei Verhandlungsergebnisse unterzeichnet.

Einmal wurde ein Verhandlungsergebnis mit einer Steigerung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um insgesamt 6 Prozent in zwei Stufen, plus 3,5 Prozent rückwirkend ab Mai 2018 und plus weitere 2,5 Prozent ab Januar 2019 bei einer Laufzeit bis Ende April 2020 vereinbart. Die betriebliche Lohnuntergrenze wurde auf 11,80 Euro brutto je Stunde angehoben. Zugleich wurde vereinbart, bis Mitte 2019 ein neues betriebliches Lohn- und Gehaltssystem auf Basis bis dahin zu erstellender Arbeitsplatzbeschreibungen zu entwickeln, welches die veränderten Anforderungen an die Tätigkeiten im Betrieb abbilden soll.

In einem zweiten Verhandlungsergebnis ermöglichen die Vertragsparteien die Beschäftigung im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung von bis zu maximal ununterbrochen 30 Monaten. Während dieser Beschäftigungsdauer finden die Tarifbestimmungen für die Arbeitnehmerüberlassung plus die in der Metallbranche geltenden Branchenzuschläge Anwendung.

3. Mai | Maier Präzisionstechnik Hildburghausen

Gute Beteiligung beim ersten Warnstreik

Die Maier Präzisionstechnik in Hildburghausen stellt Metalldrehteile für die Automobilindustrie sowie den Maschinen- und Nutzfahrzeugbau her. Die Mehrzahl der etwa 100 Beschäftigten hat sich gewerkschaftlich organisiert und strebt Tarifbindung an.

Ziel der Verhandlungen ist die Heranführung der betrieblichen Arbeits- und Einkommensbedingungen an die Regelungen aus den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie Thüringens. Zur Unterstützung der Verhandlungen fand am 3. Mai ein erster Warnstreik statt. Nun ist der Arbeitgeber aufgerufen, seine Weigerung zu einem Tarifabschluss aufzugeben.

Die für heute vereinbarte nächste Tarifverhandlung musste wegen plötzlicher Erkrankung des Arbeitgebers ausfallen. Die IG Metall schlug inzwischen neue Termine für die Fortsetzung der Verhandlungen vor.

1. April | Nächste Stufe aus Tarifabschluss 2016 wird wirksam

Plus 4,0 Prozent ab 1. April in der Arbeitnehmerüberlassung

Zum 1. April erfolgt die nächste Erhöhung um 2,8 Prozent in West und um 4,0 Prozent in Ost. Damit erreicht das Grundentgelt (Entgeltgruppe 1) nun 9,27 Euro brutto je Stunde in Ostdeutschland. Im Jahr 2019 erfolgen zum 1. Januar, zum 1. April und zum 1. Oktober drei weitere Erhöhungen der Ost-Tabellen. Ab Oktober 2019 werden dann 9,66 Euro je Stunde in der Entgeltgruppe 1 Ost erreicht.

Hinzu kommen in Metallbetrieben die Branchenzuschläge ab der sechsten Woche im Einsatz. Diese Branchenzuschläge gelten in allen Metallbetrieben, so auch in denen, in denen für die Stammbeschäftigten kein Tarifvertrag Anwendung findet. Allerdings wurden viele Beschäftigte der Arbeitnehmerüberlassung in den Einsatzbetrieben inzwischen auch fest übernommen. Und durch die Erhöhungen der Metalltarife auch ab 1. April um 4,3 Prozent schaffen wir deutlich mehr Kaufkraft in der Region. Zugleich erhöhen steigende Bruttoeinkommen auch die Einnahmen der Sozialversicherungen. Das schafft finanziellen Spielraum für zukünftige Rentensteigerungen oder Leistungsverbesserungen.

