7. Juni | Vosseler Umformtechnik Hildburghausen

Plus 2,8 Prozent mehr Geld + 1 Tag Urlaub mehr

Die Vosseler Umformtechnik GmbH in Hildburghausen ist ein Familienbetrieb und produziert mit etwa 90 Beschäftigten vor allem Muttern und Formteile für die Automobilindustrie und den Maschinenbau. Die erstmaligen Tarifverhandlungen wurden im letzten Herbst gestartet. Nachdem diese ins Stocken geraten waren, folgten fast alle Beschäftigten dem Aufruf der IG Metall zum Warnstreik am 18. März. Mitte Mai konnte nun der erste Tarifabschluss erzielt werden.

Wenn die Beschäftigten von Vosseler auf ihre Abrechnung für Mai schauen, können sie sich freuen. Ab Mai erhöhen sich nämlich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 2,8 Prozent. Zugleich gibt es ab diesem Jahr für alle je einen Tag Urlaub mehr. Damit erhalten die Beschäftigten nun 29 Urlaubstage pro Jahr.

Bereits mit dem vorliegenden Verhandlungsergebnis sind die weiteren Schritte vereinbart. Bis Ende September erstellt die Arbeitgeberin Arbeitsplatzbeschreibungen, um die Einführung des Entgeltrahmenabkommens der Metall- und Elektroindustrie Thüringens als Eingruppierungssystem zur Lohnfindung vorzubereiten.

29. Mai | IG Metall-Bezirksleiter Jörg Köhlinger resümiert

Tarifbindung in Thüringen steigt weiter

In der Thüringer Metall- und Elektroindustrie steigt die Zahl der Beschäftigten mit Tarifentgelten. Die Entwicklung in der stärksten Industriebranche in Thüringen verläuft gegen den Trend. Die Zahl der Unternehmen, die an Flächen- sowie Anerkennungs- oder Firmentarifverträge gebunden sind, stieg von 98 im Jahr 2011 auf jetzt etwa 130.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht in anderen Branchen ein wachsendes Problem durch die Flucht von Unternehmen aus den tarifgebundenen Arbeitgeberverbänden. Untersuchungen ergaben, dass branchenübergreifend nur noch 18 Prozent der Thüringer Betriebe tarifgebunden sind.

7. Mai | Automotive Lightng Brotterode

35 Stunden Arbeit pro Woche reicht aus !

Im Rahmen der Aktionswoche für die Arbeitszeitverkürzung in der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen informierte die IG Metall die Beschäftigten beim Schichtwechsel von Automotive Lighting in Brotterode vor dem Betrieb über den Stand der Dinge. Dabei waren die Beschäftigten auch zur Unterschrift auf großen Transparenten aufgerufen.

Inzwischen wurde die Sparte Magneti Marelli, zu welcher auch die Automotive Lighting gehört, von ehemals Fiat-Chryler-Automobile zum 1. Mai 2019 verkauft. Im ersten Schritt hat das keine Auswirkungen für die Werke, auch nicht für Brotterode. Allerdings ist die Frage von Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall an das Management zur Strategie konkret für den Standort Brotterode inklusive einer Klarheit über Auslastung und Folgeaufträge bisher noch unbeantwortet. Hier erwarten wir Klarheit.

6. Mai | Fahrzeugbau Geisa GmbH

35 Stunden Arbeit pro Woche reicht aus !

Für Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte die IG Metall bereits die gleichen Entgelte wie für Beschäftigte beispielsweise in Hessen tarifvertraglich in den letzten Jahren durchsetzen. Allerdings gibt es einen deutlichen Unterschied in der Dauer der dafür erforderlichen Arbeitszeit. Während die Beschäftigten in Thüringen 38 Stunden pro Woche arbeiten müssen, erhalten die hessischen Metallerinnen und Metaller das gleiche Entgelt für lediglich 35 Stunden Arbeitszeit pro Woche.

Dazu führen wir begleitend zu den zentralen Gesprächen für alle ostdeutschen Tarifgebiete mit den Arbeitgeberverbänden der neuen Bundesländer eine Aktionswoche durch. Hier informieren wir die Beschäftigten beim Schichtwechsel vor den Betrieben über den Stand der Dinge. Zugleich rufen wir die Beschäftigten zur Unterschrift auf großen Transparenten auf. Bei der Fahrzeugbau Geisa GmbH gab es am 6. Mai viel Zustimmung für die Arbeitszeitverkürzung.

13. April | Tarifabschluss bei TOPLOG Brotterode

Arbeitszeitverkürzung + Lohnsteigerung + Freistellung

Unterzeichnung der Tarifverträge durch IG Metall-Verhandlungsführer, Thomas Steinhäuser (links), und TOPLOG-Geschäftsführer, Ulrich Chlopczik (rechts)

TOPLOG Brotterode ist mit seinen etwa 220 Beschäftigten ein industrieller Logistik-Dienstleister bei einem Automobilzulieferer in Brotterode. Der 2012 erstmals abgeschlossene Haustarifvertrag wurde von der IG Metall gekündigt. In der fünften Tarifverhandlung am 4. April 2019 konnte ein Tarifergebnis unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die IG Metall-Mitglieder im Betrieb erreicht werden. In der Mitgliederversammlung am 13. April 2019 stimmten die Metallerinnen und Metaller einstimmig zu.

