Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

08. Mai 2012 bei Fahrzeugbau in Geisa

Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

08. Mai 2012 bei DURA in Gehren

Weitere Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

03. Mai 2012 in Brotterode

Es liegt ein sogenannter „Lösungsvorschlag“ der Arbeitgeber vor, welcher drei Prozent mehr Entgelt für 14 Monate anbietet. Das sind gerade einmal 2,57 Prozent auf 12 Monate. Von den 52 Milliarden Euro Bruttorendite in der Branche bieten die Arbeitgeber gerade einmal 8,7 Prozent als Tarifsteigerung an. Damit wollen Unternehmer und Aktionäre 91,3 Prozent des Ergebnisses der qualifizierten, motivierten und fleißigen Arbeit der Beschäftigten für sich behalten.

„Sowohl in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie, aber auch parallel dazu mit den Arbeitgeberverbänden der Leiharbeit verhandelt die IG Metall für faire und gleichberechtigte Bedingungen der Leiharbeitsbeschäftigten. Daher ist es wichtig, dass auch sie sich an den Aktivitäten der Tarifrunde beteiligen. Die IG Metall hat das Mandat sowohl der Stamm- als auch der Leiharbeitsbeschäftigten für die Tarifverhandlungen. Das haben wir heute in Brotterode erneut eindrucksvoll bestätigt.“, ergänzt Torsten Meier von Automotive Lighting Brotterode und Mitglied der Verhandlungskommission der IG Metall.

Tarifauftakt Metall- und Elektroindustrie Thüringen

24. April 2012 in Erfurt

Mit Fahrzeugen und Bussen kamen Kolleginnen und Kollegen aus allen Teilen Thüringens nach Erfurt zum kraftvollen regionalen Auftakt der Tarifaktionen in Thüringen. Die IG Metall Suhl-Sonneberg setzt Busse aus Suhl und Brotterode ein. Nach einer Demonstration durch Erfurt fand die Auftaktveranstaltung statt.

Weitere Einzelheiten können auch dem Aufruf entnommen werden:

Warnstreikauftakt Metall- und Elektroindustrie in Brotterode

1. Warnstreik 2012 in Südthüringen

In den ersten beiden Verhandlungen am 06. und am 29. März 2012 lehnten die Arbeitgeber die Forderungen der IG Metall komplett ab. Am 19. April 2012 findet die dritte Verhandlung für Thüringen gemeinsam mit der Verhandlung für die Tarifgebiete Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen in Mainz statt.

 

Die IG Metall rief 350 Beschäftigte der Automotive Lighting Brotterode GmbH zum Warnstreik für morgens 6 Uhr auf. Da das Schieds- und Schlichtungsabkommen in den neuen Bundesländern nicht abgeschlossen ist, gilt seit Auslaufen des Tarifvertrages und damit seit Anfang April keine Friedenspflicht mehr in Thüringen. Daher konnten die Beschäftigten in Thüringen – anders als in den westdeutschen Tarifgebieten – die 3. Verhandlung am 19. April 2012 durch erste Warnstreikaktionen begleiten. Es beteiligten sich komplett die Beschäftigten der aufgerufenen Schicht.

Aus RAL wird BLG in Brotterode

Endlich Tarifvertrag ab 01. März 2012

Zum 01. März 2012 übernimmt die BLG Logistics Group AG & Co. KG aus Bremen das Diensteistungsgeschäft für die Automotive Lighting GmbH Brotterode vom Rhenus Konzern im Rahmen eines Betriebsübergangs gemäß § 613 a BGB.

Für die knapp 100 Beschäftigten treten zum 01. März 2012 tarifvertragliche Regelungen in Kraft. Zwischen IG Metall und der BLG Logistics Group AG & Co. KG wurden heute fünf Tarifvereinbarungen abgeschlossen. Dem gingen intensive Gespräche und Verhandlungen voraus.

„Nach dem ersten Warnstreik am 17. März 2011 haben die Beschäftigten gemeinsam mit der IG Metall nun den Abschluss der Tarifverträge erreicht. Damit wird sicher gestellt, dass das Grundeinkommen auf mindestens 9,73 Euro brutto pro Stunde steigt. Noch vor einem Jahr erhielten viele Beschäftigte lediglich 7,22 Euro brutto je Stunde. Diese tolle Entwicklung war nur möglich, da fast alle Bechäftigten als Mitglieder der IG Metall akiv an den Tarifentwicklungen mitgewirkt haben.“, so Thomas Steinhäuser, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg und Verhandlungsführer.

Metall- und Elektroindustrie

Vorstand der IG Metall schlägt plus 6,5 Prozent Forderung vor

Der Vostand der IG Metall beschloss am 07. Februar 2012 in Frankfurt, bei der Forderung nach bis zu 6,5 Prozent mehr Geld in der anstehenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie zu bleiben. In zwei Wochen werden die endgültigen Forderungen förmlich beschlossen.

Die Entgelt-Forderung steht gleichberechtigt neben den inhaltlichen Anliegen nach einer unbefristeten Weiterbeschäftigung der Ausgelernten und mehr Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeitern. Bei der Forderung ist auch die gute konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2011 zu berücksichtigen. Hier wurde der verteilungsneutrale Spielraum wegen des sehr langfristigen Krisenabschlusses aus dem Jahr 2010 nicht völlig ausgeschöpft.

Wir verlangen keinen Nachschlag, sondern eine faire Beteiligung der Belegschaften am Aufschwung.

Holz- und kunststoffverarbeitende Industrie Thüringen

Plus 4 Prozent ab November 2011

Für die Beschäftigten der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie Thüringen erhöhen sich die Entgelte ab 1. November 2011 um 4 Prozent. Damit steigt der Facharbeiterecklohn auf 12,25 Euro brutto.

Zusätzlich erhalten die Beschäftigten für die Monate Juli bis Oktober 2011 jeweils 90 Euro brutto pauschal je Monat.

Zweite Verhandlungsrunde bringt Tarifabschluß

Deutliches Plus in der Textil- und Bekleidungsindustrie

Nach dreizehnstündigen Verhandlungen haben sich IG Metall und die Arbeitgeber der westdeutschen Textil- und Bekleidungsbranche auf einen Tarifabschluss geeinigt. Danach steigen ab 1. Oktober 2011 die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 3,6 Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten. Für die Monate Mai bis September erhalten die rund 130 000 Beschäftigten monatliche Einmalzahlungen von je 50 Euro. Die Auszubildenden bekommen je 25 Euro. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt insgesamt 20 Monate bis zum 31. OKtober 2012.

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