27. März | TKF Thüringer Kugellagerfabrik Zella-Mehlis

Zeitgemäßer Tarifabschluss: Investition auch in die Belegschaft

Die TKF – Thüringer Kugellagerfabrik in Zella-Mehlis ist ein Betrieb der Metallindustrie mit knapp 40 Beschäftigten. Es werden hauptsächlich Wälzlager, dabei speziell Rillenkugellager, Schrägkugellager und Kegelrollenlager hergestellt. Im Betrieb sind hochspezialisierte Fachleute beschäftigt, die teilweise über langjährige Erfahrung verfügen. Nach Änderungen in der Eigentümerstruktur und bei der Geschäftsführung im letzten Jahr stellt sich der Betrieb neu auf.

Nach drei Verhandlungen wurde heute ein Verhandlungsergebnis für einen neuen Haustarifvertrag unterzeichnet. Für die Beschäftigten erfolgten in den vergangenen Monaten verhandlungsbegleitend teils kräftige Lohnanpassungen von bis zu zwei Euro brutto pro Stunde. Im Haustarifvertrag sind in diesem Jahr ein Tag Urlaub mehr sowie ab 2019 ein weiterer Urlaubstag mehr geregelt. Neu geregelt wird die Vergütung für Mehrarbeit mit einem Zuschlag von 25 Prozent je Stunde sowie einem neuen Standardbonus von 40 Euro für Sonderschichten. Zugleich wurde ein Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für die Laufzeit des Tarifvertrages vereinbart. Der Hautarifvertrag tritt am 1. April 2018 in Kraft und wirkt auf unbestimmte Zeit.

1. März | Tariferhöhung Textile Dienste Ost

Weitere 1,8 Prozent mehr Entgelt

Neben den Metallbranchen sowie im Bereich Holz und Kunststoff ist die IG Metall auch die Tarifvertragspartei in den textilen Bereichen. Dazu zählen auch die Textilen Dienste. Hierbei handelt es sich um Dienstleistungsunternehmen einschließlich verbundener Unternehmen und Betriebe, die kundeneigene und/oder Leasing-Textilien zur Verfügung stellen und wieder aufbereiten. Vor allem sind das Wäschereien im Objektkundengeschäft, was das Beschaffen, Liefern, Reinigen oder Austauschen von insbesondere Hotel-, Klinik- oder Gastronomiewäsche oder Berufsbekleidung betrifft. Tarifverträge werden in diesem Bereich entweder für die alten oder die neuen Bundesländer abgeschlossen. Thüringen zählt zum Tarifgebiet der neuen Bundesländer.

Nach vier Einmalzahlung in Höhe von zusammen 216 Euro brutto, für Auszubildende 92 Euro brutto, plus eine Steigerung der Monatsentgelte um 2,4 Prozent ab März 2017 erfolgt nun die letzte Stufe der Tarifanpassung aus dem Tarifergebnis für die Textilen Dienste in den neuen Bundesländern vom 1. Juli 2016. Ab 1. März 2018 steigen die Tariflöhne und –gehälter um 1,8 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ab März 2018 um jeweils 18 Euro brutto je Ausbildungsjahr. Weiter erhöht sich das zusätzliche Urlaubsgeld im Jahr 2018 auf 288 Euro brutto. Die tarifliche Wochenarbeitszeit beträgt 38 Stunden. Es besteht Anspruch auf 30 Arbeitstage Urlaub im Jahr ab dem zweiten Beschäftigungsjahr.

20. Februar | Tarifabschluss bei HFP Bandstahl in Bad Salzungen

Bis über 12 Prozent mehr Entgelt errungen

links HFP-Geschäftsführer Michael Frank, rechts Thomas Steinhäuser IG Metall

In der vierten Tarifverhandlung am 20. Februar einigten sich IG Metall und Arbeitgeber auf den Abschluss von zwei Haustarifverträgen zu den Grundentgelten und Ausbildungsvergütungen sowie für Urlaub.