Ab April 2019 erhöhen sich rückwirkend die betrieblichen Entgelte um 2,5 Prozent. Die tarifvertraglich geschuldete Arbeitszeit von heute 40 Wochenstunden reduziert sich ab Januar 2020 auf 39 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich. In einer zweiten Stufe reduziert sich die Arbeitszeit auf 38 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich ab Januar 2021. Alle Tariferhöhungen der Metall- und Elektroindustrie Thüringen werden komplett übernommen, im Jahr 2020 mit einer Verzögerung um sechs Monate und im Jahr 2021 mit einer Verzögerung um drei Monate. Für langjährig Beschäftigte wird nach zehn Jahren im Betrieb 2019 ein zusätzlicher freier bezahlter Tag gewährt. Ab 2020 erhalten Beschäftigte ab zehn Jahren Betriebszugehörigkeit dauerhaft zwei zusätzliche Tage pro Jahr bezahlt frei.

22. März | Merkel Unternehmensgruppe Suhl

Mehr Geld. Mehr Urlaub. Mehr Gerechtigkeit.

Das Tarifergebnis erhöht die Entgelte und Ausbildungsvergütungen zum 1. August 2019 um 3,2 Prozent. In einer zweiten Stufe erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab 1. August 2020 um weitere 3,0 Prozent. Insgesamt entspricht das einer Erhöhung um 6,2 Prozent beziehungsweise um 124 Euro brutto monatlich in der Entgeltgruppe fünf. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten für jeweils Januar bis Juli des Jahres zwei Einmalzahlungen von je 300 Euro, also insgesamt weitere 1.200 Euro. Das Tarifergebnis hat eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2021.

Ab 2019 erhöht sich der Urlaubsanspruch von 27 auf 28 Arbeitstage. Zudem wird die Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) von 40 auf 50 Prozent einer Bruttomonatsvergütung angehoben. Die Hälfte dieser Sonderzahlung wird jedoch auf Basis eines neuen Tarifvertrages zur Leistungsbeurteilung gewährt

18. März | Vosseler Umformtechnik Hildburghausen

Gute Beteiligung beim 1. Warnstreik

Weil die Arbeitgeberin Terminvereinbarungen für die Fortsetzung der Tarifverhandlung verzögert, rief die IG Metall die Beschäftigten heute zum ersten Warnstreik der Betriebsgeschichte auf. Nicht nur die aufgerufenen Beschäftigten der Frühschicht, sondern zusätzlich nahmen auch Beschäftigte der Spät- und Nachtschicht am Warnstreik teil. Steffen Harzer, Mitglied des Thüringer Landtages, überbrachte den Warnstreikenden solidarische Grüße des Ministerpräsidenten und der Landtagsfraktion der Linkspartei. Um Fachkräfte zu halten und freie Stellen mit neuen Fachleuten besetzen zu können, helfen attraktive Arbeits- und Einkommensbedingungen. Daher gestalten wir mit dem Durchsetzen von Tarifbedingungen zugleich Zukunft für die Betriebe und die Region. Angesicht einer sehr niedrigen Arbeitslosigkeit gibt es keinen Grund, länger bescheiden zu sein. Auch die Beschäftigten bei Vosseler leisten täglich gute Arbeit und haben tarifvertraglich abgesicherte Bedingungen verdient. Das haben sie heute morgen eindringlich deutlich gemacht.

12. Februar | Filzfabrik Fulda Werk Empfertshausen

Bis zu 8,8 Prozent mehr Geld plus mehr Urlaub

Warnstreik am 7. Dezember 2018

Am 12. Februar wurde als Verhandlungsergebnis erreicht, dass alle Vollzeitbeschäftigten mit der Abrechnung für März 2019 jeweils 200 Euro brutto Einmalzahlung erhalten. Ab April 2019 steigen die Löhne und Gehälter um 2,5 Prozent, mindestens jedoch um 50 Euro brutto monatlich bei mindestens 10 Euro brutto Stundenlohn. In diesem Jahr wird ein Tag mehr Urlaub gewährt, maximal jedoch 30 Tage Urlaub. Ab dem Jahr 2020 wird ein weiterer, dann zweiter Urlaubstag gewährt, maximal jedoch 30 Urlaubstage im Jahr. Die Laufzeit ist bis März 2020 vereinbart.

Die Mitglieder der IG Metall stimmten dem Verhandlungsergebnis in der Versammlung am 22. Februar zu.

11. Februar | Oerlikon Metco WOKA Barchfeld

Plus 5,0 Prozent mehr Lohn extra

Unterzeichnung des Tarifergebnisses am 30. Januar

In der vierten Verhandlung am 30. Januar unterschrieben IG Metall-Verhandlungsführer, Thomas Steinhäuser, und die beiden Woka-Geschäftsführer, Salvatore Musso und Stefan Malcus (im Bild v.l.n.r.) insgesamt fünf Tarifvereinbarungen. Die IG Metall-Mitglieder nahmen das Tarifpaket durch einstimmiges Votum in der Mitgliederversammlung am 11. Februar an.

Ab August diesen Jahres wird die betriebliche Entgelttabelle um zusätzliche fünf Prozent auf 100 Prozent der Metall- und Elektroindustrie Thüringens (MuE) angehoben. Ab 2020 werden alle Tarifsteigerungen und Einmalzahlungen aus zukünftigen Tarifabschlüssen der MuE komplett übernommen. Zusätzlich werden ab 2021 der Tarifvertrag T-ZUG (A), eine Einmalzahlung von 27,5 Prozent einer Bruttomonatsvergütung, und ab 2022 der T-ZUG (B), eine Einmalzahlung von 12,3 Prozent der Entgeltgruppe 5, eingeführt.

Januar | Arbeitnehmerüberlassung

Drei Tariferhöhungen in 2019

Aus dem Tarifabschluss von November 2016 werden die Grundentgelte Ost in drei Stufen plus zwei Anpassungsstufen um 13,6 Prozent (Entgeltgruppe 1) erhöht. Von 8,50 Euro je Stunde Ende 2016 in der Entgeltgruppen 1 gilt ab Oktober 2019 ein Stundenentgelt von 9,66 Euro.

Jetzt erfolgt ab Januar 2019 eine Erhöhung der Stundenentgelte im Osten in den Entgeltgruppen 1 und 2 um 22 beziehungsweise 36 Cent. Ab 1. April werden die Tarifentgelte um 3,0 Prozent in West und um 3,5 Prozent in Ost erhöht. Ab Oktober 2019 werden die Stundenentgelte der Entgeltgruppen 1 und 2 in Ost und West um jeweils weitere 17 Cent erhöht.

 Parallel zu den Entgeltsteigerungen Ost und West wurde vereinbart, dass (spätestens) ab April 2021 die Tariftabellen West bundesweit einheitlich angewendet werden. Damit konnte eine lange Forderung der Gewerkschaften jetzt endlich tarifvertraglich normiert werden.

24. Januar | Tarifexplosion bei Leica Biosystems Eisfeld

Plus 19,7 Prozent mehr Grundvergütung

Leica ist ein weltweit tätiger Mischkonzern der US-amerikanischen Danaher-Gruppe. Gegenstand der Leica Biosystems Deutschland GmbH in Eisfeld ist die Entwicklung, Produktion und Verpackung von Klingen für die Medizintechnik. Die Konzernzentrale hatte Anfang 2018 entschieden, die Produktion am größten deutschen Standort in Nussloch bei Heidelberg zu bündeln.

Ab Januar 2019 erhöhen sich die Grundvergütungen in Eisfeld um 19,7 Prozent. Das sind auf einen Schlag 449 Euro jeden Monat mehr für Facharbeiter in der Entgeltgruppe 5. Im Juli 2019 wird eine zusätzliche Einmalzahlung von 400 Euro brutto gewährt. Auch im Juli werden 27,5 Prozent einer Monatsvergütung fällig.

21. Januar | Filzfabrik Fulda Werk Empfertshausen

Tarifverhandlungen fortgesetzt

Direkt im Anschluss an den Warnstreik am 7. Dezember 2018 gelang die Terminabstimmung mit dem Arbeitgeber zur Fortsetzung der Tarifverhandlungen. Die zweite Tarifverhandlung fand heute am 21. Januar 2019 statt. Ziel der Verhandlungen ist die Heranführung der betrieblichen Arbeits- und Einkommensbedingungen an die Regelungen aus den Tarifverträgen der Textilindustrie Ost. Im Fokus stehen dabei die Steigerung der Löhne und Gehälter sowie die Erhöhung des Urlaubsanspruchs. Bisher besteht Anspruch auf lediglich 24 Arbeitstage Urlaub im Jahr.

Grundsätzlich hat der Arbeitgeber heute seine Bereitschaft erklärt, die Löhne und Gehälter in Empfertshausen zu erhöhen. Wir haben uns jetzt zur dritten Verhandlung auf den 12. Februar 2019 vertagt, weil der Arbeitgeber um Unterbrechung für die Berechnung möglicher Auswirkungen verschiedener Tarifkonstellationen gebeten hat.

1. Januar | Tarifsteigerung bei Glen Dimplex EIO Sonneberg

Dreimal mehr Geld in 2019

Vereinbart ist eine Einmalzahlung von 400 Euro brutto im Januar 2019. Ab April 2019 erhöhen sich die Löhne und Gehälter um 4,3 Prozent. Schließlich erhalten nur die Mitglieder der IG Metall Mitte 2019 einen Sonderbonus in Form einer Erholungsbeihilfe von 156 Euro. Andere Beschäftigte erhalten das nicht.

Ab 2020 wird der neue Tarifvertrag zum tariflichen Zusatzgeld aus der Metall- und Elektroindustrie Thüringens vollumfänglich übernommen inklusive der Option, die darin enthaltenen Lohnbestandteile individuell in zusätzliche freie Tage bei Schichtarbeit, Pflege von Angehörigen oder Kindererziehung umzuwandeln.

1. Januar | Tarifsteigerung bei Maier Präzisionstechnik Hildburghausen

Plus 2,5 Prozent ab Januar 2019

Am 1. Januar 2019 erhöhen sich die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen in der Maier Präzisionstechnik Hildburghausen um weitere 2,5 Prozent. Das ergibt sich aus dem Tarifabschluss von Mai 2018.

Die betriebliche Lohnuntergrenze als niedrigsten Verdienst für einfachste Tätigkeiten wurde auf 11,80 Euro brutto je Stunde angehoben. Zugleich wurde vereinbart, bis Mitte 2019 ein neues betriebliches Lohn- und Gehaltssystem auf Basis bis dahin zu erstellender Arbeitsplatzbeschreibungen zu entwickeln, welches die veränderten Anforderungen an die Tätigkeiten im Betrieb abbilden soll.