Alle Beschäftigten, die bisher deutlich unter dem betrieblichen Durchschnitt liegen, werden die Entgelte um maximal 250 Euro brutto im Monat in zwei Schritten zu April 2018 und Januar 2019 erhöht. Das entspricht einer Steigerung um bis zu 12,6 Prozent. Davon profitieren mindestens 53 der 260 Beschäftigten. Hingegen werden die Entgelte bei Beschäftigten, die mit Erhöhung der betrieblichen Tariftabelle ab April 2018 mit ihrem Einkommen oberhalb des Tarifanspruches liegen, um pauschal 65 Euro brutto pro Monat in zwei Schritten erhöht, sofern die Tarifwerte nicht um mehr als 15 Prozent übertroffen sind. Die 18 Beschäftigten, deren bisheriges Entgelt schon mehr als 15 Prozent über der neuen betrieblichen Tariftabelle liegt, erhalten mit den Abrechnungen für Juni 2018 und Juni 2019 jeweils eine Jahressonderzahlung als Erholungsbeihilfe von zweimal 156 Euro. Die Ausbildungsvergütungen sind an das betriebliche Eckentgelt angebunden und erhöhen sich um jeweils 4,3 Prozent, was monatlich zwischen 40 Euro und 47 Euro brutto mehr je nach Ausbildungsjahr entspricht.

Zusätzlich erhalten ab 2018 Schichtarbeiter im 4-Schicht-System nach zehnjähriger Betriebszugehörigkeit einen zusätzlichen bezahlten Urlaubstag pro Jahr.

14. Februar | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifabschluss in 4. Verhandlung gelungen

In der vierten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen wurde heute Übernahme des aus Baden-Württemberg vorgelegten Tarifergebnisses intensiv verhandelt und schließlich vereinbart. Das bedeutet eine Steigerung der Tariftabellen ab April 2018 um 4,3 Prozent. Weiter gibt es zwei Einmalzahlungen von 100 Euro brutto im März 2018 und 400 Euro brutto im Juli 2019. Darüber hinaus wird ab 2019 einmal im Jahr ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent einer Bruttomonatsvergütung gewährt. Beschäftigte, die Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder in Schichten arbeiten, können wählen, ob sie statt des tariflichen Zusatzgeldes acht freie Tage in Anspruch nehmen wollen.

6. Februar | Tarifabschluss für Baden-Württemberg

Tarifangleichung in Thüringen angehen

In der sechsten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg wurde heute die Steigerung der Tariftabellen ab April 2018 um 4,3 Prozent vereinbart. Weiter gibt es zwei Einmalzahlungen von 100 Euro brutto für Januar bis März 2018 und 400 Euro brutto im Juli 2019. Darüber hinaus wird ab 2019 einmal im Jahr ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent einer Bruttomonatsvergütung gewährt. Beschäftigte, die Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder in Schichten arbeiten, können wählen, ob sie statt des tariflichen Zusatzgeldes acht freie Tage in Anspruch nehmen wollen. Zwei dieser Tage würden dann als Arbeitgeberzuschuss gewährt.

Die Beschäftigten der Branche haben doppelt für den starken Tarifabschluss gesorgt: Einmal durch ihre tägliche qualifizierte und motivierte Arbeit, die den Spielraum für angemessene Tarifverbesserungen schafft. Und dann auch durch die selbstbewusste Beteiligung an den Aktionen und Warnstreiks der IG Metall. Diese beiden Begründungen gelten uneingeschränkt auch für die Beschäftigten in Thüringen. Wir erwarten die Übernahme des Tarifergebnisses aus Baden-Württemberg. Zusätzlich braucht es endlich eine belastbare Vereinbarung zur weiteren Angleichung der Tarifbedingungen in Thüringen an die Standards in den westlichen Tarifgebieten.