7. Dezember | Historisches Ereignis in Empfertshausen

1. Warnstreik in der Filzfabrik Fulda, Werk Empfertshausen

Fast alle Beschäftigten beteiligten sich nach Aufruf der IG Metall am 1. Warnstreik im Werk in Empfertshausen. Dieser Warnstreik war nötig, weil der Arbeitgeber nach der ersten Tarifverhandlung am 9. November weitere Verhandlungen bisher ablehnt. Für den 7. Dezember war ein weiterer Verhandlungstermin beabsichtigt. Wenn aber der Arbeitgeber den Verhandlungswillen der Beschäftigten mit ihrer IG Metall nicht aufgreift, verstärken wir gemeinsam den Druck.

Unser Ziel der Verhandlungen ist die Heranführung der betrieblichen Arbeits- und Einkommensbedingungen an die Regelungen aus den Tarifverträgen der Textilindustrie Ost. Neben Entgelt und Sonderzahlungen finden wir auch 24 Urlaubstage für viele Beschäftigte zu wenig angesichts 30 Urlaubstagen nach Tarifvertrag.

Die Filzfabrik Fulda Werk Empfertshauen (vormals LaurinTec) ist ein Unternehmen der Wirth Gruppe Fulda. Es werden mit etwa 50 Beschäftigten Filze und technische Textilien hergestellt.

16. November | Tarifabschluss bei IDAM in Suhl

Weitere 3,32 Prozent mehr plus 650 Euro Einmalzahlung

Nach bereits ab Juli gewährten 94 Euro brutto je Monat mehr für Vollzeitbeschäftigte, gibt es jetzt noch einmal deutlich mehr Geld für die Beschäftigten und Auszubildenden. Damit steigt das Jahreseinkommen um über 1.200 Euro brutto. Andererseits ist die Modernisierung des Lohnsystems auf den Weg gebracht.

Mit der Abrechnung für Dezember 2018 erhalten Vollzeitbeschäftigte eine Einmalzahlung von 650 Euro brutto, Auszubildende 333 Euro brutto. Ab April 2019 werden die monatlichen Basisvergütungen um 3,32 Prozent erhöht. Auszubildende werden ab April 2019 auf 86 Prozent der Ausbildungsvergütungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen angehoben. Die Laufzeit des Verhandlungsergebnisses gilt bis Ende März 2020. Die Parteien haben eine Erklärungsfrist bis 3. Dezember 2018 vereinbart.

Die IDAM INA - Drives & Mechatronics AG & Co. KG ist ein Unternehmen der Schaeffler-Gruppe in Suhl. Mit etwa 140 Beschäftigten werden vor allem lineare und rotative Motoren sowie die zugehörigen Elektronikbaugruppen entwickelt und produziert.

21. September | Attraktiver für Fachkräfte

Tarifabschluss bei Versbach Metallbau in Walldorf

Mitte 2017 nahmen Geschäftsleitung und IG Metall Tarifverhandlungen auf. Nun wurden am 21. September in Walldorf vier Haustarifverträge unterzeichnet.

Alle Arbeitsplätze wurden erstmals eingruppiert. Durch Ungleichheiten in der Vergütung aus der betrieblichen Vergangenheit werden aktuell teils sehr unterschiedliche Entgelte für vergleichbare Tätigkeiten gezahlt. Deswegen werden zum 1. November 2018 die Grundentgelte um im Durchschnitt zehn Prozent erhöht. Allerdings in ungleicher Verteilung. Damit erhält niemand weniger als 35 Euro brutto im Monat mehr. Die Beschäftigten, die besonders geringe Entgelte bisher haben, erhalten zum Ausgleich dieses Nachteils bis zu maximal 260 Euro brutto im Monat mehr. Zusätzlich erhöht sich das Volumen der betrieblichen Leistungszulage von sieben Prozent der Bruttolohnsumme auf zehn Prozent. Eine zweite Erhöhung der Grundentgelte um im Durchschnitt 6,8 Prozent ist ab Januar 2020 fällig, mit einer individuellen Berücksichtigung zwischen 35 und 260 Euro brutto im Monat. Zusätzlich wird ein flexibles Arbeitszeitkonto eingeführt. Die Laufzeit der Vereinbarung ist für zwei Jahre bis Ende 2020.

17. September | Gemeinsame Erklärung von IG Metall und VMET e.V. Thüringen

Gegen Rassismus und Gewalt, für Menschenwürde und Solidarität in Betrieben und Gesellschaft

Arbeitgeber und Gewerkschaft der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen sprechen sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen rassistische Hetze und rechtsextreme Gewalt aus. Sie setzen sich für Solidarität und Menschlichkeit in Betrieben und Gesellschaft ein.

Die gemeinsame Erklärung des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen VMET e.V. und der IG Metall im Bezirk Mitte kann hier im kompletten Wortlaut eingesehen werden:

4. Juni | Maier Hildburghausen Präzisionstechnik

Plus 6 Prozent mehr Geld in zwei Schritten

Die Maier Präzisionstechnik GmbH & Co. KG in Hildburghausen stellt Metalldrehteile für die Automobilindustrie sowie den Maschinen- und Nutzfahrzeugbau her. Die Mehrzahl der etwa 100 Beschäftigten hatte sich gewerkschaftlich organisiert und strebte eine Tarifbindung an. Am 6. Juli 2017 fand im Betrieb ein erstes Sondierungsgespräch zur Vorbereitung der Tarifverhandlungen zwischen dem Arbeitgeber und der IG Metall Suhl-Sonneberg statt. Nach mehreren Verhandlungsrunden wurden am 4. Juni 2018 zwei Verhandlungsergebnisse unterzeichnet.