31. Januar | Tarifabschluss Holz- und kunststoffverarbeitende Industrie

4 Prozent mehr Entgelt

Mit Druck und Warnstreiks zum Tariferfolg: In der zweiten Verhandlungsrunde konnte die IG Metall in Thüringen ein Ergebnis für die Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie erzielen. Die Löhne und Gehälter steigen ab 1. Mai 2018 um 4 Prozent. Für Januar bis Mai gibt es zweimal eine Einmalzahlung von 150 Euro.

Vor allem die Auszubildenden können sich auf ein dickes Plus freuen. Ihre Vergütungen erhöhen sich um monatlich 50 Euro in allen vier Ausbildungsjahren. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 30. September 2019.

27. Januar | Blockade der Arbeitgeber eskaliert die Verhandlungen

Auch 5. Tarifverhandlung für Baden-Württemberg ohne Ergebnis

"Die Arbeitgeber haben es offensichtlich gezielt auf eine Eskalation angelegt und hatten nie die Absicht zur Einigung. Das zeigte sich daran, dass sie sich heute weder beim Geld noch bei der Arbeitszeit ausreichend bewegt haben, um einen Kompromiss möglich zu machen. Es ist unverantwortlich, die überfällige Modernisierung der Arbeitswelt zu blockieren und den Beschäftigten einen fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg zu verweigern", sagte Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, am Samstag in Stuttgart. "Das werden sich die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie nicht gefallen lassen. Jetzt gilt: Wer sich nicht bewegt, der muss geschoben werden."

Mit den ganztägigen Warnstreiks will die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, sich in der Tarifauseinandersetzung einem tragfähigen Kompromiss zu nähern. Die Durchführung der ganztägigen Warnstreiks setzt positive Mitgliedervoten in den ausgewählten Betrieben voraus. IG Metall-Mitglieder erhalten in diesem Fall – anders als bei den kurzen Warnstreiks – eine finanzielle Unterstützungsleistung von ihrer Gewerkschaft.

Bundesweit haben in dieser Tarifrunde bisher rund 960.000 Beschäftigte die Forderungen der IG Metall nach 6 Prozent mehr Geld, einem Anspruch auf kurze Vollzeit und Zuschüssen für Beschäftigte in bestimmten Lebenssituationen unterstützt.

19. Januar | 3. Tarifverhandlung Metall-/Elektroindustrie Thüringen

Arbeitgeber verhandeln an Thüringen "vorbei"

Über 300 Beschäftigte der Frühschicht von Automotive Lighting in Brotterode folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Nach einer kurzen Kundgebung vor dem Betrieb ging es dann mit Bussen nach Erfurt zur Unterstützung der Tarifaktion der IG Metall zur 3. Verhandlung. An der Kundgebung in Erfurt nahmen auch der Erfurter Oberbürgermeister, Andreas Bausewein (SPD), der Thüringer Wirtschaftsminister, Wolfgang Tiefensee (SPD), die Fraktionsvorsitzende von Die Linke im Thüringer Landtag, Susanne Henning-Wellsow, sowie der DGB-Landesvorsitzende für Thüringen, Sandro Witt, teil.

Die 3. Verhandlung blieb ohne Ergebnis. Die Arbeitgeber trugen bundesweite Fakten ohne jeglichen Bezug zu Thüringen vor. Ein Termin für eine 4. Verhandlung wurde noch nicht abgestimmt. Die Enttäuschung der Beschäftigten bleibt enorm.

12. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Automotive Lighting Brotterode

Fast alle 250 Beschäftigten der Spätschicht von Automotive Lighting in Brotterode folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte mindestens zwei Stunden.

12. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Automotive Lighting Brotterode

Fast alle 500 Beschäftigten der Früh- und Normalschicht von Automotive Lighting in Brotterode folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte mindestens zwei Stunden.

12. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Automotive Lighting Brotterode

Alle 100 Beschäftigten der Nachtschicht von Automotive Lighting in Brotterode folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

10. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Fahrzeugbau GmbH Geisa

Etwa 50 Beschäftigte der Spätschicht im Fahrzeugbau in Geisa folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

10. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Fahrzeugbau GmbH Geisa

In den Tarifverhandlungen für die Thüringer Metall- und Elektroindustrie konnte bisher kein Ergebnis erreicht werden. Daher ruft die IG Metall zu Warnstreiks in den Betrieben zur Unterstützung der Tarifforderungen auf. Den Auftakt in unserer Region machten heute die Beschäftigten der Frühschicht beim Fahrzeugbau in Geisa. Etwa 65 Beschäftigte beteiligten sich am zweistündigen Warnstreik.

Die IG Metall fordert 6 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung für 12 Monate sowie den Anspruch auf individuelle Verringerung der Wochenarbeitszeit mit Teilentgeltausgleich bei belasteten Arbeitszeiten oder für Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen.

15. Dezember | 2. Tarifverhandlung Metall-/Elektroindustrie Thüringen

Arbeitgeber riskieren "Getriebe-Schaden" in Tarifverhandlungen

In der zweiten Tarifverhandlung für die Thüringer Metall- und Elektroindustrie am 15. Dezember in Eisenach wollten die Arbeitgeber den tarifvertraglichen "Rückwärtsgang" einlegen. Sie wollen die Regelarbeitszeit ausweiten, dafür keine Zuschläge für Mehrarbeit mehr vergüten, eine vollumfängliche Verfügbarkeit der Beschäftigten erwarten und nehmen damit Mehrbelastungen und zunehmende Erkrankungen leichtfertig in Kauf.

Da die IG Metall mit der Reduzierung der Arbeitszeit und mehr Einfluss der Beschäftigten auf die individuelle Arbeitszeit im kompletten "Vorwärtsgang" für die Tarifbedingungen in Thüringen ist, riskieren die Arbeitgeber einen "Getriebe-Schaden" in den Tarifverhandlungen.

200 Euro pauschal für drei Monate plus 2 Prozent mehr Entgelt für weitere 12 Monate steht im totalen Widerspruch zu Konjunktur und Gewinnen. Auch den Arbeitgebern muss klar sein, dass das als "Angebot" völlig unzureichend ist.

2. Dezember | Blockade der Arbeitgeber entrüstet unsere Vertrauensleute

2. Tarifverhandlung am 15. Dezember in Eisenach

Im Rahmen der Tarifbewegung für die Metall- und Elektroindustrie 2017/2018 luden die IG Metall Eisenach gemeinsam mit der IG Metall Suhl-Sonneberg die Vertrauensleute der tarifgebundenen Betriebe zur Vertrauensleutekonferenz am 2. Dezember nach Bad Tabarz ein. Nach der Berichterstattung aus der ersten Verhandlungsrunde am 22. November 2017 in Arnstadt waren die Metallerinnen und Metaller überaus entrüstet.

Die nächste Tarifverhandlung wird am 15. Dezember, 11 Uhr, in Eisenach stattfinden. Dazu rufen wir die Beschäftigten aus den Metallbetrieben in Thüringen zur Unterstützung einer verhandlungsbegleitenden Aktion auf. Zwar können wegen der bis 31. Dezember geltenden Friedenspflicht noch keine Streikmaßnahmen für diesen Tag aufgerufen werden, doch erwarten wir eine gute Beteiligung unserer Kolleginnen und Kollegen.

22. November | 1. Tarifverhandlung Metall-/Elektroindustrie Thüringen

Komplette Blockade der Arbeitgeberseite

"...lehnen wir grundsätzlich ab ..." oder "... lehnen wir absolut ab ..." oder "... unterschreiben wir auf keinen Fall ..." waren Erwiderungen der Arbeitgeber auf die Forderungen der IG Metall in der ersten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen in Arnstadt.