Einmal wurde ein Verhandlungsergebnis mit einer Steigerung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um insgesamt 6 Prozent in zwei Stufen, plus 3,5 Prozent rückwirkend ab Mai 2018 und plus weitere 2,5 Prozent ab Januar 2019 bei einer Laufzeit bis Ende April 2020 vereinbart. Die betriebliche Lohnuntergrenze wurde auf 11,80 Euro brutto je Stunde angehoben. Zugleich wurde vereinbart, bis Mitte 2019 ein neues betriebliches Lohn- und Gehaltssystem auf Basis bis dahin zu erstellender Arbeitsplatzbeschreibungen zu entwickeln, welches die veränderten Anforderungen an die Tätigkeiten im Betrieb abbilden soll.

In einem zweiten Verhandlungsergebnis ermöglichen die Vertragsparteien die Beschäftigung im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung von bis zu maximal ununterbrochen 30 Monaten. Während dieser Beschäftigungsdauer finden die Tarifbestimmungen für die Arbeitnehmerüberlassung plus die in der Metallbranche geltenden Branchenzuschläge Anwendung.

3. Mai | Maier Präzisionstechnik Hildburghausen

Gute Beteiligung beim ersten Warnstreik

Die Maier Präzisionstechnik in Hildburghausen stellt Metalldrehteile für die Automobilindustrie sowie den Maschinen- und Nutzfahrzeugbau her. Die Mehrzahl der etwa 100 Beschäftigten hat sich gewerkschaftlich organisiert und strebt Tarifbindung an.

Ziel der Verhandlungen ist die Heranführung der betrieblichen Arbeits- und Einkommensbedingungen an die Regelungen aus den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie Thüringens. Zur Unterstützung der Verhandlungen fand am 3. Mai ein erster Warnstreik statt. Nun ist der Arbeitgeber aufgerufen, seine Weigerung zu einem Tarifabschluss aufzugeben.

Die für heute vereinbarte nächste Tarifverhandlung musste wegen plötzlicher Erkrankung des Arbeitgebers ausfallen. Die IG Metall schlug inzwischen neue Termine für die Fortsetzung der Verhandlungen vor.

1. April | Nächste Stufe aus Tarifabschluss 2016 wird wirksam

Plus 4,0 Prozent ab 1. April in der Arbeitnehmerüberlassung

Zum 1. April erfolgt die nächste Erhöhung um 2,8 Prozent in West und um 4,0 Prozent in Ost. Damit erreicht das Grundentgelt (Entgeltgruppe 1) nun 9,27 Euro brutto je Stunde in Ostdeutschland. Im Jahr 2019 erfolgen zum 1. Januar, zum 1. April und zum 1. Oktober drei weitere Erhöhungen der Ost-Tabellen. Ab Oktober 2019 werden dann 9,66 Euro je Stunde in der Entgeltgruppe 1 Ost erreicht.

Hinzu kommen in Metallbetrieben die Branchenzuschläge ab der sechsten Woche im Einsatz. Diese Branchenzuschläge gelten in allen Metallbetrieben, so auch in denen, in denen für die Stammbeschäftigten kein Tarifvertrag Anwendung findet. Allerdings wurden viele Beschäftigte der Arbeitnehmerüberlassung in den Einsatzbetrieben inzwischen auch fest übernommen. Und durch die Erhöhungen der Metalltarife auch ab 1. April um 4,3 Prozent schaffen wir deutlich mehr Kaufkraft in der Region. Zugleich erhöhen steigende Bruttoeinkommen auch die Einnahmen der Sozialversicherungen. Das schafft finanziellen Spielraum für zukünftige Rentensteigerungen oder Leistungsverbesserungen.

27. März | TKF Thüringer Kugellagerfabrik Zella-Mehlis

Zeitgemäßer Tarifabschluss: Investition auch in die Belegschaft

Die TKF – Thüringer Kugellagerfabrik in Zella-Mehlis ist ein Betrieb der Metallindustrie mit knapp 40 Beschäftigten. Es werden hauptsächlich Wälzlager, dabei speziell Rillenkugellager, Schrägkugellager und Kegelrollenlager hergestellt. Im Betrieb sind hochspezialisierte Fachleute beschäftigt, die teilweise über langjährige Erfahrung verfügen. Nach Änderungen in der Eigentümerstruktur und bei der Geschäftsführung im letzten Jahr stellt sich der Betrieb neu auf.

Nach drei Verhandlungen wurde heute ein Verhandlungsergebnis für einen neuen Haustarifvertrag unterzeichnet. Für die Beschäftigten erfolgten in den vergangenen Monaten verhandlungsbegleitend teils kräftige Lohnanpassungen von bis zu zwei Euro brutto pro Stunde. Im Haustarifvertrag sind in diesem Jahr ein Tag Urlaub mehr sowie ab 2019 ein weiterer Urlaubstag mehr geregelt. Neu geregelt wird die Vergütung für Mehrarbeit mit einem Zuschlag von 25 Prozent je Stunde sowie einem neuen Standardbonus von 40 Euro für Sonderschichten. Zugleich wurde ein Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für die Laufzeit des Tarifvertrages vereinbart. Der Hautarifvertrag tritt am 1. April 2018 in Kraft und wirkt auf unbestimmte Zeit.