Die IG Metall fordert eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent für 12 Monate sowie individuelle Rechtsansprüche für die Arbeitnehmer, die Wochenarbeitszeiten temporär auf bis 28 Stunden verkürzen zu können. Dafür fordert sie auch einen Teilentgeltausgleich für Beschäftigte in besonders belastenden Arbeitszeitsystemen sowie bei Kindererziehung und Pflege in der Familie. Daneben will die IG Metall in diesem Jahr auch die Frage der Angleichung der Tarifverträge an die westlichen Tarife angehen, sie will dafür eine »belastbare Verhandlungsverpflichtung« mit dem Verband der Metall- und Elektroindustrie Thüringen abschließen.

1. November | Tariferhöhung in Schmalkalden

Mehr Geld für Beschäftigte bei LEONI in Schmalkalden

Der Haustarifvertrag zwischen der IG Metall und der LEONI protec cable Systems in Schmalkalden wurde nachverhandelt. Damit gibt es nun dreimal mehr Geld:

  • plus 0,5 Prozent ab November 2017
  • Übernahme der Entgelterhöhung der Metallindustrie Anfang 2018
  • plus weitere 0,5 Prozent ab Juni 2018.

Damit wird die Heranführung des Entgeltniveaus an die Bedingungen der Metall- und Elektroindustrie Thüringen abgeschlossen.

24. Oktober | Tarifkommission Metall-/Elektroindustrie

6 Prozent mehr Geld und Arbeitszeiten, die zum Leben passen

Am 24. Oktober stellten die Tarifkommissionen des Bezirks Mitte der IG Metall (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) die Weichen für die kommende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Das Forderungspaket, dem die Tarifkommissionen zugestimmt haben, umfasst im Einzelnen folgende Punkte:

• eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent für zwölf Monate,

• einen Rechtsanspruch für jeden Beschäftigten auf Reduzierung der individuellen regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für eine Zeitdauer von bis zu 24 Monaten,

• für Beschäftigte in belastenden Arbeitszeitmodellen einen tarifdynamischen Zuschuss in Form eines Festbetrags von 750,- Euro pro Jahr, soweit die Arbeitszeit um 10 Tage pro Jahr oder mehr verkürzt wird,

• für Beschäftigte, in deren Haushalt Kinder unter 14 Jahren leben oder die pflegebedürftige Familienangehörige haben, einen tarifdynamischen Zuschuss in Form eines Festbetrags von 200,- Euro pro Monat, soweit die wöchentliche Arbeitszeit um 3,5 Stunden oder mehr reduziert wird.

Darüber hinaus strebt die IG Metall Regelungen zum Personalausgleich für die Umsetzung der individuellen Wahloption auf Arbeitszeitreduzierung an. Dazu fordern die Tarifkommissionen für Auszubildende einen vergüteten freien Tag je Prüfungstag zur Prüfungsvorbereitung. Für das Tarifgebiet Thüringen verlangt die IG Metall zudem eine belastbare Verhandlungsverpflichtung für einen Prozess zur Angleichung der Entgelte, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen.

14. September | Tarifkommission Metall-/Elektroindustrie

Mehr Entgelt, mehr Ausbildungsvergütung und „kurze Vollzeit“

 

Rund 6 Prozent mehr Entgelte und Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von 12 Monaten sowie eine „verkürzte Vollzeit" - diese Forderungsvorschläge haben die Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie für die Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) und für Thüringen in einer gemeinsamen Sitzung am 14. September in Frankenthal diskutiert.

Ausführlich beschäftigten sich die beiden Tarifkommissionen dabei mit der wirtschaftlichen Lage, die einen wichtigen Hintergrund für die Tarifverhandlung bildet. Die Metall- und Elektroindustrie befindet sich seit Jahren in einer robusten Konjunkturlage. Das prognostizieren die Wirtschaftsforscher auch für 2018. 