1. März | Tariferhöhung Textile Dienste Ost

Weitere 1,8 Prozent mehr Entgelt

Neben den Metallbranchen sowie im Bereich Holz und Kunststoff ist die IG Metall auch die Tarifvertragspartei in den textilen Bereichen. Dazu zählen auch die Textilen Dienste. Hierbei handelt es sich um Dienstleistungsunternehmen einschließlich verbundener Unternehmen und Betriebe, die kundeneigene und/oder Leasing-Textilien zur Verfügung stellen und wieder aufbereiten. Vor allem sind das Wäschereien im Objektkundengeschäft, was das Beschaffen, Liefern, Reinigen oder Austauschen von insbesondere Hotel-, Klinik- oder Gastronomiewäsche oder Berufsbekleidung betrifft. Tarifverträge werden in diesem Bereich entweder für die alten oder die neuen Bundesländer abgeschlossen. Thüringen zählt zum Tarifgebiet der neuen Bundesländer.

Nach vier Einmalzahlung in Höhe von zusammen 216 Euro brutto, für Auszubildende 92 Euro brutto, plus eine Steigerung der Monatsentgelte um 2,4 Prozent ab März 2017 erfolgt nun die letzte Stufe der Tarifanpassung aus dem Tarifergebnis für die Textilen Dienste in den neuen Bundesländern vom 1. Juli 2016. Ab 1. März 2018 steigen die Tariflöhne und –gehälter um 1,8 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ab März 2018 um jeweils 18 Euro brutto je Ausbildungsjahr. Weiter erhöht sich das zusätzliche Urlaubsgeld im Jahr 2018 auf 288 Euro brutto. Die tarifliche Wochenarbeitszeit beträgt 38 Stunden. Es besteht Anspruch auf 30 Arbeitstage Urlaub im Jahr ab dem zweiten Beschäftigungsjahr.

20. Februar | Tarifabschluss bei HFP Bandstahl in Bad Salzungen

Bis über 12 Prozent mehr Entgelt errungen

links HFP-Geschäftsführer Michael Frank, rechts Thomas Steinhäuser IG Metall

In der vierten Tarifverhandlung am 20. Februar einigten sich IG Metall und Arbeitgeber auf den Abschluss von zwei Haustarifverträgen zu den Grundentgelten und Ausbildungsvergütungen sowie für Urlaub.

Alle Beschäftigten, die bisher deutlich unter dem betrieblichen Durchschnitt liegen, werden die Entgelte um maximal 250 Euro brutto im Monat in zwei Schritten zu April 2018 und Januar 2019 erhöht. Das entspricht einer Steigerung um bis zu 12,6 Prozent. Davon profitieren mindestens 53 der 260 Beschäftigten. Hingegen werden die Entgelte bei Beschäftigten, die mit Erhöhung der betrieblichen Tariftabelle ab April 2018 mit ihrem Einkommen oberhalb des Tarifanspruches liegen, um pauschal 65 Euro brutto pro Monat in zwei Schritten erhöht, sofern die Tarifwerte nicht um mehr als 15 Prozent übertroffen sind. Die 18 Beschäftigten, deren bisheriges Entgelt schon mehr als 15 Prozent über der neuen betrieblichen Tariftabelle liegt, erhalten mit den Abrechnungen für Juni 2018 und Juni 2019 jeweils eine Jahressonderzahlung als Erholungsbeihilfe von zweimal 156 Euro. Die Ausbildungsvergütungen sind an das betriebliche Eckentgelt angebunden und erhöhen sich um jeweils 4,3 Prozent, was monatlich zwischen 40 Euro und 47 Euro brutto mehr je nach Ausbildungsjahr entspricht.

Zusätzlich erhalten ab 2018 Schichtarbeiter im 4-Schicht-System nach zehnjähriger Betriebszugehörigkeit einen zusätzlichen bezahlten Urlaubstag pro Jahr.

14. Februar | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifabschluss in 4. Verhandlung gelungen

In der vierten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen wurde heute Übernahme des aus Baden-Württemberg vorgelegten Tarifergebnisses intensiv verhandelt und schließlich vereinbart. Das bedeutet eine Steigerung der Tariftabellen ab April 2018 um 4,3 Prozent. Weiter gibt es zwei Einmalzahlungen von 100 Euro brutto im März 2018 und 400 Euro brutto im Juli 2019. Darüber hinaus wird ab 2019 einmal im Jahr ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent einer Bruttomonatsvergütung gewährt. Beschäftigte, die Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder in Schichten arbeiten, können wählen, ob sie statt des tariflichen Zusatzgeldes acht freie Tage in Anspruch nehmen wollen.

6. Februar | Tarifabschluss für Baden-Württemberg

Tarifangleichung in Thüringen angehen

In der sechsten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg wurde heute die Steigerung der Tariftabellen ab April 2018 um 4,3 Prozent vereinbart. Weiter gibt es zwei Einmalzahlungen von 100 Euro brutto für Januar bis März 2018 und 400 Euro brutto im Juli 2019. Darüber hinaus wird ab 2019 einmal im Jahr ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent einer Bruttomonatsvergütung gewährt. Beschäftigte, die Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder in Schichten arbeiten, können wählen, ob sie statt des tariflichen Zusatzgeldes acht freie Tage in Anspruch nehmen wollen. Zwei dieser Tage würden dann als Arbeitgeberzuschuss gewährt.