Die 35-Stundenwoche sei die Wunscharbeitszeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, allerdings müsse es Entlastung geben. Mit der "verkürzten Vollzeit" will die IG Metall einen tarifvertraglichen Anspruch auf kürzere Wochenarbeitszeit in Ost und West schaffen. Das steht einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit in den neuen Bundesländern nicht entgegen.

1. September | Tariferhöhung in Thüringen

Mehr Geld für Beschäftigte im Kfz-Gewerbe

Zum 1. September 2017 erfolgt eine Tariferhöhung um 2,9 Prozent. In einer zweiten Stufe zum 1. Oktober 2018 steigen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um weitere 2,9 Prozent. Damit steigen die Entgelttabellen um insgesamt 5,8 Prozent.

Leider gilt der Tarifvertrag in vielen Autohäusern in Südthüringen noch nicht. Das können wir nur gemeinsam ändern.

1. September | Tariferhöhung in Suhl

Mehr Geld für Beschäftigte bei Merkel Suhl

Warnstreik der IG Metall am 20. September 2016

Am 5. Oktober 2016 vereinbarten die Geschäftsleitung und die IG Metall Suhl-Sonneberg für die etwa 140 Beschäftigten der Betriebe Merkel Jagd- und Sportwaffen, C.G. Haenel und CARACAL in Suhl eine Tariferhöhung in zwei Schritten. Erst der Warnstreik am 20. September 2016 brachte Schwung in die Verhandlungen.

Das Tarifergebnis erhöhte die Entgelte und Ausbildungsvergütungen zum 1. September 2016 um 4,5 Prozent. In einer zweiten Stufe erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab 1. September 2017 um weitere 2,5 Prozent. Das Tarifergebnis hat eine Laufzeit bis zum 31. August 2018.

1. August | Tariferhöhung in Bad Salzungen

Mehr Geld für Beschäftigte bei HFP Bandstahl

Alle Beschäftigten, die bei Einführung des Haustarifvertrages deutlich unter dem betrieblichen Durchschnitt lagen, wurden die Entgelte um maximal 100 Euro brutto monatlich ab Februar 2017 erhöht. Davon profitierten mindestens 30 der 260 Beschäftigten. Sofern gegenüber der betrieblichen Lohntabelle immer noch Differenzen bestehen, erhalten diese Beschäftigten ab August 2017 weitere maximal 30 Euro brutto monatlich. Hingegen wurden die Entgelte, die bei Einführung der neuen betrieblichen Tariftabelle ab Februar 2017 bereits höher waren, um pauschal 40 Euro brutto pro Monat erhöht, sofern die Tarifwerte nicht um mehr als 15 Prozent übertroffen waren. Für die 21 Beschäftigten, deren bisheriges Entgelt schon mehr als 15 Prozent über der neuen betrieblichen Tariftabelle liegt, erhielten mit der Abrechnung für Februar 2017 eine erste Einmalzahlung von 240 Euro brutto und erhalten mit der Abrechnung für August 2017 eine zweite Einmalzahlung von weiteren 200 Euro brutto.

1. August | Tariferhöhung in Barchfeld

Mehr Geld für Beschäftigte bei Oerlikon Woka

Am 6. August 2013 einigten sich IG Metall und Arbeitgeber erstmals auf Tarifsteigerungen in mehreren Schritten. Dabei wurden für die folgenden fünf Jahre Tarifanpassungen jeweils zum 1. August des Jahres vereinbart.

Zum 1. August 2017 erfolgt damit die Anpassung von 90 Prozent der Tarifentgelte der Metall- und Elektroindustrie Thüringen auf 93 Prozent. Das beinhaltet die Tarifsteigerung um zwei Prozent ab April 2017 in Referenztarif. Damit steigen die Entgelte für die Beschäftigten bei Oerlikon Woka um im Durchschnitt fünf Prozent.