Die Beschäftigten der Branche haben doppelt für den starken Tarifabschluss gesorgt: Einmal durch ihre tägliche qualifizierte und motivierte Arbeit, die den Spielraum für angemessene Tarifverbesserungen schafft. Und dann auch durch die selbstbewusste Beteiligung an den Aktionen und Warnstreiks der IG Metall. Diese beiden Begründungen gelten uneingeschränkt auch für die Beschäftigten in Thüringen. Wir erwarten die Übernahme des Tarifergebnisses aus Baden-Württemberg. Zusätzlich braucht es endlich eine belastbare Vereinbarung zur weiteren Angleichung der Tarifbedingungen in Thüringen an die Standards in den westlichen Tarifgebieten.

31. Januar | Tarifabschluss Holz- und kunststoffverarbeitende Industrie

4 Prozent mehr Entgelt

Mit Druck und Warnstreiks zum Tariferfolg: In der zweiten Verhandlungsrunde konnte die IG Metall in Thüringen ein Ergebnis für die Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie erzielen. Die Löhne und Gehälter steigen ab 1. Mai 2018 um 4 Prozent. Für Januar bis Mai gibt es zweimal eine Einmalzahlung von 150 Euro.

Vor allem die Auszubildenden können sich auf ein dickes Plus freuen. Ihre Vergütungen erhöhen sich um monatlich 50 Euro in allen vier Ausbildungsjahren. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 30. September 2019.

27. Januar | Blockade der Arbeitgeber eskaliert die Verhandlungen

Auch 5. Tarifverhandlung für Baden-Württemberg ohne Ergebnis

"Die Arbeitgeber haben es offensichtlich gezielt auf eine Eskalation angelegt und hatten nie die Absicht zur Einigung. Das zeigte sich daran, dass sie sich heute weder beim Geld noch bei der Arbeitszeit ausreichend bewegt haben, um einen Kompromiss möglich zu machen. Es ist unverantwortlich, die überfällige Modernisierung der Arbeitswelt zu blockieren und den Beschäftigten einen fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg zu verweigern", sagte Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, am Samstag in Stuttgart. "Das werden sich die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie nicht gefallen lassen. Jetzt gilt: Wer sich nicht bewegt, der muss geschoben werden."

Mit den ganztägigen Warnstreiks will die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, sich in der Tarifauseinandersetzung einem tragfähigen Kompromiss zu nähern. Die Durchführung der ganztägigen Warnstreiks setzt positive Mitgliedervoten in den ausgewählten Betrieben voraus. IG Metall-Mitglieder erhalten in diesem Fall – anders als bei den kurzen Warnstreiks – eine finanzielle Unterstützungsleistung von ihrer Gewerkschaft.

Bundesweit haben in dieser Tarifrunde bisher rund 960.000 Beschäftigte die Forderungen der IG Metall nach 6 Prozent mehr Geld, einem Anspruch auf kurze Vollzeit und Zuschüssen für Beschäftigte in bestimmten Lebenssituationen unterstützt.

19. Januar | 3. Tarifverhandlung Metall-/Elektroindustrie Thüringen

Arbeitgeber verhandeln an Thüringen "vorbei"

Über 300 Beschäftigte der Frühschicht von Automotive Lighting in Brotterode folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Nach einer kurzen Kundgebung vor dem Betrieb ging es dann mit Bussen nach Erfurt zur Unterstützung der Tarifaktion der IG Metall zur 3. Verhandlung. An der Kundgebung in Erfurt nahmen auch der Erfurter Oberbürgermeister, Andreas Bausewein (SPD), der Thüringer Wirtschaftsminister, Wolfgang Tiefensee (SPD), die Fraktionsvorsitzende von Die Linke im Thüringer Landtag, Susanne Henning-Wellsow, sowie der DGB-Landesvorsitzende für Thüringen, Sandro Witt, teil.

Die 3. Verhandlung blieb ohne Ergebnis. Die Arbeitgeber trugen bundesweite Fakten ohne jeglichen Bezug zu Thüringen vor. Ein Termin für eine 4. Verhandlung wurde noch nicht abgestimmt. Die Enttäuschung der Beschäftigten bleibt enorm.

12. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Automotive Lighting Brotterode

Fast alle 250 Beschäftigten der Spätschicht von Automotive Lighting in Brotterode folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte mindestens zwei Stunden.

12. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Automotive Lighting Brotterode

Fast alle 500 Beschäftigten der Früh- und Normalschicht von Automotive Lighting in Brotterode folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte mindestens zwei Stunden.

12. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Automotive Lighting Brotterode

Alle 100 Beschäftigten der Nachtschicht von Automotive Lighting in Brotterode folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

10. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Fahrzeugbau GmbH Geisa

Etwa 50 Beschäftigte der Spätschicht im Fahrzeugbau in Geisa folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

10. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Fahrzeugbau GmbH Geisa

In den Tarifverhandlungen für die Thüringer Metall- und Elektroindustrie konnte bisher kein Ergebnis erreicht werden. Daher ruft die IG Metall zu Warnstreiks in den Betrieben zur Unterstützung der Tarifforderungen auf. Den Auftakt in unserer Region machten heute die Beschäftigten der Frühschicht beim Fahrzeugbau in Geisa. Etwa 65 Beschäftigte beteiligten sich am zweistündigen Warnstreik.