1. Juli | IDAM Suhl

2. Stufe der Tariferhöhung ab Juli 2017

Tarifbindung stärkt Attraktivität als Arbeitgeber

Zwischen der IG Metall und der IDAM Ina Drives & Mechatronics AG & Co. KG wurde am 30. Mai 2016 erstmals für die damals etwas mehr als 100 Beschäftigten Tarifbindung durchgesetzt werden.

Die IDAM Ina Drives & Mechatronics AG & Co. KG ist ein Unternehmen der Schaeffler-Gruppe in Suhl. Mit über 100 Beschäftigten werden vor allem lineare und rotative Motoren sowie die zugehörigen Elektronikbaugruppen entwickelt und produziert. Der Standort entwickelt sich weiter gut. Seit vergangenem Jahr konnten zahlreiche Einstellungen neuer Kolleginnen und Kollegen vorgenommen werden. Das zeigt einmal mehr, dass Tarifbindung auch die Attraktivität als Arbeitgeber stärkt.

Ab Juli 2017 werden die monatlichen Basisvergütungen um pauschal weitere 63 Euro brutto erhöht. Das entspricht einer Steigerung um weitere 2,34 Prozent im Betriebsdurchschnitt. Auszubildende werden auf 82,5 Prozent der Ausbildungsvergütungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen angehoben. Das entspricht einer Steigerung von etwa 15 Euro im Durchschnitt. Die Laufzeit des Verhandlungsergebnisses gilt bis Ende März 2018.

16. Mai | Tarifkommissionen Metall- / Elektroindustrie

Den Konflikt um die Arbeitszeit müssen wir führen.

In der Diskussion: Tim Reichert (Bosch Eisenach - oben) und Michael Lemm (Bosch Eisenach - unten)

Am 16. Mai 2017 tagten die Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie für Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland gemeinsam im hessischen Rosbach vor der Höhe.

Vorgestellt wurden erste Ergebnisse aus der Beschäftigtenbefragung 2017 insbesondere zum Thema Arbeitszeit. Auch Thüringer Beschäftigte brachten sich aktiv in die Diskussion ein. Die IG Metall im Bezirk Mitte wird auf Grundlage der Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung in den Sommermonaten den weiteren Fahrplan für ihre Tarifforderungen diskutieren und festlegen. Spätestens im Oktober wird dazu die Forderung der IG Metall für die Tarifbewegung 2018 verbindlich beschlossen.

Anbei die Pressemitteilung der IG Metall-Bezirksleitung:

1. April | Metall- und Elektroindustrie

Plus 2 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung

In der Metall- und Elektroindustrie Thüringens erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um zwei Prozent in der zweiten Stufe des Tarifabschlusses aus 2016.

Das Eckentgelt in der Entgeltgruppe 5 steigt auf 2.757 Euro monatlich brutto. Die Ausbildungsvergütung im ersten Ausbildungsjahr erreicht 965 Euro monatlich.

1. März | Mehr Geld nach Tarifvertrag

Plus 13,6 Prozent bis Ende 2019

Am 29. und 30. November 2016 einigten sich die DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit mit den Arbeitgeberverbänden iGZ und BAP in der dritten Verhandlungsrunde zu einem Tarifergebnis bis Ende 2019. Insgesamt werden die Grundentgelte Ost in drei Stufen plus zwei Anpassungsstufen um 13,6 Prozent (Entgeltgruppe 1) erhöht. Von 8,50 Euro je Stunde Ende 2016 wurde bereits zum 1. Januar 2017 die erste Anpassungsstufe nur in den beiden unteren Entgeltgruppen 1 und 2 wirksam. Ab Oktober 2019 werden dann 9,66 Euro je Stunde in der Entgeltgruppe 1 erreicht.

Parallel zu den Entgeltsteigerungen Ost und West wurde vereinbart, dass (spätestens) ab April 2021 die Tariftabellen West bundesweit einheitlich angewendet werden. Damit konnte eine lange Forderung der Gewerkschaften jetzt endlich tarifvertraglich normiert werden.