Die IG Metall fordert 6 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung für 12 Monate sowie den Anspruch auf individuelle Verringerung der Wochenarbeitszeit mit Teilentgeltausgleich bei belasteten Arbeitszeiten oder für Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen.

15. Dezember | 2. Tarifverhandlung Metall-/Elektroindustrie Thüringen

Arbeitgeber riskieren "Getriebe-Schaden" in Tarifverhandlungen

In der zweiten Tarifverhandlung für die Thüringer Metall- und Elektroindustrie am 15. Dezember in Eisenach wollten die Arbeitgeber den tarifvertraglichen "Rückwärtsgang" einlegen. Sie wollen die Regelarbeitszeit ausweiten, dafür keine Zuschläge für Mehrarbeit mehr vergüten, eine vollumfängliche Verfügbarkeit der Beschäftigten erwarten und nehmen damit Mehrbelastungen und zunehmende Erkrankungen leichtfertig in Kauf.

Da die IG Metall mit der Reduzierung der Arbeitszeit und mehr Einfluss der Beschäftigten auf die individuelle Arbeitszeit im kompletten "Vorwärtsgang" für die Tarifbedingungen in Thüringen ist, riskieren die Arbeitgeber einen "Getriebe-Schaden" in den Tarifverhandlungen.

200 Euro pauschal für drei Monate plus 2 Prozent mehr Entgelt für weitere 12 Monate steht im totalen Widerspruch zu Konjunktur und Gewinnen. Auch den Arbeitgebern muss klar sein, dass das als "Angebot" völlig unzureichend ist.

2. Dezember | Blockade der Arbeitgeber entrüstet unsere Vertrauensleute

2. Tarifverhandlung am 15. Dezember in Eisenach

Im Rahmen der Tarifbewegung für die Metall- und Elektroindustrie 2017/2018 luden die IG Metall Eisenach gemeinsam mit der IG Metall Suhl-Sonneberg die Vertrauensleute der tarifgebundenen Betriebe zur Vertrauensleutekonferenz am 2. Dezember nach Bad Tabarz ein. Nach der Berichterstattung aus der ersten Verhandlungsrunde am 22. November 2017 in Arnstadt waren die Metallerinnen und Metaller überaus entrüstet.

Die nächste Tarifverhandlung wird am 15. Dezember, 11 Uhr, in Eisenach stattfinden. Dazu rufen wir die Beschäftigten aus den Metallbetrieben in Thüringen zur Unterstützung einer verhandlungsbegleitenden Aktion auf. Zwar können wegen der bis 31. Dezember geltenden Friedenspflicht noch keine Streikmaßnahmen für diesen Tag aufgerufen werden, doch erwarten wir eine gute Beteiligung unserer Kolleginnen und Kollegen.

22. November | 1. Tarifverhandlung Metall-/Elektroindustrie Thüringen

Komplette Blockade der Arbeitgeberseite

"...lehnen wir grundsätzlich ab ..." oder "... lehnen wir absolut ab ..." oder "... unterschreiben wir auf keinen Fall ..." waren Erwiderungen der Arbeitgeber auf die Forderungen der IG Metall in der ersten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen in Arnstadt.

Die IG Metall fordert eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent für 12 Monate sowie individuelle Rechtsansprüche für die Arbeitnehmer, die Wochenarbeitszeiten temporär auf bis 28 Stunden verkürzen zu können. Dafür fordert sie auch einen Teilentgeltausgleich für Beschäftigte in besonders belastenden Arbeitszeitsystemen sowie bei Kindererziehung und Pflege in der Familie. Daneben will die IG Metall in diesem Jahr auch die Frage der Angleichung der Tarifverträge an die westlichen Tarife angehen, sie will dafür eine »belastbare Verhandlungsverpflichtung« mit dem Verband der Metall- und Elektroindustrie Thüringen abschließen.

1. September | Tariferhöhung in Thüringen

Mehr Geld für Beschäftigte im Kfz-Gewerbe

Zum 1. September 2017 erfolgt eine Tariferhöhung um 2,9 Prozent. In einer zweiten Stufe zum 1. Oktober 2018 steigen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um weitere 2,9 Prozent. Damit steigen die Entgelttabellen um insgesamt 5,8 Prozent.

Leider gilt der Tarifvertrag in vielen Autohäusern in Südthüringen noch nicht. Das können wir nur gemeinsam ändern.

1. März | Mehr Geld nach Tarifvertrag

Plus 13,6 Prozent bis Ende 2019

Am 29. und 30. November 2016 einigten sich die DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit mit den Arbeitgeberverbänden iGZ und BAP in der dritten Verhandlungsrunde zu einem Tarifergebnis bis Ende 2019. Insgesamt werden die Grundentgelte Ost in drei Stufen plus zwei Anpassungsstufen um 13,6 Prozent (Entgeltgruppe 1) erhöht. Von 8,50 Euro je Stunde Ende 2016 wurde bereits zum 1. Januar 2017 die erste Anpassungsstufe nur in den beiden unteren Entgeltgruppen 1 und 2 wirksam. Ab Oktober 2019 werden dann 9,66 Euro je Stunde in der Entgeltgruppe 1 erreicht.

Parallel zu den Entgeltsteigerungen Ost und West wurde vereinbart, dass (spätestens) ab April 2021 die Tariftabellen West bundesweit einheitlich angewendet werden. Damit konnte eine lange Forderung der Gewerkschaften jetzt endlich tarifvertraglich normiert werden.